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13. Spieltag2015/16

1:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
16.10.2015
Preußen Münster - F.C. Hansa Rostock
1:1 (1:0)
17.10.2015
Dynamo Dresden - Energie Cottbus
0:1 (0:0)
17.10.2015
SV Wehen Wiesbaden - Holstein Kiel
3:1 (2:0)
17.10.2015
Hallescher FC - Werder Bremen II
6:2 (3:1)
17.10.2015
1. FSV Mainz 05 U23 - Chemnitzer FC
0:0 (0:0)
17.10.2015
Rot-Weiß Erfurt - Fortuna Köln
0:2 (0:1)
17.10.2015
Würzburger Kickers - VfL Osnabrück
0:1 (0:0)
17.10.2015
Sonnenhof Großaspach - VfR Aalen
2:0 (0:0)
18.10.2015
Erzgebirge Aue - 1. FC Magdeburg
0:0 (0:0)
18.10.2015
VfB Stuttgart II - Stuttgarter Kickers
2:1 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
Fortuna Köln
5
4
1
0
12:2
+10
13
2
SC Paderborn 07
5
4
1
0
15:7
+8
13
3
1. FC Magdeburg
5
4
0
1
9:6
+3
12
4
SV Werder Bremen II
5
3
2
0
7:1
+6
11
5
VfR Aalen
5
3
1
1
9:4
+5
10
6
SV Wehen Wiesbaden
5
3
1
1
7:2
+5
10
7
Hansa Rostock
5
3
1
1
7:2
+5
10
8
Sonnenhof Großaspach
5
2
2
1
6:6
0
8
9
Preußen Münster
5
2
1
2
5:3
+2
7
10
SV Meppen
5
2
1
2
9:8
+1
7
11
SpVgg Unterhaching
5
2
1
2
7:9
-2
7
12
Chemnitzer FC
5
1
2
2
6:8
-2
5
13
Sportfreunde Lotte
5
1
1
3
6:8
-2
4
14
Carl Zeiss Jena
5
1
1
3
3:8
-5
4
15
Karlsruher SC
5
1
1
3
6:12
-6
4
16
VfL Osnabrück
5
0
3
2
5:12
-7
3
17
Hallescher FC
5
0
2
3
9:13
-4
2
18
Würzburger Kickers
5
0
2
3
4:9
-5
2
19
Rot-Weiß Erfurt
5
0
2
3
2:7
-5
2
20
FSV Zwickau
5
0
2
3
2:9
-7
2

Umkämpfte Flutlichtpartie in Münster – Hansa kommt beim SCP trotz Überzahl nicht über Unentschieden hinaus

Auf den Ligaprimus Dynamo Dresden folgte am 13. Spieltag der 3. Liga ein weiterer Aufstiegskandidat für den F.C. Hansa Rostock. Die Kogge gastierte am Freitagabend beim Tabellenzweiten Preußen Münster. Eine Partie, die in der Vergangenheit vor allem jede Menge Tore beinhaltete. In den vergangenen drei Aufeinandertreffen sorgten beide Teams für 15 Treffer. Die Preußen konnten zwar das jüngste Duell (2:0 in Rostock) für sich entscheiden, aber im Preußenstadion war Hansa zuletzt zweimal erfolgreich. In der zurückliegende Woche legten beide Mannschaften eine Pause im Ligabetrieb ein und waren im Landespokal aktiv. Die Kogge siegte glanzlos mit 2:0 beim Bölkower SV. Der SCP scheiterte erneut an den Sportfreunden Lotte (1:3) und fokussiert sich nun voll und ganz auf die Aufstiegsplätze der 3. Liga.

Im Vorfeld der Flutlichtpartie entspannte sich die personelle Lage für Hansa-Coach Karsten Baumann zumindest ein wenig. Die zuletzt gesperrten Kofler und Gardawski kehrten zurück und auch Abwehrchef Matthias Henn war wieder im Aufgebot der Rostocker. Baumanns Gegenüber wurden deutlich mehr Sorgenfalten ins Gesicht getrieben. Ralf Loose musste besonders auf der Position des Linksverteidigers umbauen. Felix Müller (verletzt) und Benjamin Schwarz (Rot-Sperre) standen dem 52-Jährigen nicht zur Verfügung, sodass der Franzose Stefane Tritz zum Startelfdebüt kam.

Im regnerischen Münster benötigten beide Teams keine Eingewöhnungsphase und legten beherzt los. Unsere Kogge erarbeitete sich in der Anfangsphase leichte Feldvorteile und kam zu einem ersten Eckball in der 4. Minute, den Münster jedoch problemlos klären konnte. Auch danach schaltete der FCH immer wieder schnell um und ging in Zweikämpfen aggressiv zu Werke. Bei diesen Witterungsbedingungen wurde den Mannschaften natürlich viel abgefordert – schon in der Anfangsphase war klar, dass dieses Spiel an die Substanz gehen wird. Den 9.411 Zuschauern bot sich eine sehr intensive Partie, in der sich nun auch langsam die Adlerträger dem Hansa-Tor näherten: Mehmet Kara flankte gefühlvoll zu Laprevotte, dessen Ablage für Reichwein war jedoch zu kurz. Kurz darauf war es erneut Mittelfeldmotor Kara der sich in die Gefahrenzone tankte, aber die Hansa-Defensive war wachsam und bereinigte die Situation.

