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Viertelfinale Lübzer Pils Cup2015/16

0:4
Datum
Spielgegner
Ergebnis
14.11.2015
FC Pommern Stralsund - F.C. Hansa Rostock
0:4 (0:1)

Hansa macht den Einzug in das Landespokal-Halbfinale perfekt – 4:0 beim FC Pommern Stralsund

Der letzte (Freundschaftsspiel)-Gastauftritt der Kogge in Stralsund lag schon mehr als 14 Jahre zurück – nun war das Pokalviertelfinale der Lübzer Pils Cups der Grund, warum beide Mannschaften nach langer Zeit wieder aufeinander trafen. Im Stadion der Freundschaft musste der F.C. Hansa die Hürde Pommern Stralsund nehmen, um das Ziel Titelverteidigung nicht aus den Augen zu verlieren.

Der heimische FC Pommern Stralsund ist aktuell in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern aktiv und steht in der laufenden Spielzeit auf dem vierten Tabellenplatz. Mit Christian Orendt verfügt der FC Pommern zudem über einen gefährlichen Spieler, der bereits neun Pokal-Tore erzielte und die Mannschaft auf's Feld führte. Hansa-Coach Karsten Baumann brachte im Vergleich zur vergangenen Liga-Partie einige Akteure in die Startelf, die zuletzt nicht von Beginn an aufliefen und sich nun mit einem Pokal-Erfolg empfehlen konnten. So starteten beispielsweise Kai Schwertfeger, Maik Baumgarten und Maik Lukowicz in die Viertelfinal-Begegnung. In der Vierer-Kette setzte Baumann auf die Formation, die bereits den Großteil der Drittliga-Spiele absolvierte. Dorda, Erdmann, Henn und Ahlschwede sollten die Pommern-Offensive stoppen. Zwischen den Pfosten stand Robin Schröder, der damit zu seinem Pflichtspiel-Debüt für den F.C. Hansa kam. Ersatzkeeper war am Sonnabendnachmittag mit Martin Leu unser U19-Keeper.

Vor dem Anpfiff zeigten die Zuschauer und Mannschaften ihre Anteilnahme an den unfassbaren Terroranschlägen in Paris und legten vor der Partie eine Schweigeminute ein.

Der Titelverteidiger aus Rostock übernahm sofort nach Anpfiff die Spielkontrolle und hielt den Ball in den eigenen Reihen. Pommern verteidigte jedoch ab der 1. Minute aufopferungsvoll und stand kompakt in der eigenen Spielhälfte. In der Anfangsphase versuchte Michael Gardawski über die linke Rostocker Seite Druck zu erzeugen und spielte den Ball oft in die Schnittstellen, aber die Präzision im Strafraum fehlte der Kogge noch. Soufian Benyamina feuerte in der 7. Spielminute einen ersten Warnschuss ab, der allerdings über das Stralsunder Tor ging. Die Kogge erzeugte immer mehr Gefahr und kam dabei hauptsächlich über Maximilian Ahlschwede und Tobias Jänicke zu gefährlichen Aktionen. Eine weitere Hansa-Chance hatte Dennis Erdmann, der nach einer Standardsituation vom Sechzehner abzog. Der Verbandsligist konzentrierte sich weiterhin auf die Defensivarbeit und kam nur selten über Standardsituationen in die Nähe von Robin Schröder. Pommern-Knipser Orendt prüfte Robin Schröder mit einem satten Freistoß, der allerdings zu zentral auf das Tor kam und eine sichere Beute wurde.

