Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

Freundschaftsspiel2016/17

F.C. Hansa Rostock
0:0
Hamburger SV
Datum
Spielgegner
Ergebnis
15.07.2016
F.C. Hansa Rostock - Hamburger SV
0:0 (0:0)

Nur der Treffer fehlte – Hansa trennt sich torlos vom Hamburger SV

In der Vorbereitungsphase der Spielzeit 16/17 wartete ein echtes Highlight-Spiel auf die Anhänger des F.C. Hansa. Wie schon in der Vorsaison (Werder Bremen) reiste ein Bundesliga-Club aus dem Norden an die Ostsee – der Hamburger Sportverein gastierte am Freitagabend (18.00 Uhr) im 0stseestadion. Der Bundesliga-Dino kam nicht nur mit talentierten Nachwuchsspielern wie Luca Waldschmidt oder Bakery Jatta nach Rostock, auch einige namhafte Kicker standen im Aufgebot des HSV. Darunter beispielsweise Emir Spahic oder auch Ex-DFB-Keeper Rene Adler, die es wie im letzten Aufeinandertreffen 2008 (3:1) machen und an der Ostseeküste gewinnen wollten.

Für die Kogge war der Besuch der Hamburger der erste echte Härtetest. Die bisherigen fünf Vorbereitungsspiele gegen unterklassige Gegner konnte die Mannschaft von Cheftrainer Christian Brand allesamt gewinnen. Und auch gegen den Favoriten aus der Bundesliga wollten unsere Jungs eine ansprechende Leistung auf den Rasen bringen und sich als Einheit präsentieren. Dabei durfte sich Neuzugang Fabian Holthaus sofort in der ersten Elf zeigen . Auch Keeper Marcel Schuhen konnte nach längerer Pause die ersten Vorbereitungsminuten sammeln.

Und die Nummer eins der Rostocker sah in den Anfangsminuten engagierte Vorderleute, die mutig nach vorne spielten und den HSV früh attackierten. Den ersten Nadelstich setzte Aleksandar Stevanovic mit einem schönen Pass in die Tiefe, der jedoch etwas zu lang für Stephan Andrist war. Die Gäste aus dem Norden fanden nur schwer in die Partie und näherten sich erst in der 10. Spielminute dem Tor – doch Matthias Henn war zur Stelle und bereinigte die Situation. In der 13. Minute ging es bei Hansa wieder schnell über Stevanovic. Unsere Nummer zehn spielte auf der Außenbahn Stephan Andrist frei, der sofort für Marcel Ziemer auflegte, aber die HSV-Defensive verhinderte einenTreffer.

Nun wurde auch die Mannschat von Bruno Labbadia aktiver und kam über Luca Waldschmidt zur großen Gelegenheit: Der 20-Jährige setzte sich über links durch und legte quer – doch gleich zwei Hamburger verpassten die Einschussmöglichkeit. Im eigenen Spielaufbau agierte die Gästemannschaft teilweise mit vier Offensiv-Akteuren in vorderster Front und wollte damit die Hansa-Abwehr unter Druck setzen, doch die Brand-Elf zeigte sich gut organisiert und ließ kaum etwas zu. Auch offensiv blieb der FCH weiter mutig und versuchte es immer wieder mit schnellen Spielverlagerungen auf die Außenbahnen. Von dort wurde auch die nächste Halbchance von Marcus Hoffmann eingeleitet. Im Zentrum der Kogge lief erneut Michael Gardawski mit der Kapitänsbinde auf und zeigte des Öfteren beherzte Antritte. Nach 30 Minuten hatte Gardawski nach einem Doppelpass mit Ziemer die große Chance, verpasste aber den Abschluss. Unsere Jungs drückten nun auf den Führungstreffer und hatten durch Aleksandar Stevanovic die größte Möglichkeit zum 1:0: Wieder war es eine Hereingabe von außen, die für Gefahr sorgte – am langen Pfosten schloss Stevanovic ab, doch ihm fehlten die berühmten Zentimeter.

Zum Ende der ersten Hälfte kamen die „Rothosen“ noch einmal auf und probierten Marcel Schuhen zu prüfen. Allerdings trat die Hansa-Elf auch defensiv kompakt auf, sodass Schuhen im ersten Durchgang nur einmal eingreifen musste.

Zur zweiten Halbzeit wechselten beide Trainer frische Kräfte ein, wodurch der Spielfluss in den ersten Minuten etwas verloren ging. Der HSV agierte nun mit Pierre Michel Lasogga im Sturmzentrum und erarbeitete sich Feldvorteile. Aber der F.C. Hansa verteidigte weiter gut und war hellwach. Den ersten Abschluss konnte trotzdem der Bundesligist verbuchen: Michael Gregoritsch legte mit der Hacke für Luca Waldschmidt auf, der es mit einem satten Distanzschuss probierte.

In den zweiten 45 Minuten war die Labbadia-Elf besser im Spiel. Hansa benötigte etwas Zeit, um wieder in den Rhythmus zu finden – ab der 60. Minute war Hansa aber wieder voll da und spielte sich Chancen heraus. Zunächst probierte es der eingewechselte Bülbül aus 16 Metern. Danach kam Gardawski über links in den Strafraum, wurde aber im letzten Moment gestört. Eine echte Drangphase der Brand-Truppe, die nach 66. Minuten dem 1:0 immer näher kam. Einen Rostocker Steckpass versuchte der junge Hamburger Köhlert zu klären – der Ball ging knapp über den Kasten.