Mitte der ersten Spielhälfte entstand ein erfrischendes Duell mit leichten Torannäherungen, in dem sich beide Teams mächtig beackerten. In der 26. Minute ein für Schiedsrichter Schwermer zu hartes Einsteigen der heimischen Preußen: Marco Kofler wird unglücklich von Laprevotte am Kopf getroffen – glatte Rote Karte für den Mittelfeldakteur des SCP. Die Münster-Kicker waren mit dieser Entscheidung überhaupt nicht einverstanden und antworteten mit einem wütenden Angriff, der erneut über Mehmet Kara eingeleitet wurde. Preußens Routinier kam im Strafraum zu Fall und wollte einen Elfmeter haben, doch der Pfiff blieb aus. Die großen Torchancen blieben auch zum Ende der ersten Halbzeit aus, aber das Spiel war durchaus ansehnlich, denn der Einsatz und der unbedingte Wille stimmte.

Nach 36. Spielminuten leitete der auffällige Kara erneut einen Angriff ein. Er spielte sechs Hansa-Profis aus und legte anschließend quer auf Hoffmann, dessen abgefälschter Ball am chancenlosen Schuhen vorbei ins Tor ging. Hansa war in Überzahl bemüht, das Spiel schnellstmöglich auszugleichen, aber Münster warf mit einem Mann weniger alles in Waagschale und unterband die Rostocker Bemühungen. Hansa probierte es bis zum Halbzeitpfiff mehrfach über die Außenbahnen, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen und verpasste es, den Zielspieler Benyamina in Szene zu setzen.

Aufgrund der Überzahl stellte unser Chefcoach seine Formation um und brachte für Marco Kofler, der seine Stärken gegen den Ball hat, Julius Perstaller ins Spiel, um die Preußen sofort unter Druck zu setzen. Nach einer kurzen Unterbrechung durch das Schiedsrichtergespann machte sich die Kogge auf, den schnellen Ausgleichstreffer zu erzielen. Und Julius Perstaller fügte sich sofort in die Hansa-Offensive ein. Unsere Nummer neun eroberte den Ball in der Zentrale und verteilte ihn schnell auf die Außenbahn, von dort kam der Ball zu Benyamina, der mit der Brust für Tobias Jänicke ablegte – und unser Kapitän nahm den Ball direkt und erzielte mit einem schönen Volleyschuss den Ausgleich. Nun hatte die Kogge Auftrieb und wollte sofort nachlegen, doch die Druckphase überstand Münster schadlos. Die Hausherren verteidigten extrem tief und ließen der Baumann-Elf keinen Platz zur Entfaltung. Hansa versuchte Ball und Gegner laufen zu lassen und somit das Preußen-Bollwerk auseinander zu ziehen. Allerdings agierte das Team von Ralf Loose als Einheit und zeigte auch in Unterzahl, welches Potential im Angriff steckt. Die Offensivabteilung um Hoffmann, Kara und Bischoff strahlte weiterhin Gefahr aus – Hoffmann spritzte in einen Ikeng-Pass, sprintete auf Hansa-Keeper Schuhen zu und schloss ab – knapp über den Kasten.

Hansa zeigte immer wieder gute Ansätze, aber oft fehlte der letzte Pass oder die unbedingte Entschlossenheit, den zweiten Treffer zu erzielen. Aber das Team glaubte an sich, auch wenn das fehlende Selbstbewusstsein aus den zurückliegenden Spielen fehlte. Der Platz machte allen Spielern zu schaffen. Bei tiefem Boden und Regen wurde die Beine zunehmend schwer. Der SC Preußen Münster musste mit den Kräften kämpfen und wollte den Punktgewinn über die Bühne bringen. Nach dem erneuten Einsatz von Pyrotechnik der Heimfans unterbrach das Schiedsrichtertrio die Begegnung für ca. sieben Minuten (79.). Danach wartete die Schussphase des Flutlichtspiels auf die Zuschauer. In dieser war nur noch der FCH am Drücker. Die Kogge schnürte die Adlerträger ein und kam in der 80. Minute zur Großchance durch Soufian Benyamina, der nach einer tollen Kombination am Sechzehner zum Abschluss kam – doch sein Abschluss rauschte Zentimeter am Kasten vorbei. Eine Minute später kam wieder Benyamina in Schussposition, wurde aber in höchster Not von Pischorn bedrängt. Hansa war heiß auf den Dreier und spielte auf Sieg, aber auch die Distanzschüsse von Erdmann und Gardawski brachten nicht den ersehnten Erfolg. Ohne Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Schwermer das Spiel und besiegelte das Unentschieden. Mit der Punkteteilung kann der SCP sicher leben, doch Hansa will endlich wieder dreifach punkten und damit am besten im kommenden Heimspiel starten.

