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31. Spieltag2016/17

F.C. Hansa Rostock
1:0
MSV Duisburg
Datum
Spielgegner
Ergebnis
04.04.2017
VfR Aalen - Fortuna Köln
3:0 (3:0)
04.04.2017
Rot-Weiß Erfurt - Werder Bremen II
1:1 (1:1)
04.04.2017
Chemnitzer FC - 1. FC Magdeburg
1:1 (0:0)
04.04.2017
Jahn Regensburg - 1. FSV Mainz 05 U23
2:1 (2:1)
05.04.2017
F.C. Hansa Rostock - MSV Duisburg
1:0 (1:0)
05.04.2017
Hallescher FC - SC Paderborn
1:1 (1:1)
05.04.2017
FSV Frankfurt - FSV Zwickau
0:1 (0:0)
05.04.2017
Preußen Münster - Sportfreunde Lotte
1:0 (0:0)
05.04.2017
Holstein Kiel - SV Wehen Wiesbaden
3:0 (1:0)
05.04.2017
Sonnenhof Großaspach - VfL Osnabrück
1:0 (1:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
8
7
1
0
21:10
+11
22
2
Fortuna Köln
8
5
3
0
16:5
+11
18
3
1. FC Magdeburg
8
6
0
2
16:10
+6
18
4
SV Wehen Wiesbaden
8
4
2
2
11:6
+5
14
5
VfR Aalen
8
3
3
2
13:9
+4
12
6
Hansa Rostock
8
3
3
2
8:5
+3
12
7
Sonnenhof Großaspach
8
3
3
2
10:8
+2
12
8
SV Werder Bremen II
8
3
3
2
9:7
+2
12
9
SpVgg Unterhaching
8
3
1
4
13:17
-4
10
10
SV Meppen
8
2
3
3
12:12
0
9
11
Rot-Weiß Erfurt
8
2
3
3
5:8
-3
9
12
Karlsruher SC
8
2
3
3
8:13
-5
9
13
VfL Osnabrück
8
2
3
3
7:13
-6
9
14
Preußen Münster
8
2
2
4
7:8
-1
8
15
Würzburger Kickers
8
2
2
4
10:14
-4
8
16
FSV Zwickau
8
2
2
4
7:11
-4
8
17
Hallescher FC
8
1
4
3
13:16
-3
7
18
Sportfreunde Lotte
8
2
1
5
8:11
-3
7
19
Chemnitzer FC
8
1
3
4
9:14
-5
6
20
Carl Zeiss Jena
8
1
3
4
5:11
-6
6

Einheit auf dem Platz und auf den Rängen – Bischoff krönt starke Mannschaftsleistung gegen Tabellenführer

Die Last-Minute-Niederlage am vergangenen Spieltag in Osnabrück verschärfte die Situation an der Ostsee erheblich. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge betrug vor dem 31. Spieltag nur noch vier Punkte und das Restprogramm der Kogge hat es in sich. Denn in der englischen Woche bekam es der F.C. Hansa mit dem unangefochtenen Spitzenreiter der 3. Liga zu tun. Der MSV Duisburg hat seit dem 9. Spieltag die Tabellenführung inne und ist in der aktuellen Spielzeit nur schwer zu schlagen.

Eine der vier Mannschaften, die den MSV besiegen konnte, war der FCH, der in der Hinrunde drei Punkte aus Duisburg entführte. Nun benötigte die Kogge eine ähnliche Leistung, um zu zeigen, dass sie den Abstiegskampf angenommen hat und sich der schwierigen Situation stellt. Dabei wollte die Brand-Truppe vor allem die Zuschauer auf ihre Seite bekommen, damit noch einmal ein paar entscheidende Prozente freigesetzt werden.

