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26. Spieltag2015/16

0:2
Datum
Spielgegner
Ergebnis
19.02.2016
Stuttgarter Kickers - Holstein Kiel
0:0 (0:0)
20.02.2016
F.C. Hansa Rostock - Erzgebirge Aue
0:2 (0:1)
20.02.2016
Fortuna Köln - SV Wehen Wiesbaden
4:1 (2:0)
20.02.2016
VfL Osnabrück - 1. FC Magdeburg
2:0 (1:0)
20.02.2016
VfR Aalen - Energie Cottbus
3:0 (0:0)
20.02.2016
1. FSV Mainz 05 U23 - VfB Stuttgart II
3:1 (1:1)
20.02.2016
Hallescher FC - Sonnenhof Großaspach
4:1 (1:1)
20.02.2016
Werder Bremen II - Preußen Münster
0:0 (0:0)
20.02.2016
Chemnitzer FC - Dynamo Dresden
2:2 (1:2)
21.02.2016
Rot-Weiß Erfurt - Würzburger Kickers
1:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SV Wehen Wiesbaden
0
0
0
0
0:0
0
0
2
VfR Aalen
0
0
0
0
0:0
0
0
3
SV Werder Bremen II
0
0
0
0
0:0
0
0
4
1. FC Magdeburg
0
0
0
0
0:0
0
0
5
MSV Duisburg
0
0
0
0
0:0
0
0
6
FSV Frankfurt
0
0
0
0
0:0
0
0
7
SC Paderborn 07
0
0
0
0
0:0
0
0
8
FSV Zwickau
0
0
0
0
0:0
0
0
9
Sportfreunde Lotte
0
0
0
0
0:0
0
0
10
1. FSV Mainz 05 II
0
0
0
0
0:0
0
0
11
Sonnenhof Großaspach
0
0
0
0
0:0
0
0
12
Hansa Rostock
0
0
0
0
0:0
0
0
13
Preußen Münster
0
0
0
0
0:0
0
0
14
Rot-Weiß Erfurt
0
0
0
0
0:0
0
0
15
Chemnitzer FC
0
0
0
0
0:0
0
0
16
Hallescher FC
0
0
0
0
0:0
0
0
17
VfL Osnabrück
0
0
0
0
0:0
0
0
18
Holstein Kiel
0
0
0
0
0:0
0
0
19
Fortuna Köln
0
0
0
0
0:0
0
0
20
Jahn Regensburg
0
0
0
0
0:0
0
0

Erzgebirge Aue fügt Hansa erste Heimpleite seit November zu

Auf den deutlichen Heimspielsieg gegen den VfR Aalen (3:0) folgte schon eine Woche später ein weiteres Heimspiel im Ostseestadion, welches ebenfalls von enormer Bedeutung für die Kogge war, denn trotz des Sieges stand der FCH vor dem 26. Spieltag immer noch auf einem Abstiegsplatz. Die Kogge war sich im Vorfeld der Partie bewusst, dass der Sieg über Aalen nur der Anfang sein konnte – gegen den Tabellenzweiten aus Aue wollte die Brand-Elf an die vorherige Leistung anknüpfen und weitere Punkte im Abstiegskampf sammeln. Bei diesem Vorhaben musste Hansa-Coach Brand erneut die Startelf verändern: Maximilian Ahlschwede hatte in der Trainingswoche mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen und wurde gegen die „Veilchen“ von Maik Baumgarten vertreten, der das erste Mal auf der rechten Abwehrseite auflief. Marcel Ziemer meldete sich hingegen fit und konnte gegen die Jungs aus dem Erzgebirge das Torekonto weiter aufbessern.

Brands Gegenüber, Pavel Dotchev, musste in der Gäste-Formation ebenfalls auf einen wichtigen Stammspieler verzichten: Mittelfeldstratege Philipp Riese sah beim vergangenen Punktspiel gegen die Würzburger Kickers (0:0) die 5. Gelbe Karte. Außerdem nahmen die Aue-Spieler Kvesic und Könnecke zunächst auf der Bank Platz – Skarlatidis, Adler und Samson durften dafür von Beginn an gegen Hansa auflaufen.

Zwischen Aue und Hansa gab es nicht nur in der Vergangenheit spannende und mitreißende Spiele, auch am Sonnabendnachmittag trafen zwei Serien in Rostock aufeinander, die sich durchaus sehen lassen konnten: Aue wurde seit vier Monaten nicht mehr besiegt und festigte somit den zweiten Tabellenplatz, der den Wiederaufstieg in Liga zwei bedeuten würde. Die Kogge sicherte das Ostseestadion in den zurückliegenden Drittliga-Partien und wurde seit Anfang November nicht mehr im eigenen Stadion bezwungen.

