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17. Spieltag2015/16

3:2
Datum
Spielgegner
Ergebnis
20.11.2015
VfB Stuttgart II - Holstein Kiel
1:3 (0:1)
21.11.2015
Rot-Weiß Erfurt - F.C. Hansa Rostock
3:2 (1:1)
21.11.2015
Erzgebirge Aue - Dynamo Dresden
1:1 (0:1)
21.11.2015
Werder Bremen II - VfL Osnabrück
0:1 (0:0)
21.11.2015
Hallescher FC - Stuttgarter Kickers
1:1 (0:0)
21.11.2015
1. FSV Mainz 05 U23 - VfR Aalen
1:0 (0:0)
21.11.2015
Würzburger Kickers - Energie Cottbus
2:2 (0:1)
21.11.2015
Sonnenhof Großaspach - 1. FC Magdeburg
1:0 (0:0)
21.11.2015
Preußen Münster - SV Wehen Wiesbaden
0:0 (0:0)
22.11.2015
Chemnitzer FC - Fortuna Köln
3:1 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
19
14
1
4
47:24
+23
43
2
1. FC Magdeburg
19
14
1
4
31:18
+13
43
3
SV Wehen Wiesbaden
19
11
3
5
37:13
+24
36
4
Hansa Rostock
19
10
4
5
27:16
+11
34
5
Fortuna Köln
19
9
5
5
32:24
+8
32
6
Sonnenhof Großaspach
19
9
4
6
29:25
+4
31
7
SpVgg Unterhaching
19
10
1
8
32:31
+1
31
8
Karlsruher SC
19
8
6
5
20:17
+3
30
9
SV Meppen
19
7
7
5
25:25
0
28
10
VfR Aalen
19
7
6
6
25:23
+2
27
11
Würzburger Kickers
19
7
4
8
27:31
-4
25
12
Hallescher FC
19
5
6
8
27:29
-2
21
13
Carl Zeiss Jena
19
5
6
8
19:25
-6
21
14
VfL Osnabrück
19
5
6
8
21:29
-8
21
15
Sportfreunde Lotte
19
5
4
10
21:27
-6
19
16
Preußen Münster
19
4
6
9
18:28
-10
18
17
FSV Zwickau
19
4
6
9
17:30
-13
18
18
SV Werder Bremen II
19
3
8
8
18:31
-13
17
19
Chemnitzer FC
19
4
4
11
24:34
-10
16
20
Rot-Weiß Erfurt
19
2
6
11
10:27
-17
12

Hansa unterliegt knapp bei Rot-Weiß Erfurt

Für zwei Hanseaten hatte die Reise am 17. Spieltag einen besonderen Hintergrund: Die erste Trainerstation von Hansa-Coach Karsten Baumann war Rot-Weiß Erfurt, außerdem führte ihn das erste Spiel als Trainer des F.C. Hansa zurück nach Erfurt – Mittelfeldakteur Maik Baumgarten spielte insgesamt neun Jahre bei den Thüringern. Am Sonnabendnachmittag kam es zum Wiedersehen im Steigerwaldstadion.

Während die Kogge in der 3. Liga seit dem 4. Spieltag auf einen Dreier warten muss, konnte der FCH am vergangenen Sonnabend durch den Sieg im Landespokal-Viertelfinale Selbstvertrauen tanken. Diesen Schwung wollte die Mannschaft mit in die Partie gegen die heimstarken Erfurter nehmen, die alle vier Saisonsiege im heimischen Stadion einfahren konnten. Der Ex-Erfurter Maik Baumgarten durfte auch gleich von Beginn an ran und nahm im Vergleich zur letzten Drittliga-Partie den Platz von Marcel Gottschling ein. Auf der Gegenseite konnte RWE-Trainer Preußer wieder auf seinen Topstürmer Carsten Kammlott setzten, der zuletzt aufgrund einer Rotsperre im Erfurter Aufgebot fehlte. Zudem standen Okan Aydin und Kapitän Sebastian Tyrala auf dem Feld, die das Offensivspiel zusätzlich ankurbeln sollten. Allerdings musste der Heimtrainer auf Fabian Hergesell (Gelb-Sperre) verzichten, der normalerweise auf der linken Abwehrseite gesetzt ist – für ihn verteidigte Sascha Eichmeier.

Nach einer Schweigeminute startete die Partie mit einem ersten Aufreger auf Rostocker Seite, doch Tobias Jänicke stand nach einem Steckpass deutlich im Abseits. Auch die Hausherren kamen in den ersten Minuten zu einer gefährlichen Situation, die unsere Nummer eins Marcel Schuhen gegen Carsten Kammlott in höchster Not bereinigen musste. Hansa begann mutig und wurde mit einem Auftakt nach Maß belohnt: Baumgarten spielte in der 6. Minute einen tollen Pass hinter die Erfurter Abwehr, dort überlief Stephan Andrist Juri Judt und konnte nur mit einem Foulspiel im Sechzehner vom Erfurter Schlussmann gestoppt werden – den fälligen Foulelfmeter verwandelte Maximilian Ahlschwede mit einem sicheren Schuss unter die Latte. Der Rostocker Jubel war groß, aber der Baumann-Elf war klar, dass sie am besten schnell nachlegen musste. Daher drückte die Kogge weiter aufs Tempo und erzwang mehrfach Eckbälle, die von Christian Dorda und Stephan Andrist ausgeführt wurden.

