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19. Spieltag2016/17

F.C. Hansa Rostock
1:3
Chemnitzer FC
Datum
Spielgegner
Ergebnis
16.12.2016
Sonnenhof Großaspach - Rot-Weiß Erfurt
2:1 (0:1)
17.12.2016
F.C. Hansa Rostock - Chemnitzer FC
1:3 (0:1)
17.12.2016
SC Paderborn - VfL Osnabrück
3:1 (3:0)
17.12.2016
Fortuna Köln - 1. FSV Mainz 05 U23
1:0 (1:0)
17.12.2016
Sportfreunde Lotte - 1. FC Magdeburg
1:3 (0:0)
17.12.2016
VfR Aalen - Werder Bremen II
3:0 (2:0)
17.12.2016
FSV Frankfurt - SV Wehen Wiesbaden
3:1 (2:1)
17.12.2016
Hallescher FC - Holstein Kiel
0:0 (0:0)
17.12.2016
Jahn Regensburg - Preußen Münster
3:1 (1:0)
18.12.2016
FSV Zwickau - MSV Duisburg
1:1 (1:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
Sonnenhof Großaspach
1
1
0
0
4:1
+3
3
2
SV Werder Bremen II
1
1
0
0
3:0
+3
3
3
Hansa Rostock
1
1
0
0
2:0
+2
3
4
SV Wehen Wiesbaden
1
1
0
0
1:0
+1
3
5
Fortuna Köln
1
1
0
0
1:0
+1
3
6
Chemnitzer FC
1
1
0
0
1:0
+1
3
7
Hallescher FC
1
0
1
0
4:4
0
1
8
SC Paderborn 07
1
0
1
0
4:4
0
1
9
VfL Osnabrück
1
0
1
0
2:2
0
1
10
SV Meppen
1
0
1
0
2:2
0
1
11
Würzburger Kickers
1
0
1
0
2:2
0
1
12
Karlsruher SC
1
0
1
0
2:2
0
1
13
Rot-Weiß Erfurt
1
0
1
0
1:1
0
1
14
Preußen Münster
1
0
1
0
1:1
0
1
15
VfR Aalen
1
0
0
1
0:1
-1
0
16
Carl Zeiss Jena
1
0
0
1
0:1
-1
0
17
FSV Zwickau
1
0
0
1
0:1
-1
0
18
Sportfreunde Lotte
1
0
0
1
0:2
-2
0
19
1. FC Magdeburg
1
0
0
1
1:4
-3
0
20
SpVgg Unterhaching
1
0
0
1
0:3
-3
0

Hansa verliert vor 12.300 Zuschauern mit 1:3 gegen den Chemnitzer FC

Am 19. Spieltag der Drittliga-Saison 2016/17 musste der F.C. Hansa Rostock eine 1:3-Heimniederlage gegen den Chemnitzer FC hinnehmen und überwintert dadurch auf dem 13. Tabellenplatz.

Zum Abschluss der Hinrunde hatte die Kogge noch einmal ein Heimspiel vor der Brust. Kurz vor Weihnachten gastierte erneut der Chemnitzer FC in Rostock, auf den die Kogge schon im Jahr zuvor zum Jahresende getroffen war und damals das Duell mit 1:0 für sich entscheiden konnte. Auf ein positives Ergebnis haben die 12.300 Zuschauer auch am 19. Spieltag der aktuellen Saison gehofft.

Hansa-Trainer Brand musste im Vorfeld der Partie erneut einige Ausfälle hinnehmen. Neben Marcus Hoffmann, Timo Gebhart, Ronny Garbuschewski und Dennis Erdmann musste auch Kapitän Michael Gardawski passen. Der 26-Jährige verletzte sich unter der Woche am Sprunggelenk und wurde gegen den CFC durch Maximilian Ahlschwede vertreten, der nicht nur die Position rechts hinten einnahm, sondern auch die Mannschaft auf das Feld führte.

Die Chemnitzer gingen zuletzt zweimal leer aus und wollten die Trendwende vor der Winterpause schaffen und der F.C. Hansa wollte nach dem Dreier in Erfurt nun auch endlich zuhause nocheinmal punkten. Die Brand-Elf ging engagiert in die Partie und versuchte von Beginn an Druck auszuüben. Im Zentrum suchte das Team häufig Bülbül und Ziemer, die die Bälle auf die Außenpositionen verteilen sollten.

Die erste Torchance konnte allerdings der CFC für sich verbuchen. Frahn probierte es aus 20 Metern – kein Problem für Hansa-Keeper Schuhen. Auf der Gegenseite war es Tommy Grupe, der die erste gute Abschlussgelegenheit im Sechzehner hatte, aber im letzten Moment geblockt wurde.

