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07.03.2007 13:04 Uhr

Zweites Gastspiel auf dem Bieberer Berg

Seit nahezu 15 Jahren wissen wohl alle Fans der Offenbacher Kickers, wo Rostock liegt. Wie viele Offenbacher seinerzeit im Mai 1992 auch Hansa-Fans geworden sind, ist zwar unbekannt. Doch einige von ihnen hatten zum Pokalfinale ins Berliner Olympiastadion ein weithin sichtbares Transparent gehängt, auf dem in großen Lettern stand: ROSTOCK, WIR DANKEN DIR. DIE FANS VOM OFC.

 

Eine Woche zuvor hatte der FC Hansa am letzten Bundesliga-Spieltag den Tabellenführer Eintracht Frankfurt mit 2:1 bezwungen, dem Erzrivalen der Offenbacher Kickers damit im letzten Moment die Meisterschale entrissen und weiter zum VfB Stuttgart geschickt.

Mehr als dreizehn Jahre sollten seitdem noch ins Land gehen, bis es zum ersten direkten Duell zwischen den Hanseaten, die nach zehn Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit gerade aus der ersten Liga abgestiegen waren, und den Offenbachern, die als Meister der Regionalliga Süd in die 2.Bundesliga aufgestiegen waren, kam. Im August 2005 führte der FCH durch ein Tor von Antonio Di Salvo lange mit 1:0, bevor der OFC drei Minuten vor dem Ende das Spiel sogar noch drehte und einen 2:1 Auswärtssieg landete. Fast noch bitterer für die Hanseaten war das zweite Aufeinandertreffen im Ostseestadion, dass viereinhalb Monate später im Achtelfinale des DFB-Pokals stattfand. Trotz Unterzahl konnte Marcel Schied kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit ausgleichen und die Verlängerung erzwingen. Und im Elfmeterschießen trafen sogar alle fünf Hanseaten das Tor! Allerdings nur Hansen, Bülow und Rydlewicz auch ins Netz, während Madsen und Shapourzadeh das Leder an die Latte setzten.

 

Die Revanche für das Pokalaus glückte einen Monat später beim bislang einzigen Gastspiel der Hanseaten im Stadion auf dem Bieberer Berg. Die Führung, die Enrico Kern in seinem ersten Spiel für den FC Hansa schon nach sieben Minuten erzielt hatte, konnte Regis Dorn zwar noch in der ersten Halbzeit ausgleichen, doch nach gut einer Stunde sorgten Schied und Gledson binnen vier Minuten für den Rostocker 3:1 Erfolg. Auch das Hinspiel der laufenden Saison am 22.Oktober konnte der FC Hansa gewinnen. Diesmal hatte Regis Dorn (8.) für die Gäste ein frühes Tor erzielt, bevor Stein (69.) und Cetkovic (77.) noch die Wende schafften.

Trotz dieser Niederlage in Rostock sah es lange danach aus, als sollten die Kickers aktuell nicht in direkte Abstiegsgefahr geraten. Mit 28 Punkten nach 19 Spieltagen lagen sie Ende Januar noch auf Rang 6 und hatten elf Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Doch es folgten vier Niederlage in Folge, ja fast sogar noch eine fünfte. Am vergangenen Sonntag in Essen wurde erst in der 89.Minute ein Unentschieden erreicht. Mit Dino Toppmöller, der dort beim 2:2 beide Treffer erzielen konnte, scheinen die Offenbacher nun auch wieder einen gefährlichen Sturmpartner für Suat Türker, der mit 11 Treffern auf Rang 3 der Zweitliga-Torschützenliste belegt, gefunden zu haben.

 

Aktuell trennen die Offenbacher nur noch vier Punkte von einem Abstiegsrang, so dass die Kickers dringend wieder einen Sieg benötigen, um den Abwärtstrend zu stoppen. Sie werden also nicht in der Lage sein, die Punkte zu verschenken, um mitzuhelfen, dass der FC Hansa in der kommenden Erstliga-Saison wieder den Lokalrivalen Eintracht Frankfurt ärgern kann.

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