Nach einer Viertelstunde erholten sich die Rot-Weißen ein wenig und machten sich auf, die Rostocker Hintermannschaft zu beschäftigen. Der FCH überzeugte allerdings mit guter Raumaufteilung und vereitelte die Bemühungen der Preußer-Truppe. Hansa war offensiv immer wieder aktiv und erarbeitete sich aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten. Andrist, Jänicke und Gardawski zeigten sich mehrfach variabel – so auch in der 20. Minute: Andrist wurde erneut in den Strafraum geschickt und zwang Eric Domaschke zu einer Faustabwehr, die bei Jänicke landete, dessen Direktabnahme wurde auf der Linie geklärt.

Erfurt suchte vermehrt Topstürmer Carsten Kammlott, der Torgefahr ausstrahlen sollte. Prompt folgte die erste Erfurter Gelegenheit: Ein Hansa-Freistoß landete bei Sebastian Tyrala, der blitzschnell Kammlott in Szene setzte. Dem RWE-Angreifer wurde zu viel Platz gelassen, sodass er alleine auf Schuhen zulief und den Ball zum Ausgleich einschob. Hansa war bemüht, den alten Abstand schnellstmöglich wiederherzustellen. Nach einer halben Stunde eröffnete erneut ein Steckpass die Möglichkeit für Hansa, aber Jänickes Querpass fand Stephan Andrist nicht. Die Kogge hatte weiterhin etwas mehr vom Spiel und drängte Erfurt in die eigene Spielhälfte. Bei der Kogge ging viel über die Außenbahnen. Julius Perstaller zeigte sich oft im Zentrum und verteilte den Ball mehrfach auf die linken und rechten Außenpositionen. Hinter ihm ging es für Gardawski und Andrist häufig in die Tiefe, aber größere Chancen des FCH blieben zum Ende des ersten Durchgangs aus. Aber auch Erfurt kam zu keinen Möglichkeiten mehr, da Hansa gut geordnet agierte und RWE wenig Raum bot.

Beide Mannschaften starteten ohne personelle Veränderungen in die zweite Hälfte. Die Rostocker Marschroute veränderte sich nicht im Vergleich zur ersten Spielhälfte. Erfurt wurde spätestens in Höhe der Mittellinie attackiert, aber den Hausherren gehörte die erste Torchance: Marc Höcher kam am Strafraumeck zur Flanke und fand den Kopf von Tugay Uzan – Schuhen glänzte jedoch mit einer tollen Parade und verhinderte den Rückstand. RWE war nun etwas aggressiver und ließ Hansa weniger Raum, als es noch in der ersten Hälfte der Fall war. Der Großteil der Partie spielte sich daher in der Mittelfeldzentrale ab. In der 62. Spielminute schockte erneut Karsten Kammlott den F.C. Hansa. Ein Rostocker Ballverlust brachte die Hausherren wieder in Position und natürlich war es Kammlott, der sich gegen Henn und Erdmann durchsetzen konnte und den Ball unter rechts platzierte – 2:1 für RW Erfurt.

Erfurt drehte das Spiel und nun war Hansa gefragt. Matthias Henn näherte sich kurz nach dem Ausgleich dem gegnerischen Tor, sein Kopfball ging allerdings über den Kasten. Doch dann reagierte unser Chefcoach und wechselte Maik Lukowicz ein. Den Ausgleich markierte allerdings unser Kapitän: Tobias Jänicke war nach einer Flanke von Gardawski im Fünf-Meter-Raum zur Stelle und stellte auf 2:2. Für beide Teams war klar, dass ein Dreier enorm wichtig wäre – RWE und Hansa wollten spielten auf Sieg. Dann die große Chance für die Baumann-Elf: Schiedsrichter Brand entschied nach einem Foul im Strafraum erneut auf Elfmeter für Hansa. Ahlschwede trat erneut an, doch diesmal war Erfurt-Schlussman Domaschke der Sieger.

Trotz des verschossenen Elfmeters spürten die Hanseaten, dass die Chance zum Dreier groß war – doch Erfurt traf in der 79. Spielminute erneut zur Führung. Der kurz zuvor eingewechselte Pigl setzte sich bis an die Grundlinie durch und fand mit einem Querpass Uzan, der aus kürzester Distanz das 3:2 erzielte. Hansa war nun erneut unter Zugzwang und wollte den dritten Auswärtstreffer erzielen. Gardwaski hatte mit einem Distanzschuss eine gute Gelegenheit und auch Baumann reagierte erneut und brachte mit Soufian Benyamina eine weitere Offensivkraft. In den Schlusssequenzen probierte es Hansa noch einmal, auch Erdmann war nun nur noch vorne zu sehen. Aber vor 7.089 Zuschauern konnte die Kogge keinen dritten Treffer mehr erzielen und es blieb bei 3:2-Heimerfolg für RW-Erfurt.