Mit einer kurzen Trainingswoche bereitete sich die Mannschaft auf die „Zebras“ vor und wollte – auch wenn es nicht leicht werden würde – gegen die Duisburger mutig antreten. Hansa-Trainer Brand veränderte die Anfangsformationen im Gegensatz zur Osnabrück-Partie auf drei Positionen: Marcel Ziemer, Amaury Bischoff und Tobias Jänicke rückten für Timo Gebhart, Christopher Quiring und Fabian Holthaus in die erste Elf und sollten mithelfen, den Erfolg zurückzubringen. Für Tobias Jänicke, der zuletzt nur noch für die zweite Mannschaft auflief, war es die erste Kaderberufung seit dem 21. Spieltag.

Um 19 Uhr lief das Team zur Schalparade ins Ostseestadion ein und fieberte dem Flutlichtspiel entgegen, in dem die Kogge zuerst auf die Südtribüne spielte. Hansa versuchte den Spitzenreiter gleich einmal zu überraschen und stellte den MSV bei eigenem Abschlag zu. Die erste gefährliche Aktion leitete Marcel Ziemer ein, der Stephan Andrist in den freien Raum schickte – aber die Gäste konnten die Situation zur Ecke klären.

Kurz darauf meldete sich auch der MSV zum ersten Mal vor dem Hansa-Tor an. Iljutcenko wurde 18 Meter vor dem Kasten gefoult und sicherte seinem Team somit eine gute Freistoßmöglichkeit. Wiegel trat an und verfehlte das Tor nur knapp. Die Duisburger übernahmen nun mehr und mehr die Spielkontrolle und kamen zur nächsten Halbchance durch Brandstetter. Hansa musste sich in das Spiel kämpfen und kam wieder über Ziemer, der den Ball gut weiterleitete und verteilte. Die Hereingabe konnte die Gäste-Mannschaft von Trainer Gruev verteidigen – kurz darauf war sie geschlagen. Ahlschwede brachte den Ball erneut in die Gefahrenzone, dort konnte Erat zunächst klären, legte aber gleichzeitig für Amaury Bischoff auf. Dieser nahm den Ball direkt und ließ MSV-Keeper Flekken keine Chance. 1:0 in der 10. Spielminute und der erste Treffer für Bischoff im Hansa-Trikot.

Ein erlösender Treffer für den F.C. Hansa, der nun aber weitermachen und den Gegner bekämpfen wollte. Die Duisburger zeigten sich jedoch wenig beeindruckt, sodass Hansa alles reinwerfen musste.  Die Brand-Elf stand nun etwas tiefer und wollte Fehler der „Zebras“ provozieren, die immer wieder durch das Zentrum mit Schnellhardt und Albutat kamen. Der FCH stand dort jedoch sicher und hielt die Gäste weitestgehend vom eigenen Gehäuse fern. Bis zur 23. Minute: Dann war es erneut ein Freistoß, der für Gefahr sorgte. Diesmal probierte es Schnellhardt – dort fehlte wieder nicht viel.

Die Mittwochabendpartie blieb weiter offen. Der MSV rannte an – Hansa wollte über Ballgewinne und schnelle Konter nachlegen. Und das Rostocker Spiel ging in der 30. Minute fast ein zweites Mal auf. Jänicke schaltete schnell und eroberte den Ball. Stephan Andrist brachte daraufhin die scharfe Hereingabe zu Ziemer, der direkt abschloss – diesmal konnte Flekken den Schuss gerade noch zur Ecke ablenken.

Duisburg versuchte weiter einen Weg zu finden, die Hansa-Abwehr zu knacken. Doch die Hanseaten agierten aus einer guten Ordnung heraus, ließen den MSV spielen und packten dann rechtzeitig zu. Nach 40 Minuten dann die erste Schrecksekunde für Hansa: Amaury Bischoff blieb auf Höhe der Mittellinie liegen und verletzte sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers. Der Torschütze musste wenig später mit der Trage in die Kabine gebracht werden und wurde durch Fabian Holthaus ersetzt. Dadurch rückte Tobias Jänicke weiter ins Zentrum – Holthaus übernahm dafür die linke Seite des FCH und fügte sich gut ein.

Wenig später pfiff Schiedsrichter Reichel zur Pause. Eine kämpferische Leistung der Kogge, die den Tabellenführer mit viel Leidenschaft und Einsatz bespielte. Diese wollte das Team von Trainer Brand auch wieder in den zweiten Durchgang mitnehmen, damit der FCH am Ende wieder ein wichtiges Erfolgserlebnis einfahren kann.

