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5. Spieltag

F.C. Hansa Rostock
1:1
FSV Frankfurt
Datum
Spielgegner
Ergebnis
26.08.2016
1. FC Magdeburg - MSV Duisburg
1:2 (1:2)
26.08.2016
Werder Bremen II - VfL Osnabrück
4:2 (2:0)
27.08.2016
Preußen Münster - 1. FSV Mainz 05 U23
1:0 (0:0)
27.08.2016
Chemnitzer FC - Sportfreunde Lotte
0:1 (0:0)
27.08.2016
Rot-Weiß Erfurt - Fortuna Köln
3:0 (0:0)
27.08.2016
Holstein Kiel - FSV Zwickau
3:0 (1:0)
27.08.2016
SV Wehen Wiesbaden - SC Paderborn
1:2 (0:1)
27.08.2016
Sonnenhof Großaspach - Hallescher FC
3:0 (2:0)
27.08.2016
F.C. Hansa Rostock - FSV Frankfurt
1:1 (0:0)
27.08.2016
Jahn Regensburg - VfR Aalen
0:2 (0:1)

Ausgleich in der Nachspielzeit – 1:1-Unentschieden gegen den FSV Frankfurt

Ohne lange Verschnaufpause ging es für den F.C. Hansa nach dem DFB-Pokal-Aus mit dem vierten Heimspiel im August weiter. Der Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt reiste am 5. Spieltag der 3. Liga nach Rostock und wollte sich nach einem eher durchwachsenen Saisonstart (zwei Punkte aus vier Spielen) in eine bessere Ausgangslage für den weiteren Saisonverlauf bringen.

Das Gäste-Team erlebte nach dem Gang in die Drittklassigkeit eine großen Umbruch, den Mannschaft und Umfeld ersteinmal verkraften mussten. Fast die komplette Truppe wurde ausgetauscht und auch der Trainer ist in der neuen Saison ein neuer: Roland Vrabec soll den FSV langsam wieder nach oben führen und kann dabei auf eine gute Mischung von erfahrenen und talentierten Akteuren zurückgreifen. Beim Duell an der Ostsee konnte Vrabec beispielsweise auf Ex-Bundesliga-Profi Adil Chihi setzen, der das offensive Mittelfeld beleben und Sturmtank Ranisav Jovanovic einsetzen soll.

Hansa-Coach Brand musste hingegen auf einen wichtigen Akteur verzichten: Kapitän Michael Gardawski sah am 4. Spieltag die Gelb-Rote Karte und musste gegen den FSV passen. Maximilian Ahlschwede übernahm die Binde und führte die Mannschaft auf das Feld. Im Rostocker Aufgebot war erstmals auch Neuzugang Timo Gebhart, bei dem das Trainerteam jedoch nichts überstürzen wollte – Gebhart saß zunächst auf der Bank.

Ähnlich wie gegen Fortuna Düsseldorf startete der FCH mit einem 4-4-2 in die Partie und wollte den Gegner früh unter Druck setzen - der FSV antwortete mit einem kompakten Mittelfeld und setzte im Umschaltspiel alles auf Zielspieler Jovanovic, der in Rostock seinen ersten Saisontreffer erzielen wollte. Hansa begann dementsprechend aufmerksam, wollte aber trotzdem von Beginn an zeigen, in welche Richtung das Spiel gehen soll. Stephan Andrist probierte es nach wenigen Minuten mit einer scharfen Hereingabe, aber Frankfurts Schorch bekam noch ein Bein dazwischen. In der 3. Minute war es wieder Andrist, der Gegenspieler Heitmeier gleich mehrere Meter abnehmen konnte und für Jänicke auflegte - doch der Ball ging über den Kasten.

Der FSV versuchte nun mehr Spielkontrolle zu erlangen und zwang die Kogge dazu, etwas tiefer zu agieren. Die Brand-Elf wartete ab, stellte die Räume immer wieder im Verbund zu und wollte dann schnell in den Gefahrenbereich kommen. Allerdings zeigte sich auch das Gäste-Team gut organisiert, sodass beide Mannschaften den Ball häufig in der eigenen Hälfte laufen ließen.

