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22. Spieltag2016/17

1:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
10.02.2017
VfL Osnabrück - 1. FSV Mainz 05 U23
1:2 (1:0)
10.02.2017
VfR Aalen - Rot-Weiß Erfurt
1:1 (0:1)
11.02.2017
Sonnenhof Großaspach - F.C. Hansa Rostock
1:1 (0:1)
11.02.2017
FSV Frankfurt - Chemnitzer FC
0:3 (0:2)
11.02.2017
Fortuna Köln - SV Wehen Wiesbaden
0:0 (0:0)
11.02.2017
FSV Zwickau - Werder Bremen II
2:1 (1:0)
11.02.2017
SC Paderborn - 1. FC Magdeburg
1:1 (1:1)
11.02.2017
Hallescher FC - Jahn Regensburg
1:1 (1:0)
12.02.2017
MSV Duisburg - Preußen Münster
3:2 (1:1)
28.03.2017
Sportfreunde Lotte - Holstein Kiel
0:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Benyamina-Treffer reicht nicht zum Sieg – Hansa und Großaspach trennen sich 1:1

Nur ein Punkt aus den ersten beiden Rückrundenspielen – diesen holprigen Start wollte die Kogge schnellstmöglich bereinigen, auch wenn für das Team von Christian Brand die zweite Auswärtspartie in Folge auf dem Drittliga-Spielplan stand. Bereits am Freitag nahm der FCH den weiten Weg nach Großaspach auf sich, wo der 22. Spieltag auf die Hanseaten wartete.

Die heimstarken Hausherren lagen vor dem Duell drei Zähler vor Hansa und konnten zuletzt am 15. Spieltag in der Mechatronik-Arena vom 1. FC Magdeburg (1:3) geschlagen werden. Eine wichtige Personalie veränderte die SG 94 im Vorfeld der Partie. Keeper Kevin Broll musste nach seinem Patzer gegen Regensburg den Platz zwischen den Pfosten räumen – der erfahrene David Yelldell startete gegen Rostock. In der Offensive kann sich Trainer Oliver Zapel vor allem auf einen Mann verlassen: Der 23-jährige Lucas Röser traf bereits achtmal für den „Dorfklub“ und wollte auch gegen den F.C. Hansa für Gefahr sorgen.

Das Rostocker Trainerteam setzte nicht nur deshalb auf die gleiche Viererkette, die schon in der Vorwoche zusammen agierte. Davor gab es jedoch eine Veränderung: Dennis Erdmann kehrte zurück in die Startformation, verdrängte Stefan Wannenwetsch wieder auf die Bank und sollte die Defensive stabilisieren. Im Hansa-Angriff blieb es dagegen gleich. Soufian Benyamina durfte wieder ran und sollte in vorderster Front den ersten Dreier des neuen Jahres besorgen.

Um 14.02 hatte die einzige Rostocker Spitze auch gleich den ersten Ballkontakt des Spiels und brachte die Kugel ins Spiel. Die erste Abschlussgelegenheit der Kogge ließ auch nicht lange auf sich warten: In der 2. Spielminute kam Dennis Erdmann nach einem Benyamina-Solo im Strafraum zum Abschluss, konnte jedoch nicht genug Druck hinter den Ball bringen. Hansa versuchte die Gastgeber bei eigenem Ballbesitz früh zu attackieren und somit nicht ins Spiel kommen zu lassen. Und das Rostocker Team legte in der 9. Minute gleich die nächste gute Gelegenheit nach: Diesmal war es Erdmann, der mit einem langen Ball hinter die SG-Abwehr Stephan Andrist bediente – doch der Heber landete in den Armen von Keeper Yelldell.

Die Brand-Elf startete gut in den 22. Spieltag und näherte sich weiter an - und wieder hatte Andrist seine Füße im Spiel. Im Duell mit Kai Gehring setzte der Rostocker energisch nach, gewann den Zweikampf und zwang den Defensivmann der SG zu einem Foul – Gelbe Karte für den Innenverteidiger. Auch in der Abwehr zeigte sich der FCH gegen die zweitbeste Offensive verbessert und gut organisiert, sodass die Heimmannschaft zu diesem Zeitpunkt zu keiner gefährlichen Aktion kam.

In der 25. Spielminute gab es dann auch die erste Torannäherung des Gastgebers. Eine gefährliche Freistoßsituation nutzte die SG jedoch nicht, aber Hansa: Marcel Schuhen reagierte blitzschnell, fing den Ball ab und fand mit einem langen Ball Christopher Quiring, der alleine auf das Tor zulief – Sonnenhof kam nur noch durch Lorch in den Zweikampf, dieser brachte Quiring aber zu Fall und sah folgerichtig die Rote Karte. Nun witterte Hansa die Chance und schlug sofort zu: Fabian Holthaus probierte es aus der Distanz und zwang David Yelldell zu einer Abwehr in die Mitte – dort lauerte Soufian Benyamina und schob das Leder zur 1:0-Führung ein.

