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36. Spieltag2015/16

F.C. Hansa Rostock
3:1
Rot-Weiß Erfurt
Datum
Spielgegner
Ergebnis
29.04.2016
Fortuna Köln - Chemnitzer FC
0:3 (0:2)
29.04.2016
SV Wehen Wiesbaden - Preußen Münster
0:2 (0:1)
30.04.2016
F.C. Hansa Rostock - Rot-Weiß Erfurt
3:1 (2:1)
30.04.2016
Dynamo Dresden - Erzgebirge Aue
1:1 (1:0)
30.04.2016
Stuttgarter Kickers - Hallescher FC
1:0 (1:0)
30.04.2016
VfR Aalen - 1. FSV Mainz 05 U23
3:2 (1:2)
30.04.2016
Energie Cottbus - Würzburger Kickers
1:2 (1:0)
30.04.2016
Holstein Kiel - VfB Stuttgart II
1:0 (0:0)
30.04.2016
1. FC Magdeburg - Sonnenhof Großaspach
4:0 (2:0)
30.04.2016
VfL Osnabrück - Werder Bremen II
3:1 (3:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
Fortuna Köln
5
4
1
0
12:2
+10
13
2
SC Paderborn 07
5
4
1
0
15:7
+8
13
3
1. FC Magdeburg
5
4
0
1
9:6
+3
12
4
SV Werder Bremen II
5
3
2
0
7:1
+6
11
5
VfR Aalen
5
3
1
1
9:4
+5
10
6
SV Wehen Wiesbaden
5
3
1
1
7:2
+5
10
7
Hansa Rostock
5
3
1
1
7:2
+5
10
8
Sonnenhof Großaspach
5
2
2
1
6:6
0
8
9
Preußen Münster
5
2
1
2
5:3
+2
7
10
SV Meppen
5
2
1
2
9:8
+1
7
11
SpVgg Unterhaching
5
2
1
2
7:9
-2
7
12
Chemnitzer FC
5
1
2
2
6:8
-2
5
13
Sportfreunde Lotte
5
1
1
3
6:8
-2
4
14
Carl Zeiss Jena
5
1
1
3
3:8
-5
4
15
Karlsruher SC
5
1
1
3
6:12
-6
4
16
VfL Osnabrück
5
0
3
2
5:12
-7
3
17
Hallescher FC
5
0
2
3
9:13
-4
2
18
Würzburger Kickers
5
0
2
3
4:9
-5
2
19
Rot-Weiß Erfurt
5
0
2
3
2:7
-5
2
20
FSV Zwickau
5
0
2
3
2:9
-7
2

Hansa macht alles klar! 3:1-Heimsieg über Erfurt sichert den Klassenerhalt

In der vergangenen Spielzeit 14/15 musste die Kogge bis zum 38. Spieltag warten, bis der Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht wurde. Ein knappes Jahr später hatte sich die Mannschaft von Cheftrainer Christian Brand mit einer tollen Rückrunde in eine gute Ausgangslage gebracht, um schon am 36. Spieltag den Klassenerhalt zu feiern. Im heimischen Ostseestadion wollte der FCH mit einem Heimsieg gegen Rot-Weiß Erfurt alles klarmachen, doch die Erfurter reisten mit einer großen Portion Selbstvertrauen nach Rostock. Zum Jahreswechsel befand sich RWE in einer ähnlichen Situation wie der F.C. Hansa, spielte unter Trainer Stefan Krämer aber ebenfalls eine sehr erfolgreiche Rückrunde und sicherte sich bereits am vergangenen Spieltag den Ligaverbleib. Die zurückliegenden vier Ligaspiele konnten die Thüringer sogar allesamt gewinnen, sodass es keine leichte Aufgabe für die Brand-Elf werden würde, denn Erfurt hatte mit Aydin und Kammlott zwei gefährliche Offensivspieler in der ersten Elf, die nicht nur in den zurückliegenden Partien für Torgefahr sorgten.

Hansa verlor noch keine Drittliga-Partie gegen die Erfurter und wollte gegen die Krämer-Truppe an die zurückliegenden Heimspiele anknüpfen, in denen das Team besonders durch die kompakte Defensive zum Erfolg fand. Personell hatte das Hansa-Trainerteam beinahe alle Mann an Bord. Der am Sprunggelenk verletzte Hansa-Kapitän Tobias Jänicke wurde am 36. Spieltag erneut durch Marcel Ziemer verteten, der die Mannschaft auf das Feld führte. An seiner Seite stürmte wieder Melvin Platje, der zuletzt verletzt passen musste und beim Auswärtsspiel in Würzburg von Stefan Wannenwetsch verteten wurde – gegen Erfurt musste "Wanne" vorerst auf der Bank Platz nehmen. Ansonsten nahm Brand keine Veränderungen in der Startformation vor und wollte gegen die Gäste von der ersten Minuten an zeigen, dass Hansa das Ziel "Klassenerhalt" fest im Blick hat.

