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Finale Lübzer Pils Cup2015/16

3:4
Datum
Spielgegner
Ergebnis
28.05.2016
FC Schönberg - F.C. Hansa Rostock
3:4 i.E. (0:0 n.V.)

F.C. Hansa verteidigt Titel im Lübzer Pils Cup

Der F.C. Hansa Rostock hat zum 6. Mal den Landespokal Mecklenburg Vorpommern gewonnen und seinen Titel aus dem Vorjahr damit verteidigt. Dabei mussten die Profis der Kogge vor 3.418 Zuschauern im Neustrelitzer Parkstadion gegen ein starkes Team vom FC Schönberg 95 bis ins Elfmeterschießen, ehe sie dort – nach einem 0:0 in den ersten 120 Minuten - mit 4:3 erfolgreich waren.

Christian Brand ließ Hasan Ülker, der das letzte Drittliga-Tor der Saison für den FCH geschossen hatte, von Beginn an für den verletzten Michael Gardawski ran. Ansonsten vertraute der Cheftrainer der Hanseaten der Startelf vom letzten Pflichtspiel gegen den Halleschen FC.

In der Anfangsphase war der F.C. Hansa die dominierende Mannschaft, ohne dabei jedoch erhöhte Gefahr vor dem vom Ex-Hanseaten Jörg Hahnel gehüteten Tor der Schönberger zu erzeugen.

Einen Freistoß von Garbuschewski in der 9. Minute fing Hahnel ab und leitete mit einem langen Abschlag die erste Torannährung der Schönberger ein. Aber Maximilian Ahlschwede gewann das anschließende Laufduell und köpft in die Arme von Marcel Schuhen. Richtig gefährlich wurde es dann in der 12. Minute. Nach einem Pass von Henry Haufe in den Lauf von Lukas Scherff lief dieser noch einige Meter und zog gefährlich von der linken Seite ab – sein Schuss klatschte an die Latte des Rostocker Tores.

Im Anschluss wurden die Schönberger überlegener und die Abwehr des F.C. Hansa hatte ein ums andere Mal zu tun, ein Gegentor zu verhindern. In dieser Phase verletzte sich Christian Dorda nach einem Flankenball von Henry Haufe. Dorda musste einige Minuten am Kopf behandelt werden – der Linksverteidiger des FCH versuchte es noch ein Weile, musste dann aber in der 32. Minute durch Stefan Wannenwetsch ersetzt werden. Hasan Ülker übernahm anschließend die Position des linken Verteidigers.

In der 17. Minute kam Hansa zur ersten Ecke des Spiels – die aber nichts einbrachte, sondern sogar noch zu einem Konter der Schönberger führte. Hoffmann konnte zunächst klären, den Nachschuss setzte der FCS neben das Tor. Gefährlicher wurde es in der 22. Minute, als Okada aus der Drehung das Tor nur knapp verfehlte. Im Gegenzug kam jedoch auch Hansa zur ersten richtig aussichtsreichen Chance. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Ronny Garbuschewski konnte Hahnel den Ball nur abprallen lassen – den Nachschuss von Ziemer konnte Schönberg in höchster Not auf der Linie klären. Nach der anschließenden Ecke – ebenfalls getreten von Garbuschewski – wurde es erneut gefährlich. Aber der Kopfball von Erdmann konnte wiederum auf der Linie entschärft werden.

Die größte Chance der ersten Hälfte hatte der FC Schönberg dann nach knapp einer halben Stunde. Eine Flanke von links in den Rostocker Strafraum erwischte Kunstmann perfekt mit dem Kopf, aber Marcel Schuhen verhinderte mit einer Glanzparade den Rückstand seiner Mannschaft und holte den Ball aus dem rechten Winkel.

Bis zum Ende der ersten Hälfte passierte dann – in einer insgesamt abwechslungsreichen Partie - vor den jeweiligen Toren nicht mehr viel. Der F.C. Hansa ließ vor dem Tor die nötige Konsequenz vermissen, während der FC Schönberg die Hanseaten zwar das eine und andere Mal vor Probleme stellte, aber die Abwehr vor Marcel Schuhen konnte stets rechtzeitig klären.

