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10. Spieltag2015/16

F.C. Hansa Rostock
1:1
1. FC Magdeburg
Datum
Spielgegner
Ergebnis
22.09.2015
1. FSV Mainz 05 U23 - Erzgebirge Aue
1:1 (1:1)
22.09.2015
Chemnitzer FC - VfB Stuttgart II
2:1 (2:1)
22.09.2015
Werder Bremen II - Würzburger Kickers
0:0 (0:0)
22.09.2015
VfR Aalen - SV Wehen Wiesbaden
3:1 (1:1)
22.09.2015
Hallescher FC - Rot-Weiß Erfurt
2:1 (2:0)
23.09.2015
VfL Osnabrück - Preußen Münster
2:2 (1:1)
23.09.2015
Fortuna Köln - Sonnenhof Großaspach
2:2 (1:0)
23.09.2015
Energie Cottbus - Holstein Kiel
1:2 (0:1)
23.09.2015
Stuttgarter Kickers - Dynamo Dresden
1:2 (0:1)
23.09.2015
F.C. Hansa Rostock - 1. FC Magdeburg
1:1 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
Fortuna Köln
5
4
1
0
12:2
+10
13
2
SC Paderborn 07
5
4
1
0
15:7
+8
13
3
1. FC Magdeburg
5
4
0
1
9:6
+3
12
4
SV Werder Bremen II
5
3
2
0
7:1
+6
11
5
VfR Aalen
5
3
1
1
9:4
+5
10
6
SV Wehen Wiesbaden
5
3
1
1
7:2
+5
10
7
Hansa Rostock
5
3
1
1
7:2
+5
10
8
Sonnenhof Großaspach
5
2
2
1
6:6
0
8
9
Preußen Münster
5
2
1
2
5:3
+2
7
10
SV Meppen
5
2
1
2
9:8
+1
7
11
SpVgg Unterhaching
5
2
1
2
7:9
-2
7
12
Chemnitzer FC
5
1
2
2
6:8
-2
5
13
Sportfreunde Lotte
5
1
1
3
6:8
-2
4
14
Carl Zeiss Jena
5
1
1
3
3:8
-5
4
15
Karlsruher SC
5
1
1
3
6:12
-6
4
16
VfL Osnabrück
5
0
3
2
5:12
-7
3
17
Hallescher FC
5
0
2
3
9:13
-4
2
18
Würzburger Kickers
5
0
2
3
4:9
-5
2
19
Rot-Weiß Erfurt
5
0
2
3
2:7
-5
2
20
FSV Zwickau
5
0
2
3
2:9
-7
2

1:1 gegen Magdeburg / Punkteteilung im Ostseestadion bringt beide Teams nicht weiter

Knapp 25 Jahre sind seit dem letzten Aufeinandertreffen vergangen. Am 10. Spieltag der 3. Liga war es an der Zeit für die 54. Auflage des Traditionsduells zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem 1. FC Magdeburg, zu dem 16.300 Zuschauer den Weg in das Ostseestadion fanden.

Beide Trainer bereiteten ihre Mannschaften optimal und auf das Flutlichtspiel in Rostock vor. Gästetrainer Jens Härtel brachte drei neue Akteure in die Startformation, die am vergangenen Spieltag nicht von Beginn an auflaufen durften. Jan Löhmannsröben, Nils Butzen und Manuel Farrona-Pulido rückten gegen die Kogge in die erste Elf. Auf der Rostocker Seite musste Chefcoach Karsten Baumann auf Mittelfeldabräumer Marco Kofler verzichten, der seine Gelbsperre auf der Tribüne absitzen musste. Dafür feierte Stephan Andrist sein Startelfdebüt für die Kogge.

Nach dem Anpfiff um 20.30 Uhr sahen die Zuschauer im Ostseestadion einen besonderen Schachzug im Rostocker Aufgebot. Michael Gardawski startete neben José Alex Ikeng auf der Doppelsechs und sollte viel Tempo in die Mittelfeldzentrale bringen. Schon nach 30 Sekunden kam die Kogge gefährlich vor das Gehäuse der Magdeburger: Allrounder Michael Gardawski spielte den Ball Maximilian Ahlschwede in den Lauf, der eine scharfe Flanke in den gegnerischen Sechzehner brachte, aber Gästekeeper Glinker entschärfte den Ball.

Daraufhin wurde das Spiel für einige Minute unterbrochen, da die Sicht durch den Einsatz von Pyrotechnik erheblich behindert wurde und zudem Feuerwerkskörper - sowohl aus dem Gästeblock als auch von der heimischen Südtribüne - geflogen kamen.