In der 17. Minute durfte dann auch Hansa-Keeper Marcel Schuhen das erste Mal eingreifen: Jovanovic legte für Schleusener ab, der es mit einem Abschluss versuchte – aber Rostocks Nummer eins war mit der Faust zur Stelle. Kurz darauf sorgte erneut Schleusener mit einer Direkt-Abnahme für Gefahr, diesmal ging der Schuss aber am Tor vorbei. Und dann wieder Gefahr durch die FSV-Kombination „Jovanovic – Schleusener“ - Letzter verzog knapp.

Hansa musste nun wieder mehr für die Partie machen. Über Marcel Ziemer sollte der Ball auf die Außenbahnen verteilt werden. Der Rostocker Stürmer wurde jedoch sofort von mehreren FSV-Spielern attackiert. Der Zweitliga-Absteiger machte es dem FCH sehr schwierig und erzeugte neben der Defensiv-Arbeit auch immer wieder offensive Aktionen, sodass die Hansa-Abwehr auch zehn Minuten vor dem Pausenpfiff viel zu tun hatte.

Nach 38 Minuten machte sich Matthias Henn mal in Richtung des gegnerischen Strafraums auf und konnte nur durch ein Foulspiel gestoppt werden – Gelbe Karte für Bentley Baxter Bahn. Der FCH probierte jetzt noch einmal sich von den defensiven Aufgaben zu befreien und wollte selbst aktiv werden. Doch die Vrabec-Elf hatte oft eine Antwort parat – ohne Treffer ging es zur Halbzeitansprache.

Beide Trainer schickten zu Beginn des zweiten Durchgangs die gleichen Formationen auf das Spielfeld. Beim F.C. Hansa versuchte Matthias Henn, das Spiel aus dem Abwehrzentrale zu steuern und die Mitspieler in Szene zu setzen. Die 8.000 Zuschauer sahen die erste Gelegenheit durch Dennis Erdmann, der nach einer Ecke zum Kopfball kam.

Doch auch die Frankfurter wollten an den ersten Durchgang anknüpfen und spielten mutig nach vorne. Hansa-Trainer Brand reagierte – Timo Gebhart kam in der 55. Minute zum Debüt im Dress des F.C. Hansa Rostock. Und die neue Nummer neun der Kogge sortierte sich direkt hinter Marcel Ziemer ein und sollte die Offensive beleben. Aber zunächst war es wieder der FSV mit einem Pfosten-Treffer, ehe Timo Gebhart einen Traumstart hätte feiern können: Stefan Wannenwetsch legte den Ball hinter die Abwehr, Gebhart nahm das Anspiel direkt und verzog haarscharf.

Beide Mannschaften wollten unbedingt den Dreier und wechselten offensiv. Beim FSV kam Deville für Jovanovic und für den F.C. Hansa stürmte nun Jeff-Denis Fehr. Auf der linken Seite konnte Fehr auch seine erste Aktion verbuchen, wodurch der Gegner (Schorch) zu einem Foulspiel gezwungen war und erneut Gelb kassierte. Auf der anderen Seite zeigte sich ebenfalls der Joker und war mit der ersten Aktion erfolgreich. Maurice Deville nutzte einen Moment der Unaufmerksamkeit und traf zum 1:0 für den FSV Frankfurt.

Christian Brand nahm nun auch den dritten Wechsel vor und ging mit Stevanovic für Erdmann mehr Risiko ein. Der Druck für den FCH wurde nun immer größer, denn es war nur noch eine Viertelstunde zu spielen. Hansa spielte nun deutlich offensiver, aber die Gäste ließen kaum etwas zu. Fabian Holthaus hatte nach 78 gespielten Minuten die beste Gelegenheit zum 1:1. Der FSV wollte den ersten Dreier nun über die Zeit bringen, musste dies aber in Unterzahl tun, denn Heitmeier sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Der anschließende Freistoß von Stevanovic ging in die Mauer.

Hansa war nun Dauergast im gegnerischen Strafraum, doch bei jedem Abschlussversuch war ein Abwehr-Bein des FSV im Weg. Eine weitere Chance bekam der FCH durch Stefan Wannenwetsch, aber wieder war es ein Gäste-Spieler, der den Ball von der Linie kratzte. Die Brand-Elf wollte um jeden Preis den Ausgleich erzielen. Auch Marcel Schuhen kam noch einmal mit nach vorne - und das Team sollte für eine kämpferische Schlussphase belohnt werden. Fabian Holthaus brachte einen Freistoß scharf vor das Gehäuse. FSV-Torschütze Deville wollte vor Marcel Ziemer den Ball klären, verlängerte den Ball aber so, dass Schlussmann Pirson das 1:1 nicht verhindern kann, das auch den Schlusspunkt der umkämpften Partie markierte.

