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16. Spieltag2015/16

F.C. Hansa Rostock
0:0
Würzburger Kickers
Datum
Spielgegner
Ergebnis
06.11.2015
SV Wehen Wiesbaden - Dynamo Dresden
2:2 (1:0)
06.11.2015
VfL Osnabrück - Hallescher FC
2:0 (1:0)
07.11.2015
F.C. Hansa Rostock - Würzburger Kickers
0:0 (0:0)
07.11.2015
Holstein Kiel - Sonnenhof Großaspach
3:1 (2:0)
07.11.2015
Fortuna Köln - Werder Bremen II
2:1 (1:0)
07.11.2015
Chemnitzer FC - Erzgebirge Aue
1:2 (1:2)
07.11.2015
1. FC Magdeburg - Preußen Münster
3:0 (2:0)
07.11.2015
Energie Cottbus - VfB Stuttgart II
2:2 (2:0)
07.11.2015
VfR Aalen - Rot-Weiß Erfurt
2:2 (1:1)
07.11.2015
Stuttgarter Kickers - 1. FSV Mainz 05 U23
1:4 (0:3)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
12
10
1
1
33:14
+19
31
2
1. FC Magdeburg
12
10
0
2
22:10
+12
30
3
Fortuna Köln
12
8
3
1
23:10
+13
27
4
SV Wehen Wiesbaden
12
7
2
3
20:8
+12
23
5
SpVgg Unterhaching
12
7
1
4
22:17
+5
22
6
Hansa Rostock
13
5
4
4
13:9
+4
19
7
SV Meppen
12
5
3
4
16:16
0
18
8
Sonnenhof Großaspach
13
5
3
5
15:20
-5
18
9
Karlsruher SC
12
4
3
5
12:16
-4
15
10
VfR Aalen
12
3
5
4
16:14
+2
14
11
Sportfreunde Lotte
12
4
1
7
14:16
-2
13
12
Hallescher FC
12
3
4
5
19:22
-3
13
13
Chemnitzer FC
13
3
4
6
18:21
-3
13
14
FSV Zwickau
12
3
4
5
12:17
-5
13
15
Carl Zeiss Jena
12
3
4
5
10:15
-5
13
16
SV Werder Bremen II
12
3
4
5
12:18
-6
13
17
Preußen Münster
12
3
3
6
12:13
-1
12
18
Würzburger Kickers
12
2
4
6
13:21
-8
10
19
VfL Osnabrück
13
2
4
7
9:23
-14
10
20
Rot-Weiß Erfurt
12
2
3
7
6:17
-11
9

Der erlösende Treffer fällt nicht: Hansa spielt 0:0 gegen die Würzburger Kickers

Im Vorfeld des 16. Spieltags erhöhte sich der Druck auf die Kogge, denn durch die Niederlage aus der Vorwoche (1:3 bei Stuttgart II) rutschte der FCH erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz ab. Außerdem musste unsere Chefcoach Karsten Baumann eine zentrale Rolle im Mittelfeld neu besetzen: José Alex Ikeng, der bisher in allen 15 Drittliga-Partien zum Einsatz kam, wurde bis auf Weiteres in die U21 versetzt. Die freie Postion im Hansa-Mittelfeld füllte Hansa-Kapitän Jänicke auf, der nach seiner Gelbsperre zurückkehrte. Somit war die Aufstellung sehr offensiv ausgerichtet, denn Marco Kofler agierte alleine auf der Sechserposition. Des Weiteren rückte Julius Perstaller wieder in die Anfangsformation und ersetzte Soufian Benyamina.

Der Gegner am 16. Spieltag wechselte hingegen nur eine Personalie in der Startformation. Bei den Würzburger Kickers nahm Daniel Nagy zunächst auf der Bank Platz, dafür durfte Karsanidis von Beginn an ran. Würzburgs Trainer Hollerbach hatte auch wenig Grund für Veränderungen, da das Team in der Ferne bisher zwölf Punkte sammelte und nur zwei Gegentore kassierte. Angeführt wurde die Gäste-Mannschaft von einem alten Bekannten: Amir Shapourzadeh ist der Topscorer in Hollerbachs Truppe und schnürte von 2005-2008 die Schuhe für die Kogge.