In der regulären 22. Spielminute pfiff Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie erneut an. Nach der längeren Pause mussten beide Mannschaften erst einmal den Weg zurück in die Partie finden. Aber es entwickelte sich schnell ein offenes Spiel, in dem der Gast aus Sachsen-Anhalt die erste Großchance hatte: Rechtsverteidiger Nils Butzen hob einen Diagonalball hinter die Hansa-Abwehr, wo FCM-Knipser Christian Beck lauerte, aber zu hastig abzog und verfehlte. Die Rostocker Defensive stand gewohnt sicher und ließ nicht viel zu – offensiv näherte sich die Baumann-Elf so langsam an und wollte vor allem über die Außenbahnen zum Erfolg kommen. Der Gast bot unserer Kogge aber ordentlich Paroli, wodurch ein zähes Match entstand, das durch viele intensive und enge Zweikämpfe geprägt war. Mitte der ersten Halbzeit traf der FCM sogar, allerdings aus einer Abseitsposition, die das Schiedsrichtergespann sofort erkannte.

Die Kogge wurde nun griffiger in den Zweikämpfen und war eng am Gegenspieler. Jedoch wertete Schiedsrichter Jablonski viele Situationen als Foulspiel, sodass das Team von Jens Härtel viele Standardsituationen zugesprochen bekam. Diese verteidigte Hansa aber kompakt und ohne Fehler. Im Rostocker Angriff klappte in Halbzeit eins noch nicht alles. Oft fehlte der letzte Pass hinter die FCM-Abwehr. Doch auch der Gegner hatte daran seinen Anteil. Die Magdeburger agierten resolut und verhinderten viele Rostocker Annäherungen frühzeitig. Kurz vor der Pause machte sich der FCH allerdings auf, den Gäste-Schlussmann zu beschäftigen. Ein Abschluss von Christian Dorda landete am Außennetz. Eine Minute später umkurvte Hansa-Kapitän Jänicke zwei Spieler und zog aus der Distanz ab, aber Routinier Jan Glinker nahm den abgefälschten Ball ohne Probleme auf. Zum Ende des ersten Spielabschnitts hatten die Rostocker den Gast besser im Griff und übernahmen die Spielkontrolle. Mehrfach versuchte der FCH Zielspieler Soufian Benyamina in Szene zu setzen, aber die Gäste-Defensive machte unserer Nummer 23 das Leben schwer, sodass er im ersten Durchgang nicht entscheidend eingreifen konnte. Nach aufregenden ersten 45 Minuten ging es für die Teams mit 0:0 zur Pausenansprache.

Die Kogge kam mit mächtig Schwung aus der Kabine und wurde schon drei Minute nach Wiederanpfiff belohnt: Soufian Benyamina steckte den Ball wunderbar für Julius Perstaller durch, der in den Strafraum sprintete und sofort abschloss – Glinker parierte den Ball, aber er hatte die Rechnung ohne Verteidiger Nils Butzen gemacht, der den Ball unglücklich und ohne Abwehrmöglichkeit in das eigene Tor bugsierte.

Der Hansa-Treffer vor eigenem Publikum – auch wenn der Gegner seine Teil dazu beitrug - gab der Kogge kräftigen Rückenwind. Nach 55 gespielten Minuten setzte Ahlschwede einen beherzten Sprint an und flankte auf Perstaller – Zentimeter am 2:0 vorbei. Die Gäste hatten nicht nur mit dem Gegentreffer zu kämpfen, Hansa war nun das klar engagiertere Team. Dabei machte sich die Doppelsechs mit Ikeng und Gardawski durchaus bezahlt. Ikeng räumte im Defensivverhalten eine Menge ab - Michael Gardawski schaltete sich oft in die Offensiv-Bemühungen ein und fungierte zeitweise als Mann hinter der Sturmspitze Benyamina.

In der 67. Minute fuhren die Gäste ihren ersten Angriff der zweiten Hälfte, den Dennis Erdmann vor dem Rostocker Strafraum unterband. Den anschließenden Freistoß verwandelte Burak Altiparmak aus 22 Metern direkt. Von diesem Schock musste sich der F.C. Hansa erst einmal erholen. Aber die Kogge reagierte und kam zur Doppelchance durch den eingewechselten Marcel Gottschling – der Wachmacher für Hansa. Kurz darauf war es erneut Gottschling, der traumhaft für Andrist durchsteckte – doch der Linienrichter sah Andrist hauchdünn im Abseits. Wiederum nur eine Minute später fuhr die Kogge einen Konter, über Jänicke und Gardawski, dessen Hereingabe einen Tick zu lang für Stephan Andrist war – Hansa war klar am Drücker.

