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17. Spieltag

F.C. Hansa Rostock
1:4
Holstein Kiel
Datum
Spielgegner
Ergebnis
02.12.2016
Preußen Münster - Chemnitzer FC
1:0 (0:0)
02.12.2016
Sonnenhof Großaspach - SV Wehen Wiesbaden
2:1 (1:1)
02.12.2016
Jahn Regensburg - Rot-Weiß Erfurt
0:1 (0:0)
03.12.2016
F.C. Hansa Rostock - Holstein Kiel
1:4 (1:1)
03.12.2016
FSV Zwickau - SC Paderborn
3:0 (1:0)
03.12.2016
Fortuna Köln - VfL Osnabrück
1:1 (0;1)
03.12.2016
VfR Aalen - 1. FSV Mainz 05 U23
0:0 (0:0)
03.12.2016
Hallescher FC - Werder Bremen II
2:0 (0:0)
04.12.2016
FSV Frankfurt - 1. FC Magdeburg
0:1 (0:1)
04.12.2016
Sportfreunde Lotte - MSV Duisburg
0:2 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
29
14
11
4
35:22
+13
53
2
1. FC Magdeburg
29
13
8
8
40:27
+13
47
3
VfL Osnabrück
29
13
6
10
40:35
+5
45
4
Holstein Kiel
29
11
11
7
42:23
+19
44
5
Jahn Regensburg
29
12
7
10
45:39
+6
43
6
Sportfreunde Lotte
29
12
6
11
39:31
+8
42
7
Hallescher FC
29
9
14
6
26:23
+3
41
8
Chemnitzer FC
29
11
7
11
43:39
+4
40
9
Sonnenhof Großaspach
29
11
7
11
40:37
+3
40
10
FSV Zwickau
29
11
7
11
35:39
-4
40
11
Fortuna Köln
29
10
9
10
29:41
-12
39
12
Preußen Münster
29
11
4
14
36:37
-1
37
13
Hansa Rostock
29
7
15
7
32:32
0
36
14
Rot-Weiß Erfurt
29
10
6
13
24:36
-12
36
15
VfR Aalen
29
10
14
5
38:27
+11
35
16
SV Wehen Wiesbaden
28
9
8
11
29:32
-3
35
17
SV Werder Bremen II
28
10
5
13
24:37
-13
35
18
FSV Frankfurt
29
7
10
12
32:31
+1
31
19
SC Paderborn 07
29
8
5
16
27:48
-21
29
20
1. FSV Mainz 05 II
29
7
6
16
23:43
-20
27

Enttäuschende Leistung: 1:4-Heimniederlage nach Führung gegen Kiel

Am 17. Spieltag kam es im Rostocker Ostseestadion zum inzwischen siebten Ostseederby zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem Kieler SV Holstein in der 3. Liga. Vor allem für die Hanseaten galt es, nach zuletzt vier Unentschieden in Folge, mit einem Heimsieg wieder in die Erfolgsspur zu finden. Wie das gelingen kann, machten die "Störche" am vergangenen Spieltag mit ihrem Heimerfolg gegen den SSV Jahn Regensburg vor, als sie diesen mit einem knappen 2:1, bei dem alle Tore in der Schlussphase fielen, bezwingen konnten.

Neben dem Beenden der Unentschiedenserie hatten es sich die Rostocker auch zum Ziel gesetzt, endlich wieder einen Heimerfolg einzufahren. Denn trotz der oftmals überzeugenden Auftritte, datierte der letzte Heimsieg der Kogge vom 25. September (5:0 gegen den FSV Zwickau).

Im Gegensatz zu Marcus Hoffmann, Maximilian Ahlschwede und Dennis Erdmann, die allesamt verletzungsbedingt fehlten, rückte Marco Kofler nach seiner Rotsperre aus der Partie gegen Werder Bremen II wieder in die Mannschaft und komplettierte gemeinsam mit Mathias Henn die Innenverteidigung. Durch den Ausfall von Dennis Erdmann war Trainer Christian Brand gezwungen, auch das Mittelfeld umzubauen. Tommy Grupe rückte aus der Innenverteidigung wieder ins defensive Mittelfeld vor und spielte damit gemeinsam mit Aleksandar Stevanovic und Stefan Wannenwetsch in der Zentrale. Im Sturm begann im Gegensatz zur Vorwoche wieder Marcel Ziemer.

Bereits zu Beginn des Spiels, das FIFA-Schiedsrichter Felix Zwayer leitete und das vor insgesamt 11.000 Zuschauern (davon etwa 700 Gästefans) stattfand, versuchten die Rostocker Dominanz zu zeigen. Bereits in den Anfangsaugenblicken des Spiels störten die Hanseaten den Spielaufbau der Kieler durch aggressives Pressing.

Dennoch zeigten auch die "Störche", warum sie seit sechs Spielen ungeschlagen waren und konnten ihrerseits durch druckvolles Anlaufen die Kogge zu Fehlern zwingen. In der Folge gab es den ersten Eckball für Hansa, nachdem Wannenwetsch auf Andrist durchsteckte (5.). Diese blieb zunächst jedoch ohne Ertrag und mündete in einem Abstoß des Gästekeepers.

