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30. Spieltag2016/17

2:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
31.03.2017
1. FSV Mainz 05 U23 - Chemnitzer FC
0:1 (0:1)
01.04.2017
1. FC Magdeburg - Rot-Weiß Erfurt
2:0 (0:0)
01.04.2017
Werder Bremen II - Holstein Kiel
0:2 (0:1)
01.04.2017
Sportfreunde Lotte - VfR Aalen
0:2 (0:2)
01.04.2017
Fortuna Köln - FSV Frankfurt
0:0 (0:0)
01.04.2017
SC Paderborn - Sonnenhof Großaspach
1:2 (1:2)
01.04.2017
MSV Duisburg - Jahn Regensburg
1:1 (1:0)
02.04.2017
VfL Osnabrück - F.C. Hansa Rostock
2:1 (1:0)
02.04.2017
SV Wehen Wiesbaden - Preußen Münster
1:0 (0:0)
02.04.2017
FSV Zwickau - Hallescher FC
2:0 (1:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Last-Minute-Schock in Osnabrück – Hansa unterliegt 1:2 beim VfL Osnabrück

Der 30. Spieltag der 3. Liga führte den F.C. Hansa an die Bremer Brücke zum wiedererstarkten VfL Osnabrück. Die Lila-Weißen konnten sich nach einer kleineren Durststrecke zuletzt mit zwei Siegen in Folge belohnen und schnuppern wieder an den Aufstiegsplätzen. Dabei hat Trainer Joe Enochs vor allem ein Ass im Ärmel: Die Heimstärke! Im heimischen Stadion holten die Osnabrücker bereits 29 Punkte und wollten mit einem Sieg gegen die Kogge zurück auf den dritten Tabellenplatz springen.

Aber auch der F.C. Hansa nahm sich für die Partie am Sonntagnachmittag eine Menge vor. Nach dem bereits 15. Unentschieden (1:1 gegen den SC Paderborn) dieser Saison wollten die Rostocker den Fans endlich mal wieder einen Sieg schenken und damit auch wieder etwas mehr Abstand zwischen sich und die Abstiegsränge bringen.

Hansa-Trainer Brand veränderte die Anfangsformationen im Gegensatz zur Paderborn-Partie gleich viermal - Christian Dorda, Christopher Quiring, Dennis Erdmann und Michael Gardawski rückten wieder in die erste Elf. Soufian Benyamina, Tim Väyrynen und Amaury Bischoff mussten dafür zunächst zusehen – Tommy Grupe fehlte in Osnabrück gesperrt.

Taktisch präsentierte sich der FCH in einem 4-4-2, bei dem Fabian Holthaus eine Position nach vorne rückte und Christian Dorda dafür hinten links verteidigte. Die erste offensive Aktion gehörte auch der Kogge, aber Stephan Andrist jagte eine Freistoß über den Kasten. Und auch der VfL sorgte zunächst mit einem Standard für Gefahr. Jules Reimerink forderte zum ersten Mal Marcel Schuhen, der aber keine Probleme mit dem Abschluss hatte.

Die Osnabrücker machten im eigenen Stadion ordentlich Druck und wollten sofort ihre Heimstärke präsentieren. Hansa hielt aber richtig gut dagegen und hatte in der 6. Minute die erste Großchance des Spiels. Christopher Quiring setzte sich über rechts gut durch und flankte in den Sechzehner. Dort stieg Timo Gebhart hoch und köpfte auf das Tor – Stephan Andrist verlängerte den Ball noch leicht und nur die Latte verhinderte den Rostocker Treffer.

Hansa zeigte sich kompakt und überließ dem VfL den Spielaufbau. Ab der Mittellinie wollte die Brand-Elf dann aber zupacken und den Gegner stören. Der FCH musste immer wieder auf die schnellen Kombinationen der Hausherren aufpassen, die selbstbewusst auftraten und immer wieder mit Tempo kamen. Anthony Syhre probierte es mal aus der Distanz, traf den Ball aber nicht richtig. Die Enochs-Elf suchte nun häufig ihren Topscorer Wriedt, der immer anspielbereit war und die Rostocker Defensive beschäftigte.

In der 15. Minute hatte dann auch der VfL die erste gute Gelegenheit. Eine Ecke landete vor den Füßen von Tobias Willers, der aus fünf Metern den Ball auf das Tor brachte. Doch Hansa-Keeper Schuhen war mit einer klasse Reaktion zur Stelle. Die Niedersachsen spielten weiter direkt nach vorne und forderten Hansa viel ab. Die Hansa-Elf arbeitete aber als Team und stemmte sich gegen den Negativtrend. Die nächste Möglichkeit verzeichneten aber wieder die Lila-Weißen. Sangare hatte über rechts zu viel Platz und kam Strafraum zum Abschluss – der Ball ging knapp über das Gehäuse.

