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9. Spieltag2015/16

0:0
Datum
Spielgegner
Ergebnis
18.09.2015
1. FC Magdeburg - VfR Aalen
1:2 (1:1)
18.09.2015
Erzgebirge Aue - Energie Cottbus
1:0 (1:0)
19.09.2015
Dynamo Dresden - VfL Osnabrück
2:1 (1:1)
19.09.2015
SV Wehen Wiesbaden - Stuttgarter Kickers
3:3 (1:2)
19.09.2015
Holstein Kiel - F.C. Hansa Rostock
0:0 (0:0)
19.09.2015
Rot-Weiß Erfurt - 1. FSV Mainz 05 U23
3:0 (0:0)
19.09.2015
Würzburger Kickers - Hallescher FC
0:1 (0:0)
19.09.2015
VfB Stuttgart II - Werder Bremen II
1:1 (1:1)
19.09.2015
Sonnenhof Großaspach - Chemnitzer FC
4:2 (0:0)
19.09.2015
Preußen Münster - Fortuna Köln
3:1 (1:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
12
10
1
1
33:14
+19
31
2
1. FC Magdeburg
12
10
0
2
22:10
+12
30
3
Fortuna Köln
12
8
3
1
23:10
+13
27
4
SV Wehen Wiesbaden
12
7
2
3
20:8
+12
23
5
SpVgg Unterhaching
12
7
1
4
22:17
+5
22
6
Hansa Rostock
13
5
4
4
13:9
+4
19
7
SV Meppen
12
5
3
4
16:16
0
18
8
Sonnenhof Großaspach
13
5
3
5
15:20
-5
18
9
Karlsruher SC
12
4
3
5
12:16
-4
15
10
VfR Aalen
12
3
5
4
16:14
+2
14
11
Sportfreunde Lotte
12
4
1
7
14:16
-2
13
12
Hallescher FC
12
3
4
5
19:22
-3
13
13
Chemnitzer FC
13
3
4
6
18:21
-3
13
14
FSV Zwickau
12
3
4
5
12:17
-5
13
15
Carl Zeiss Jena
12
3
4
5
10:15
-5
13
16
SV Werder Bremen II
12
3
4
5
12:18
-6
13
17
Preußen Münster
12
3
3
6
12:13
-1
12
18
Würzburger Kickers
12
2
4
6
13:21
-8
10
19
VfL Osnabrück
13
2
4
7
9:23
-14
10
20
Rot-Weiß Erfurt
12
2
3
7
6:17
-11
9

Torloses Remis im Nordderby: Holstein Kiel – F.C. Hansa Rostock 0:0

Seit vier Spielen wartet der F.C. Hansa Rostock auf einen Dreier in der 3. Liga – die „Störche“ aus Kiel mussten sogar in den letzten fünf Partien auf einen Sieg verzichten. Am 9. Spieltag trafen beide Teams aufeinander und wollten jeweils den dritten Saisonsieg einfahren. Dabei gab es in der Startaufstellung der heimischen Kieler nur eine Veränderung: Tim Siedschlag rückte für Fabian Schnellhardt in die erste Elf. Den Ex-Rostocker Denis Danso-Weidlich ließ Holstein-Chefcoach Neitzel zunächst auf der Bank. Auf der Gegenseite konnte Hansa-Trainer Karsten Baumann wieder auf die Defensivspieler Henn und Dorda bauen, die nach überstandener Verletzung in das Team zurückkehrten. Ebenso durften sich die mitgereisten Hansa-Fans auf Dennis Erdmann freuen. Der 24-jährige Innenverteidiger saß seine Gelb-Sperre am vergangenen Spieltag ab und tauschte gegen die „Störche“ seinen Tribünenplatz gegen den Rasen im Holstein-Stadion.

Bei leichtem Nieselregen erwischte Hansa einen Blitzstart: Nach nur 20 Sekunden nahm Tobias Jänicke einen Kieler Befreiungsschlag auf und kam nach einem Doppelpass mit Lukowicz zum Abschluss, aber leider fehlte dem Hansa-Kapitän bei seinem Schuss etwas die Präzision und so strich das Leder knapp über den Querbalken. Die Kogge versteckte sich auch in der Folgezeit keineswegs und war das aktivere Team. Bei Ballgewinn ging es für die Baumann-Truppe schnell in die Spitze, doch der Kieler Defensivverbund wehrte die Rostocker Angriffe ab. In der 7. Spielminute kamen die Hausherren zur ersten Gelegenheit durch Manuel Schäffler, der sich gegen Dorda und Erdmann durchsetzen konnte – allerdings war Hansa-Keeper Schuhen auf dem Posten.

