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25. Spieltag2016/17

F.C. Hansa Rostock
1:1
VfR Aalen
Datum
Spielgegner
Ergebnis
03.03.2017
Chemnitzer FC - Fortuna Köln
3:1 (1:1)
04.03.2017
F.C. Hansa Rostock - VfR Aalen
1:1 (0:1)
04.03.2017
Holstein Kiel - SC Paderborn
2:1 (1:1)
04.03.2017
Rot-Weiß Erfurt - FSV Zwickau
1:3 (0:1)
04.03.2017
Jahn Regensburg - Sportfreunde Lotte
2:0 (0:0)
04.03.2017
Sonnenhof Großaspach - FSV Frankfurt
3:1 (0:0)
04.03.2017
Preußen Münster - Hallescher FC
1:1 (0:0)
04.03.2017
1. FC Magdeburg - 1. FSV Mainz 05 U23
1:2 (1:1)
04.03.2017
SV Wehen Wiesbaden - VfL Osnabrück
2:1 (0:1)
05.03.2017
Werder Bremen II - MSV Duisburg
0:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Später Väyrynen-Treffer – 1:1-Punkteteilung gegen den VfR Aalen

Nach dem Punktgewinn in Frankfurt sollten es nach Möglichkeit im eigenen Stadion gegen Aalen wieder drei Punkte werden. Zumal die Kogge im zurückliegenden Heimspiel gegen den Halleschen FC zeigte, dass sie auch endlich wieder zuhause punkten und überzeugen kann. Daran wollte das Team von Cheftrainer Christian Brand anknüpfen und den Gast aus Aalen in der Tabelle überholen.

Der VfR stellte sich jedoch in der Vergangenheit für viele Gegner als schwer bespielbar heraus. Nur viermal verlor die Mannschaft von Trainer Peter Vollmann und spielt trotz geringem Etat eine solide Rolle, auch wenn der beantragte Insolvenzantrag des Vereins der Mannschaft im Nacken sitzt. Es drohen neun Punkte Abzug. Daher will Ex-Hansa-Trainer Vollmann schnellstmöglich weiter Punkte sammeln, um sich weiter von der Gefahrenzone zu entfernen.

Das gleiche Ziel hat der FCH, der gegen den VfR auf eine fehlerfreie Heimbilanz zurückblicken kann. Zwar gab es bisher nur zwei Aufeinandertreffen im Ostseestadion – diese konnten die Rostocker aber jeweils mit 3:0 gewinnen. Und auch am 25. Spieltag der Saison 2016/17 sollte das so bleiben. Allerdings fehlten bei Hansa weiterhin Marcel Ziemer, Ronny Garbuschewski und Timo Gebhart – hinzu kam mit Matthias Henn (muskuläre Probleme) noch ein kurzfristiger Ausfall, wodurch die Viererkette der vergangenen Spiele verändert werden musste. Joshua Nadeau nahm die Position neben Marcus Hoffmann in der Innenverteidigung ein und auch Amaury Bischoff rückte wieder in die erste Elf.

Um 14.04 Uhr führte Maximilian Ahlschwede die Rostocker Mannschaft auf das Spielfeld und die Hansa-Elf wollte auch gegen Aalen von Beginn an Druck machen. Fabian Holthaus probierte es gleich mal über links und kam bis zur Grundlinie durch, wurde dann jedoch entscheidend von Traut bei der Hereingabe behindert. Wenige Augenblicke später setzte auch Dennis Erdmann im Mittelfeld energisch nach und spielte Soufian Benyamina frei, der die erste Ecke der Begegnung herausholte. Der VfR nahm zunächst eine abwartende Position ein und überließ Hansa den Ball. Die Rostocker versuchten diesen gut laufenzulassen, fanden in den ersten Minuten aber keinen Weg durch die kompakte Defensive der Gäste.

Die Vollmann-Elf hatte in dieser Phase nicht häufig den Ball, versuchte aber bei Ballgewinn schnell nach vorne zu kombinieren, sodass der FCH in den Defensivzweikämpfen hellwach sein musste. Die erste gute Abschlusschance ging in der 10. Spielminute an die Kogge: Soufian Benyamina legte einen Pass sofort auf die Außenbahn für Andrist ab, der wieder das Auge für Benyamina hatte – doch der Rostocker Stürmer verpasste den Moment zum Abschluss. Robert Müller konnte für Aalen klären. Kurz darauf kam auch der VfR zur ersten Möglichkeit durch Preißinger, der aus 16 Metern abschloss. Den zentrierten Abschluss nahm Marcel Schuhen jedoch ohne Probleme auf.