Mitte der ersten Halbzeit hatten Tobias Jänicke und Maik Lukowicz die größten Möglichkeiten, um den F.C. Hansa Rostock in Front zu schießen, aber Pommern-Keeper Sund war stets auf dem Posten und hielt das Verbandsliga-Team im Spiel. Hansa wollte noch vor der Pause die Führung erzwingen und drängte den FCP in die eigene Hälfte. Stralsund verteidigte allerdings weiterhin aggressiv am Mann und hatte den 0:0-Pausenstand im Blick. Das Hansa-Sturmduo hatte jedoch etwas dagegen: Maik Lukowicz erlief einen Pass noch vor der Grundlinie und spielte in der Rückraum, wo Benyamina lauerte und in der 45. Spielminute das erlösende 1:0 für den FCH erzielte.

Zur zweiten Halbzeit wechselte unser Trainertrio einmal aus: Marcus Hoffmann war jetzt für Matthias Henn auf dem Feld, der im ersten Spielabschnitt bereits mit Gelb verwarnt wurde. Hansa wollte schnellstmöglich nachlegen, um beruhigter aufspielen zu können. Der eingewechselte Hoffmann verpasste jedoch nach einer Freistoßflanke am langen Pfosten und auch Michael Gardwaski scheiterte nur knapp von der Strafraumkante. Rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff dann die große Gelegenheit zum 2:0: Soufian Benyamina schickte Ahlschwede in Richtung Grundlinie, der scharf vor den Pommern-Kasten flankte – der Stralsunder Schlussmann verschätzte sich leicht, sodass gleich zwei Hansa-Spieler am langen Pfosten verpassten. Kurz danach konnte Oliver Sund die Stralsunder mit einer tollen Parade vor dem zweiten Gegentreffer bewahren – den Benyamina-Kopfball lenkte er mit den Fingerspitzen über den Kasten.

Unsere Kogge war jetzt noch deutlich überlegener und die Chancen auf Rostocker Seite häuften sich. Maik Lukowicz fehlten gleich zweimal die entscheidenden Zentimeter zum Tor. Und auch Maik Baumgarten hätte die Führung ausbauen können, doch seinen Torschuss nach einem sehenswerten Sololauf kratzte der FCP von der Linie. Da der zweite Hansa-Treffer weiterhin ausblieb machten sich die Hausherren auf, den FCH in Bedrängnis zu bringen. Angeführt von Christian Orendt arbeiteten sich die Himmelblauen vor das Tor der Kogge. Die Stralsunder Jungs glaubten weiterhin an ihre Chance und kämpften um jeden Ball.

Nach 68 gespielten Minuten traf die Baumann-Elf endlich zum beruhigenden 2:0-Zwischenstand: Hansa-Kapitän Jänicke flankte von der rechten Seiten punktgenau auf Maik Lukowicz, bei dessen Kopfball Oliver Sund keine Chance blieb. Der Stralsunder Zahn schien gezogen und „Tobi“ Jänicke hatte weniger Minuten später die Gelegenheit zum dritten Rostocker Treffer, die Sund allerdings mit einer weiteren guten Tat verhinderte. Das Schiedsrichtergespann hatte weiterhin viel zu tun, um die Gemüter in Stralsund zu beruhigen – insgesamt gab es zehn gelbe Karten. 4.602 Zuschauer feuerten beiden Mannschaften noch einmal an und läuteten die Schlussphase ein, in der Marcus Hoffmann das Spiel entschied. Unser Innenverteidiger war nach einem Ahlschwede-Freistoß mit dem Kopf zur Stelle und erzielte seinen ersten Treffer im Rostocker Dress.

Sechs Minuten vor Spielende legte Maik Lukowicz noch einen Treffer nach und traf mit einem schönen Schlenzer zum 4:0 für den F.C. Hansa. Trotz des großartigen Kampfes und der schwindenden Kräfte wollte Pommern den Ehrentreffer. Das Team arbeitete sich noch einmal in der Hälfte der Gäste, doch Robin Schröder bekam nichts mehr auf das Gehäuse, sodass es beim 4:0-Erfolg der Kogge blieb. Damit zieht Hansa in das Halbfinale des Landespokals ein und trifft im Halbfinale auf den MSV Pampow, den FC Mecklenburg Schwerin oder den FC Schönberg.