Der FCH blieb weiter in der abwartenden Position und konzentrierte sich darauf, die Angriffswellen des VfL abzuwehren. Doch der Tabellenvierte ließ nicht locker und kam in der 31. Minute mit einer Ecke zum Erfolg. Der Abschluss von Groß konnte noch durch Hoffmann geklärt werden, aber der Nachschuss ging wieder an den VfL und Anthony Syhre, der nachsetzte und aus kürzester Distanz das 1:0 erzielte.

Nun musste Hansa aktiver werden und probierte es gleich mal durch das Zentrum. Timo Gebhart steckte den Ball für Andrist durch, der aber einen Schritt zu spät kam. Die Hausherren übernahmen aber wieder die Kontrolle und erhöhten kurz vor der Pause noch einmal den Druck. Alexander Dercho kam über links bis an den Strafraum und zum Abschluss. Und auch die nachfolgenden Ecke hatte es in sich. Willers machte den Ball am langen Pfosten noch einmal scharf, aber ohne Erfolg. Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Waschitzki zur Pause.

Bei beiden Mannschaften ging es unverändert in die zweite Hälfte. Hansa musste im zweiten Durchgang nun mehr Risiko gehen, um den Rückstand zu egalisieren. Die Brand-Elf war zu Beginn der zweiten 45 Minuten auch das aktivere Team und versuchten den VfL etwas früher anzulaufen. Die Brand-Elf drückte die Osnabrücker in die eigene Hälfte, wartete aber noch auf die große Chance zum 1:1. Nach 53 Minuten näherte sich Timo Gebhart zum ersten Mal in Halbzeit zwei an. Nach einem Freistoß kam der 27-Jährige zum Kopfball. Auch Stephan Andrist probierte wenig später mit einem kuriosen Distanzschuss, der dann aber doch deutlich das Ziel verfehlte.

Der FCH war jetzt gut in der Partie, aber die nächste gute Abschlusschance ging an den VfL. Torschütze Syhre kam im Strafraum frei zum Abschluss, aber Marcel Schuhen war auf dem Posten und verhinderte den zweiten Treffer. Nach 61 Minuten zog Christian Brand dann die ersten Optionen mit einem Doppelwechsel. Marcel Ziemer und Kerem Bübül kamen für Gebhart und Holthaus ins Spiel.

Und Hansa blieb weiter dran. Die Rostocker liefen den Gegner immer wieder früh an, hielten den VfL so vom eigenen Tor weg und wollten Fehler provozieren. Der eingewechselte Bübül probierte es in der 68. Minute einmal vom Sechzehner, aber die klare Chance blieb weiter aus. Nur noch 20 Minuten an der Bremer Brücke. Die Kogge blieb weiter griffig und legte auch personell noch einmal nach. Soufian Benyamina war in der Partie und sollte helfen, noch zum Ausgleich zu kommen.

Der VfL beschränkte sich nun hauptsächlich auf das Verteidigen und lauerte auf Konterchancen, um das Spiel zu entscheiden. Diese Möglichkeit zur Vorentscheidung hatte der VfL in der 80. Minute durch Reimerink, der durch einen langen Ball ins Spiel gebracht wurde und einen Stellungsfehler der Rostocker nutzte – der Pfosten rettete für den FCH. Und die Zeit war auf der Seite des VfL Osnabrück. Hansa glaubte weiter an das Unentschieden, doch klare Einschusschancen blieben weiter Mangelware.

Bis zur 90. Minute. Hansa probierte es weiter und belohnte sich spät für die Mühe. Eine Andrist-Flanke verwandelte Dennis Erdmann zum 1:1. Doch der FCH nicht vom Glück verfolgt wird, zeigte die Nachspielzeit, denn quasi im Gegenzug standen zwei Osnabrücker am langen Pfosten frei und Michael Hohnstedt nutzte den Platz zum 2:1. Ein herber Rückschlag nach dem erkämpften Ausgleich. Diesen muss der F.C. Hansa nun schnell verdauen – schon Mittwochabend geht es für die Kogge weiter. Dann trifft Hansa im heimischen Ostseestadion auf den Spitzenreiter aus Duisburg.

