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2. Spieltag2016/17

F.C. Hansa Rostock
1:0
Preußen Münster
Datum
Spielgegner
Ergebnis
05.08.2016
F.C. Hansa Rostock - Preußen Münster
1:0 (0:0)
05.08.2016
Fortuna Köln - Werder Bremen II
2:0 (1:0)
06.08.2016
VfR Aalen - Holstein Kiel
1:0 (0:0)
06.08.2016
SC Paderborn - 1. FSV Mainz 05 U23
3:1 (2:1)
06.08.2016
Sportfreunde Lotte - SV Wehen Wiesbaden
0:0 (0:0)
06.08.2016
FSV Frankfurt - Rot-Weiß Erfurt
0:1 (0:0)
06.08.2016
Hallescher FC - Chemnitzer FC
1:1 (1:0)
07.08.2016
Sonnenhof Großaspach - Jahn Regensburg
3:4 (2:1)
07.08.2016
VfL Osnabrück - MSV Duisburg
1:1 (0:0)
01.09.2016
FSV Zwickau - 1. FC Magdeburg
()
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Jänicke trifft und belohnt Hansa für tolle Mannschaftsleistung gegen Münster

Nicht nur für den F.C. Hansa war der Liga-Auftakt wenig zufriedenstellend. Auch der SC Preußen Münster musste sich im ersten Drittliga-Match (0:1 gegen Osnabrück) geschlagen geben und verpatzte den Einstieg in die neue Saison. Am 2. Spieltag sollten beide sieglosen Mannschaften aufeinander treffen und wollten Wiedergutmachung betreiben.

Im Rostocker Ostseestadion sollte es zum 9. Duell der beiden Clubs kommen, die Gästemannschaft aus Münster konnte dabei die bessere Bilanz mit vier Siegen vorweisen. Doch nachdem der FCH in der vergangenen Saison (0:0) nah am ersten Heim-Dreier gegen die Preußen vorbeirauschte, sollte es nun möglichst mit drei Punkte klappen. Bei diesem Vorhaben sollte auch Melvin Platje helfen. Der niederländische Angreifer war zu Saisonbeginn durch eine Verletzung verhindert, meldete sich aber gegen den SCP einsatzbereit – nahm aber zunächst auf der Ersatzbank Platz. Dafür durften Kerem Bülbül und Tobias Jänicke, die beim Gastspiel in Regensburg noch von der Bank kamen, von Beginn an für Stevanovic und Kofler ran und sich für weitere Aufgaben empfehlen. Auch auf der Gegenseite beließ es Trainer Horst Steffen nicht bei der gleichen Elf und brachte Mehmet Kara für den Ex-Rostocker Edisson Jordanov auf den Platz. Preußens Ex-Kapitän und Mittelfeldmotor Bischoff reiste hingegen freiwillig nicht mit nach Rostock und konnte seine Mannschaft in Rostock nicht unterstützen.

Auch wenn die Gäste mit einer starken Truppe an die Ostsee reisten, wollte die Kogge das Freitagabendspiel von Beginn an nutzen und den eigenen Fans nicht nur eine andere Leistung präsentieren, sondern auch die ersten Drittliga-Punkte sammeln – und die Brand-Elf versuchte mit der nötigen Aggressivität die spielstarken Gäste unter Druck zu setzen. Nach vorne sollte es dann schnell über die Außenbahnen gehen. Einen ersten Versuch über Ahlschwede und Andrist konnte die Münster-Abwehr jedoch frühzeitig unterbinden. Hansa war zunächst die mutigere Truppe und ging etwas mehr Risiko ein. Kerem Bülbül setzte sich im Zentrum gut durch – sein Abschlussversuch wurde dann aber von Sebastian Mai geblockt, der kurz darauf auf der Gegenseite für den ersten Aufreger sorgte: Nach einem Münster-Freistoß war es der große Innenverteidiger, der seine Direktabnahme jedoch über den Kasten schoss.

Nun waren die Preußen besser in der Partie und versuchten sich selbst einige Torannäherungen zu erspielen – der aufgerückte Al-Hazaimeh versuchte es ebenfalls mit einer Direktabnahme. Die Spielanteile wechselten nach der ersten Viertelstunde immer wieder hin und her – beide Mannschaften probierten es offensiv, auch wenn die Präzision im letzten Drittel noch fehlte. Nach 20 Minute hatte die Kogge die Preußen-Zentrale wieder etwas besser im Griff und war dicht am Gegenspieler, sodass Münster etwas in die eigene Hälfte gedrückt wurde.