FC Pommern Stralsund – F.C. Hansa Rostock 0:4

Torfolge: 0:1 Benyamina (45.), 0:2 Lukowicz (68.), 0:3 Hoffmann (80.), 0:4 Lukowicz (84.)

F.C. Hansa Rostock: Schröder – Ahlschwede, Erdmann, Henn (46. Hoffmann), Dorda – Gardawski (77. Ülker), Baumgarten, Schwertfeger, Jänicke – Luckowicz, Benyamina (59. Perstaller)

Premiere im Landespokal - Hansa gastiert beim FC Pommern Stralsund

Über 14 Jahre ist er mittlerweile her, der letzte Gastauftritt des F.C. Hansa Rostock beim FC Pommern Stralsund. Das Freundschaftsspiel am 7. Juni 2001 entschied das Bundesliga-Team von Friedhelm Funkel mit 5:1 für sich.

Um eine Pflichtspielbegegnung zwischen dem FCH und einer Mannschaft aus Stralsund ausfindig zu machen, muss man dagegen noch weiter zurückblicken. Letztmalig trat die Kogge am 31. Spieltag der Saison 1986/87 (DDR-Liga Staffel A) zu einem Pflichtspiel in der zweitgrößten Hansestadt Mecklenburg-Vorpommerns an. Das Ligaduell bei der ASG Vorwärts endete mit einem 2:0-Sieg für Hansa. Ein Erfolgserlebnis hat die Mannschaft von Chef-Trainer Karsten Baumann am Sonnabend (14.11.2015, Anstoß 13 Uhr), knapp achtundzwanzigeinhalb Jahre später, ebenfalls eingeplant. Das Viertelfinalspiel im Lübzer Pils Cup stellt für beide Teams das erste Aufeinandertreffen auf Landespokalebene dar.

Für den Verbandsligisten läuft die aktuelle Pokalsaison mehr als zufriedenstellend. Während Pommern im vergangenen Jahr bereits in der zweiten Runde ausgeschieden ist, konnte sich der FCP in der laufenden Spielzeit bis ins Viertelfinale durchsetzen. Dabei besiegten sie in den ersten beiden Runden die Landesligisten PSV Ribnitz-Damgarten (6:2) und SG Empor Richtenberg (4:2) und konnten im Achtelfinale den Ligakonkurrenten TSV Friedland mit 4:3 bezwingen, obwohl sie bereits nach 23 Minuten mit 0:2 zurücklagen. Die Ergebnisse zeigen, dass man sich vor allem vor der torfreudigen Offensive rund um Stürmer und Kapitän Christian Orend, der mit seinen bisher neun Pokal- und acht Ligatreffern sicher einer der wichtigsten Akteure auf Seiten der Stralsunder ist, in Acht nehmen sollte.

Auch in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern steht der FC Pommern nach zehn Spieltagen als Tabellenvierter sehr gut da und konnte am vergangenen Spieltag dem Zweitplatzierten aus Greifswald sogar ein Unentschieden abringen. Das ordentliche Abschneiden in beiden Wettbewerben wird den Stralsundern Selbstvertrauen im Spiel gegen den Titelverteidiger des Landespokals geben.

Der F.C. Hansa muss sich auf einen heißen Pokalfight einstellen, um das wichtige Halbfinal-Ticket zu lösen.

  • Interview mit Karsten Baumann vor dem Landespokal-Viertelfinale gegen Pommern Stralsund
  • Hansa-TV-Vorbericht zum Landespokal-Viertelfinale beim FC Pommern Stralsund
  • Hansa-News vor dem Landespokal-Viertelfinale beim FC Pommern Stralsund
  • Interviews nach dem Landespokal-Viertelfinale beim FC Pommern Stralsund
  • Tore vom Landespokal-Viertelfinale beim FC Pommern Stralsund
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