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23.10.2007 16:01 Uhr

Zu den Vorfällen während des Bundesligaspiels Hansa Rostock – Schalke 04

Am vergangenen Sonnabend kam es in der ersten Halbzeit des Bundesligaspiels F.C. Hansa Rostock gegen den FC Schalke 04 im Block 27 zu Auseinandersetzungen zwischen Zuschauern sowie Kräften des Ordnungsdienstes und der Polizei.

„Wir bedauern, dass es zu diesen Auseinandersetzungen gekommen ist und auch andere Besucher der Südtribüne den daraus resultierenden Beeinträchtigungen ausgesetzt waren“, erklärt Hansa-Vorstandsvorsitzender Dirk Grabow. „Nach dem Spiel haben sich viele Anhänger an uns gewandt, um ihr Unverständnis über das Vorgehen der Sicherheitskräfte zum Ausdruck zu bringen. Dabei haben wir festgestellt, dass die subjektive Wahrnehmung der Ereignisse vielfach nicht deren wahren Verlauf widerspiegelt.“

 

Mit Beginn der Saison 2007/2008 ist durch die Veranstaltungsleitung des F.C. Hansa Rostock festgelegt worden, dass das Anbringen von Transparenten und Bannern an der Sicherheitsverglasung im Block 27 nicht zulässig ist. „Dadurch soll verhindert werden, dass im Sichtschutz derartig platzierter Banner sicherheitsbeeinträchtigende Handlungen wie z.B. das Entzünden oder Abbrennen von Feuerwerkskörpern, bengalischer Feuer oder Rauchpulver erfolgen können, wie es von Hansafans in der Vergangenheit mehrfach bei Auswärtsspielen praktiziert wurde. Diese Festlegung ist der Fanszene bekannt und bislang auch akzeptiert und eingehalten worden“, erläutert Rainer Friedrich, Veranstaltungsleiter des F.C. Hansa bei Bundesliga-Heimspielen in der DKB-Arena.

 

Entgegen dieser Anordnung wurde beim Spiel gegen Schalke 04 während der ersten Halbzeit ein Banner mit dem Schriftzug „Ostseestadion“ an der Sicherheitsverglasung befestigt. Daraufhin wurden zunächst Fanbetreuer in den Block 27 geschickt. Deren Aufforderung zur Entfernung des Banners wurde erst nach mehrmaliger Wiederholung Folge geleistet. Nur wenig später wurde das Banner wieder an der Sicherheitsverglasung angebracht. Erneut gingen Fanbetreuer in den Block. Ihre mehrfachen Aufforderungen zur Entfernung des Banners wurden jedoch nicht beachtet. Die Fanbetreuer wiesen darauf hin, dass der Ordnungsdienst das Hausrecht des Veranstalters durchsetzen wird. Als auch entsprechende Anweisungen des Ordnungsdienstes ignoriert wurden und dieser daran gehindert wurde, das Banner abzuhängen, kam zu Auseinandersetzungen, in die auch Polizeikräfte involviert waren.

 

Der F.C. Hansa betont ausdrücklich, dass die Aufforderung zur Entfernung des Banners in keinem Zusammenhang mit der Aufschrift „Ostseestadion“ stand. „Ein Anbringen des Banners an anderer, zulässiger Stelle im Block 27 wäre überhaupt kein Problem gewesen, war aber augenscheinlich zu keinem Zeitpunkt gewollt“, so Rainer Friedrich.

 

Bei den Ereignissen müssen Ursache und Wirkung klar genannt werden. Es gibt hinsichtlich des Anbringens von Bannern im Block 27 klare Absprachen und Festlegungen. Das Nichteinhalten dieser Festlegungen und die Weigerung, das Banner zu entfernen, waren aus Sicht des F.C. Hansa Auslöser der Auseinandersetzungen. Behauptungen, Ordner wären prügelnd in den Block gezogen, müssen durch den Verein nach Sichtung des vorliegenden Videomaterials entschieden zurückgewiesen werden. Zu aktiven Handlungen gegenüber im Block 27 befindlichen Personen seitens des Ordnungsdienstes kam es erst, als dieser massiv daran gehindert wurde, das Banner von der Sicherheitsverglasung zu entfernen. Ungeachtet dessen wird der F.C. Hansa prüfen, ob es zu unkorrekten Handlungen einzelner Ordner gekommen ist.

 

F.C. Hansa Rostock

20.10.2007

 

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