Eine Mannschaft bestimmte die Schlussphase im Ostseestadion und das war F.C. Hansa-Rostock, für den Aleksandar Stevanovic in der 84. Minute zum Comeback kam. Der eingewechselte Mittelfeldstratege sorgte sofort für Gefahr mit einem Freistoß und einer anschließenden Flanke – aber Sven Jablonski entschied erneut für Magdeburg und gegen Hansa. Unzählige Fouls der Gäste wurden ohne den Griff in die Brusttasche gewertet. Bis in die Schlusssekunden drückte nur der FCH, doch auch die letzte Gelegenheit verpasste Soufian Benyamina haarscharf, sodass es bei der Punkteteilung blieb.

Hansa bleibt damit weiterhin ungeschlagen, verpasst aber auch einen Sprung in der Tabelle, der aufgrund der engagierten zweiten Hälfte durchaus im Bereich des Möglichen war. Doch unseren Profis bleibt keine Verschnaufpause. Schon am Sonnabend geht es für die Baumann-Truppe in Wiesbaden weiter – dabei hoffentlich mit dem nötigen Glück vor dem Kasten.

F.C. Hansa Rostock – 1. FC Magdeburg 1:1 (0:0)

Torfolge: 1:0 Butzen (Eigentor, 48.), 1:1 Altiparmak (68.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Erdmann, Henn, Dorda – Jänicke, Ikeng, Gardawski, Andrist (84. Ahlschwede) – Perstaller (69. Gottschling), Benyamina

1. FC Magdeburg: Glinker – Butzen, Bankert, Puttkammer, Hainault – Hebisch, Löhmannsröben, Farrona-Pulido (78. Brandt), Sowislo, Altiparmak (69. Chahed) – Beck

Auswärts läuft‘s noch nicht für den Aufsteiger - In der Fremde konnte der 1. FCM nur zwei Punkte sammeln

Mit dem 2:1-Heimerfolg gegen Rot-Weiß Erfurt nahm die Magdeburger Erfolgsstory ihren Lauf. Der Aufsteiger spielt bisher eine tolle Saison und sammelte gerade in den Heimspielen sehr viele Punkte (12 von 15) - doch auswärts hapert es.

Mit dem 1. FC Magdeburg hat ein weiterer Ostclub den Weg zurück in den Profifußball gefunden - und wie! In der Regionalliga Nordost qualifizierte sich das Team in der vergangenen Saison als Meister für die Relegationsspiele, in denen sich der 1. FCM gegen die Kickers Offenbach (1:0, 3:1) durchsetzen konnte. Der Aufstieg in die 3. Liga war perfekt.

Nun mischt der Aufsteiger die  dritthöchste Spielklasse auf und überzeugt vor allem durch die enorme Heimstärke. Cheftrainer Jens Härtel kann sich auf seine Jungs verlassen - jedoch sticht ein Magdeburger Profi besonders hervor: Christian Beck ist der Topscorer im Team des 1. FCM. Der 27-jährige Mittelstürmer entschied in der laufenden Saison einige Spiele mit wichtigen Treffern. Sein Torekonto beläuft sich momentan auf sieben Treffer in neun Spielen - nur Justin Eilers (Dynamo Dresden/10 Tore) ist noch effektiver.

Die Mannschaft von Jens Härtel kommt als direkter Tabellennachbar (8.) nach Rostock (9.), musste jedoch am vergangenen Spieltag auch erstmals zuhause Federn lassen. Gegen den VfR Aalen setzte es die erste Heimniederlage (1:2). Zwischen diesem Rückschlag und der Auswärtspleite bei den Stuttgarter Kickers gewann der 1. FCM jedoch sein Nachholspiel eindrucksvoll mit 3:0 gegen Osnabrück. Nun will der Aufsteiger auch gegen die Kogge punkten. Allerdings spricht die Statistik gegen Magdeburg: In 27 Spielen beim FCH gewann der 1. FCM nur sechs Partien - Hansa hingegen 14. 

  • Das Interview mit Karsten Baumann vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg
  • Der Hansa-TV-Vorbericht zum Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg
  • Die Interviews nach dem Spiel gegen den 1. FC Magdeburg
  • Die Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den 1. FC Magdeburg
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