Mit der Unterstützung von 9.050 Zuschauern ging der F.C. Hansa in eine kampfbetonte Partie. Unseren Profis war von der ersten Minute an anzumerken, um was es ging. Mit energischen Angriffen begegneten die Rostocker ihrem Gegner. Im Mittelfeld übten Gardawski und Ahlschwede viel Druck aus und wollten schnelle Ballgewinne erzielen. Die Kickers beschränkten sich in der Anfangsphase keinesfalls auf die Verteidigung. Rico Benatelli organisierte die Würzburger und versuchte die offensiven Shapourzadeh und Daghfous in Szene zu setzen. Hansas Grundausrichtung zeigte sich sehr offensiv. Maximilian Ahlschwede stand sehr hoch, sodass es bei Rostocker Ballbesitz schnell nach vorne gehen sollte. Die erste gefährliche Aktion brachte ein Standard von Stephan Andrist, am Ende war es jedoch Kickers-Keeper Wulnikowski, der seine Finger im Spiel hatte.

Für die Kogge ging das intensive Pressing auch nach einer Viertelstunde weiter, daher häuften sich die Ballgewinne und der FCH hatte etwas mehr vom Spiel. Immer wieder wurden die Außenverteidiger der Kickers früh gestört – doch große Hansa-Chancen vereitelten die Gäste zu diesem Zeitpunkt. In der 20. Minute näherte sich Stephan Andrist mit einem Distanzschuss an, aber der Schuss verfehlte den Gäste-Kasten. Würzburgs Defensive zeigte trotz des hohen Drucks, warum sie die beste der Liga ist. Kompakt und aggressiv waren die Bayern zur Stelle, sobald es gefährlich wurde. Nach 23 Minuten kam die Kogge jedoch einmal durch die Gäste-Abwehr: Marcel Gottschling schickte Ahlschwede in den Strafraum, der im letzten Moment geblockt wurde. Den Nachschuss nahm Stephan Andrist artistisch mit einem Seitfallzieher – die Kugel flog allerdings knapp über das Tor von Oldie Wulnikowski. Kurz darauf kam Hansa erneut durch, wurde aber wieder entscheidend gestört.

15 Minuten vor der Pause war die Kogge am Drücker: Gardawskis Abschluss wurde geblockt – die nachfolgende Ecke landete bei Matthias Henn, dessen Kopfball kurz vor der Linie geklärt wurde. Hinten ließ die Baumann-Elf nicht viel zu. Der FWK wurde vom Hansa-Tor ferngehalten und konnte bis dato keine Torchance verbuchen. Zum Ende des ersten Durchgangs ließ das Tempo der Partie ein wenig nach und die Begegnung wurde von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Allerdings hatte Hansa fünf Minuten vor der Halbzeit die große Möglichkeit zur Führung: Marco Kofler spielte nach einem beherztem Solo Gardawski frei, der mit seiner Flanke Tobias Jänicke fand – der Kopfball unseres Kapitäns ging Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Die nachfolgende Ecke hätte die Rostocker Leistung beinahe komplettiert. Doch der abgefälschte Distanzschuss von Marco Kofler knallte gegen den Querbalken.

Die Kogge kam bereits frühzeitig aus der Kabine und wartete entschlossen auf die Würzburger Kickers. Energisch ging es auch in Halbzeit zwei weiter. Erneut war es das frühe Anlaufen, was die Würzburger vor Probleme stellen sollte. In der 51. Minute rückte jedoch Würzburg gefährlich vor das Hansa-Tor: Marco Kofler verlor den Ball an der Mittellinie und Würzburgs Benatelli schickte Shapourzadeh auf die Reise – sein Torschuss flog allerdings über Schuhens Tor. Mit großem Einsatz überstand Hansa die kleine Drangphase der Gäste und nahm das Heft wieder mehr in die Hand. Über die Außenbahnen versuchte die Baumann-Truppe bis zur Grundlinie zu kommen, aber die Kickers verteidigten weiterhin geschlossen und machten es Hansa schwer. Jänicke probierte es mit einem Zuspiel hinter die Abwehr, es war jedoch wieder Wulnikowski, der einen Schritt schneller als Andrist am Ball war. Nach 66 gespielten Minuten brachte Karsten Baumann eine frische Kraft ins Spiel. Maik Baumgarten war nun für Marcel Gottschling auf dem Platz.