Die Rostocker-Elf genoss nun eine komfortable Situation. Das Team wollte allerdings trotz Überzahl und Führung weiter dran bleiben und mit hoher Intensität in den Zweikämpfen agieren. Stephan Andrist probierte es nach einer guten halben Stunde mit einer artistischen Aktion, verpasste den Kasten dann jedoch deutlich. Christian Brand forderte nun immer wieder zwei Ballkontakte von seinen Akteuren ein, um die tief stehenden Großaspacher zu bespielen und laufen zu lassen.

Die SGA war nach der Roten Karte jedoch sehr darauf bedacht, zunächst einmal kompakt zu stehen und keinen weiteren Gegentreffer zu kassieren. Hansa nahm die Situation an, blieb weiter hellwach und hielt den Ball sicher in den eigenen Reihen. Zur Halbzeit blieb es bei der knappen, aber verdienten Führung für die Gäste aus Rostock.

Ohne Personalwechsel starteten beide Mannschaften in den zweiten Durchgang. Und dass Hansa hier noch nicht als Sieger feststand, zeigten die ersten Sekunden der zweiten Spielhälfte. Sebastian Schiek feuerte den ersten Torschuss der SGA ab und prüfte Hansa-Keeper Schuhen. Hansa wollte gleich wieder in den Rhythmus aus Halbzeit eins kommen und Sicherheit ausstrahlen – Großaspach kam jedoch mutig aus der Kabine und wollte auch in Unterzahl noch etwas bewegen.

Die Kogge nahm den Kampf jedoch wieder an und hatte in der 53. Minute die Chance, nachzulegen. Amaury Bischoff spielte Tommy Grupe mit einem tollen Pass frei, der schon die Abschlussmöglichkeit hatte, aber noch einmal für Andrist auflegte. Der Schuss der Rostocker Nummer 37 ging jedoch über den Kasten. Und auch die Zapel-Elf blieb weiter aktiv. Pascal Sohm sorgte für den nächsten Abschluss nach einem Freistoß, der aber keinerlei Probleme für Marcel Schuhen darstellte. Doch nur kurz darauf war die SGA eiskalt zur Stelle. Kai Gehring machte den Ball noch einmal scharf und brachte den Ball vor den Fünfmeterraum, wo Topscorer Lucas Röser lauerte und zum 1:1-Ausgleich traf. 

Nun musste sich Hansa schnellstmöglich wieder sortieren und eine Reaktion zeigen. Doch die Gastgeber waren nach dem Ausgleichstreffer oben auf und machten es der Kogge trotz Unterzahl schwer. Es dauerte bis zur 68. Minute, ehe Christopher Quiring mit einer guten Einzelaktion für eine Torannäherung sorgte – aber dabei blieb es auch. Allerdings wurden die Hanseaten jetzt wieder etwas wacher. Tommy Grupe eröffnete den nächsten Angriff mit einem energischen Ballgewinn. Daraufhin kam Soufian Benyamina an den Ball und zog aus 16 Metern ab – Yelldell war jedoch schnell unten und verhinderte den erneuten Rückstand. Das war auch gleichzeitig die letzte Aktion von Benyamina, der kurz danach ausgewechselt wurde. Marcel Ziemer nahm die Position im Sturmzentrum ein.

Nur noch eine knappe Viertelstunde in der Mechatronik-Arena und Hansa wurde wieder aktiver. Wieder war Quiring mit einem Abschluss aus spitzem Winkel. Und es wurde noch offensiver: Tim Väyrynen war nun für Tommy Grupe auf dem Platz. Die mitgereisten Fans peitschten ihr Team auch in der Schlussphase weiter nach vorne und wollten endlich wieder drei Punkte feiern, doch die Zeit sprach eher für Großaspach.

In der 84. Minute ein großer Aufreger im SGA-Strafraum: Nach einer Hereingabe wollte Stephan Andrist zum Ball gehen, wurde jedoch von Gegenspieler Maria attackiert. Schiedsrichter Waschitzki entschied sich allerdings gegen einen Strafstoß. Aber Hansa wollte unbedingt diesen Dreier und blieb dran. Bischoff setzte Ziemer mit einem tollen Pass in Szene, aber der Rostocker Angreifer konnte im letzten Moment von Julian Leist behindert werden. Kurz darauf probierte es auch der eingewechselte Väyrynen noch einmal mit einer guten Flanke, aber im Zentrum fand sich kein Abnehmer.

Eine bittere Punkteteilung für die Kogge, die nach dem ersten Durchgang alles im Griff hatte, doch durch den Ausgleichstreffer von Röser weiterhin auf der Stelle tritt. Nun muss das Team im Ostseestadion endlich den Bock umstoßen und gegen den Halleschen FC punkten.