Unsere Mannschaft startete mit der gleichen Intensität in die Partie, die das Team schon gegen Aalen an den Tag legte. Der FCE spielte in den ungewohnten grünen Trikots und wurde vom FCH häufig ab der Mittellinie attackiert. Die Dotchev-Elf hatte in den Anfangsminuten die höheren Ballbesitzanteile und ließ den Ball sicher in den eigenen Reihen laufen. Den ersten Gäste-Vorstoß über Nicky Adler verteidigte Matthias Henn mit einem beherzten Einsatz und klärte zur Ecke. Die „Veilchen“ agierten mit dem Selbstbewusstsein eines Tabellenzweiten und machten es der Kogge nicht einfach. Unsere Jungs hielten aber mit viel Einsatz und Kampf dagegen, sodass sich ein enges Spiel entwickelte, in dem jeder Zweikampf es in sich hatte.

Die erste Annäherung des neuen Hansa-Sturmduos gab es in der 12. Spielminute: Marcel Ziemer setzte Melvin Platje mit einem Heber in Szene, doch Aue-Verteidiger Susac drängte den niederländischen Neuzugang zur Ecke ab. In der 18. Minute bekamen die Gäste einen Freistoß an der Strafraumkante zugesprochen: Christian Tiffert brachte diesen scharf vor das Tor von Marcel Schuhen, dort tauchte plötzlich Nicky Adler auf und köpfte zum 0:1 ein. Hansa kassierte nach langer Zeit wieder einen Gegentreffer im Ostseestadion und musste nun mehr Offensivaktionen auf den Platz bringen. 

Dass Aue über eine sehr starke Defensive verfügt, zeigte der Aufstiegsaspirant auch in Rostock und unterband die Hansa-Bemühungen zumeist frühzeitig. Der frühe Rückstand erschwerte die Aufgabe für den F.C. Hansa zusätzlich. Die Sachsen spielten weiterhin sehr sicher und verteidigten kompakt – die Brand-Truppe versuchte dagegen zu halten, musste allerdings einen Weg finden, den Defensivverbund aus dem Erzgebirge zu knacken. Kurz vor der Pause versuchte es Dennis Erdmann mit einem langen Ball hinter die Abwehr. Marcel Ziemer wollte diesen Ball um jeden Preis erlaufen, prallte aber mit Aue-Keeper Männel zusammen, der kurz vor „Cello“ am Ball war. 

Kurz darauf steckte Tobias Jänicke für Melvin Platje durch, der jedoch keinen Abnehmer im Zentrum fand. Die Gäste zeigten im ersten Abschnitt, dass sie nicht unverdient auf Platz zwei stehen und waren stets auf dem Posten, sodass Hansa gezwungen war, in der zweiten Hälfe mit mehr Risiko in der Offensive zu agieren.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Hansa-Coach Christian Brand für den in der Woche schon angeschlagenen Marcel Ziemer mit Stephan Andrist einen neuen Spieler. Tobias Jänicke wechselte für Ziemer in die Sturmspitze und Andrist ging auf die rechte Mittelfeldseite. Die Gastgeber kamen mit Schwung aus der Pause und sorgten in der 50. Minute nach einem Freistoß von Garbuschweski für Unruhe im Auer-Strafraum, aber kein Rostocker kam entscheidend zum Abschluss. Eine Minute später kam Aue dann etwas glücklich zum zweiten Treffer. Bei einem Rückpass auf Marcel Schuhen versprang der Ball auf dem Rasen und der folgende Befreiungsschlag der Nummer 1 des F.C. Hansa geriet viel zu kurz. Soukou legte den Ball im Strafraum quer auf Wegner und der vollendete eiskalt.

Trotz dieses Nackenschlages setze der FCH zunächst weiter mutig nach. Eine Flanke von Andrist nahm Platje in der 52. Minute gut an und setzte den Ball anschließend knapp links am Tor vorbei. Drei Minuten später legte Hoffmann im Strafraum per Kopf auf Erdmann ab, doch dieser zog den Ball aus der Drehung ebenfalls knapp links vorbei. Ein Versuch von Gardawski aus 35 Metern zischte nach gut einer Stunde nur knapp über den Querbalken.

Im Anschluss bekam Aue das Spiel wieder besser in den Griff und rief nach einer Ecke in der 69. Minute Gefahr im Rostocker Strafraum hervor. Aber Marcel Schuhen konnte mit der Faust auf der Linie klären. Christian Brand wechselte nach 72 Minuten mit Julius Perstaller für Maik Baumgarten einen weiteren Stürmer ein. Fortan spielte der F.C. Hansa im 3-4-3 weiter - Erdmann ging in die Abwehr und Gardawski rückte ins Mittelfeld vor. In der Schlussphase kamen die Gastgeber noch mehrfach gefährlich vor das Auer-Tor. Nach Flanken von Jänicke und Garbuschweski kam aber niemand zum Abschluss. Ein Schuss von Wannenwetsch aus guter Position blieb in der vielbeinigen Auer-Abwehr hängen.

