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12.10.2006 13:46 Uhr

Zu Füßen der längsten Burg Europas

Wo Burghausen liegt, wissen inzwischen wohl schon die meisten Anhänger des F.C. Hansa. Immerhin gastierte unsere Mannschaft vor fast genau vor einem Jahr schon einmal am Ufer der Flüsschens Salzach, das gleichzeitig die Grenze zu Österreich bildet. Und auf einem nicht zu übersehenden Hügel thront das Bauwerk, das der Stadt den Namen gab: Dabei handelt es sich nicht um irgendeine Burg, sondern um die längste im ganz Europa! Behauptet zumindest die Burghauser Touristik GmbH, die nachgemessen hat und dabei auf 1043 Meter kam. Damit dürfte Herzog Heinrich XIII. seinerzeit so manchen Feind in die Flucht geschlagen haben.

Mit der Wehrhaftigkeit der wackeren Fußballer aus der Stadt des Chemie-Giganten Wacker-Chemie GmbH war es dagegen in dieser Saison noch nicht zum Besten bestellt. Wenn am kommenden Sonntag ab 14 Uhr der gastgebende SV Wacker den F.C. Hansa empfängt, kommt es in der Wacker-Arena zum Duell der schlechtesten mit der besten Abwehr der Liga. Während Hansa-Keeper Mathias Schober in den bisherigen sechs Punktspielen bekanntlich nur zweimal hinter sich greifen musste, zappelte der Ball bereits 17mal im Burghausener Netz.

Eine Hypothek, die die Ostbayern bereits seit dem Saisonstart mit sich herumtragen, die zum Teil allerdings auch in einem schwierigen Auftaktprogramm begründet liegt. Dem 0:4 gegen den aktuellen Tabellenführer Karlsruher SC folgten mit dem 1:5 in Köln sowie dem 0:2 gegen 1860 München zwei weitere Niederlagen gegen die Top-Favoriten der 2.Bundesliga. Der Durchbruch schien der Mannschaft dann am vierten Spieltag mit dem 2:1 Auswärtssieg in Koblenz gelungen zu sein, doch der erste Heimsieg entglitt den Burghausenern beim 1:1 gegen Aue wenige Minuten vor dem Ende. Und in Fürth setzte es schließlich eine 1:4 Niederlage.

Die aktuelle Länderspielpause überbrückten die Wacker-Fußballer mit einer knappen 1:2 Niederlage auf neutralem Platz gegen den Champions-League-Qualifikanten Red Bulls Salzburg und hoffen nun, dass dieses achtbare Ergebnis ihnen Flügel verleiht für die kommenden Aufgaben. Der F.C. Hansa sollte sich auf jeden Fall warm anziehen, wenn er nach dem 1:1 vor Jahresfrist an gleicher Stelle (Kai Bülow hatte die zwischenzeitliche Gästeführung besorgt) weiterhin ungeschlagen bleiben will. Das bislang einzige Aufeinandertreffen im Ostseestadion gewannen die Rostocker im März diesen Jahres mit 1:0, wobei Djordjije Cetkovic bei seinem goldenen Tor einen Prica-Steilpass erlief und damit die Abwehrkette um seinen Landsmann Vlado Jeknic aushebelte. Sollten beide am kommenden Sonntag wieder zum Einsatz kommen, dürfte während der 90 Minuten auf dem Platz die Freundschaft zwischen den beiden einzigen aktuellen Bundesliga-Profis aus der kleinen Adria-Republik Montenegro natürlich erneut ruhen.

 

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