SC Preußen Münster - F.C. Hansa Rostock 1:1 (1:0)

Torfolge: 1:0 Hoffmann (36.), 1:1 Jänicke (51.)

SC Preußen Münster: Lomb – Kopplin, Heitmeier, Pischorn, Tritz – Hoffmann, Laprevotte (26. Rote Karte), Wiebe, Bischoff – Kara, Reichwein (77. Krohne)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Erdmann, Henn, Dorda – Andrist, Ikeng, Kofler (46. Perstaller), Gardawski – Jänicke, Benyamina

Hansa will Preußen zweite Saisonniederlage beibringen / Münster seit sieben Drittliga-Spielen ungeschlagen

Preußen vs. Hansa - diese Begegnung steht für Turbofußball mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl an Toren. In den erst sechs Aufeinandertreffen der beiden Teams fielen bereits 27 Treffer und davon wiederum allein 17 in den Gastspielen der Kogge in Westfalen. Dass es bisher keine einzige Punkteteilung in diesem Duell gab, passt ins Bild.



Münster geht trotz des Pokal-Aus unterhalb der Woche bei den Sportfreunden Lotte mit jeder Menge Rückenwind in die Partie des 13. Spieltages. Der SCP gewann nicht nur seine drei vergangenen Heimauftritte, sondern hat sich dank 17 Punkten aus sieben Spielen auch bis auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben (23 Punkte nach 12 Spieltagen). Zum Vergleich: Die Hansa-Kogge segelt mit 13 Punkten auf Rang 15.

Die Gründe für den Erfolg liegen auf der Hand: Zum einen arbeitet Chef-Trainer Ralf Loose bereits seit September 2013 mit seiner Mannschaft zusammen und erhält trotz der hohen Erwartungen auch bei Schwächephasen das Vertrauen des Vereins. Zum anderen handelt es sich bei zahlreichen Neuverpflichtungen aus dem Sommer um die erhofften Verstärkungen. Mit Niklas Lomb (Stammkeeper/ ausgeliehen von Bayer Leverkusen), Charles Elie Laprevotte (Defensives Mittelfeld/ ausgeliehen vom SC Freiburg II), Björn Kopplin (Rechtsverteidiger/ vorher 1. FC Union Berlin), Benjamin Schwarz (Defensives Mittelfeld/ vorher SpVgg Unterhaching) und Felix Müller (Linksverteidiger/ vorher 1. FSV Mainz 05 II) schafften gleich fünf Neuzugänge den Sprung ins Stammteam. Die beiden Letztgenannten fallen allerdings für die Partie gegen den F.C. Hansa aus. Müller fällt aufgrund einer Verletzung des Schultereckgelenks aus. Schwarz, der ursprünglich als Linksverteidiger verpflichtet wurde, kann ihn aufgrund einer Rotsperre nicht vertreten. Der französische Neuzugang Stéphane Tritz (vorher Stade Brest) wird aller Voraussicht nach auf der linken Seite verteidigen. Als Schwarz-Ersatz im Mittelfeld steht mit Danilo Wiebe (vorher 1. FC Köln II) ebenfalls ein neuer Mann in den Startlöchern.



Während die Defensive bis auf die Innenverteidigung neu zusammengestellt wurde und dank starker Leistungen aktuell zu den stabilsten der 3. Liga zählt, trumpfen im Angriff altbekannte „Preußen“ auf. Die Vielzahl an treffsicheren Spielern stellt das vermeintliche Prunkstück der Offensive dar. Münster hat fünf Profis in den eigenen Reihen, die mindestens zwei Tore erzielt haben (Rogier Krohne/3, Marcel Reichwein/3, Mehmet Kara/3, Philipp Hoffmann/2, Amaury Bischoff/2).

Darüber hinaus hat auch Marcus Piossek in dieser Saison zwei Treffer für den SCP markiert. Mittlerweile spielt der Pole jedoch beim 1. FC Kaiserslautern und gehört damit neben Erik Zenga (SV Sandhausen) und Jens Truckenbrod zu den prominentesten Abgängen. Truckenbrod, der frühere Kapitän der Westfalen und (Noch-)Rekordspieler der 3. Liga (233 Einsätze - alle von Beginn an), kickt nun in der Kreisliga. Er war der einzige Profi, der in allen sechs Duellen zwischen Preußen und Hansa auf dem Platz stand und dabei vier Siege feiern durfte, aber auch zwei Heimniederlagen hinnehmen musste. Und an genau diese sowie an die ohnehin leidenschaftlichen Auftritte der Kogge in der laufenden Spielzeit in der Fremde, will die Mannschaft von Chef-Trainer Karsten Baumann am Freitagabend anknüpfen. Nach zuletzt acht sieglosen Partien in Folge gieren die Hanseaten nach einem Dreier. 

  • Interview mit Karsten Baumann vor dem Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster
  • Hansa-TV-Vorbericht zum Auswärtsspiel beim SC Preußen Münster
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  • PK nach dem 13. Spieltag
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