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01.04.2009 08:05 Uhr

Zachhuber: Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln

Nach der aktuellen Länderspielpause beginnt am kommenden Wochenende die entscheidende Saisonphase der 2. Bundesliga. Vor den letzten neun Saisonspielen des F.C. Hansa baten wir Trainer Andreas Zachhuber zum Interview:

Hansa-Online: Sie sind jetzt gut drei Wochen im Amt. Kann man da schon eine erste Zwischenbilanz ziehen? Zachhuber: Zunächst blieb mir ja nicht viel Zeit. Ich musste mir einen Überblick über die Mannschaft verschaffen und dann standen ja auch schon die ersten beiden Punktspiele auf dem Programm. Leider haben wir dabei nur zwei Punkte geholt. Mindestens vier hätten es sein sollen, vor allem das Heimspiel gegen Ingolstadt wollten wir natürlich unbedingt gewinnen.

Hansa-Online: Woran lag es, dass es in beiden Spielen nicht zum Sieg gereicht hat?
Zachhuber: Sowohl gegen Ingolstadt als auch in Koblenz haben wir in der zweiten Halbzeit einfach zu wenig getan. Wir konnten uns nach der Pause keine hundertprozentigen Torchancen mehr herausspielen! Das ist aber die Bedingung, wenn man Siege einfahren will.

Hansa-Online: Waren dennoch Fortschritte zu erkennen?
Zachhuber: Auf jeden Fall. Man sieht ganz genau, dass die Mannschaft gewillt ist, die Spiele zu gewinnen. Sie hat den Gegner von Anfang an unter Druck gesetzt, ist jeweils mit 1:0 in Führung gegangen und hat sich genügend Torchancen herausgespielt, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Doch die wurden leider nicht genutzt. Und über 90 Minuten gesehen, ist es uns noch nicht gelungen, das Tempo zu halten und kontinuierlich weiter Fußball zu spielen.

Hansa-Online: Haben Sie auch deshalb die zweiwöchige Punktspielpause dazu genutzt, praktisch noch einmal ein Trainingslager durchzuführen?
Zachhuber: Natürlich kam uns diese Phase entgegen, so dass ich mich entschlossen hatte, in der vorigen Woche neun ganz intensive Trainingseinheiten anzusetzen. Zum Wochenende waren die Spieler dann total platt, das hätte ich in einer normalen Punktspielwoche natürlich nicht machen können. Auch in dieser Woche habe ich zwar wieder neunmal Training angesetzt, aber dabei wird die Belastung natürlich wieder zurückgeschraubt.

Hansa-Online: Vor den letzten neun Spieltagen beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz vier Punkte, zum rettenden Ufer sogar sechs. Wie groß ist die Chance, den Klassenerhalt zu erreichen?
Zachhuber: Unsere Chancen stehen nach wie vor gut. Allerdings ist klar, dass wir damit anfangen müssen, eine Siegesserie zu starten. Nur Unentschieden helfen uns auf Dauer nicht mehr weiter. Doch ich bin optimistisch, dass sich die Mannschaft für ihre harte Arbeit belohnen wird. Zudem gehe ich ja auch davon aus, dass der ein oder andere Spieler wieder zurück kommt, nachdem wir in den letzten beiden Spielen personell so ziemlich auf dem Zahnfleisch gekrochen sind.

Hansa-Online: Inwieweit wird die Mannschaft am kommenden Sonntag ihr Gesicht verändern?
Zachhuber: Ich freue mich, dass zumindest mit Martin Retov und Sebastian Svärd zwei wichtige Spieler wieder einsatzfähig sind. Bei Gledson wird es sicherlich noch nicht reichen, doch mit der Abwehr war ich in den letzten beiden Spielen eigentlich auch ganz zufrieden. Bitter ist natürlich, dass mit Stefan Wächter und Diego inzwischen noch zwei weitere Spieler nach Knie-Operationen bis zum Saisonende ausfallen. Und natürlich auch, dass Fin Bartels für die nächsten drei Spiele gesperrt ist!

Hansa-Online: Am Sonntag gastiert der FSV Frankfurt in der DKB-Arena. Ein Wort zum Gegner ...
Zachhuber: Die Frankfurter sind das beste Beispiel dafür, was in dieser Liga alles möglich ist. Zur Winterpause hatte jeder die Mannschaft schon abgeschrieben, doch in der Rückrunde hat sie sich mit einer Riesen-Serie da unten rausgespielt. Der FSV Frankfurt hat gezeigt, was möglich ist! Und ich bin davon überzeugt, dass auch uns eine Erfolgsserie gelingen wird. Der F.C. Hansa hat schon oft genug bewiesen, dass er am Saisonende noch zulegen und spätestens am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern kann. Oder diesmal vielleicht auch über die Relegation.

Hansa-Online: Wie wird der F.C. Hansa das Spiel gegen die Frankfurter angehen?
Zachhuber: Wir müssen von Anfang an eng am Mann sein, zusehen, dass wir gut in die Zweikämpfe kommen und den Gegner permanent unter Druck setzen. Nur, wenn wir uns viele Torchancen erarbeiten, haben wir auch die Chance, dieses Spiel zu gewinnen.

Hansa-Online: Zum ersten Mal seit einem halben Jahr werden wieder mehr als 15000 Zuschauer erwartet. Sehen sie auch dies als Zeichen eines neuen Aufbruchs?
Zachhuber: Die Zuschauer haben uns auch in der Vergangenheit nie im Stich gelassen, wenn es darauf ankam. In den entscheidenden Spielen war das Stadion dann meistens sogar ausverkauft. Doch ich merke die Aufbruchstimmung nicht nur an den Zuschauerzahlen, sondern eigentlich überall, wo ich hinkomme. Jeder ist sich bewusst, was alles vom Klassenerhalt abhängt und dass wir jetzt alle Kräfte bündeln müssen, um unser Ziel noch zu erreichen. Ich bin nach wie vor optimistisch, dass wir es schaffen werden.

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