Durch die unnötige Niederlage verpasst der FCH den Sprung aus dem Tabellenkeller und muss nun unbedingt im letzten Heimspiel der Hinrunde punkten, um die Abstiegsplätze zu verlassen. Am kommenden Sonnabend hat Hansa die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05 zu Gast.

FC Rot-Weiß Erfurt – F.C. Hansa Rostock 3:2

Torfolge: 0:1 Ahlschwede (6., Foulelfmeter), 1:1 Kammlott (23.), 2:1 Kammlott (62.) 2:2 Jänicke (67.), 3:2 Uzan (79.)

Rot-Weiß Erfurt: Domaschke – Judt, Laurito, Erb, Eichmeyer – Höcher (74. Pigl.), Nikolaou, Tyrala, Aydin – Kammlott, Uzan (83. Menz)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Erdmann, Henn, Dorda – Jänicke, Baumgarten, Kofler, Andrist (81. Benyamina) – Gardawski, Perstaller (65. Lukowicz)

Erfurt und Rostock trennen nur drei Punkte / Baumann und Baumgarten kehren an alte Wirkungsstätte zurück

Wenn der F.C. Hansa Rostock an diesem Wochenende zum Auswärtsspiel in der thüringischen Landeshauptstadt antritt, dann ist es für zwei Akteure des Teams ein besonderes Spiel. Maik Baumgarten kehrt erstmals seit dem 38. Spieltag der vergangenen Drittligasaison wieder für ein Punktspiel ins Steigerwaldstadion zurück, wo er zuvor neun Jahre das Trikot der Rot-Weißen trug und sich mit dem Siegtreffer gegen die SpVgg Unterhaching verabschiedete, der Hansa gleichzeitig den Klassenerhalt brachte. Am Sonnabend soll es für Maik möglichst wieder mit einem Tor klappen, dieses Mal jedoch im blau-weißen Jersey, um die Sieglosserie seines Teams zu beenden. Auch unser Cheftrainer Karsten Baumann möchte den Bock an seiner alten und ersten Wirkungsstätte - er war von 2008 bis 2009 Trainer der Thüringer - endlich umstoßen und drei Punkte mit nach Rostock nehmen.

Der FC Rot-Weiß Erfurt musste sich am vergangenen Wochenende im Landespokal genau wie die Kogge mit einem Sechstligisten messen. Gegen die SGG Schweina konnte man einen ungefährdeten 3:0-Sieg feiern und zog damit souverän ins Viertelfinale des Thüringenpokals ein. Während im Landespokal also alles nach Plan läuft, dürfte die Mannschaft von Cheftrainer Christian Preußer mit dem Saisonverlauf bisher nicht zufrieden sein. Nach 16 Spieltagen befinden sich die Thüringer mit 18 Punkten zwar auf Platz 13 der Tabelle, jedoch beträgt der Abstand zur Abstiegszone nur magere zwei Punkte. Nachdem schon vor Saisonbeginn von der Mission 2016 Abstand genommen wurde und der Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr als Saisonziel stand, müssen nun Punkte her, um die ausgerufene Saison zur Entwicklung der jungen Mannschaft trotzdem erfolgreich zu gestalten. Die Tordifferenz von 18:18 Treffern spiegelt dabei den Tabellenplatz wider. Beide Werte liegen im unteren Mittelfeldbereich der Dritten Liga und es bedarf sowohl einer offensiven als auch einer defensiven Steigerung, um sich weiter hinauf zu kämpfen.

Nachdem man sich durch den Sieg gegen die Stuttgarter Kickers und das Unentschieden gegen den VfR Aalen an den vergangenen zwei Spieltagen ein wenig Luft im unteren Tabellendrittel schaffen konnte, soll der Aufwärtstrend gegen den F.C. Hansa fortgesetzt werden. Dass das aber kein einfaches Unterfangen wird, sieht man allein an den Ergebnissen der bisherigen Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in Liga 3. Nur eins der acht Aufeinandertreffen konnten die Erfurter siegreich gestalten (18. Spieltag 14/15, 4:1). Viermal gab es eine Punkteteilung und dreimal musste man sich den Rostockern geschlagen geben.

Cheftrainer Christian Preußer kann am Sonnabend nahezu aus dem Vollen schöpfen. Allein Fabian Hergesell (Gelbsperre), Luka Odak und Fabian Burdenski (beide verletzt) sind nicht einsatzfähig. Anpfiff zur Begegnung im Steigerwaldstadion ist am Sonnabend (21.11.2015) um 14 Uhr. Für alle Hansa Fans, die keine Tickets mehr für das Duell erhalten haben, überträgt das F.C. Hansa-Fanradio die Partie wie gewohnt live vor Ort.

  • Interview mit Karsten Baumann vor dem Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Erfurt
  • Hansa-TV-Vorbericht vor dem Auswärtsspiel beim FC Rot-Weiß Erfurt
  • Hansa-News vor dem Auswärtsspiel in Erfurt
  • Interviews nach de Auswärtsspiel in Erfurt
  • Pressekonferenz nach dem Auswärtsspiel in Erfurt
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