Die Zeit rannte nun im Ostseestadion und die Kogge trauerte den Möglichkeiten aus Halbzeit eins nach. Aber die Fans feuerten die Mannschaft weiterhin tatkräftig an. Oft ging es bei den Rostockern über die rechte Seite, wo Ahlschwede es immer wieder probierte. Eine Viertelstunde vor Schluss stürmte unser Kapitän in den gegnerischen Sechzehner, verpasste jedoch den Abschluss, sodass wieder ein Würzburger Bein das 1:0 verhinderte. Auf der Gegenseite musste Marcel Schuhen nach einer Ecke alles zeigen, um hinten die Null zu halten. Gegen Schoppenhauers Kopfball zeigte unsere Nummer eins eine überragende Parade.

Auf beiden Seiten ließen die Kräfte zunehmend nach. Hansa hatte bis zu Schluss den Sieg im Blick, doch viele Chancen sollte der FCH nicht mehr bekommen. Einen Dorda-Freistoß pflückte Wulnikowski locker runter – die letzte Rostocker Gelegenheit. Würzburg hingegen hatte in der Nachspielzeit noch eine Möglichkeit, die Marcel Schuhen zu Nichte machte und den Punkt festhielt.

Das Unentschieden bringt den FCH nicht aus dem Tabellenkeller und lässt die Kogge weiter auf den dritten Sieg warten. Nach der Partie kam die Mannschaft sofort im Kreis zusammen, zeigte, dass die Mannschaft lebt und weiter für den Erfolg kämpfen wird. In der kommenden Woche hat der F.C. Hansa die Möglichkeit, sich im Landespokal Selbstvertrauen zu holen und dieses in die Liga mitzunehmen.

F.C. Hansa Rostock – Würzburger Kickers 0:0 (0:0)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda – Gottschling (66. Baumgarten), Gardawski, Kofler, Andrist – Jänicke, Perstaller (76. Benyamina)

Würzburger Kickers: Wulnikowski – Nothnagel (43. Kurzweg), Schoppenhauer, Weil, Thomik (88. Russ) – Karsanidis (76. Nagy), Fennell, Vocaj, Benatelli – Shapourzadeh, Daghfous

Die Kickers zum ersten Mal gegen Hansa Der Abwehrriegel des Aufsteigers ist kaum zu knacken

Über die Aufstiegsrelegation schafften die Würzburger Kickers den Sprung in die 3. Liga und spielen nun eine mehr als souveräne Saison - für Experten jedoch keine große Überraschung. Die erste Drittliga-Saison der Vereinsgeschichte verläuft partout positiv für die Würzburger Kickers. Mit 19 Punkten aus 15 Spielen nehmen die Bayern  aktuell den 11. Tabellenplatz ein. Trainiert werden die Kickers von Bernd Hollerbach, der die geballte Fußballkompetenz von 223 Bundesliga-Spielen mitbringt. Der gebürtige Würzburger  war in seiner aktiven Zeit u. a. acht Jahre für den HSV aktiv.

Hollerbach arbeitete mehrere Jahre als Co-Trainer an der Seite von Felix Magath und sammelte zahlreiche Erfahrungen, die er nun in seiner Heimatstadt einbringt. Er führte Würzburg in die dritthöchste Spielklasse und formte ein Team, welches in dieser Spielzeit vor allem durch eines überzeugt - eine kompakte Defensivarbeit. Das Team kassiert durchschnittlich nur 0,6 Gegentreffer pro Spiel - Ligabestwert für die Kickers.

Im Kader des Aufsteigers finden sich einige Spieler wieder, die über jede Menge Erfahrung verfügen und schon höherklassig spielten. Angeführt wird das Team von einem alten Bekannten: Amir Shapourzadeh ist Kapitän der
Hollerbach-Truppe und gleichzeitig der Top-Torschütze mit drei Treffern. Amir spielte  von 2005-2008 für die Kogge und  stieg mit dem FCH in die Bundesliga auf. Auch Rico Benatelli (Erzgebirge Aue), Daniel Nagy  (Ferencvàros Budapest) und Nejmeddin Dagfhous (VfR Aalen) sind namhafte Neuzugänge, die sich seit dieser Saison das Würzburger Trikot überstreifen.

Eine vermeintliche Schwäche der Kickers ist die Offensive. Trotz der durchaus vielfältigen personellen Besetzung traf der FWK bisher nur zwölfmal ins gegnerische Netz - nur Erzgebirge Aue erzielte weniger Treffer.

Für das erste Gastspiel beim F.C. Hansa stehen Bernd Hollerbach fast alle Profis zur Verfügung. Der 45-Jährige muss allein auf Daniele Bruno (Kreuzbandriss) und Defensivroutinier Nico Herzig (Meniskuseinriss) verzichten.

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