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28. Spieltag2015/16

F.C. Hansa Rostock
1:0
Holstein Kiel
Datum
Spielgegner
Ergebnis
01.03.2016
F.C. Hansa Rostock - Holstein Kiel
1:0 (1:0)
01.03.2016
Chemnitzer FC - Sonnenhof Großaspach
0:2 (0:0)
01.03.2016
Hallescher FC - Würzburger Kickers
1:3 (0:1)
01.03.2016
Werder Bremen II - VfB Stuttgart II
0:1 (0:0)
01.03.2016
Fortuna Köln - Preußen Münster
2:1 (1:0)
02.03.2016
Energie Cottbus - Erzgebirge Aue
0:0 (0:0)
02.03.2016
VfR Aalen - 1. FC Magdeburg
0:0 (0:0)
02.03.2016
Stuttgarter Kickers - SV Wehen Wiesbaden
1:0 (0:0)
02.03.2016
1. FSV Mainz 05 U23 - Rot-Weiß Erfurt
1:0 (1:0)
02.03.2016
VfL Osnabrück - Dynamo Dresden
0:3 (0:2)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
17
8
7
2
18:10
+8
31
2
VfL Osnabrück
17
8
5
4
24:19
+5
29
3
Hallescher FC
17
7
7
3
19:13
+6
28
4
Holstein Kiel
17
7
6
4
25:13
+12
27
5
1. FC Magdeburg
17
8
3
6
24:19
+5
27
6
Chemnitzer FC
17
7
5
5
27:19
+8
26
7
VfR Aalen
17
5
10
2
19:14
+5
25
8
Sportfreunde Lotte
17
7
4
6
24:20
+4
25
9
Fortuna Köln
17
7
4
6
18:25
-7
25
10
Hansa Rostock
17
5
8
4
21:17
+4
23
11
FSV Frankfurt
17
5
7
5
24:16
+8
22
12
Sonnenhof Großaspach
17
6
4
7
25:21
+4
22
13
Rot-Weiß Erfurt
17
6
4
7
14:21
-7
22
14
Preußen Münster
17
6
3
8
20:19
+1
21
15
Jahn Regensburg
17
6
3
8
25:28
-3
21
16
SV Werder Bremen II
17
6
2
9
17:28
-11
20
17
SV Wehen Wiesbaden
17
5
4
8
19:21
-2
19
18
SC Paderborn 07
17
5
3
9
18:35
-17
18
19
FSV Zwickau
17
4
4
9
19:27
-8
16
20
1. FSV Mainz 05 II
17
3
5
9
14:29
-15
14

Zweiter Sieg der englischen Woche – Erdmann-Treffer sichert 1:0 über Holstein Kiel

Mit nur drei Vorbereitungstagen ging es für den F.C. Hansa in das nächste wichtige Spiel der 3. Liga, in dem die Kogge den Cottbus-Dreier bestätigen und sich weiter von den Abstiegsrängen entfernen wollte. Zu Gast im Ostseestadion war Holstein Kiel, die vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls mitten im Abstiegskampf steckten, sich aber durch zehn gesammelte Punkte im Jahr 2016 immer mehr in Richtung Tabellenmittelfeld orientieren können.

Hansa-Trainer Christian Brand wollte die negative Bilanz gegen die "Störche" aufbessern und erstmals ein Liga-Spiel gegen die Kieler gewinnen. Dieses Vorhaben sollte in der englischen Woche mit der Unterstützung der eigenen Fans gelingen, doch die siegreiche Startformation aus der vergangenen Partie konnte aufgrund der Sperren von Stefan Wannenwetsch (Gelb-Rot) und Tobias Jänicke (10. Gelbe Karte) nicht erneut antreten und musste vom Rostocker Trainerstab mal wieder umgebaut werden - erst einmal konnte der FCH in der laufenden Saison zwei Spiele mit der gleichen Startelf beginnen. Gegen den Tabellenelften aus Kiel führte Marcel Ziemer das Team nicht nur als Kapitän auf das Spielfeld, unsere Nummer 38 machte zugleich sein 50. Pflichtspiel für den F.C. Hansa. Außerdem durfte Dennis Erdmann wieder von Beginn an auflaufen. Holstein-Trainer tauschte ebenfalls einige Positionen in der Startelf aus, obwohl die Mannschaft ihr letztes Heimspiel gegen den VfR Aalen (1:0) durchaus positiv gestalten konnte.