Aufregung dann noch einmal in der 80. Minute: Nach einem guten Angriff über Wannenwetsch und Perstaller kam Jänicke im Strafraum zu Fall, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Die größte Chance nochmal ins Spiel zurückzukommen hatte dann Stephan Andrist fünf Minuten vor Schluss. Der Schweizer spritzte in einen Ball von Breitkreuz, lief alleine auf Männel zu, aber der Auer-Torhüter rettete mit dem Fuß zur Ecke. In der 87. Minute landete der Ball dann doch noch im Tor der Auer - aber der indirekte Freistoß von Garbuschewski fliegt direkt aufs Tor, wo Männel des Spielgerät einfach durch die Beine gehen läßt - folgerichtig gibt es Abstoß vom Kasten der Gäste, die den Sieg anschließend problemlos nach Hause bringen.

F.C. Hansa Rostock – Erzgebirge Aue 0:2 (0:1)

Torfolge: 0:1 Adler (18.), 0:2 Wegner (51.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Baumgarten (72. Perstaller), Henn, Hoffmann, Gardawski – Jänicke, Erdmann, Wannenwetsch, Garbuschwski (89. Youssef) – Ziemer (46. Andrist), Platje

Erzgebirge Aue: Männel – Rizzuto, Breitkreuz, Susac, Hertner – Skarlatidis ( 73. Handle), Samson,Tiffert, Soukou (61. Könnecke), Adler – Wegner (89. Riedel)

Platz zwei fest im Blick - Der Zweitligaabsteiger ist seit vier Monaten unbesiegt

Das letzte Gastspiel des FC Erzgebirge im Ostseestadion fand am 27. Spieltag der Saison 2011/2012 statt - knapp vier Jahre später kommt der Zweitligaabsteiger aus Aue als Tabellenzweiter der 3. Liga mit dem Traum vom „Wiederaufstieg“ zurück nach Rostock.

Seit dieser Saison ist Pavel Dotchev der neue Cheftrainer der „Veilchen“ und kommt mit dem FCE immer besser in die Spur, sodass Aue sich als klare Nummer zwei hinter Dynamo Dresden herauskristallisiert. Auch im Erzgebirge gab es vor der aktuellen Spielzeit einen personellen Umbruch, der für das neu formierte Team zu Saisonbeginn sogar den 18. Tabellenplatz bereithielt. Doch mittlerweile zeigt sich die Dotchev-Truppe sehr stabil und ist seit elf Partien in der 3. Liga unbesiegt.  Insgesamt zehnmal stand Aue auf einem Tabellenplatz, der zum direkten Aufstieg oder aber zumindest zur Relegation berechtigt - gegen Hansa will der FCE weitere Punkte für den direkten Wiederaufstieg sammeln. Die Mannschaft aus Sachsen zeichnet sich vor allem durch defensive Disziplin aus. Nur 14 Gegentore kassierten die „Veilchen“ in der laufenden Spielzeit - Ligaspitzenwert.

Einer, der auch nach dem Zweitligaabstieg 2014/2015 dem Erzgebirge erhalten blieb - und neben Hansas Tobias Jänicke und Mitspieler Mike Könnecke als einer von nur drei aktuellen Spielern beim bisher letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams in Rostock auf dem Platz standen - ist Martin Männel. Der Mannschaftskapitän trägt seit 2008 das Trikot der Lila-Weißen und zählt auch in der 3. Liga zu den besten Torhütern - bereits 15 Spiele konnte er ohne Gegentor auskommen. Offensiv sind die Sachsen insbesondere in der Breite gut besetzt und haben viele Spieler in den eigenen Reihen, die für einen Treffer gut sind. Doch es ist nicht etwa ein Offensivspieler, der die interne Torjägerliste anführt: Innenverteidiger Steve Breitkreuz ist mit fünf Toren der gefährlichste Akteur im Team. Breitkreuz fehlte am vergangenen Spieltag wegen einer Gelb-Sperre und ist nun gegen Hansa wieder einsatzbereit. Dafür muss Pavel Dotchev auf Mittelfeldmotor Riese verzichten (5. Gelbe Karte).

  • Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue
  • Hansa-News vor dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue
  • PK nach dem 26. Spieltag
  • Interview nach dem 26. Spieltag