Beide Mannschaften kamen mit unverändertem Personal aus der Kabine. Das Spiel verlief zunächst ähnlich wie am Ende der ersten Hälfte. Die erste Torchance hatten dann die Rostocker. Nach einem langen Pass auf Andrist gewann dieser das Laufduell gegen Max Rausch, zog aus spitzem Winkel dann aber zu ungenau ab und setzte den Ball einige Meter neben das Tor von Jörg Hahnel. Die nächste große Chance hatte ebenfalls der F.C. Hansa in der 63. Minute. Marcel Ziemer drehte sich kurz hinter der Mittellinie um seinen Gegenspieler herum, lief dann im Vollsprint in den gegnerischen Strafraum, scheiterte aber mit dem Außenrist an Hahnel.

In der 68. Minute kam dann Aleksandar Stevanovic zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in diesem Jahr. Für ihn verließ Melvin Platje den Platz. Zwei Minuten später konnten dann auch die Schönberger ihren ersten gefährlichen Abschluss in der zweiten Hälfte verbuchen. Rico Gladrow zog aus gut 25 Metern gefährlich ab und der Ball strich nur knapp einen halben Meter links am Kasten von Marcel Schuhen vorbei.

Die letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit hatten es dann in sich. Einen Freistoß für den FCH setzte Garbuschewski zunächst rechts am Tor vorbei. Und nach einer Ecke von Garbuschewski verpassten mehrere Spieler nur knapp. Dann konterte Schönberg gefährlich, als Andrist und Ahlschwede in der Offensivbewegung den Ball verloren und Scherff frei über die linke Seite vorstoßen konnte. Seine Flanke verpasste Okada nur um Zentimeter. Die nächsten Minuten gehörten dann dem FC Schönberg. Mehrere Male gerieten die Rostocker in Not, konnten aber jedes Mal rechtzeitig klären. Dann konterte der F.C. Hansa seinerseits und bekam prompt die größte Chance der zweiten Halbzeit. Marcel Ziemer spielte Stevanovic zentral frei und dieser stand alleine vor Jörg Hahnel – wurde dann aber von einem Verteidiger gestört, so dass sein Schuss für den Keeper kein Problem darstellt.

Drei Minuten später pfiff der Schiedsrichter ab – das Spiel ging in die Verlängerung.

Die Rostocker versuchten das Spiel wieder besser in den Griff zu bekommen. Die erste Gelegenheit hatten aber die Schönberger nach knapp 100 Minuten. Nach einer Ecke trat Henn über den Ball, aber der dahinter lauernde Gegenspieler konnte die Chance nicht nutzen und zielte über den Kasten.

Die Rostocker antworteten zwei Minuten später. Ülker setzte sich gleich gegen mehrere Gegenspieler durch, spielte Garbuschewski an, der gefährlich vor das Tor flankte – wo der Gegner in letzter Sekunde klärt.

Die zweite Hälfte der Verlängerung gehörte dann klar dem F.C. Hansa. Die Schönberger waren nun in erster Linie bemüht, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten.

In der 114. Minute flankte Wannenwetsch in den Strafraum, aber der alleinstehende Stevanovic verzog knapp links am Tor vorbei.

Kurz vor dem Ende war es dann Stevanovic, der Andrist in Szene setzte – dieser drang von rechts in den Strafraum ein und versuchte zunächst in die Mitte abzulegen. Den abprallenden Ball zog er dann direkt aufs Tor – doch es wurde zur Ecke geklärt.

Danach war das Spiel vorbei und es musste das Elfmeterschießen entscheiden. Die ersten Schützen trafen sicher, dann hält Hahnel den Ball von Ahlschwede. Der Schönberger Henning setzte seinen Elfmeter anschließend am Tor vorbei. Henn hatte bei seinem Elfmeter Glück – Hahnel war noch mit der Hand am Ball, konnte diesen aber nicht am Tor vorbeilenken.

Nachdem Rausch und Stevanovic sicher verwandelten, wurde Marcel Schuhen zum Helden des Spiels. 

Der Rostocker Keeper hielt den Schuss von Daniel Halke und so bot sich Ronny Garbuschewski die Chance, das Finale für seine Mannschaft zu entscheiden. Der Mann mit der Rückennummer 8 verwandelte sicher und so konnte seine Mannschaft anschließend den Lübzer Pils Cup 2016 in die Höhe stemmen.