Nun versuchte sich Aalen im Spielaufbau und Hansa lauerte auf schnelle Umschaltmöglichkeiten – und bekam diese auch in der 16. Minute: Benyamina holte sich den Ball erneut ab und bediente wieder Andrist, der aus spitzem Winkel vor VfR-Schlussmann Bernhardt auftauchte, den anschließenden Lupfer aber knapp am Kasten vorbeisetzte. Aber auch die Gäste blieben aktiv und beschäftigten den FCH. In der 21. Spielminute entwischte Matthias Morys Joshua Nadeau und war plötzlich frei vor Marcel Schuhen. Der Rostocker Verteidiger kam jedoch zurück in den Zweikampf und bedrängte den Aalener so, dass sein Abschluss das Tor klar verfehlte. Die Partie blieb weiter offen und beide Teams probierten sich in der Offensive. Benyamina schloss für Hansa ab, doch auf der Gegenseite wurde es präziser. Nach 25 Minuten kam Matthias Morys auf der linken Seite zu einer gefährlichen Hereingabe, die durch den gesamten Hansa-Strafraum ging und am langen Pfosten Gerrit Wegkamp fand, der keine Probleme hatte, das 1:0 zu markieren.

Für den VfR war es das erste Tor im Ostseestadion. Wenige Augenblicke später wieder eine Chance für Aalen: Diesmal war es Welzmüller mit einem Freistoß, der knapp das Hansa-Tor verpasste. Aalen übernahm zum Ende der ersten Halbzeit nun immer weiter die Spielkontrolle und beschäftigte den F.C. Hansa zunehmend in der eigenen Hälfte. Nach 35 Minuten versuchte es Maximilian Ahlschwede mit einem Solo und erkämpfte sich eine gute Freistoßposition, die aber nichts einbrachte.

Aalen ließ der Kogge auch in den Schlussminuten des ersten Durchgangs wenig Platz, sodass Hansa zu kaum einer klaren Abschlusschance kam. Standardsituationen sollten dem Team in dieser Phase helfen. Eine Ecken-Variante landete bei Quiring, der den Ball direkt nahm, aber deutlich verzog. Die Gäste zeigten sich im ersten Durchgang griffig und machten es Hansa sehr schwer - es blieb beim 0:1 aus Sicht von Hansa. Die Brand-Elf musste in den zweiten 45 Minuten ein Schippe drauflegen, um den VfR doch nach zu knacken.

Christian Brand reagierte mit Beginn des zweiten Durchgangs und brachte mit Aleksandar Stevanovic und Michael Gardawski zwei frische Kräfte. Dafür blieben Dennis Erdmann und Maximilian Ahlschwede in der Kabine.

Besonders Aleksandar Stevanovic versuchte die Hansa-Offensive zu beleben und seine Mitspieler in Szene zu setzen. Amaury Bischoff spielte nun etwas defensiver und sollte hinter Stevanovic für einen geordneten Spielaufbau sorgen. Doch der VfR Aalen machte es der Brand-Elf weiterhin schwer. Die Gäste standen nun deutlich tiefer und wollten mit der Führung im Rücken erst einmal mit einer sicheren Defensive überzeugen. Somit lief Hansa häufig an, ohne im letzten Drittel für Gefahr zu sorgen.

Dafür sollte aber der in der 63. Minute eingewechselte Tim Väyrynen sorgen. Der finnische Neuzugang kam für Christopher Quiring auf das Feld. Aalen konzentrierte sich weiterhin auf die Defensive, fand offensiv kaum noch statt, schaffte es aber immer noch Hansa vom eigenen Tor fernzuhalten. Die Kogge musste offensiv geduldig zeigen. Erarbeitete sich in der 69. Minute aber eine gute Chance. Der eingewechselte Väyrynen spielte Stephan Andrist frei, der im Strafraum zum Ball ging – genauso wie VfR-Keeper Bernhardt. Andrist kam zu Fall, doch Schiedsrichter Willenborg entschied sich gegen den Strafstoß.

Nur noch 20 Minuten zu spielen und Hansa musste weiter alles investieren, um den tief stehenden Gegner zu bespielen. In der 75. Minute kam der FCH mal wieder zu einer Abschlussmöglichkeit, aber Tim Väyrynen bekam den Ball nicht richtig unter Kontrolle, sodass Robert Müller für den VfR klären konnte. Hansa machte nun noch mehr auf, was den Gästen Raum zum Kontern gab. Gerrit Wegkamp leitete in der 78. Minute einen Aalener Konter ein, den Rico Preißinger abschloss und nur am Querbalken scheiterte.

