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37. Spieltag2016/17

F.C. Hansa Rostock
1:2
Rot-Weiß Erfurt
Datum
Spielgegner
Ergebnis
13.05.2017
F.C. Hansa Rostock - Rot-Weiß Erfurt
1:2 (0:1)
13.05.2017
SC Paderborn - Preußen Münster
1:0 (1:0)
13.05.2017
Jahn Regensburg - Chemnitzer FC
3:2 (1:0)
13.05.2017
Sonnenhof Großaspach - Holstein Kiel
0:1 (0:1)
13.05.2017
Hallescher FC - SV Wehen Wiesbaden
0:3 (0:2)
13.05.2017
FSV Frankfurt - Werder Bremen II
0:4 (0:0)
13.05.2017
VfR Aalen - 1. FC Magdeburg
2:2 (1:1)
13.05.2017
Sportfreunde Lotte - 1. FSV Mainz 05 U23
3:3 (2:1)
13.05.2017
Fortuna Köln - MSV Duisburg
0:3 (0:1)
13.05.2017
FSV Zwickau - VfL Osnabrück
1:0 (1:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
8
7
1
0
21:10
+11
22
2
Fortuna Köln
8
5
3
0
16:5
+11
18
3
1. FC Magdeburg
8
6
0
2
16:10
+6
18
4
SV Wehen Wiesbaden
8
4
2
2
11:6
+5
14
5
VfR Aalen
8
3
3
2
13:9
+4
12
6
Hansa Rostock
8
3
3
2
8:5
+3
12
7
Sonnenhof Großaspach
8
3
3
2
10:8
+2
12
8
SV Werder Bremen II
8
3
3
2
9:7
+2
12
9
SpVgg Unterhaching
8
3
1
4
13:17
-4
10
10
SV Meppen
8
2
3
3
12:12
0
9
11
Rot-Weiß Erfurt
8
2
3
3
5:8
-3
9
12
Karlsruher SC
8
2
3
3
8:13
-5
9
13
VfL Osnabrück
8
2
3
3
7:13
-6
9
14
Preußen Münster
8
2
2
4
7:8
-1
8
15
Würzburger Kickers
8
2
2
4
10:14
-4
8
16
FSV Zwickau
8
2
2
4
7:11
-4
8
17
Hallescher FC
8
1
4
3
13:16
-3
7
18
Sportfreunde Lotte
8
2
1
5
8:11
-3
7
19
Chemnitzer FC
8
1
3
4
9:14
-5
6
20
Carl Zeiss Jena
8
1
3
4
5:11
-6
6

Emotionaler Abschied im Ostseestadion / Hansa unterliegt gegen Erfurt

Saisonfinale im Ostseestadion: Den Klassenerhalt hatte die Kogge vor dem 37. Spieltag bereits sicher - doch ein großes Ziel hatte der F.C. Hansa im eigenen Stadion noch vor sich. Denn mit nur vier Heimsiegen wurden die eigenen Fans nicht gerade häufig verwöhnt, aber mit einem Dreier im letzten Heimspiel der Spielzeit 16/17 sollten die Hansa-Anhänger noch einmal begeistert und ein versöhnlicher Abschluss gefeiert werden.

Allerdings ging es für den Gegner noch um sehr viel, sodass dieses Unterfangen nicht einfach werden sollte. Rot-Weiß Erfurt kam als Tabellensechzehnter nach Rostock und steckte im Vorfeld der Partie mit nur zwei Punkten Vorsprung weiterhin tief im Abstiegskampf. Außerdem musste RWE in der Saisonschlussphase zwingend an der Torausbeute arbeiten, denn mit nur 28 Treffern wird das Problem der Erfurter klar deutlich. Hinzu kommt für Trainer Stefan Krämer noch ein personelles Problem – Kapitän Sebastian Tyrala fällt verletzungsbedingt aus und muss sowohl im Ostseestadion als auch in der kommenden Woche gegen Großaspach ersetzt werden.   