Für beide Mannschaften ging es unverändert in den zweiten Durchgang. Hansa versuchte gleich wieder auf Betriebstemperatur zu kommen und an die ersten 45 Minuten anzuknüpfen. Maximilian Ahlschwede eroberte kurz nach Wiederanpfiff den Ball und leitete einen Konter ein, den Holthaus aber mit dem schwächeren linken Fuß verzog. Die Rostocker präsentierten sich auch in der zweiten Hälfte als Team, in dem jeder für den anderen ackerte.

Der MSV biss sich weiter die Zähne am FCH aus. Die Brand-Elf ließ in dieser Phase nichts zu und zwang die Gäste mit guten Umschaltsituationen häufig zu einem Foulspiel. Wiegel, Schnellhardt und Poggenberg waren nun allesamt mit dem gelben Karton verwarnt.

Erst nach 60 Minuten kamen die Duisburger mal wieder zum Abschluss, wenn auch etwas zufällig. Der Ball landete vor den Füßen vor Brandstetter, dieser fackelte nicht lange – der Ball wurde noch abgefälscht und rollte knapp am Hansa-Tor vorbei. Auf der Gegenseite versuchte es Marcel Ziemer aus Distanz, bekam aber nicht genug Druck hinter den Ball. Und wieder Hansa: Über links rückte Holthaus vor und brachte über Ziemer Andrist ins Spiel – doch der Ball ging über das Tor.

Nach 64 Minuten konnte dann Marcel Schuhen zum ersten Mal eingreifen. Der Rostocker Schlussmann war bei der großen Ausgleichchance durch Onuegbu hellwach und einer Schritt schneller als der Gäste-Angreifer.

Hansa wollte unbedingt den Sieg und arbeitete in jedem Zweikampf für den Erfolg. Wodurch jedoch die nächste Schrecksekunde für Hansa entstand. Matthias Henn versuchte eine Duisburger Hereingabe mit dem Kopf zu klären und prallte dabei mit dem Pfosten zusammen. Aber der Routinier konnte weitermachen.

Der Spitzenreiter der 3. Liga schaltete nun noch einmal einen Gang hoch und drückte Hansa etwas weiter in die Defensive. Doch Hansa hatte die Möglichkeiten. In der 75. Spielminute war es Ahlschwede, der erst Gegenspieler Poggenberg aussteigen ließ und dann aus der Distanz abzog. Der Abschluss ging haarscharf am Tor vorbei. Duisburg probierte irgendwie Hansa zu knacken, fand aber selten einen Weg. Die Kogge stand weiter gut und war näher am 2:0 als der Gast am Ausgleich. Nach 80 Minuten war Stephan auf dem Weg zum 2:0, doch das Schiedsrichterteam entschied sich nach langer Überlegung, doch den Vorteil zurückzupfeifen – Ziemer wurde an der Mittellinie gefoult.

Duisburg wollte nun zur Schlussoffensive ansetzen und kam zur ersten echten Chance der zweiten Hälfte. Dustin Bomheuer köpfte den Ball nach einer Ecke über das Hansa-Tor. Dann wechselte die Kogge zum zweiten Mal und brachte für Marcel Ziemer Soufian Benyamina in die Partie. Und der FCH arbeitete weiter am zweiten Treffer. Diesmal probierte es Holthaus alleine und war beinahe aus kurzem Winkel erfolgreich, aber Flekken hatte die Finger im Spiel.

Dann kam der MSV aber doch noch zur Großchance. Plötzlich war Thomas Bröker frei durch und hatte nur noch Schuhen vor sich. Der blieb ganz cool und pflügte dem Angreifer den Ball vom Fuß. Auf der anderen Seite hatte Andrist dann die Entscheidung auf dem Fuß, doch Duisburg war mit einem Bein dazwischen. Die letzte Aktion von Andrist, der kurz darauf Feierabend hatte – Ronny Garbuschewski kam dafür zum Comeback.