SG Sonnenhof Großaspach – F.C. Hansa Rostock 1:1 (0:1)

Torfolge: 0:1 Benyamina (28.), 1:1 Röser (61.)

SG Sonnenhof Großaspach: Yelldell – Schiek, Leist, Gehring, Lorch (26. Rote Karte) – Rodriguez (73. Gyau), Sohm (90. Hoffmann), Jüllich, Kwadwo, Maria – Röser

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Holthaus (62. Gardawski) – Andrist, Erdmann, Grupe (81. Väyrynen), Bischoff, Quiring – Benyamina (73. Ziemer)

Großaspach seit fünf Drittliga-Spielen ungeschlagen

Die SG Sonnenhof Großaspach wartet nach der Winterpause genau wie der F.C. Hansa Rostock auf den ersten Sieg in der 3. Liga, dennoch kann das Team von Cheftrainer Oliver Zapel mit einer breiten Brust in das Duell mit der Kogge gehen. Seit fünf Spielen sind die Schwaben ungeschlagen. Nach drei 2:1-Siegen in Folge vor Weihnachten, startete die SGA mit einem 2:2 zuhause gegen Chemnitz in die Rückrunde.  Eine Woche später folgte ein 1:1 in Regensburg.

Was auffällt: Wenn der „Dorfklub“ spielt, klingelt es. In 21 Drittliga-Spielen mit Großaspacher Beteiligung fielen 58 Treffer. Nur bei Partien des Chemnitzer FC (59) ging es noch torreicher zu. Dass die SG Sonnenhof trotz der zweitbesten Offensive (32 Tore) nur auf Tabellenplatz neun rangiert, liegt an der nicht immer sattelfesten Defensive, die vor allem in der heimischen Mechatronik-Arena zu viel Gegentore zulässt. Kein anderer Verein in Liga 3 kassierte zuhause so viele Treffer wie die SGA: 19!

Allerdings konnte auch keine andere Mannschaft im eigenen Stadion so häufig selbst einnetzen – insgesamt 21 Mal – und kann, mit Blick auf die gesamte Torbilanz, verschiedene gefährliche Schützen vorweisen. 16 Treffer steuerte das Mittelfeld der SGA bei (Jüllich, Röttger und Kwadwo kommen insgesamt auf 21 Torbeteiligungen). Topscorer des Teams ist aber ein anderer: Lucas Röser (vorher TSG 1899 Hoffenheim II) kommt auf acht Tore und vier Vorlagen. Seit der Rückrunde erhält er in der Offensive Unterstützung von Winter-Neuzugang Mario Rodriguez (war vorher von Dynamo Dresden an den Chemnitzer FC ausgeliehen), der beim Debüt prompt gegen die „Himmelblauen“ traf. Mit Joseph-Claude Gyan hat sich die SGA zudem mit einem weiteren sehr talentierten Spieler verstärkt. Der US-Amerikaner wurde von Regionalligist Dortmund II verpflichtet und hebt die Qualität des Kaders nochmal zusätzlich an.

Die zahlreichen schmerzhaften Abgängen im vergangenen Sommer (u.a. die beiden Leistungsträger Michele Rizzi und Tobias Rühle sowie Erfolgscoach Rüdiger Rehm), hat die Zapel-Truppe gut weggesteckt und dabei an eine alte Stärke angeknüpft: Teamgeist. Die Schwaben sind im Wintertrainingslager in Berchtesgaden in Oberbayern zusammengerückt und haben in der Vorbereitung mit dem Hallenturnier-Sieg um den AL-KO-Cup auch ein Ausrufezeichen setzen können.

Für Großaspach gilt es in der Rückrunde vor allem darum, die anfällige Abwehr zu stabilisieren (seit dem 14. Spieltag nicht mehr zu Null) und haarsträubende Fehler abzustellen. Der junge Schlussmann Kevin Broll patzte beispielsweise in den beiden ersten Partien nach der Winterpause und wird nun gegen den F.C. Hansa besonders im Fokus und damit auch unter Druck stehen. Denn für die SGA geht es um eine sportliche Revanche.

An das bis dato letzte Aufeinandertreffen zwischen den beiden Teams in der Mechatronik-Arena hat nämlich nur der F.C. Hansa sehr gute Erinnerungen. Marcus Hoffmann köpfte die Kogge am 33. Spieltag zum 1:0-Auswärtssieg und gleichermaßen zu einem wichtigen Erfolg im Abstiegskampf. Für die SGA war es ein herber Rückschlag im Aufstiegsrennen - der Ausgang ist bekannt.

Interessanter Fakt: Auch im April 2016 hatte Großaspach zuvor fünfmal in Folge nicht in der 3. Liga verloren. Zeit für eine Wiederholung der Dinge.

Das Nord-Süd-Duell wird live vom F.C. Hansa-Fanradio und dem Norddeutschen Rundfunk im Fernsehen übertragen.

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