Auch der FCH hatte mit einigen Baustellen zu kämpfen. Tommy Grupe, Soufian Benyamina und Amaury Bischoff standen Hansa-Trainer Brand nicht zur Verfügung. Und auch Marcus Hoffmann wurde nicht in den Rostocker Kader berufen. Stattdessen meldete sich Christopher Quiring wieder fit und stand für Timo Gebhart in der Startelf. Außerdem rückte Fabian Holthaus für Stephan Andrist in die Anfangsformation.

Bevor jedoch der Anpfiff im Ostseestadion ertönte, kam der Zeitpunkt, um sieben Spieler unter tosendem Applaus gebührend zu verabschieden. Marcel Schuhen, Dennis Erdmann, Stephan Andrist, Aleksandar Stevanovic, Samuel Aubele, Kerem Bülbül und Hasan Ülker werden den F.C. Hansa am Saisonende verlassen. Kurz danach leitete die Südtribüne das letzte Heimspiel der Saison mit einer grandiosen Choreo ein.

Die ersten Offensivakzente gehörten aber den Gästen aus Erfurt, die Hansa zunächst etwas hinter rein drückten und schon früh signalisierten, dass sie den Dreier dringend benötigten. Die Kogge stemmte sich aber dagegen und kam durch die großartige Unterstützung in der 5. Minute zur ersten Großchance. Der Angriff lief über die starke rechte Seite. Christopher Quiring brachte den Ball auf den Elfmeterpunkt, wo Fabian Holthaus einlief und direkt abschloss. Doch Erfurts Klewin hielt das 0:0 mit einer glänzenden Parade fest.

Wenig später hatte dann auch Erfurt die erste gute Gelegenheit nach einem ruhenden Ball. Doch Theodor Bergmann vergab aus aussichtsreicher Position und schoss in die Rostocker Mauer. Die Kogge versuchte durch viel Ballbesitz die Spielkontrolle zu erlangen, hatte es aber mit bissigen Gästen zu tun, die munter nach vorne spielten und ihre Chance suchten. Die Krämer-Elf blieb weiter griffig und wollte Fehler der Rostocker Hintermannschaft provozieren. So auch in der 17. Spielminute. Christopher Bieber sprintete in einen Pass von Joshua Nadeau und zwang Matthias Henn zu einem riskanten Einsatz, den Schiedsrichter Ittrich mit einer Gelben Karte bestrafte.  

In der 21. Minute musste RWE dann zum ersten Mal wechseln. Innenverteidiger Möckel musste verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen – Laurito kam dafür in die Partie. Und Erfurt setzte die Kogge weiter unter Druck. Diesmal kam Daniel Brückner über links in den Strafraum, Maximilian Ahlschwede passte aber auf und klärte mit einem beherzten Einsatz zur Ecke. Ahlschwede war es auch, der die nächste Hansa-Möglichkeit einleitete. Mit einem tollen Steckpass spielte er Quiring frei, dessen Flanke zunächst abrutschte, aber dadurch zur echten Gefahr für Klewin wurde: knapp drüber!

Doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Okan Aydin brachte den Ball scharf in die Box, wo der eingewechselte Laurito einlief und den Luftzweikampf für sich entschied und ins lange Ecke zur Erfurter Führung köpfte.
 
Nun war der F.C. Hansa gefordert und musste möglichst noch vor der Pause zurückkommen. Doch die Krämer-Elf war nicht nur in der Offensive aktiv, sondern auch defensiv gut organisiert und machte es somit der Kogge sehr schwer. Okan Aydin und Carsten Kammlott sorgten in der 40. Minute und 42. Minute für die nächsten Gelegenheiten der Thüringer. Hansa hatte zum Ende der ersten Spielhälfte Probleme, die gegnerischen Angriffe vom Tor wegzuhalten und selbst aktiv zu werden. Daher blieb es zur Pause bei der knappen 1:0-Führung für die Gäste aus Erfurt.