Beiden Teams war anzumerken, dass sie in die Erfolgsspur zurückkehren wollten. Auch das Team von Karsten Neitzel wurde nun mutiger - Tim Siedschlag feuerte nach 18 Minuten einen gefährlichen Warnschuss ab. Die Jungs von Karsten Baumann versuchten immer wieder das Kieler-Aufbauspiel früh zu unterbinden, um dann selbst gefährliche Aktionen zu inszenieren. So auch in der 25. Spielminute: Maik Lukowicz verlängerte einen Ball in Richtung Kieler-Strafraum, wo Soufian Benyamina seinen Gegenspieler umspielte und zum Schuss kam, aber Robin Zentner parierte glänzend zur Ecke. Die 7.691 Zuschauer sahen eine Viertelstunde vor dem Seitenwechsel einen Hochkaräter für die „Störche“: Marc Heider tauchte plötzlich vor Marcel Schuhen auf und spitzelte den Ball auf das Tor, aber der Hansa-Keeper eilte aus dem Kasten und klärte in höchster Not. Kurz vor der Halbzeitansprache lag die Hansa-Führung in der Luft. Maik Lukowicz hatte zweimal die Möglichkeit, den Rostocker Führungstreffer zu erzielen, scheiterte jedoch an Zentner.

Eine Rostocker Halbzeitführung wäre durchaus im Bereich des Möglichen gewesen, doch das Glück im Abschluss und die letzte Effektivität blieb der Baumann-Elf im ersten Durchgang verwehrt. Zur zweiten Halbzeit nahmen beide Trainer keine Auswechslungen vor und vertrauten auf ihre Startformation.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts versuchten die „Störche“ mit Schwung aus der Kabine zu kommen und die Kogge zu überraschen – Hansa verteidigte allerdings kompakt und ließ in dieser Phase nicht viel zu. In der Offensive reagierte Karsten Baumann und brachte Stephan Andrist für Maik Lukowicz in die Partie, der sich sofort im Hansa-Angriff zu Wort meldete: Nach einem Kieler Abwehrfehler umkurvte Andrist den Holstein-Schlussmann, doch der Winkel wurde zu spitz, sodass es weiterhin beim 0:0 blieb. Die Neitzel-Mannschaft hatte sichtlich Probleme, das Spiel zu gestalten. Daher ließ die Kogge den Gegner nun mehr kommen und wartete auf den Fehler der „Störche“.

Hinten standen die Rostocker sattelfest und hatten keine Probleme mit den Bemühungen der Kieler. Aber im Angriff fehlte der große Durchbruch. Mehrfach suchte das Team Soufian Benyamina, der den Ball gut behaupten konnte, aber im Abschluss entscheidend gestört wurde. Das Ende der 90 Minuten kam nun immer näher, ohne das eine der beiden Mannschaften hohes Risiko gehen wollte. Holstein versuchte vermehrt mit Standardsituationen zum Lucky-Punch zu kommen – ohne Erfolg. Hansa war nicht zu knacken, verpasste es aber hauptsächlich im ersten Durchgang, den verdienten Führungstreffer zu erzielen. Somit bleibt die Kogge in der Ferne weiter ungeschlagen, muss allerdings weiter auf den dritten Dreier der Saison warten. Die nächste Möglichkeit dazu hat der F.C. Hansa schon am kommenden Mittwoch. Um 20.30 Uhr steigt im Ostseestadion die Partie gegen den 1. FC Magdeburg.

Holstein Kiel – F.C. Hansa Rostock 0:0

Holstein Kiel: Zentner – Czichos, Schmidt (90. Weidlich), Kohlmann, Herrmann – Lewerenz, Kegel, Nyarko, Siedschlag (61. Janzer) – Heider (81.Sane), Schäffler

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Erdmann, Henn, Dorda – Gardawski, Ikeng, Kofler, Jänicke – Lukowicz (55. Andrist), Benyamina (85. Perstaller)

Holstein Kiel ist seit fünf Spielen sieglos / Hansa will auswärts ungeschlagen bleiben

Der 2. Juni 2015 sollte für Holstein Kiel ein besonderer Tag in der Vereinsgeschichte werden. Nach dem torlosen Unentschieden im Relegations-Hinspiel zuhause gegen den TSV 1860 München, war das Team von Chef-Trainer Karsten Neitzel nach einer bärenstarken Rückrunde in der 3. Liga bereit für den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Das Rückspiel begann in der Tat märchenhaft für die „Störche“: In der 16. Minute brachte Kapitän Rafael Kazior die Gäste vor 57.000 Zuschauern in der Allianz-Arena in Führung. Daniel Adlung (78.) und der gebürtige Rostocker Kai Bülow (91.), der beim F.C. Hansa sämtliche Nachwuchsmannschaften durchlief und anschließend zum Profi wurde, schlugen jedoch spät, aber dafür mit aller Grausamkeit des Fußballs zurück und ließen so den Traum der Kieler zerplatzen. Der KSV musste sich also erneut auf Nordderbys gegen Hansa anstatt St. Pauli einstellen und zudem den großen Umbruch im Kader verkraften.