Beide Teams waren nun bemüht, etwas Ruhe und Struktur in ihr Spiel zu bringen und Drang nach vorn zu entwickeln. Nach einer schönen Stafette setzten sich die Hanseaten in der Hälfte der Gäste fest und konnten einen Freistoß aus halbrechter Position, etwa 30 Meter vom Tor entfernt, herausholen. Diesen trat Wannenwetsch präzise auf den Kopf vom hereinstürmenden Stephan Andrist, der den frühen Führungstreffer erzielen konnte (8.).

Die in rot spielenden Gäste hatten sichtbar Mühe diesen Nackenschlag zu verdauen, wodurch sich die Rostocker gleich mit einem weiteren Angriff gefährlich vor den Strafraum spielten. Die Flanke von Andrist ging allerdings ins Toraus (9.). Der Torschütze war durch seinen fünften Saisontreffer sichtbar beflügelt und in den Folgeminuten immer wieder an Vorstößen beteiligt.

Erst nach fast einer Viertelstunde konnten die Gäste in Richtung Strafraum vordringen, ihre Ecke blieb allerdings erfolglos. Dennoch merkte man den Holsteinern an, dass sie das Heft des Handelns wieder mehr in die Hand nehmen wollten, wodurch ihre Ballbesitzphasen länger wurden. Aus dieser Phase heraus resultierte auch der erste gefährliche Angriff der "Störche". Nach einer Hereingabe von Schindler kam in der Mitte Dominik Drexler zum Abschluss und verfehlte den Kasten der Hanseaten nur knapp (16.).

Den Ausgleich markierte dann aber Steven Lewerenz, der eine Schindler-Flanke von rechts entgegen der Laufrichtung von Marcel Schuhen im Hansa-Tor unterbringen konnte (30.).

Die Rostocker ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und versuchten prompt, das Spiel wieder an sich zu reißen. Nachdem zunächst zwei Freistöße aus dem Mittelfeld erfolglos blieben, setzte sich Tobias Jänicke auf rechts durch. Dessen Flanke erreicht Gebhart aber nicht ganz (35.). Im direkten Gegenangriff holten sich die Gäste aber einen Freistoß direkt an der rechten Strafraumecke. Rafael Czichos versuchte es direkt, fand aber nur die Mauer (37.).

Kurz vor Ende war es erneut Wannenwetsch, der durch seine Balleroberung einen Angriff einleitete. Aber wieder war bei der Flanke von Andrist ein Abwehrbein der Gäste dazwischen, wodurch der Ball niemanden erreichte (44.).

Mit einminütiger Verspätung pfiff der Schiedsrichter die erste Halbzeit ab. Zur Pause brachte Trainer Christian Brand Ronny Garbuschewski für Aleksandar Stevanovic. Bereits zu Beginn der Pause versuchten die Gastgeber verstärkt in Richtung Gästestrafraum zu drängen. Diese erstickten die Angriffsbemühungen im Keim und hatten kurz darauf die Chance zur Führung: Nach einem Solo von Drexler ließ Stefan Wannenwetsch das Bein stehen - Elfmeter für Kiel. Siedschlag ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und brachte die "Störche" in Front.

Aus dem Anstoß heraus gelangten die Rostocker allerdings sofort wieder gefährlich vor das Tor. Kenneth Kronholm musste sich mächtig strecken, um den strammen Schuss von Andrist abzuwehren (51.). Vier Minuten später reagierte Brand mit dem zweiten Wechsel und brachte Christian Dorda für Timo Gebhart in die Partie. Während Dorda seine angestammte Linksverteidigerposition übernahm, rückte Michael Gardawski ins linke Mittelfeld vor.

Die Kogge kam allerdings nicht mehr richtig in Fahrt und musste nach einer guten Stunde das 1:3 verkraften. Nach einem Eckball der Gäste und einer unzureichenden Kopfballabwehr landete das Spielgerät auf dem Kopf von Dominik Drexler. Dieser hatte keine Probleme Ball aus etwa fünf Metern zur 3:1 Gästeführung einzunicken (62.).

In den Folgeminuten waren die Kieler vor allem darauf bedacht, den Vorsprung zu verwalten, konnten aber immer wieder durch Tempogegenstöße gefährlich vor das Tor der Rostocker vordringen. Nur mit Glück entgingen die Hanseaten einem weiteren Gegentreffer, weil die Hereingabe von Schindler sowohl Freund als auch Feind verpassten (72.). Christian Brand versuchte mit seinem letzten Wechsel nochmal zu reagieren und brachte mit Soufian Benyamina eine zweite Spitze für Stefan Wannenwetsch (73.).