Mit der Unterstützung von 10.000 Zuschauern ging es für die Hansa-Profis in den 28. Spieltag der 3. Liga. Der FCH wollte von Beginn an zeigen, in welche Richtung das Spiel laufen sollte und war vor allem im Mittelfeldzentrum mit Kofler und Erdmann körperlich zugegen. Die Gäste aus Kiel warteten zunächst etwas ab und überließen der Kogge den Spielaufbau. Die Brand-Elf versuchte es oft über ihren Kapitän, der vorne die Bälle festmachen und verteilen sollte – doch die Kieler Defensive stand gut gestaffelt und ließ bis zur 10. Spielminute wenig zu. Danach probierte es Stephan Andrist erstmals mit einem Kopfball, der aber zu wenig Druck hatte und somit kein Problem für Kiel-Keeper Zentner darstellte.

Nach einer guten Viertelstunde bot sich den Zuschauern im Ostseestadion eine zerfahrene Partie, die hauptsächlich durch intensive Zweikämpfe und Freistoßsituationen bestimmt wurde. Schiedsrichter Patrick Schult bekam viel zu tun, jedoch nur mit kleineren Fouls. In 20. Minute jubelten die mitgereisten Kieler Fans, allerdings nur kurz, denn Manuel Schäffler traf aus einer Abseitspostion, die das Schiedsrichtergespann sofort erkannte. Bei beiden Mannschaften lief offensiv nicht viel zusammen. Hansa probierte es ab und an über die linke Seite mit Gardawski und Garbuschewski – aber es kam keine Gefahr für das gegnerische Gehäuse zustande.

Beide Torhüter waren zu diesem Zeitpunkt ohne echte Abwehraktion. Keine der beiden Mannschaften wollte ihr offensives Engagement erhöhen, daher war es nach 35 Minuten ein mehr als gerechtes 0:0. Dann die erste echte Gelegenheit der Partie: Marcel Ziemer antizipierte richtig und erlief einen freien Ball, nahm die Kugel kurz mit und zog ab – der Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Kogge ließ eine weitere Aktion folgen und strahlte über Gardawski, der sich an der Grundlinie durchsetzen konnte, Gefahr aus - aber den anschließenden Querpass konnte Tim Siedschlag klären. Hansa spürte, dass hier noch vor der Pause etwas gehen konnte. In der 41. Spielminute spielte Ziemer Andrist schön frei, der sofort quer legte. Kiels Herrmann konnte nicht entscheidend klären und legte unfreiwillig vor – der zuletzt suspendierte Erdmann setzte sofort nach und versenkte eiskalt zum 1:0 für die Kogge. Kurz darauf hätte Ronny Garbuschewski sogar auf 2:0 stellen können, verzog aber nach einem Sololauf knapp.

Beide Trainer nahmen zu Beginn der zweiten Spielhälfte keine Wechsel vor und vertrauten auf die Anfangsformationen. Kiel musste jetzt mehr Risiko gehen und die Kogge wollte die sich dadurch bietenden Räume zum zweiten Treffer nutzen. Die Führung gab unseren Profis deutlich mehr Sicherheit in den Aktionen, aber Möglichkeiten zum 2:0 blieben vorerst aus. Hinten agierten die Rostocker jedoch sicher – Marcel Schuhen hatte weiterhin wenig zu tun. Besonders von Kiels Torjäger Steven Lewerenz war kaum etwas zu sehen – Michael Gardawski hatte den Neun-Tore-Mann gut im Griff. Die erste Gäste-Annäherung verteidigte Marco Kofler mit einem energischen Einsatz, sodass die knappe Rostocker Führung bestehen blieb.

Kiel hatte Mühe das Spiel zu machen und Hansa wartete auf Ballgewinne, um dann nachzulegen. In der 66. Minute wechselte der F.C. Hansa zum ersten Mal aus – für Andrist war nun Marcel Gottschling im Spiel. Auch Karsten Neitzel merkte, dass Hansa wenig Raum für Kieler Angriff ließ und brachte mit Maik Kegel einen frischen Mann in die Partie.

Der FCH überließ den Gästen immer mehr Spielanteile und griff erst ab der Mittellinie an. Dann machte es die Brand-Elf allerdings eng, wodurch Kiel zu keiner Entfaltung kam. In der 72. Minute pfiff Schiedsrichter Schult ein vermeintliches Foulspiel von Dennis Erdmann an Fabian Schnellhardt, welcher sich zu einem Schubser hinreißen ließ – diese Aktion bewertete Schiedsrichter Schult jeweils mit Gelb.