Die Anfangsphase war durchaus ansehnlich, denn beide Mannschaften spielten nach vorne. In der 8. Spielminute sorgte ein Rostocker Konter für Gefahr: Nach einer Hereingabe von Ahlschwede kam Andrist zum Kopfball, der Schweizer stand jedoch im Abseits. Die Kogge legte nach - und wieder ging es über links: diesmal brachte Christian Dorda den Ball vor den Kasten. Dort stand Marcel Ziemer goldrichtig, doch der Kopfball landete zu zentriert in den Armen von CFC-Keeper Kunz.

Nach 15 Minuten zeigten sich die Gäste das erste Mal so richtig im Hansa-Strafraum und schlugen prompt zu: Daniel Frahn spielte den Ball einfach mal flach auf den kurzen Pfosten, wo Jamil Dem einlief und den frühen Führungstreffer für den CFC markierte. Den Schockzustand der Kogge wollte das Gäste-Team von Trainer Sven Köhler ausnutzen. Die Sachsen spielten schnell nach vorne, um den zweiten Treffer nachzulegen.

Chemnitz drückte den FCH weit in die eigene Hälfte und die Brand-Elf versuchte sich über mehr Ballbesitz zurückzukämpfen. Der CFC ließ jedoch nicht viel zu und vor allem offensiv nicht locker. Dennis Mast hatte das 2:0 auf dem Fuß– der Ball verfehlte das Tor allerdings knapp. Es dauerte bis zur 30. Minute, ehe Hansa wieder gefährlich wurde: Kerem Bülbül setzte Tobias Jänicke mit einem langen Ball in Szene. Der Rostocker Linksaußen legte sofort quer, aber CFC-Kapitän Conrad bereinigte die Situation mit einer gekonnten Rettungsaktion.

Hansa versuchte noch vor der Pause zum Ausgleich zu kommen. Christian Dorda drängte bis vor das gegnerische Tor vor und zog ab – knapp drüber. Die Kogge bekam in dieser Phase nun häufig Standardsituationen zugesprochen. Der Gegner stand jedoch gut organisiert und ließ nicht viel zu. Aus dem Spiel heraus machten es die Sachsen den Rostockern extrem schwer. Die Brand-Elf probierte viel, musste aber immer wieder auf die gefährlichen Konter der Gäste aufpassen - Türpitz hatte kurz vor der Pause zweimal die Möglichkeit, einen weiteren Treffer zu erzielen. Doch Marcel Schuhen musste vorerst nicht noch einmal den Ball aus dem Netz holen und somit blieben die Hausherren trotz des Rückstands im Spiel.

Im zweiten Spielabschnitt wollte der FCH eine Schippe drauflegen, um die Chemnitzer zu knacken. Für Bülbül und Wannenwetsch waren Stevanovic und Ülker ins Spiel gekommen. Stephan Andrist orientierte sich nach der Umstellung in den Sturm und sollte Marcel Ziemer unterstützen.

Die Chemnitzer zeigten sich auch nach dem Seitenwechsel gut gestaffelt und ließen nicht viel zu. Doch dann der große Jubel im Stadion – Stephan Andrist versenkte den Ball in der 52. Spielminute im Tor –aber das Schiedsrichtergespann entschied sofort auf Abseits. Trotzdem glaubte die Kogge an das Comeback und Marcel Ziemer erarbeitete sich die nächste Chance. Der Schlussmann des Chemnitzer FC war jedoch zur Stelle. Der CFC bekam nun mehr zu tun. Ein Rostocker Konter kam über Jänicke zu Andrist, der fast durch war, aber von Gegenspieler Conrad mit einem Foul gebremst wurde und die Gelbe Karte sah.

In der 63. Minute meldete sich der CFC mal wieder vor dem Hansa-Tor an und konnte erneut jubeln: Dennis Mast brachte einen Freistoß gefährlich vor den Kasten – letztlich war es wohl Anton Fink, der den entscheidenden Balkontakt verzeichnen konnte und auf 2:0 für Chemnitz stellte. Nun musste die Brand-Elf schon einem Zwei-Tore-Rückstand aufholen. Probierte es aber sofort mit Stephan Andrist, der plötzlich frei im Strafraum auftauchte, doch knapp neben das Gehäuse schoss.

Dann zog das Rostocker Trainerteam auch den letzten Joker und ging mehr Risiko ein. Soufian Benyamina kam für Marco Kofler in das Spiel. Doch wieder waren es die Gäste, die den dritten Treffer bejubeln konnten. Philip Türpitz setzte sich gegen Christian Dorda durch und feuerte einen strammen Schuss auf das Tor ab, den Schuhen noch klären konnte, dann stand Anton Fink jedoch erneut richtig und hatte keine Probleme, den Ball einzuschieben.