Nach der Länderspiel-Pause am kommenden Wochenende geht es für den F.C. Hansa nach einem Test gegen den Greifswalder FC am Mittwoch (31.08.2016, Volksstadion) dann auswärts weiter. Am 6. Spieltag reist die Brand-Truppe zum Tabellenzweiten nach Aalen.

F.C. Hansa Rostock – FSV Frankfurt 1:1

Torfolge: 0:1 Deville (71.), 1:1 Deville (Eigentor, 90.+1)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Holthaus -  Andrist, Erdmann (73. Stevanovic), Wannenwetsch, Jänicke (64. Fehr) – Ziemer, Platje (55. Gebhart)

FSV Frankfurt: Pirson – Schäfer, Heitmeier (85. Rote Karte), Schorch, Schachten - Schleusener, Streker, Bahn (80. Burdenski), Ornatelli, Chihi (86. Corbin Ong) - Jovanovic (64. Deville)

Heimspiel gegen den Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt

Nach der bitteren und in dieser Höhe unverdienten Pokalniederlage gegen die Fortuna aus Düsseldorf am vergangenen Sonnabend richtet sich der Blick der Hanseaten bereits auf den nächsten Gegner. Das erste Mal seit nunmehr fünf Spielzeiten gastiert mit dem FSV eine Mannschaft aus der hessischen Metropole Frankfurt wieder im Ostseestadion.
Vor allem das Aufeinandertreffen des 31. Spieltags der Saison 2011/12 ist vielen Hanseaten als schwarzer Tag im Gedächtnis haften geblieben. Gespickt mit drei ehemaligen Hansa-Spielern konnten sich die Mainstädter damals mit einem 5:0 Auswärtssieg durchsetzen und feierten zum damaligen Zeitpunkt den höchsten Sieg ihrer Zweitliga-Geschichte.

Ähnlich erschütternd wie dieser Tag für die Hanseaten war der 15. Mai 2016 für die Hessen. Trotz eines Sieges beim TSV 1860 München stieg man als Tabellen-17. direkt in die Drittklassigkeit ab, da der MSV Duisburg gegen die bereits als Aufsteiger feststehenden Leipziger gleichzeitig mit 1:0 gewann und aufgrund des besseren Torverhältnisses den Relegationsplatz erreichte.

Damit endete die langfristige Teilnahme am Spielbetrieb der zweiten Bundesliga, in der man seit der Saison 2008/09 ununterbrochen spielte. Für Cheftrainer Roland Vrabec, der zum 1. Juli die Mannschaft übernahm, brachte der Abstieg zwangsläufig auch einen komplett neuen Kader mit sich.  Nur fünf Spieler aus der vergangenen Saison verblieben zum Saisonstart und es wurden insgesamt 21 Profis neu verpflichtet.

Neben einigen Jung-Profis sind es vor allem die älteren Spieler wie Ranisav Jovanovic, Patrick Ochs und Adil Chihi, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken sollen. Mit insgesamt 275 Spielen in der zweiten und 313 in der ersten Liga bringt das Trio genügend Erfahrung mit, um den Hessen zum anvisierten Wiederaufstieg zu verhelfen. Vor allem der 35-jährige Jovanovic wird für die Hansa-Defensive jede Menge Arbeit bedeuten, schließlich konnte er sich allein in der zweithöchsten deutschen Spielklasse bereits 31 Mal als Torschütze eintragen. In dieser Saison wartet der Mittelstürmer, ähnlich wie sein Gegenüber Marcel Ziemer, noch auf seinen ersten Treffer. Um die nagende Erinnerung an die herbe Pleite vor fünf Jahren zu tilgen, könnte auch Timo Gebhart eine Rolle spielen. Der Neuzugang an Bord der Kogge wartet nicht nur auf sein erstes Tor, sondern auch auf seinen ersten Auftritt im weiß-blauen Dress und hofft, beim kommenden Spiel den hanseatischen Angriff beleben zu dürfen.

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