In der 28. Spielminute hatte Schiedsrichter Christian Dietz es - in einer ansonsten fäiren Partie – das erste Mal mit einer strittigen Szene zu tun: Marcel Ziemer legte den Ball mit einem schönen Lupfer hinter die Gäste-Abwehr – Tobias Jänicke war den entscheidenden Schritt schneller als Mehmet Kara, der auffällig mit den Händen arbeitete – Jänicke kam zu Fall, doch für Dietz war das zu wenig.

Wenig später hatte der F.C. Hansa nach einem eigenen Eckball mehrfach die Möglichkeit zum Torabschluss, aber immer wieder war ein SCP-Akteur dazwischen und verhinderte den ersten Schuss auf das Gehäuse. Die Zuschauer im Ostseestadion bekamen es kurz vor Ende der ersten Hälfte häufig mit Phasen zu tun, die von Taktik und Kampf geprägt waren. Doch die Brand-Elf zeigte, dass sie will, auch wenn im Rostocker Spiel noch nicht alles passte. Kurz vor dem Pausenpfiff ein weiterer Versuch von Kerem Bülbül, der an der Strafraumkante abschloss, aber verzog. Zur Pause blieb es beim 0:0-Unentschieden.

Beide Trainer schickten ihre Formationen ohne Veränderungen auf den Rostocker Rasen. Die Kogge spielte nun auf die Nord-Tribüne und meldete sich direkt vor dem SCP-Kasten an: Aus dem Zentrum spielte Bülbül Tobias Jänicke frei, dessen Linksschuss aber über den Kasten ging. Die Hausherren wollten mit ordentlich Druck aus der Kabine kommen und taten das auch: Fabian Holthaus machte sich in der 54. Minute energisch in Richtung Münster-Tor auf. Preußens Mangafic wusste sich nur mit einem Foul zu helfen und sah bereits im ersten Durchgang die Gelbe Karte – Platzverweis für den rechten Verteidiger. Der anschließende Freistoß wurde von der Münster-Mauer abgelenkt und sorgte für mächtig Gefahr – der Ball verfehlte das Tor haarscharf.

Hansa-Trainer Brand zog in der 59. Minute die erste Option und brachte Aleksandar Stevanovic für Kerem Bülbül in das Spiel. Die Rostocker Nummer zehn ordnete sich hinter Marcel Ziemer ein und sah nach 62. die nächste Hansa-Gelegenheit. Tobias Jänicke zog in die Mitte und verfehlte knapp. Doch nur eine Aktion später machte war „Tobi“ erneut zur Stelle und versenkte den Ball zur Führung. Über die rechte Seite drängte Stephan Andrist in der Strafraum und wollte den einlaufenden Ziemer bedienen, dieser verpasste zunächst, aber am langen Pfosten stand Jänicke goldrichtig und erzielte den ersten Saisontreffer für die Kogge.

Eine gute Ausgangslage für die Hanseaten, die weiter geduldig spielten, denn Münster musste in Unterzahl nun mehr Risiko gehen, was wiederum Konterchancen für Hansa bot. Gäste-Trainer Steffen reagierte entsprechend und wechselte: Ex-Hansa-Kicker Jordanov war ab der 68. Spielminute für Kapitän Rizzi auf dem Feld. Bei Hansa musste hingegen Marcel Ziemer angeschlagen das Spielfeld verlassen und Melvin Platje kam zu seinem ersten Saisoneinsatz. Den Preußen-Bemühungen begegnete der FCH mit einer kompakten Defensive, wollte aber trotzdem offensiv am Ball bleiben. Der eingewechselte Platje wurde erneut von rechts bedient und scheiterte nur an Münster-Keeper Schulze-Nieheus – das hätte die Entscheidung sein können.

Knapp zehn Minuten vor dem Ende kam auch noch Marco Kofler für Michael Gardawski zum Einsatz, der mit viel Laufarbeit und Engagement im Zentrum überzeugte. Kofler sollte nun dabei helfen, den Sieg über die Zeit zu bringen. Und die Weiß-Blauen hatte zu diesem Zeitpunkt den SCP gut unter Kontrolle – Hansa-Keeper Schuhen hatte aufgrund der guten Abwehrarbeit wenig zu tun. Die Hoffnung der Preußen lag nun in Standardsituationen. In der 90. Minute bekam der SCP eine dieser Situationen zugesprochen und jetzt konnte sich auch Marcel Schuhen einmal richtig auszeichnen und sicherte der Kogge mit einer großartigen Parade den ersten Dreier der Spielzeit 2016/2017.