Tobias Jänicke wechselte die Position mit Kapitän Gardawski und wirbelte in der Schlussviertelstunde auf der linken Außenbahn. Ein von ihm herausgeholter Freistoß blieb aber leider erneut ohne Ertrag (74.). Auf der Gegenseite setzte sich der zurückbeorderte Gardawski mit einer schönen Körpertäuschung durch und holte knapp zehn Meter von der Grundlinie entfernt einen Freistoß raus. Bei der Hereingabe zeigte Kronholm im Kasten der Gäste zwar eine kurze Unsicherheit, diese blieb aber ohne Folgen (76.).

Auch in den letzten Minuten des Spiels blieben die Kieler wachsam und setzten alles ein, um ihre Führung zu behaupten. Mehr noch: Nach einem Konter setzte Siedschlag den zuvor eingewechselten Fetsch ein, der aus 16 Metern abschloss, aber das Tor verfehlte (83.).

Vor allem die ansonsten sehr konzentrierte Defensive der Gastgeber schien heute teilweise überfordert zu sein und brachte die "Störche" durch teilweise kapitale Fehler in eine aussichtsreiche Abschlussposition. Aus so einem Fehler von Matthias Henn resultierte auch das 1:4 durch Milad Salem (84.), der plötzlich frei vor Schuhen auftauchte und den Ball im Netz unterbrachte.

Kurz darauf beendete Schiedsrichter Felix Zwayer die Partie pünktlich beim Endstand von 1:4. Während es für die Kieler der zweite Sieg in Folge war, warten die Hanseaten auch weiterhin auf den ersten Heimsieg seit September und müssen überdies erstmals nach fünf Partien als Verlierer vom Platz gehen.

F.C. Hansa Rostock - Holstein Kiel 1:4 (1:1)

Torfolge: 1:0 Andrist (8.), 1:1 Lewerenz (30.), 1:2 Siedschlag (Foulelfmeter, 50.), 1:3 Drexler (62.), 1:4 Salem (84.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Gardawski (C), Kofler, Henn, Jänicke – Gebhart (55. Dorda), Stevanovic (46. Garbuschewski), Grupe, Wannenwetsch (73. Benyamina), Andrist, Ziemer

Holstein Kiel: Kronholm - Schmidt, Hoheneder, Czichos (C), Bieler (65. Dürholtz), Peitz, Lewerenz (61. Salem), Herrmann, Siedschlag, Drexler (80. Fetsch), Schindler

Kiel seit sechs Spielen ungeschlagen

Nach dem engen Flutlichtspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden am vergangenen Freitag, das zum vierten Mal in Folge für Hansa mit 1:1 endete, kommt es am 17. Spieltag zu einem echten Ostsee-Derby. Das Team von Trainer Christian Brand empfängt Holstein Kiel zum Nordduell im heimischen Ostseestadion.

Mit den Kielern kommt dabei aber ein Gegner, der für die Hanseaten in der Vergangenheit meist sehr schwer zu bespielen war, wodurch die Bilanz durchwachsen ist. Erst ein Sieg (28. Spieltag Saison 15/16) aus sechs Begegnungen in der 3. Liga steht für die Rostocker zu Buche. Zweimal gewannen die Holsteiner und dreimal teilte man sich die Punkte.

Für die "Störche" geht es in dieser Spielzeit vorwiegend darum, wieder Stabilität zu bekommen, nachdem es in der abgelaufenen Saison sportlich lange Zeit nur um den Klassenerhalt ging und man die tolle Leistung der Vorsaison, mit dem Ende in der Relegation, nicht bestätigen konnte.
Bislang konnte Chefcoach Markus Anfang, der seit Ende August im Amt ist und vorher die U19 von Bayer Leverkusen trainierte, die erforderlichen Punkte für einen sicheren Mittelfeldplatz einsammeln. Nach dem schwachen Saisonstart, an dessen Ende sich der Verein vom langjährigen Trainer Karsten Neitzel trennte, gestaltete sich das Spiel wieder erfolgreicher. Mit 21 Toren und zwölf Gegentreffern ist die Tordifferenz nur geringfügig besser als die des F.C. Hansa.

Nur zwei der vergangenen zwölf Spiele gingen für das Team aus Schleswig-Holstein verloren und durch den ersten Sieg seit sechs Partien am vergangenen Spieltag zuhause gegen Jahn Regensburg konnten sich die Kieler (24) einen Punkt vor die Rostocker (23) setzen.

Bis auf Saliou Sané, der aufgrund seiner Suspendierung fehlt, kann Markus Anfang aus dem Vollen schöpfen. Möglicherweise sind dann auch zwei Ex-Hanseaten an Bord, denn zu Beginn der Saison heuerte mit Dominic Peitz ein weiterer ehemaliger Weiß-Blauer in Kiel an und gesellt sich damit an die Seite von Kenneth Kronholm, der gegen seinen Ex-Club das 60. Spiel als Nummer 1 der Norddeutschen bestreitet.

Aber nicht nur in der Defensive überzeugen die Holsteiner mit Qualität, auch offensiv haben sie einiges zu bieten und sind durch die Torgefährlichkeit von Dominick Drexler, Mathias Fetsch und Steven Lewerenz (alle mit 4 Torerfolgen) nur schwer auszurechnen.

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