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28.01.2007 14:01 Uhr

Zafer Yelen für türkische U21 nominiert

Hansa-Mittelfeldspieler Zafer Yelen hat eine Einladung für das Freundschaftsspiel der türkischen U21-Nationalmannschaft gegen Georgien erhalten. Die Partie findet am 7. Februar in Georgien statt. Für die Punktspiele gegen Greuther Fürth (4. Februar) und Kaiserslautern (9. Februar) steht der 20-Jährige dem F.C. Hansa zur Verfügung. 

 

Yelen für die Türkei, Zafer happy

 

Diese Nachricht machte Hansa-Youngster Zafer Yelen glücklich: Der Mittelfeldspieler hat völlig überraschend eine Einladung für das Freundschaftsspiel der türkischen U21-Nationalmannschaft gegen Georgien erhalten. Die Partie findet am 7. Februar in Georgien statt. Wir sprachen mit dem gebürtigen Berliner.

 

Zafer, wie finden Sie diese Nachricht?
Zafer Yelen: Weltklasse, ich bin wirklich happy. Ich hatte nie und nimmer mit so etwas gerechnet.

Wer überbrachte Ihnen die Nachricht?
Zafer Yelen: Unser Lizenzchef Stefan Studer hat sie mir unter der Woche als Schreiben vom türkischen Fußballverband überbracht. Jetzt muss ich mich erstmal mit den Details befassen.

Es heisst: Die Partie findet am 7. Februar in Georgien statt. Für die Punktspiele gegen Greuther Fürth (4. Februar) und Kaiserslautern (9. Februar) steht der 20-Jährige dem F.C. Hansa zur Verfügung…
Zafer Yelen: Ja, so habe ich es auch gehört.

Wer freut sich mit Ihnen am meisten über diese Einladung?
Zafer Yelen: Meine ganze Familie. Aber vor allem mein Vater Mehmet-Gürcan. Er hat meine Karriere von Anbeginn begleitet und mich immer angespornt, auf dem Sportplatz so ehrgeizig zu sein wie in der Schule.

Wie wichtig ist die Familie für Ihren Sport?
Zafer Yelen: Sie ist das A und O, ich fahre fast noch jede Woche von Rostock nach Berlin, nach Hause, zur Familie. Hier habe ich ja  mit Serhat und  Nurcan zwei Brüder und mit Gülay, Nuray, Tülay, Hülya vier Schwestern. Andererseits ist mein Vater Mehmet-Gürcan, der heute auch schon sieben Enkel hat, fast bei jedem Spiel an der Küste.

Was hat Sie denn so an der Einladung überrascht?
Zafer Yelen: Ich bin ja in Berlin geboren, in Deutschland groß geworden. Ich habe nie in einer türkischen Jugendauswahl gespielt, ich war bis vor zwei Jahren noch Junior bei Tennis Borussia, vor einem Jahr noch bei den Amateuren von Hansa, spiele erst seit relativ kurzer Zeit bei den Profis. Und nun das.

Die Türkei muss ein gutes Scouting-System in Deutschland haben?
Zafer Yelen: Ja, so scheint es.

Was ist für Sie wichtiger als dieses Spiel?
Zafer Yelen: Der Aufstieg von Hansa in die Bundesliga. Dann würde ich auch mehr in den Focus der Öffentlichkeit rücken.

Wem haben Sie Ihren Aufstieg in Rostock zu verdanken?
Zafer Yelen: Erst Trainer Timo Lange, der mich holte, dann Trainer Frank Pagelsdorf, der viel mit mir spricht. Aber auch ältere Spieler wie Stefan Beinlich, Rene Rydlewicz und Michael Hartmann gaben mir schon gute Tipps.

Ihr Vater hat immer gesagt, er möchte so lange leben, bis Sie einmal für die türkische Nationalmannschaft spielen…
Zafer Yelen: Ich weiß. Das ist eine große Verpflichtung für mich.

Er hat aber auch gesagt, er möchte nicht, dass Sie vor Vollendung des 25. Lebensjahres in die Türkei gehen…
Zafer Yelen: Das ist richtig. Obwohl er großer Besiktas-Fan ist…

Wie wollten Sie als Kind immer werden?
Zafer Yelen: Wie mein großer Bruder Cerhat…

Und wer ist Ihr Vorbild?
Zafer Yelen: Zinedine Zidane.

Wann haben Sie Ihren ersten Fußball bekommen?
Zafer Yelen: Bei meinem ersten Fußballverein MSV Normania haben wir jedes Jahr einen Fußball am Anfang der Saison geliehen bekommen. Am Ende der Saison durften wir diesen dann behalten.

Haben Sie einen Talisman?
Zafer Yelen: Ich trage am Armband ein „Auge“, ein Nazar, das mich beschützen und mir Glück bringen soll. Jedes Jahr wechsele ich das, mal bekomme ich es als Geschenk, mal kaufe ich es selber. Türkei-Besucher werden es vielleicht von den Märkten dort kennen.

Wie möchten Sie einmal werden?
Zafer Yelen: Der, der ich bin.

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