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02.11.2011 11:13 Uhr

Yelen, Gledson & Co. warten mit dem FSV noch auf den ersten Heimsieg

Wenn der F.C. Hansa am kommenden Sonntag ab 13.30 Uhr zum Zweitliga-Punktspiel beim FSV Frankfurt gastiert, kommt es auch zum Wiedersehen mit zahlreichen ehemaligen Rostockern. Immerhin fünf Spieler des aktuellen Zweitliga-Kaders der Hessen haben in den vergangenen Jahren auch das Trikot mit der Kogge auf der Brust getragen.

Am längsten in Frankfurt ist inzwischen Torhüter Patric Klandt, der bereits im Januar 2008 in seine Geburtsstadt zurückging und noch im selben Jahr mit dem FSV den Zweitliga-Aufstieg feiern konnte. Ebenfalls den direkten Weg von der Ostsee an den Bornheimer Hang nahmen im Sommer 2009 Gledson da Silva sowie ein Jahr später Mario Fillinger und Andreas Dahlen, die den F.C. Hansa nach dem Zweitliga-Abstieg verlassen hatten. Und seit dieser Saison schnürt nun auch Zafer Yelen, den es im Januar 2009 zunächst von Rostock nach Trabzonspor in die Türkei verschlagen hatte, seine Fußballschuhe für den FSV.

Zu den fünf Spielern, die bislang alle 13 Meisterschaftsspiele für die Hessen absolviert haben, gehören mit Klandt, Gledson und Yelen auch drei Ex-Hanseaten. Mario Fillinger war zunächst ebenfalls Stammspieler und erzielte den Treffer zum 1:1 Endstand gegen Erzgebirge Aue, musste nach sieben Einsätzen an den ersten acht Spieltagen dann aber wegen Adduktorenproblemen passen. Lediglich Andreas Dahlen, der es bislang nur auf sieben Regionalliga-Einsätze für die zweite Mannschaft des FSV brachte, spielt aktuell in der 2. Bundesliga keine Rolle.

Nach 13 Spieltagen haben die Frankfurter zwei Siege zu Buche stehen, die in Karlsruhe (4:0) und Aachen (3:1) jeweils auswärts eingefahren wurden. Beste Torschützen der Mannschaft sind aktuell zwei Stürmer, die Trainer Hans-Jürgen Boysen erst in diesem Sommer an den Main lotste. Der 21jährige Nigerianer Macauley Chrisantus, der vom Karlsruher SC verpflichtet wurde, liegt mit sechs Saisontoren auf Rang 9 der Zweitliga-Torschützenliste, während der 29jährige Deutsch-Algerier Karim Benyamina, der zuvor sechs Jahre lang für den 1.FC Union Berlin stürmte, bereits dreimal getroffen hat. Zusammen hat das afrikanische Offensiv-Duo als rund zwei Drittel der bislang 14 Saisontore des FSV erzielt.

In den bereits sieben ausgetragenen Heimspielen gelangen den Frankfurtern allerdings nur fünf Treffer und als einzige Mannschaft warten sie in dieser Saison noch auf einen Heimsieg. Mit lediglich 10826 Plätzen verfügen die Frankfurter über das kleinste Stadion und haben dort auch den geringsten Zuschauerschnitt der 2. Bundesliga. Zählt man das in der großen Commerzbank-Arena ausgetragene Ortsderby gegen die Eintracht nicht mit, konnte der FSV im heimischen Volksbank-Stadion am Bornheimer Hang durchschnittlich nur 4752 Zuschauer begrüßen.

Neben dem F.C. Hansa sind die „kleinen“ Frankfurter die Remiskönige der Liga, denn im eigenen Stadion gab es zunächst vier Unentschieden gegen Union Berlin (1:1), Duisburg (0:0), Aue (1:1) und Braunschweig (1:1). Die vergangenen beiden Heimspiele wurden dann gegen Energie Cottbus (0:1) und Fortuna Düsseldorf (2:5) verloren, wobei die Frankfurter gegen die Fortuna lange mit 2:1 führten. Zunächst hatte Zafer Yelen mit einem direkt verwandelten Freistoß sein zweites Saisontor erzielt und Macauley Chrisantus schon nach 20 Minuten das 2:1 erzielt. Durch einen verwandelten Elfmeter kamen die Düsseldorfer jedoch nach knapp einer Stunde zum 2:2 Ausgleich und drehten anschließend die Partie.

Im Heimspiel gegen Düsseldorf kassierte FSV-Kapitän Samil Cinaz zudem seine fünfte Gelbe Karte und wird seiner Mannschaft in der Begegnung mit dem F.C. Hansa erstmals in dieser Saison fehlen. Die Frankfurter (13. Platz, 11 Punkte) und die Rostocker (14. Platz, 10 Punkte) sind vor dem direkten Aufeinandertreffen am kommenden Sonntag Tabellennachbarn und nur einen Zähler voneinander getrennt. Verlieren ist verboten, zumal es zwei weitere Kellerduelle gibt, in denen mindestens zwei der vier Verfolger punkten werden. Bereits am Freitag treffen der Karlsruher SC (17.) und der FC Ingolstadt (16.) aufeinander, zeitgleich am Sonntag empfängt dann Alemannia Aachen (18.) den MSV Duisburg (15.).

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