9.400 Zuschauer feuerten die Mannschaft auch in den Schlussminuten unermüdlich an, aber die Vollmann-Elf ließ einfach wenig zu. Hansa versuchte es noch einmal über rechts mit Gardawski und einem Distanzschuss von Stevanovic, doch es dauerte bis zur 87. Minute, ehe Hansa jubeln konnte. Amaury Bischoff brachte einen Freistoß auf den Elfmeterpunkt, Väyrynen lief ein und schloss direkt ab – der 1:1-Ausgleichstreffer im Ostseestadion. Nun wollte Hansa auch den Dreier und spielte in den letzten Minuten wuchtig nach vorne. Der VfR war mit der Punkteteilung eigentlich zufrieden, kam aber noch zu einem guten Freistoß, der kurz vor Marcel Schuhen abgefälscht wurde, doch die Rostocker Nummer eins rettete den Ball kurz vor dem Einschlag mit einer grandiosen Parade und hielt das 1:1 damit fest.

In der kommenden Woche tritt der F.C. Hansa dann eine Auswärtsreise nach Lotte an, wo das Team bereits am Sonnabend gegen die Sportfreunde spielt.  
 
F.C. Hansa Rostock – VfR Aalen 1:1 (0:1)

Torfolge: 0:1 Wegkamp (25.), 1:1 Väyrynen (87.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede (46. Gardawski), Nadeau, Hoffmann, Holthaus – Andrist, Erdmann (46. Stevanovic), Grupe, Bischoff, Quiring (63. Väyrynen) – Benyamina

VfR Aalen: Bernhardt – Traut, Müller, Geyer, Menig –  Morys (82. Toshev), Preißinger, Welzmüller, Vasiliadis (61. Schulz), Stanese (79. Deichmann) – Wegkamp

Der VfR Aalen ist schwer zu knacken / Remis-Könige kommen nach Rostock

Im Vorfeld der Saison hätte man den VfR Aalen wohl eher zu den Teams gezählt, die sich im unteren Tabellendrittel ansiedeln. Aber der Klub aus der Schwäbischen Alb zeigt sich in der aktuellen Spielzeit gut organisiert und hat zumindest momentan wenig mit dem Abstiegskampf der 3. Liga zu tun.

Großen Anteil hat dabei ein in Rostock sehr bekanntes Gesicht: Peter Vollmann, Hansas Aufstiegstrainer 2011, coacht den VfR seit 2015 und hat trotz eines kleinen Etats aus seiner Mannschaft eine Einheit geformt, die schwierig zu bezwingen ist. Die Schwarz-Weißen mussten sich erst vier Mal geschlagen geben - nur Tabellenführer Duisburg hat weniger Niederlagen. Allerdings sind die Aalener dafür auch die Unentschieden-Könige der Liga. Mehr als die Hälfte der VfR-Spiele endeten mit einer Punkteteilung.

Mit Platz acht und 34 Punkten kann der VfR durchaus zufrieden sein. Schließlich besteht der Kader weitestgehend aus jungen Spielern, die sich erst einmal in der Liga zurechtfinden müssen. Wenn man die Nachwuchs-Teams des SV Werder Bremen und FSV Mainz nicht berücksichtigt, stellt der VfR die jüngste Mannschaft der 3. Liga. Diese jungen Akteure werden durch erfahrene Profis ergänzt- wie zum Beispiel Robert Müller. Der gebürtige Schweriner ist ebenfalls in Rostock gut bekannt und spielte unter Peter Vollmann in Rostock, in Wiesbaden und auch in Aalen. Insgesamt bestritt er unter Vollmann 150 Spiele und ist mit seiner Erfahrung zu einem unverzichtbaren Teil der Aalener geworden. Doch sowohl der Cheftrainer des VfR (1/6) als auch Robert Müller (1/4) konnten in den Duellen gegen den F.C. Hansa nur jeweils einmal als Sieger vom Platz gehen.

Das erste Aufeinandertreffen der laufenden Saison ging typischerweise für Spiele mit VfR-Beteiligung 1:1 aus. Den frühen Treffer von Aalen erzielte Gerrit Wegkamp - Matthias Henn glich für den FCH im zweiten Durchgang aus.

Vor dem Rückspiel im Ostseestadion hat der VfR Aalen mit einer besonderen Hürde zu kämpfen. Die Schwaben haben hohe Schulden und hoffen nun, mithilfe eine Insolvenzplans wieder auf finanziell sichere Beine zu kommen. Allerdings droht dem Verein ein Punktabzug von bis zu neun Zählern, durch den die Vollmann-Truppe in den Abstiegskampf der. 3Liga verwickelt werden würde.

  • Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Aalen
  • Hansa-News vor dem Heimspiel gegen Aalen
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