Entsprechend eingestimmt ging unsere Kogge in den Ostklassiker und konnte schon nach einer Spielminute zwei Ecken verbuchen, die jedoch ohne Abnehmer blieben. Doch die Mannschaft drückte in der Anfangsphase mächtig auf das Gaspedal. Mit einem intensiven Pressing wollte der FCH den Gast unter Druck setzen und kam in der vierten Spielminute zur ersten guten Gelegenheit. Einen abgewehrten Ball konnte Ronny Garbuschewski sofort aufnehmen – er setzte den Ball aber knapp über die Latte. Doch schon in der 7. Spielminute wurde die Kogge belohnt: Garbuschewski versorgte Stephan Andrist mit einer tollen Flanke, der im zweiten Versuch erfolgreich war und das frühe 1:0 erzielte. Aber damit nicht genug: Die Hansa-Fans feierten noch ihren Torschützen, da landete der Ball schon wieder im Erfurter Kasten. Durch die Mitte steckte Melvin Platje für Sturmpartner Ziemer durch. Gegenspieler Möckel wollte im letzten Moment den Abschluss verhindern, aber mit dieser Abwehraktion überlistete er den eigenen Keeper, sodass die Rostocker Anhänger den nächsten Treffer bejubeln durften.

Die Gästemannschaft war angeschlagen. Hinzu kam, dass die Krämer-Elf ab der 15. Minute ohne Topstürmer Kammlott spielen musste – der "Zwölf-Tore-Mann" musste verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Und Hansa? Die Brand-Elf hielt den Druck weiter aufrecht und spielte weiter munter nach vorne. Die nächste aussichtsreiche Gelegenheit hatte Melvin Platje, der immer wieder hinter Ziemer aufdrehte und gewillt war, das zweite Saisontor für den FCH zu erzielen. Unsere Jungs hatten die Partie gut im Griiff, ließen Ball und Gegner laufen, sodass Erfurt Mühe hatte, in das Spiel zu finden. Dementsprechend war es der FCH selbst, der die Gäste wieder zurück brachte: In der 26. Spielminute sorgte ein Missverständnis zwischen Marcel Schuhen und Christian Dorda für den Erfurter Anschlusstreffer. Der Rostocker Linksverteidiger wollte den Ball zu Schuhen spielen, der jedoch aus dem Tor kam und somit das Eigentor nicht mehr verhindern konnte.

Nach dem Gegentreffer verteilten sich Ballbesitzanteile im Ostseestadion nun mehr auf beide Mannschaften. Erfurt wurde griffiger, aber die Brand-Elf hielt dagegen und wollte immer wieder das schnelle Umschaltspiel ankurbeln. Zum Ende des ersten Durchgangs verlagerte sich das Spielgeschehen jedoch zunehmend in die Mittelfeldzentrale. Die Gäste probierten es ab und an mit einer Standardsituation zum Erfolg zu kommen, diese landeteten jedoch häufig in den Armen von Marcel Schuhen. Die letzte Aktion der ersten Spielhälfte hatte die Krämer-Truppe: Erneut war es eine Standardsituation, doch Spezialist Okan Aydin verzog knapp, sodass zwei Eigentore und ein Andrist-Treffer den 2:1-Halbzeitstand bescherten.

Im zweiten Durchgang wollten die Rostocker endgültig den Deckel drauf machen und starteten erneut mit offensivem Druck. Platje erarbeitete sich in vorderster Front einen Ballgewinn und zog zielgerichtet ab – der Schuss konnte von Erfurt noch zum Eckball geklärt werden. Diese kam über Umwege zu Marcus Hoffmann, dessen Kopfball auf der Latte landete und die 14.600 Fans beinahe erneut jubeln ließ. In der 53. Minute war es aber wieder an der Zeit für einen Hansa-Jubel: Wieder war es Platje, der über die linke Seite auf und davon war und das Auge für Sturmpartner Ziemer hatte. Unser Kapitän nahm den Ball kurz runter und schloss trocken zum 3:1 für Hansa ab.

Der dritte Hansa-Treffer und die tolle Unterstützung im Ostseestadion gaben unseren Jungs noch mehr Auftrieb und brachten das gemeinsame Ziel wieder ein Stück näher. Die Gäste versuchten vermehrt über Aydin noch einmal den Anschlusstreffer zu markieren. Doch die Kogge hatte alles im Griff. Nach 60 Minuten lag sogar das 4:1 in der Luft: Michael Gardawski setzte sich mit einer tollen Aktion gegen seinen Gegenspieler Menz durch und suchte den Kapitän - aber Ziemer verpasste die Hereingabe um Zentimeter. Erfurt strahlte weiterhin nur durch Standards Gefahr aus – Laurito meldete sich gleich doppelt bei Schuhen an, dem Erfurter Innenverteidiger fehlte allerdings die Präzison.