Hansa versuchte es weiter, aber der Ball wollte nicht über die Linie. Matthias Henn packte gleich zweimal einen gefährlichen Kopfball aus – erst verhinderte Keeper Kunz den Treffer, kurz danach war es Cincotta auf der Linie.

Noch zehn Minuten im Ostseestadion und Chemnitz spielte weiter munter nach vorne. Stefan Cincotta war zweimal aus der Distanz zur Stelle, Hansa konnte aber klären und wurde selbst noch einmal aktiv. Ein abgewehrter Ball landete vor den Füßen von Tobias Jänicke, der einen ansehnlichen Distanzschuss rechts oben versenkte und das 1:3 markierte. Ein toller Treffer. Benyamina hatte kurz vor Spielende noch einmal die Gelegenheit zum Anschluss, aber der Versuch scheiterte und es blieb bei einer bitteren 1:3-Heimniederlage zum Jahresabschluss.

F.C. Hansa Rostock – Chemnitzer FC 1:3 (0:1)

Torfolge: 0:1 Dem (16.), 0:2 Fink (63.), 0:3 Fink (73.), 1:3 Jänicke (84.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Kofler (67. Benyamina), Dorda – Andrist, Wannenwetsch (46. Stevanovic), Grupe, Jänicke – Bülbül (46. Ülker), Ziemer

Chemnitzer FC: Kunz – Reinhardt, Dem, Conrad, Cincotta – Türpitz (73. Hansch), Danneberg, Grote, Mast (90. Rodriguez) – Fink (87. Baumgart), Frahn

Duell auf Augenhöhe: Chemnitzer FC zuletzt zweimal punkt- und torlos

Nachdem sich der F.C. Hansa in Erfurt mit dem Auswärtssieg ein wenig rehabilitieren konnte, gilt es für die Mannschaft von Trainer Christian Brand, auch zu Hause nochmal ein Zeichen zu setzen und das letzte Heimspiel des Jahres erfolgreich zu bestreiten. Damit bekämen sowohl Team als auch Fans ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk und der Abstand zum Tabellenkeller wäre zur Jahreswende im Vergleich zu den vergangenen Jahren komfortabel.

Dass diese Mission durchaus schwierig wird, ist allen Beteiligten bewusst. Mit dem Chemnitzer FC kommt schließlich eine Mannschaft, die in den vergangenen vier Auswärtsbegegnungen neun Punkte holte. Seit dem neunten Spieltag setzte es für die Himmelblauen nur drei Niederlagen, wodurch sie sich rasch aus dem unteren Tabellendrittel entfernen konnten und nun sogar die Möglichkeit haben, vor dem F.C. Hansa zu überwintern.

Parallel fällt eine andere Statistik auf: Immer wenn Daniel Frahn ein Tor schießt, verliert der CFC nicht. Nachdem sich der Torjäger zunächst bis zum neunten Spieltag Zeit gelassen hat, um seinen ersten Saisontreffer zu erzielen, verläuft sein Formanstieg seitdem sehr schnell. Bereits acht Tore und drei Vorlagen gelangen dem Sturmpartner von Anton Fink, der anderen Offensivwaffe der Sachsen. Der erfolgreichste Stürmer der Drittligageschichte (110 Torerfolge) trifft auch in dieser Spielzeit wie am Fließband und hat bereits neunmal eingenetzt. Gemeinsam beläuft sich die Anzahl der erzielten Tore in der 3. Liga beim Sturmduo auf 145. Erstaunlich ist es also nicht, dass der CFC mit 27 Treffern zu den besten Offensiv-Teams der Liga gehört.

Trotzdem mussten die Chemnitzer in den vergangenen zwei Wochen kleinere Nackenschläge verkraften. Zunächst verlor man auswärts bei den Preußen aus Münster, eine Woche später waren es die Regensburger, die die Sachsen in der heimischen community4you-Arena ärgerten und klar mit 3:0 gewannen.

Die Bilanz der Heimspiele gegen den Chemnitzer FC sieht für Hansa allerdings positiv aus. 34 Mal empfing man in der Vergangenheit die Sachsen im Ostseestadion. 19 dieser Begegnungen konnten die Rostocker siegreich gestalten. Und noch eine Parallele macht Mut. Auch in der zurückliegenden Saison traf der FCH am letzten Spieltag vor der Winterpause auf den CFC und gewann mit 1:0. Gleichzeitig war dies der erste Heimsieg unter der Leitung von Chef-Trainer Christian Brand, der den Auftakt für die gute Rückrunde darstellte.

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