Der FCH hatte den Bundesliga-Dino nun wieder besser im Griff und versuchte häufig mit Kombinationen zum Erfolg zu kommen. Nach einem schönen Spielzug war es Hasan Ülker, der in den Strafraum drängen konnte und es mit einem scharfen Querpass erzwingen wollte – erneut war ein Hamburger Abwehrbein dazwischen. Auch Stephan Andrist hatte das 1:0 auf dem Fuß, aber Rene Adler entschärfte den Ball. Der Führungstreffer lag in der Luft, doch die Zeit rannte der Hansa-Elf weg. Dann die große Gelegenheit für unsere Sturmspitze. Nach einer genauen Andrist-Flanke stieg Marcel Ziemer und köpfte knapp über den Kasten. Hansa wollte die gute Leistung unbedingt mit einem Sieg krönen – eine Chance sollte die Brand-Elf noch bekommen: Über Stephan Andrist kam der Ball zu Kerem Bülbül, der aus einer guten Position zum Abschluss kam – doch der Abschluss missglückte und es blieb beim torlosen Remis. Doch mit der Leistung können unsere Jungs allemal zufrieden sein – nur das Tor fehlte. Aber das Team zeigte auch gegen den favorisierten Bundesliga-Dino eine geschlossene Mannschaftsleistung, auf die der FCH aufbauen kann.

F.C. Hansa Rostock – Hamburger SV 0:0 (0:0)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen (46. Aubele) – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Holthaus – Jänicke (46. Bülbül), Gardawski (70. Ülker), Erdmann, Stevanovic (46. Grupe), Andrist – Ziemer

Hamburger SV: Adler – Diekmeier (60. Ronstadt), Spahic, Reis (73. Oschkenat), Ostrzolek (60. Köhlert) – Jatta (46. Porath), Hunt (72. Behounek), Sakai, Waldschmidt - Gregoritsch, Schipplock (46. Lasogga)

Gefangen im sportlichen Auf und Ab: Hamburger SV gastiert bei der Kogge

Am kommenden Freitag (15.07.2016) um 18 Uhr trifft der F.C. Hansa nach knapp acht Jahren auf einen ganz besonderen Gegner aus dem Norden: Der Hamburger SV gastiert im Rostocker Ostseestadion. Bei der letzten Begegnung konnte der HSV (am 31. Spieltag der Bundesliga-Saison 2007/2008) mit 3:1 in der "Hansastadt" die Überhand behalten. Insgesamt spricht die Statistik generell etwas mehr für den HSV: Von 24 Pflichtspielen konnte Hansa lediglich sechs Partien gewinnen. 13 Spiele – und damit mehr als die Hälfte – gingen an die Hamburger, fünf Spiele endeten Unentschieden. Genauso unausgeglichen wie diese Statistik scheint jedoch auch der Saisonrückblick des Hamburger SV auf die vergangene Bundesliga-Spielzeit. Nur einmal konnte der "Dino" zwei Spiele hintereinander gewinnen (13./14. Spieltag: 3:1 gegen Dortmund/ 3:1 gegen Werder Bremen). Ansonsten taktierte der HSV munter zwischen Siegen, Unentschieden und Niederlagen hin und her.

Im Vergleich zu den beiden zurückliegenden Spielzeiten, wo man nur knapp die Liga durch Relegationskämpfe (2013/2014 gegen die SpVgg Greuther Fürth und 2014/2015 gegen den Karlsruher SC) halten konnte, platzierte sich der HSV in der Saison 2015/2016 auf dem 10. Rang der Bundesliga. Dabei war die Spielzeit somit vergleichsweise ruhiger, aber trotzdem nicht ereignisarmer. Im Gegenteil: Trainer Bruno Labbadia musste vom ersten bis zum vorletzten Spiel um seine Hamburger zittern, nachdem die Saison bereits am ersten Spieltag mit einer 5:0-Niederlage gegen den FC Bayern München begann.

Die nächste Spielzeit soll sich deutlich entspannter gestalten und so arbeitet die Mannschaft schon seit dem Trainingsbeginn am 29. Juni aktiv an der Leistungssteigerung. Der sechsmalige deutsche Meister reiste daher direkt nach Trainingsstart am 30. Juni ins schweizerische Graubünden, um in einem fünftägigen Trainingslager bewusst in verschiedenen Einheiten zu trainieren. Dabei absolvierte das Team parallel das erste Testspiel gegen den Schweizer Sechstligisten US Schluein Ilanz, welches der HSV souverän mit 13:0 gewann. Während des Trainingslagers verletzte sich jedoch Lewis Holtby bei einer Fahrradtour am linken Schlüsselbein und wird den Hamburgern nun einige Wochen im Training, wahrscheinlich auch noch zum Saisonstart fehlen. Nach der Rückkehr nach Deutschland folgte außerdem am 8. Juli ein Sieg gegen den Regionalligisten ETSV Weiche Flensburg und am 12. Juli ebenfalls ein 8:0-Triumph gegen den Verbandsligisten SV Schackendorf.

Bei allen Testspielen griff Labbadia bereits auf einige Neuzugänge zurück. Nach zehn Abgängen – darunter unter anderem Artjoms Rudnevs und Jaroslav Drobny - zum Ende der vergangenen Spielzeit, wird das Team zukünftig unter anderem durch Bobby Wood vom 1. FC. Union Berlin sowie Frank Ronstadt und Young Jar-Seo aus dem eigenen Nachwuchsbereich unterstützt.

  • Erinnerungen an alte Zeiten - ein Aufruf von Stefan Beinlich
  • Hansa-News vor dem Nordderby gegen den HSV
  • Interviews nach dem Nordderby gegen den HSV
  • sunmakersunmaker