VfL Osnabrück – F.C. Hansa Rostock 2:1 (1:0)

Torfolge: 1:0 Syhre (31.), 1:1 Erdmann (90.), 2:1 Hohnstedt (90.)

VfL Osnabrück: Gersbeck – Engel, Appiah, Willers, Dercho – Sangare (79. Hohnstedt), Groß, Syhre, Reimerink (88. Renneke) – Wriedt (70. Arslan), Heider

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda – Quiring (72. Benyamina), Gardawski, Erdmann, Holthaus (61. Bübül) – Andrist, Gebhart (61. Ziemer)

Osnabrück ist dank starker Reaktion auf Niederlagen-Serie wieder ganz oben dabei

Als Christian Dorda vor rund eineinhalb Jahren mit einem Fernschuss-Hammer das entscheidende Tor beim Auswärtsspiel in Osnabrück erzielte, gab es unter den mitgereisten Hansa-Fans auf der Tribüne fast kein Halten mehr – zu genial war der Treffer, zu wichtig der Sieg. Die Kogge segelte nach vier Spieltagen in der Spitzengruppe der 3. Liga, die „Veilchen“ dagegen rangierten weiterhin ohne Dreier im Tabellenkeller. 19 Monate später haben sich die Ausgangssituationen der beiden Vereine vor dem Nordduell in Osnabrück (Sonntag, 02.04.2017, Anstoß 14 Uhr) ins Gegenteil verkehrt. Hansa kann durch zu viele Punkteteilungen seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge nicht ausbauen, Osnabrück hat sich nach einer Niederlagen-Serie gefangen und klopft nun wieder ganz oben an - auch wegen der eindrucksvollen Stärke im Stadion an der Bremer Brücke.

Bislang ist die Spielstätte eine wahre Festung für die Niedersachsen: 29 ihrer 45 Punkte holten die Lila-Weißen zuhause und führen damit die Heimtabelle der 3. Liga vor Holstein Kiel und Preußen Münster an. Allerdings lässt das Team von Cheftrainer Joe Enochs zu viele Punkte gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte liegen. In den vergangenen Monaten verlor der VfL gegen Mainz II, Bremen II, Wiesbaden und zuletzt Mitte März gegen Erfurt. Für die hohen eigenen Ansprüche der „Veilchen“ eindeutig zu viele Partien ohne Erfolgserlebnis – Osnabrück hätte mit einem konstanteren Saisonverlauf mit Duisburg um die Tabellenspitze konkurrieren können.

Nach zwischenzeitlich vier Niederlagen am Stück hat sich der VfL wieder gefangen und mit neun Punkten aus den zurückliegenden vier Liga-Partien stark zurückgemeldet. Mit der Kogge empfängt Osnabrück nun einen Gegner, der stets für Spannung im Stadion an der Bremer Brücke gesorgt hat und zwei der vier bisherigen Drittliga-Duelle in Niedersachsen für sich entscheiden konnte.

Gefährlichster Mann der Osnabrücker ist mit Abstand Stürmer Kwasi Okyere Wriedt. Bereits elfmal konnte der in Hamburg geborene Ghanaer für seine Mannschaft einnetzen. Damit teilt er sich derzeit den ersten Platz der Torjägerliste der dritten Liga mit vier weiteren Spielern. Der 1,88-Meter große Mittelstürmer war erst im vergangenen Sommer vom Lüneburger SK Hansa aus der Regionalliga Nord nach Osnabrück gewechselt. Seine Qualität stellte der 22-Jährige wieder am vergangenen Wochenende unter Beweis, als er in der 89. Minute den 2:1-Siegtreffer seiner Mannschaft beim Auswärtsspiel in Regensburg erzielte und damit den Sprung auf Platz 3 für sein Team ermöglichte.

Unterstützt wurde Wriedt in der Offensive bislang vom ehemaligen Hansa-Stürmer Halil Savran. Allerdings fällt der etatmäßige Kapitän des VfL mit einem Knorpelschaden bis Ende dieser Saison aus. Mit Addy-Waku Menga spielt ein weiterer Rostocker in Osnabrück, doch auch er kommt derzeit nicht mehr zum Einsatz.

Im Tor kann sich Trainer Joe Enochs auf Keeper Marius Gersbeck verlassen. Die Leihgabe von Hertha BSC Berlin konnte bereits in neun Spielen ohne Gegentor das Spielfeld verlassen und verdrängte die planmäßige Nummer eins Frank Lehmann auf die Ersatzbank.

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