Hansa stand nun etwas tiefer und ließ die Gäste kommen. Zudem brachte Christian Brand mit Kofler, Wannenwetsch und Esdorf frische Kräfte in die Parte, die ebenfalls mit hohem Engagement für den Dreier ackern sollten. Und die Einwechslungen fügten sich sofort in das Rostocker Mannschaftsgefüge ein. Die Brand-Elf zeigte, was das Team 2016 auszeichnet: Leidenschaft, Kampf und eine geschlossene Mannschaftsleistung ließen die Gäste auch in der Schlussphase zu keiner echten Großchance aus dem heraus Spiel kommen. Unsere Jungs spielten weiter aus einer sicheren Defensive heraus und überließen RWE den Spielaufbau. Sobald die Gäste allerdings über die Mittelinie kamen, wurde es eng und die Kogge war zu jeder Zeit da. Dass es in den Schlussminuten keine weitere Torgefahr gab, war am Ende allen egal.

Denn durch einen 3:1-Heimsieg sicherte sich die Kogge mit einer großartigen Rückrunde zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt und konnte diesen im "eigenen Wohnzimmer" gebürtig feiern. Eine große Last fällt damit nicht nur von der Mannschaft ab, sondern auch von allen Hansa-Fans. Doch die Saison ist noch nicht vorbei. Auch in den verbleibenden zwei Liga-Spielen will die Kogge weiter Punkte sammeln - kann nun aber befreit aufspielen. Und am 28.05. haben die Jungs ein weiteres Ziel – den Pokalsieg gegen den FC Schönberg 95, auf den die Mannschaft dann den nächsten Fokus richten wird.

F.C. Hansa Rostock – Rot Weiß Erfurt 3:1 (2:1)

Torfolge: 1:0 Andrist (7.), 2:0 Möckel (ET 8.), 2:1 Dorda (ET 21.), 3:1 Ziemer (53.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda – Andrist (74. Esdorf), Erdmann (67. Kofler), Garbuschewski, Gardawski – Platje (67. Wannenwetsch), Ziemer

Rot-Weiß Erfurt: Klewin – Menz (67. Bergmann), Laurito, Möckel, Odak – Aydin, Erb, Nikolau, Benamar (78. Höcher) – Uzan, Kammlott (15. Pigl)

Mit breiter Brust an die Ostseeküste - Erfurt machte am vergangenen Spieltag den Klassenerhalt perfekt

Zwölf Punkte aus den zurückliegenden vier Partien sprechen eine eindeutige Sprache und verdeutlichen den stetigen Aufstieg von Rot-Weiß Erfurt im Jahr 2016. Den Saisonstart würden die Thüringer dagegen am liebsten vergessen.

Der Drittliga-Dino kam in der ersten Saisonhälfte zu kaum einem Zeitpunkt so richtig ins Rollen. Unter Ex-Trainer Preußer war der 10. Tabellenplatz das Höchste der Gefühle - das „Projekt Preußer“ scheiterte und die Thüringer reagierten noch vor dem Jahreswechsel auf die sportliche Talfahrt. Stefan Krämer sollte RWE aus der prekären Situation befreien und dem Team wieder neues Leben einhauchen. Im Trainingslager in der Türkei bereitete der 49-jährige Übungsleiter die Rot-Weißen auf die Rückrunde vor und wollte gleich im ersten Punktspiel 2016 den Spitzenreiter ärgern. Gegen Dynamo Dresden zeigte die Krämer-Truppe trotz eines frühen Rückstandes Moral und drehte die Partie in einen 3:2-Heimsieg, der die Mannschaft wieder hoffen ließ. Doch am 23. und 24. Spieltag setze es zwei herbe Schlappen, wodurch die Abstiegssorgen in Thüringen wieder größer wurden.

Aber Krämer wusste, welche Knöpfe er bei den Spielern zu drücken hatte und holte seitdem 23 Punkte - zuletzt sogar vier Siege in Folge, die den Klassenerhalt vorzeitig sicherten und RWE beruhigt in den Endspurt der 3. Liga gehen lässt. Die aufsteigende Formkurve der zurückliegenden Wochen und Monate ist jedoch nicht nur durch die gute Defensivarbeit zu erklären - unter Stefan Krämer kassierte RWE nur 16 Gegentreffer, zuvor 30 - auch zwei offensive Personalien kommen immer besser in Fahrt. Wenn man Jahr für Jahr auf die Torschützenliste der 3. Liga schaut, darf ein Name nicht fehlen: Carsten Kammlott ist im Erfurter Team der gefährlichste Angreifer. In 121 Profipartien war der 26-Jährige an der Hälfte der RWE-Tore beteiligt und traf selbst 47 Mal. Der Mittelstürmer zeigte schon in der Thüringer Jugend, wie gefährlich er vor dem gegnerischen Gehäuse ist und auch in der aktuellen Spielzeit zählt er mit zwölf Treffern zu den gefährlichsten Spielern der Liga.

Aber auch Okan Aydin zeigte besonders unter Krämer sein Können und erzielte vier der fünf Saisontore im neuen Jahr. Der 21-jährige Deutsch-Türke kommt in Topform nach Rostock und war in vergangenen drei Partien jeweils der Mann der Spiels: An sechs von sieben Treffern war der ehemalige DFB-Juniorennationalspieler direkt beteiligt, erzielte selbst drei Tore und ist nur ein Beispiel für den Aufschwung bei Rot Weiß Erfurt.

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