12 Abgängen standen nach der Schließung des Transferfensters 11 Neuzugänge gegenüber – darunter die neuen Stammkräfte Denis Danso Weidlich, der in der vergangenen Spielzeit Kapitän bei der Kogge war, Rafael Czichos (RW Erfurt), Steven Lewerenz (Würzburger Kickers) und Evans Nyarko (Borussia Dortmund II). Zudem wurde Saliou Sané nach seiner Leihe vom SC Paderborn fest verpflichtet und mit Fabian Schnellhardt (MSV Duisburg) wurde darüber hinaus auch ein sehr talentierter Spieler ausgeliehen. Bei den Abgängen fallen besonders (nun) Ex-Kapitän Rafael Kazior (Werder Bremen II), Patrick Breitkreuz (Energie Cottbus), Mikkel Vendelbo (Silkeborg IF) und Hauke Wahl (SC Paderborn) ins Gewicht, schließlich waren alle vier wichtige Stammspieler in Kiel.

Ihre Wechsel haben sich zumindest mit Blick auf die ersten acht Drittliga-Partien der Saison 2015/2016 auf die Stabilität des KSV ausgewirkt. Die Mannschaft von Karsten Neitzel musste bereits vier Niederlagen einstecken und kassierte bisher 15 Gegentreffer (zum Vergleich: in der kompletten Rückrunde 2014/2015 ließ Holstein nur 17 Gegentore zu) – das entspricht der viertschlechtesten Abwehr der Liga. Aufgrund der beiden Siege (beim Halleschen FC und gegen Werder Bremen II) und der beiden Unentschieden (gegen Fortuna Köln und beim VfR Aalen) belegt Kiel mit acht Zählern den 14. Tabellenrang und liegt somit drei Plätze hinter dem F.C. Hansa Rostock.

Zwar zeigte sich die Kogge gegenüber Holstein in der Defensive sattelfester, doch dafür hat Kiel schon zwölf Tore erzielt. Bemerkenswert ist hierbei, dass bis auf Manuel Schäffler (2 Tore) alle Spieler, die zwei oder mehr Treffer beisteuern konnten, allesamt erst seit diesem Sommer für das Team aus Schleswig-Holstein auflaufen – nämlich Czichos (2), Lewerenz (2) und Schnellhardt (3). Der torgefährlichste Kiel-Kicker muss gegen Hansa allerdings aussetzen. Der 21-Jährige holte sich beim tristen 0:0 in Aalen seine fünfte Gelbe Karte ab. Damit fehlt er genauso wie die Langzeitverletzten Kenneth Kronholm, Marlon Krause und Milad Salem (alle Kreuzbandriss). Für Denis Danso Weidlich könnte es dagegen aus sportlichen Gründen nicht ganz für einen Einsatz reichen. Nach überstandener Magen-Darm-Erkrankung macht ihm der etatmäßige Linksverteidiger Czichos den Platz neben Dominik Schmidt in der Innenverteidigung der „Störche“ streitig.

Ganz gleich jedoch, wer am Ende den Vorzug von Chef-Trainer Karsten Neitzel erhält: Der KSV steht aufgrund der gestiegenen Erwartungshaltung aus dem Umfeld und des bislang enttäuschenden Saisonstarts gegen den FCH unter Druck – zumal Kiel eine Miniserie zu verteidigen hat. In vier Aufeinandertreffen in der 3. Liga ist Hansa noch kein Sieg gegen Holstein geglückt. Nach zwei Unentschieden in der ersten gemeinsamen Saison in derselben Spielklasse, war die Kogge im vergangenen Jahr zweimal chancenlos. Die herbe 0:4-Heimklatsche kurz vor Weihnachten stellte den Tiefpunkt in der Saison des F.C. Hansa dar. Allerdings: Für beide Teams ging es im Anschluss in der Tabelle nach oben.

Anpfiff im Holstein-Stadion ist am Sonnabend (19.09.2015) aufgrund der Liveübertragung des Norddeutschen Rundfunks um 14.05 Uhr. Bereits ab kurz vor 14 Uhr geht das F.C. Hansa-Fanradio auf Sendung.

  • Interview mit Karsten Baumann vor dem Auswärtsspiel bei Holstein Kiel
  • Hansa-TV-Vorbericht zum Auswärtsspiel bei Holstein Kiel - mit Matthias Henn
  • Pressekonferenz nach dem 9. Spieltag
  • Interviews nach dem 9. Spieltag
  • Hansa-News vor dem 9. Spieltag
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