Ohne Persona1wechsel ging es in den zweiten Durchgang, in dem der FCH nun mehr machen musste, um in die Partie zurückzukommen. Erfurt wollte hingegen an die erste Halbzeit anknüpfen und änderte nichts an der Grundausrichtung.
Im Gegensatz zur ersten Hälfte drückte aber die Kogge. Erfurt konnte den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen und wurde prompt bestraft. Fabian Holthaus probierte es im Strafraum auf eigene Faust und zog aus 16 Metern mit dem schwächeren rechten Fuß ab. Diesmal hatte Erfurts Schlussmann keine Chance und musste zusehen, wie der Ball traumhaft rechts oben einschlug.

Nun sprach vieles für Hansa. Das Team rannte immer wieder an, fasste die Führung ins Auge und hatte mit den Fans ein großes Plus im Rücken. Außerdem wechselte das Rostocker Trainer-Team doppelt und brachte mit Andrist und Gebhart die beiden torgefährlichsten Hansa-Profis ins Ostduell. Marcel Ziemer und Dennis Erdmann mussten dafür weichen. Für Erdmann ein besonderer Moment, der zum letzten Mal im Ostseestadion auflief, aber noch ein letztes Mal die gesamte Unterstützung der Hansa-Fans bekam. Gegen Chemnitz fehlt der Sechser Gelb-gesperrt.

Wenige Augenblicke später lag dann auch die Führung in der Luft. Dorda brachte eine Hereingabe auf den langen Pfosten, wo Timo Gebhart goldrichtig stand, doch das 2:1 knapp verpasste. Auch die zweite Einwechslung der Rostocker fügte sich gut ein. Stephan Andrist erlief einen Pass des Erfurters Klewin und versuchte es mit einem schnellen Querpass zu Christopher Quiring – aber Torschütze Laurito passte auf und verhinderte den Rückstand.

Hansa gewann nun mehr und mehr die Oberhand und spielte weiter auf das 2:1. Bei den Gästen war nun deutlich die Verunsicherung der Vorwochen zu spüren. Zudem wurde der Druck auf die Thüringer größer, denn zeitgleich führten Paderborn und Bremen II. Aber die Gäste probierten es noch einmal offensiv – und wie. Top-Torschütze Kammlott scheiterte in der 69. Minute nur noch am Querbalken und auch der Nachschuss von Bergmann hatte es in sich – Nadeau und Henn klärten gemeinsam auf der Linie.

Somit blieb es weiter spannend und wieder fehlte nicht viel zum 2:1 für Hansa. Andrist bediente Holthaus mit einer starken Flanke – doch wieder war Klewin mit einer klasse Aktion zur Stelle und rettete Erfurt. Es ging jetzt hin und her im Ostseestadion. Auf der anderen Seite hatte wieder Erfurt die große Gelegenheit zur Führung, aber die Kogge warf sich in alle Abschlüsse und hielt die Partie weiter offen. Auch Hansa kam noch einmal über rechts und mit Andrist, doch Klewin fischte die Flanke vor Gebhart herunter.

Die Schlussminuten brachen an und beide Teams wollten den Dreier. Doch der Lucky-Punch gelang Erfurt. Eine Rostocker Unaufmerksamkeit nutzte Erfurts Bieber in der 87. Minute und schob den Ball mit letzter Kraft ins Tor. Die Kogge hatte nun nicht mehr viel Zeit, warf aber noch einmal alles nach vorne. Auch Marcel Schuhen kam zur letzten Aktion vor das gegnerische Tor. Doch es blieb bei der Niederlage für den FCH im letzten Heimspiel der Saison, das sich die Kogge ganz anders vorgestellt hat. Das Team wollte sich mit einem Dreier verabschieden, hat dann aber am kommenden Wochenende die Möglichkeit, sich beim Auswärtsspiel in Chemnitz erfolgreicher zu zeigen und die Saison gut ausklingen zu lassen.   

