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27.03.2008 08:56 Uhr

Zweitbeste Auswärtsmannschaft kommt nach Rostock

Mit einem namhaften Trainer sowie hochkarätigen Verstärkungen mehr als nur runderneuert, galt der VfL Wolfsburg vor dem Start in die laufende Bundesliga-Saison als heißer Kandidat im Kampf um die begehrten internationalen Startplätze. Doch es hat eine ganze Weile gedauert, bis der Motor der Volkswagenstädter auf Touren kam. Obwohl Chefcoach und Sportdirektor Felix Magath mehr als 31 Millionen Euro allein als Ablösesumme für seine Neuzugänge investieren konnte, hatten die Niedersachsen nach dem Ende der ersten Halbserie gerade einmal drei Punkte mehr auf dem Konto als der F.C. Hansa – jene drei Zähler, die der VfL im direkten Duell mit den Hanseaten am 6. Oktober einfahren konnte, als er sein Heimspiel durch einen Dzeko-Treffer unmittelbar vor dem Ende der Partie mit 1:0 gewann.

 

Obwohl die Wolfsburger als einzige Bundesliga-Mannschaft in jedem Hinrundenspiel mindestens einmal ins gegnerische Tor getroffen hatten, befanden sie sich zur Winterpause immer noch in der Nähe der Abstiegszone. Und so wurde mit dem 31jährigen Keeper Simon Jentzsch, der seit 2003 das Tor der Wölfe gehütet hatte, ein Schuldiger gefunden. Am 15. Spieltag – beim 1:1 Zwischenstand zu Hause gegen Eintracht Frankfurt – wurde er in der Halbzeitpause durch den 34jährigen Ersatzkeeper Andre Lenz ersetzt, der dann auch in den restlichen beiden Hinrundenspielen zwischen den Pfosten stand. In der Winterpause schließlich vollzog Felix Magath mit der Verpflichtung des 24jährigen Schweizer National-Torhüters Diego Benaglio, der von der Azoreninsel Funchal in die Autostadt wechselte, dann den Generationswechsel im VfL-Tor.

 

Ob es tatsächlich am Torhüterwechsel lag, sei einmal dahingestellt. Fakt allerdings ist, dass sich die Wolfsburger mit nur noch einer Niederlage aus den ersten acht Rückrundenspielen in die obere Tabellenhälfte geschossen haben, obwohl sie beim 0:0 zu Hause gegen Hertha BSC zum ersten und bislang einzigen Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer geblieben waren. Besonders auswärts präsentierten sich die Wölfe sehr bissig, konnten mit den Siegen in Bielefeld, auf Schalke und in Bremen drei von bislang vier Rückrundenspielen in der Fremde gewinnen! Damit haben sie nunmehr schon 17 Punkte Vorsprung auf Rang 16 und sind aller Abstiegssorgen ledig. Möglicherweise dürfen sich die Niedersachsen nun doch noch Hoffnungen auf einen Startplatz im UEFA-Cup machen, auch wenn der Rückstand zu Rang 5 am vergangenen Wochenende durch das 1:1 zu Hause gegen den Hamburger SV wieder von fünf auf sieben Punkte anwuchs.

 

Den 1:1 Ausgleichstreffer gegen den HSV erzielte mit Daniel Ljuboja ein weiterer Winterpausen-Zugang der Wolfsburger, der vom VfB Stuttgart ausgeliehen wurde und sicherlich am kommenden Freitag ab 20.30 Uhr in der Rostocker DKB-Arena erneut in der VfL-Startelf stehen wird. Immerhin muss Trainer Felix Magath in dieser Partie auf seinen bislang besten Torschützen Grafite verzichten, dem neun Saisontore gelangen, bevor er sich am vergangenen Sonnabend eine Rote Karte einhandelte. Ebenfalls gesperrt ist am Freitag beim F.C. Hansa die Innenverteidigung aus dem Spiel gegen den HSV, da Madlung Gelb-Rot und Costa seine fünfte Gelbe Karte sahen. Unterschätzen sollte der F.C. Hansa seinen Kontrahenten dennoch nicht, denn immerhin stellt sich mit den Wolfsburgern am Freitag eine der stärksten Gastmannschaften der laufenden Bundesliga-Saison in der DKB-Arena vor. Nur der FC Bayern konnte auswärts häufiger gewinnen als der VfL, dem bei zwölf Versuchen immerhin schon fünf dreifache Punktgewinne in der Fremde gelangen.

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