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27.09.2006 14:21 Uhr

„Zebra“-Boss Walter Hellmich sieht 2. Liga nur als Zwischenstation

Typisch Walter Hellmich. Der Boss des MSV Duisburg ist ein Daueroptimist. Deshalb ist der Unternehmer auch vom sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga überzeugt. „Wir wollen zurück in die 1. Liga. Und wir sehen dieses Jahr nur als Zwischenstation“, sagt Hellmich selbstbewusst. Offenbar scheint der MSV-Boss Recht zu behalten. Denn die Duisburger sind fast perfekt in die Saison gestartet. Elf Punkte holten die „Zebras“ aus den ersten fünf Spielen, nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz liegen sie einen Platz hinter dem F.C. Hansa. Zuletzt kam der MSV allerdings im Spitzenspiel gegen 1860 München zu Hause nicht über ein 0:0 hinaus. Hellmichs Optimismus hat einen Namen: Rudi Bommer. In dem neuen Trainer sieht er den Hoffnungsträger für eine erfolgreiche Saison. „Rudi Bommer ist ein absoluter Fachmann, mit dem man etwas bewegen kann“, sagt Hellmich.

Bommer, einst erfolgreicher Spieler unter anderem beim Nachbarn Fortuna Düsseldorf, übernahm am 1. Juli dieses Jahres das Amt an der Wedau. Der sechsmalige Nationalspieler und Bronzemedaillengewinner mit der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Sommerspielen 1988 in Seoul, gilt als Trainer, der durchaus auf Erfolge verweisen kann. So führte er Wacker Burghausen 2002 in die 2. Liga. Neben Bommer war als neuer MSV-Trainer auch Bielefelds Thomas von Heesen im Gespräch. Doch Hellmich entschied sich vor der Saison für Bommer. „Weil er überall beste Noten bekommen hat.“ Bommer weiß, dass auf ihm großer Druck lastet. Doch er weiß auch, dass im Fußball-Geschäft Erfolge zu hundert Prozent nicht planbar sind. Deshalb will er auch die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus in dieser Saison nicht versprechen. „Es wird schwer, aber wir nehmen die Herausforderung an“, sagt er. Warum auch nicht. Schließlich steht ihm ein für Zweitligaverhältnisse erstklassiger Kader zur Verfügung. „Die Mannschaft ist gut aufgestellt“, sagt Hellmich. Im Tor sorgt Routinier Georg Koch für den nötigen Rückhalt. Um die Abgänge der früheren Rostocker Abdelaziz Ahanfouf (Arminia Bielefeld), Uwe Möhrle (VfL Wolfsburg) und Razundara Tjikuzu (Rizespor) sowie der ebenfalls Bundesliga-erfahrenen Dirk Lottner (Karriere beendet) und Peter van Houdt (VV St. Truiden) zu kompensieren, wurden 11 neue Spieler geholt. Der wohl routinierteste ist der rumänische Nationalspieler Iulian Filipescu. Der Abwehrspieler bestritt für sein Heimatland 52 Länderspiele und war WM-Teilnehmer.

Auch von Björn Schlicke, zuletzt beim 1. FC Köln und Hamburger SV in der Bundesliga aktiv, versprechen sich die Duisburger eine ganze Menge. Er soll der Abwehr auf Dauer die nötige Stabilität geben. Aus Kaiserslautern kam zudem Abwehrspieler Stefan Blank. Für den Angriff wurde unter anderem Mohamadou Idrissou von Hannover 96 geholt. Doch auch in Duisburg ist bekannt, dass eine gut besetzte Mannschaft noch keinen Erfolg garantiert. Davor warnt auch Angreifer Markus Kurth: „Wir müssen als Mannschaft gut auftreten, dann können wir unser Ziel erreichen.“ Allerdings ist Kurth davon überzeugt, dass der MSV aufsteigt. Weil auch er vollstes Vertrauen in Trainer Bommer hat: „Er hat bei seinen bisherigen Klubs immer das Optimale herausgeholt, auch wenn die Voraussetzungen nicht so gut waren.“

Am Saisonende weiß man, ob Kurth und Vereinsboss Hellmich Recht behalten.

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