F.C. Hansa Rostock – Rot-Weiß Erfurt 1:2 (0:1)

Torfolge: 0:1 Laurito (29.), 1:1 Holthaus (49.), 1:2 Bieber (87.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede (79. Garbuschewski), Henn, Nadeau, Dorda – Quirirng, Erdmann (58. Andrist), Gardawski, Jänicke, Holthaus – Ziemer (58. Gebhart)

Rot-Weiß Erfurt: Klewin – Menz, Möckel (21. Laurito), Erb, Brückner (69. Uzan)– Vocaj, Bergmann, Nikoloua, Aydin (66. Sumusalo) – Kammlott, Bieber

Abstiegsangst im Steigerwald: Für Erfurt wird die Luft im Kampf um den Klassenerhalt immer dünner

Nur noch zwei Punkte beträgt der Abstand auf die Abstiegsränge und das Restprogramm hat es in sich - RWE muss dringend punkten.

Mit nur 28 Treffern in 36 Liga-Spielen liegt das Problem in dieser Spielzeit auf der Hand: Erfurt schießt zu wenig Tore. Damit sollte die Mannschaft von Trainer Krämer aber schleunigst anfangen, denn die Konkurrenz aus Paderborn und Bremen ist den Thüringern auf den Fersen. Und nun müssen die angeschlagenen Erfurter an die Ostseeküste, wo RWE schon lange nicht mehr als Sieger vom Platz gehen konnte.  Zuletzt gewannen die Rot-Weißen vor 26 Jahren in Rostock. In der vergangenen Saison setzte es eine 1:3-Niederlage, durch die der FCH den Klassenerhalt feiern konnte - jetzt brauchen die Jungs aus dem Steigerwald den Sieg, um weiterhin drittklassig zu bleiben.

Ihre Hoffnung stecken die RWE-Fans wie so häufig in Carsten Kammlott, der mit zehn Treffern die Lebensversicherung des Klubs ist. Allerdings drückt auch beim 26-jähirgen Stürmer der Schuh, der zum vorerst letzten Mal Anfang Februar einen Treffer bejubeln konnte. Doch Erfurt benötigt die Tore des Angreifers - wenn Kammlott in dieser Spielzeit traf, holte RWE 17 Punkte.  

Aber nicht nur die Kammlott-Treffer sind wichtig - das ganze Team muss jetzt liefern, um in Rostock und eine Woche später zuhause zu bestehen. Dann treffen die Thüringer auf die SG Sonnenhof Großaspach, die befreit aufspielen wird und den Rot-Weißen einfach nicht liegt. Erfurt konnte noch nie gegen Aspach gewinnen und in zwei Heimspielen keinen Treffer erzielen.

Die Heimspiele sind übrigens die zweite Baustelle der Krämer-Truppe. Kein Team schießt weniger Tore im eigenen Stadion und nur der FSV Frankfurt holte zuhause weniger Punkte. Im Hinspiel gegen den F.C. Hansa traf RWE zwar zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Okan Aydin, ging aber dennoch als Verlierer vom Platz. RWE-Mannschaftskapitän Mario Erb erwischte damals einen rabenschwarzen Tag und war bei beiden Hansa-Treffern nicht auf der Höhe, sodass Stephan Andrist das 1:1 nur fünf Minuten später egalisieren konnte und die Kogge mit dem Treffer zum 2:1 auf die Siegerstaße brachte.

Vor dem Rückspiel in Rostock muss RWE-Trainer Stefan Krämer zudem mit Verletzungssorgen kämpfen. Routinier Sebastian Tyrala fällt nach einer Knie-OP (Meniskusverletzung) lange aus. Auch Okan Aydin verletzte sich in dieser Woche im Training. Sein Einsatz ist zwar nicht ausgeschlossen, aber fraglich.

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