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda (32. Wannenwetsch) – Andrist, Erdmann, Garbuschewski, Ülker – Ziemer, Platje (68. Stevanovic)

Elfmeterschießen: 0:1 Gladrow, 1:1 Andrist, 1:2 R. Müller, Hahnel hält Elfmeter von Ahlschwede, Henning schießt am Tor vorbei, 2:2 Henn, 2:3 Rausch, 3:3 Stevanovic, Schuhen hält Elfmeter von Halke, 4:3 Garbuschewski

Die Saison mit einem Titel abschließen - Lübzer Pils Cup-Finale gegen FC Schönberg

Nach zweiwöchiger Pause steht für unseren F.C. Hansa der Saisonabschluss im Landespokalfinale an. Das Freundschaftsspiel gegen den Zweitligisten Union Berlin, der die Feierlichkeiten rund "50 Jahre Hansa - Unser Hansa-Tag für Groß und Klein" abrundete, ging zwar mit 1:3 verloren, konnte aber der guten Stimmung im und ums Stadion keinen Abbruch tun.

Entgegen der dritten Liga, die bereits am 14.05. ihren Saisonabschluss beging, mussten die Mannschaften in den Regionalligen nochmal eine Woche später ran. Der Pokalgegner der Kogge, der FC Schönberg 95, konnte seine erste Regionalliga-Spielzeit der Vereinsgeschichte als Tabellenfünfzehnter abschließen und damit den Klassenerhalt feiern. Dabei verlief die Saison der Westmecklenburger äußerst wechselseitig und immer wieder mussten Rückschläge eingesteckt werden.

Dass man diese so erfolgreich kompensieren konnte, ist neben der sportlich konzentrierten Arbeit auch der Kaderzusammenstellung aus erfahrenen und jungen Spielern zuzuschreiben. Viele von ihnen haben außerdem eine hanseatische Geschichte. Neben Trainer Axel Rietentiet können auch etliche Spieler auf eine weiß-blaue Vergangenheit zurückblicken. Vor allem Stürmer Henry Haufe, der zuletzt in der Saison 2014/15 für die zweite Mannschaft des F.C. Hansa auflief, bewies in seinen zwei Schönberger Jahren einen wahren Torriecher. Trotz langwieriger Verletzung konnte der 27-Jährige bereits in seiner ersten Saison zwölf Treffer in 17 Spielen für die Mannschaft von der Maurine markieren. In der abgelaufenen Spielzeit war er unangefochtene Stammkraft und schraubte sein Konto auf 15 Torerfolge in 33 Spielen. Im Landespokal hatte Haufe bereits sechsmal Grund zum Jubeln und liegt damit gleichauf mit Stephan Andrist. Um allerdings die Torjägerkanone für den Wettbewerb abzustauben, müssen sich beide Akteure noch gewaltig strecken, denn Christian Orend von Hansas Viertelfinalgegner FC Pommern Stralsund ist mit neun Toren in der laufenden Pokalrunde alleiniger Spitzenreiter.

Ihr Ticket für das Finale des Lübzer Pils Cup lösten die Maurinekicker, ebenso wie die Kogge, am Osterwochenende. Gegen den Underdog aus Pampow lag man lange Zeit in Rückstand und konnte sich erst in der Verlängerung mit 3:1 durchsetzen.

Die Schönberger konnten bereits in der Vergangenheit Pokalerfolge feiern und sich für den DFB-Pokal qualifizieren. Bereits sieben Mal durften die Westmecklenburger die Siegestrophäe in die Höhe recken, weshalb man in der kurzen Vereinsgeschichte unter anderem auf prestigeträchtige Partien gegen Bayern München, den Hamburger SV oder den VfB Stuttgart zurückblicken kann.

Da beide Vereine neben einem attraktiven, höherklassigen Gegner auch eine Antrittsprämie vom DFB erwarten, wenn sie das Finale des Lübzer Pils Cups gewinnen, werden die Akteure entsprechend motiviert in die Partie gehen. Alle Zuschauer erwartet ein heißer Pokalfight. Austragungsort ist das Neustrelitzer Parkstadion, Anpfiff der Begegnung ist um 14.30 Uhr.

Eine Neuerung ist die Übertragung aller Finalspiele im Free-TV. Die ARD zeigt das Match am Sonnabend ab 14.30 Uhr live in einer Konferenz. Das Hansa-Fanradio wird für euch dennoch vor Ort sein und zum letzten Mal in dieser Saison die weiß-blaue Atmosphäre in euer Wohnzimmer tragen.

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