Die ersten drei Punkte der neuen Saison hat sich die Brand-Truppe hart erkämpft und kann nun selbstbewusst in die kommende Aufgabe gehen. Diese wartet bereits am Mittwoch auf das Team. Um 19 Uhr geht es dann gegen die SG Sonnenhof Großaspach, gegen die der FCH wieder auf die volle Unterstützung der Fans zählt.

F.C. Hansa Rostock – SC Preußen Münster 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Jänicke (63.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Holthaus – Jänicke, Erdmann, Gardawski (81. Kolfer), Bülbül (59. Stevanovic), Andrist - Ziemer (74. Platje)

SC Preußen Münster: Schulze Nieheus – Mangafic (53. Gelb Rot), Mai, Schweers, Al-Hazaimeh – Tekerci, Rizzi (68. Jordanov), Braun, Kara – Rühle (77. Stoll), Grimaldi (56. Tritz)

Derby-Schlappe zum Saisonauftakt - Ambitionierte Preußen sind an der Ostsee noch ungeschlagen

In welche Richtung es für den SC Preußen Münster in der aktuellen Spielzeit gehen soll, scheint klar: Mit gezielten Verstärkungen für Defensive und Offensive will Trainer Horst Steffen oben mitspielen und immer mit einem Auge auf die Aufstiegsränge schielen - doch zum Drittliga-Start setzte es einen Dämpfer. Im SCP-Aufgebot des ersten Spieltags überraschte Steffen mit einem neu formierten Mittelfeld, das von Neu-Kapitän Michele Rizzi angeführt wurde (durch den Verlust der Kapitänsbinde und die Herausnahme aus der Startelf gegen Osnabrück reist Amaury Bischoff aus persönlichen Gründen nicht mit nach Rostock).

Daneben agierten mit Sandrino Braun und Edisson Jordanov zwei Wunschspieler des 47-jährigen Chef-Trainers, die er schon bei den Stuttgarter Kickers trainierte. Für den Ex-Rostocker Jordanov ist Münster bereits die vierte Station in Liga drei - bei den Adlerträgern will sich 23-Jährige nun langfristig durchsetzen. Für Jordanov und Braun mussten zunächst zwei erfahrene Drittliga-Akteure weichen, die in der Vorsaison zum Stammpersonal zählten und an 21 Treffern direkt beteiligt waren: Amaury Bischoff und Mehmet Kara.

Für die Offensivabteilung der Preußen gab es eine weitere Neuverpflichtung: Tobias Rühle wechselte aus Großaspach ins 460 km entfernte Münster und soll im neuen Dress die 16 Torbeteiligungen der Saison 2015/2016 bestätigen. Und auch im Defensiv-Bereich gab es das eine oder andere neue Gesicht beim SCP: Mit Sebastian Mai sicherten sich die Westfalen einen torgefährlichen Abwehrspieler aus Zwickau, der den Defensivverbund organisieren soll. Der 22-jährige Innenverteidiger musste jedoch zum Punktspielstart zusehen, wie der Derby-Gegner aus Osnabrück nach 22 Minuten in Führung ging. VfL-Kaptiän und Ex-Hanseat Halil Savran erzielte den Treffer des Tages und besiegelte den Fehlstart der Preußen.

Nun will sich das Team aus Westfalen schnellstmöglich rehabilitieren, um die ersten Punkte der neuen Spielzeit zu sammeln. Eine parallele zur Kogge: Eine erfolgreiche Sommervorbereitung "bringt am Ende keine Punkte". Denn neben dem F.C. Hansa lief auch die intensive Trainingsphase der Preußen gut. Die Westfalen konnten acht Spiele gewinnen, die Partie gegen SC Rot-Weiß Oberhausen endete unentschieden und gegen den internationalen Gast aus Spanien, den FC Valencia, musste sich die Mannschaft von Horst Steffen mit 2:4 geschlagen geben.

Vorteil Münster? Der SCP kann auf eine positive Bilanz beim F.C. Hansa zurückblicken. Der SCP verlor keines der vier Duelle im Ostseestadion und konnte sogar drei davon für sich entscheiden. Die Kogge hingegen blieb sogar dreimal ohne eigenen Torerfolg. Die Spiele der Vorsaison endeten allerdings jeweils mit einer Punkteteilung beider Mannschaften.

Da sowohl Hansa als auch die Preußen unbedingt die ersten Zähler auf dem Punktekonto verbuchen möchten, können sich die Zuschauer auf eine eng umkämpfte und spannende Flutlichtpartie im Ostseestadion freuen.

  • Kommt alle zum ersten Heimspiel!
  • Hansa-News vor dem Heimspiel gegen Preußen Münster
  • Pressekonferenz vor dem 2. Spieltag
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