Doch auch vier Minuten Nachspielzeit änderten nichts daran, dass der F.C. Hansa als verdienter Sieger vom Platz ging und endlich wieder dreifach punktete. Ein Sieg, erkämpft mit großer voller Leidenschaft und Wille, den sich das Team über 90 Minuten hart erarbeitet hat. Aber schon am kommenden Sonntag muss und will das Team nachlegen. Dann geht es gegen die zweite Mannschaft des FSV Mainz 05.

F.C. Hansa Rostock – MSV Duisburg 1:0 (1:0)

Torfolge: 1:0 Bischoff (10.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda – Andrist (89. Garbuschewski), Gardawski, Erdmann, Bischoff (40. Holthaus), Jänicke – Ziemer (80. Benyamina)

MSV Duisburg: Flekken – Erat, Bajic, Bomheuer, Poggenberg – Wiegel (59. Onuegbu), Albutat, Schnellhardt, Engin (79. Dausch) – Brandstetter (70. Bröker), Iljutcenko

Mit einem Bein in Liga zwei: Der MSV Duisburg hat den direkten Wiederaufsteig weiter im Blick

Mit 54 Punkten aus 30 Spielen liegen die Zebras aus Duisburg weiterhin voll im Soll. Der MSV führt die Liga nun schon seit dem 9. Spieltag ununterbrochen an und will diesen Status auch bis zum Ende der Saison verteidigen.

Nach dem schwierigen Gang in Liga drei hielt der Club an Trainer Gruev und Sportdirekter Grlic fest und nun scheint sich das Vertrauen auszuzahlen. In der laufenden Spielzeit wurde der MSV nur viermal besiegt - da hält nur der VfR Aalen (5) mit - und spielt konstant um den Wiederaufstieg. Dabei zeigt vor allem ein Blick auf das Torverhältnis, wie abgezockt und aufstiegsreif die Zebras spielen. Mit nur 36 erzielten Treffern wäre das Team aus der Rhein-Ruhr-Region nur Mittelmaß, aber die starke Defensive reißt einiges heraus - neunmal bezwangen die Duisburger ihre Gegner mit einem Tor Vorsprung.

Großen Anteil hat daran sicherlich der ausgeglichene Angriff der Blau-Weißen. Mit Brandstetter, Janjic, Onuegbu und Iljutcenko hat Ilia Gruev vier torgefährliche Akteure zur Verfügung, die die MSV-Treffer zumeist gerecht aufteilen. Der 30-jährige Janjic erzielte in fünf Drittliga-Jahren bereits 61 Treffer und zählt auch 2016/17 zu den Top-Scorern des MSV Duisburg.

Etwas weiter hinten spielt häufig das Innenverteidiger-Duo Bajic/Bomheuer, wobei die Situation um den 25-jährigen Bomheuer eine besondere Entwicklung genommen hat. Der große Abwehrmann wurde zu Saisonbeginn noch aussortiert, glaubte aber an einen Verbleib und überzeugte Trainer Gruev. Nun ist Bomheuer aber gesetzt und mit vier Treffern der gefährlichste Abwehrspieler der 3. Liga.

Doch im Hinspiel zwischen dem FCH und dem MSV konnte auch die stabile Abwehr des Spitzenreiters nichts machen. Denn eine der vier Niederlagen fügte Hansa den Duisburgern zu. Marcel Ziemer traf kurz vor Schluss mit einem sehenswerten Tor per Fallrückzieher. Kurz vor Schluss sah Duisburgs Schnellhardt sogar noch die Rote Karte - passend zur ohnehin intensiven Partie.

Überhaupt präsentiert sich der MSV sehr energisch und aggressiv - daher ist die Gruev-Truppe auch in der Fairplay-Tabelle mit zwei Roten Karten und 65 Gelben oben dabei. Den zweiten Roten Karton sah Baris Özbek und sorgte in der laufenden Spielzeit wohl für einen der größten Aufreger. Nach der Partie bei den Sportfreunden Lotte wurde Özbek für acht Spiele gesperrt.

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