Danach tauchte Kiel das erste Mal vor Marcel Schuhen auf, der den gegnerischen Kopfball aber stark parierte und die Null hielt. Im weiteren Spielverlauf wurde die Gangart im Ostseederby etwas härter und das Schiedsrichtergespann bekam einiges zu tun. Den Gästen rannte nun die Zeit weg und die Kogge musste die wütenden Kieler Angriffe weiter konsequent verteidigen, um den in Schlussminuten vielleicht den entscheidenden Konter zu setzen. Nach einer Hansa-Ecke konnte sich Marcel Ziemer in Schussposition bringen, wurde aber im letzten Moment abgeblockt. Eine Minute vor Schluss hatte Marcel Gottschling diesen einen Konter auf dem Fuß, verpasste es aber, sich und die Kogge mit dem 2:0 zu belohnen und das Spiel zu entscheiden. Aber auch knappe sechs Minuten Nachspielzeit änderten nichts daran, dass Hansa weiter konzentriert verteidigte und den nächsten Dreier in der englischen Woche sammelte.

Zum zweiten Mal in dieser Saison gewinnt der FCH damit zwei Spiele in Folge, was enorm wichtig für die Mannschaft ist, die damit eine gute Grundlage für die kommenden Aufgaben gelegt hat, denn schon am Sonnabend geht es zum nächsten Derby. Um 14.00 Uhr kämpft unser FCH beim 1. FC Magdeburg um die nächsten Punkte.

F.C. Hansa Rostock – Holstein Kiel 1:0 (1:0)

Torfolge: 1:0 Erdmann (41.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Gardawski – Andrist (66. Gottschling), Erdmann, Kofler, Garbuschewski – Ziemer (90. Lukowicz), Platje (80. Schwertfeger)

Holstein Kiel: Zentner – Herrmann, Czichos, Sigurbjörnsson (70. Kegel), Kohlmann – Lewerenz (79. Heider), Schmidt, Siedschlag, Schnellhardt – Schäffler (84. Sane), Fetsch

Weiße Weste gegen die Kogge - Im Ligabetrieb hat Holstein Kiel noch nie gegen den F.C. Hansa verloren

In der vergangenen Spielzeit kratzte Holstein Kiel am Aufstieg in Liga zwei und scheiterte denkbar knapp in der Rele- gation an 1860 München. Dann kam das Team schwer in die neue Saison, doch aktuell befindet sich die Mannschaft wieder  auf dem aufsteigenden Ast und will sich nun komplett aus dem Abstiegskampf verabschieden.

Mit Platz 20 begann die Saison 2015/2016 äußerst schlecht für die Truppe von Trainer Karsten Neitzel. Die Kieler gaben mit Hauke Wahl, Patrick Breitkreuz und Rafael Kazior wichtige Säulen ab, bekamen aber auch namhafte Neuzugänge dazu, die sich jedoch erst finden mussten - darunter auch Ex-Hansa-Kapitän Denis-Danso Weidlich, der sich für die "Störche" entschied, aber aktuell nicht zum Stammpersonal zählt. Weiterhin konnte sich Kiel die Dienste von Steven Lewerenz (9 Treffer) und Fabian Schnellhardt (5 Treffer) sichern, die im Holstein-Angriff für mächtig Betrieb sorgen. Aber auch ein defensiver Neuzugang sorgt bei den „Störchen“ nicht nur für Stabilität vor dem eigenen Gehäuse: Innenverteidiger Rafael Czichos kam vor der Saison aus Erfurt und traf bereits sieben Mal für den neuen Arbeitgeber.


Zehn Punkte sammelte das Neitzel-Team im neuen Spieljahr und entfernte sich somit immer mehr von den Abstiegs- rängen und hat aktuell sieben Zähler Vorsprung auf den 18. Tabellenplatz, den Energie Cottbus momentan belegt. Die englische Woche begann für die Kieler ähnlich gut wie für den FCH. Im Heimspiel gegen den VfR Aalen traf Mathias Fetsch, der von Dresden nach Kiel wechselte, in der 40. Minute und sicherte der Mannschaft den Heimdreier. Im Ostseestadion will sich Holstein endgültig aus dem Kampf um den Klassenerhalt verabschieden.

Bei diesem Vorhaben kann der Trainer der Kieler personell beinahe aus dem Vollen schöpfen, denn lediglich die drei Langzeitverletzten Kronholm, Krause und Salem stehen nicht für einen Einsatz an der Ostsee zur Verfügung.

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