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31. Spieltag2015/16

2:2
Datum
Spielgegner
Ergebnis
18.03.2016
Würzburger Kickers - Fortuna Köln
4:1 (1:1)
18.03.2016
Erzgebirge Aue - Hallescher FC
4:0 (1:0)
18.03.2016
VfB Stuttgart II - VfL Osnabrück
0:1 (0:0)
19.03.2016
Dynamo Dresden - F.C. Hansa Rostock
2:2 (1:0)
19.03.2016
1. FSV Mainz 05 U23 - Werder Bremen II
2:2 (1:1)
19.03.2016
SV Wehen Wiesbaden - Energie Cottbus
0:0 (0:0)
19.03.2016
Preußen Münster - VfR Aalen
0:2 (0:2)
19.03.2016
Sonnenhof Großaspach - Stuttgarter Kickers
1:1 (0:1)
20.03.2016
Rot-Weiß Erfurt - Chemnitzer FC
()
20.03.2016
1. FC Magdeburg - Holstein Kiel
()
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
9
5
3
1
11:6
+5
18
2
Sportfreunde Lotte
9
5
2
2
15:11
+4
17
3
VfL Osnabrück
9
5
2
2
14:12
+2
17
4
Fortuna Köln
9
5
1
3
12:12
0
16
5
Holstein Kiel
9
4
2
3
13:6
+7
14
6
VfR Aalen
9
3
5
1
12:9
+3
14
7
Jahn Regensburg
9
4
2
3
16:15
+1
14
8
SV Wehen Wiesbaden
9
4
1
4
13:9
+4
13
9
Hansa Rostock
9
3
4
2
11:7
+4
13
10
1. FC Magdeburg
9
4
1
4
14:11
+3
13
11
Hallescher FC
9
3
4
2
10:9
+1
13
12
Sonnenhof Großaspach
9
3
3
3
16:12
+4
12
13
Chemnitzer FC
9
3
3
3
11:10
+1
12
14
SC Paderborn 07
9
4
0
5
14:17
-3
12
15
Rot-Weiß Erfurt
9
3
2
4
9:13
-4
11
16
FSV Frankfurt
9
2
4
3
12:12
0
10
17
SV Werder Bremen II
9
3
0
6
9:19
-10
9
18
FSV Zwickau
9
2
2
5
10:17
-7
8
19
Preußen Münster
9
2
1
6
10:14
-4
7
20
1. FSV Mainz 05 II
9
1
2
6
8:19
-11
5

Irre Schlussphase im Traditionsduell - Hansa kommt zweimal zurück

Am 21. Mai 1983 feierte die Kogge den letzten Auswärtsdreier (4:1) bei Dynamo Dresden – knapp 33 Jahre später nahm der F.C. Hansa einen neuen Anlauf und reiste mit einem 4:0-Heimsieg im Rücken zum souveränen Spitzenreiter der 3. Liga. Die Sachsen ließen zwar in den vergangenen Wochen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte Punkte liegen (VfR Aalen 0:0, Stuttgarter Kickers 1:1), sind aber dennoch eine Heimmacht und hatten gegen den FCH beinahe alle Mann an Bord – lediglich Fabian Müller fehlte gesperrt und wurde durch Niklas Kreuzer ersetzt. Dabei bekam es die Rostocker Defensive, die zuletzt in drei von vier Partien zu Null spielte, vor allem mit Justin Eilers und Pascal Testroet zu tun, auf deren Konto mehr als die Hälfte der Dresdener Tore geht. Während die SGD ohne Verletzungssorgen und mit nur einer Sperre antrat, musste Hansa-Trainer Christian Brand mal wieder eine notgedrungene Veränderung vornehmen: Marcel Ziemer sah gegen Wehen Wiesbaden die 5. Gelbe Karte und wurde gegen Dresden durch Michael Gardawski ersetzt, der allerdings im Mittelfeld agierte. Somit startete Melvin Platje als einziger Stürmer, der jedoch von einem kompakten Mittelfeld unterstützt werden sollte.

Unter der Leitung des erfahrenen Schiedsrichters Michael Weiner (236 Bundesliga-Spiele) startete die 61. Auflage des Traditionsduells im DDV-Stadion. Hansa begann mutig und hatte schon in der 2. Minute die erste Gelegenheit, den Spitzenreiter zu schocken: Plötzlich kam der Ball hinter die Abwehr der Gastgeber – Stephan Andrist schaltete am schnellsten und war auch rechts durch, das frühe 1:0 blieb jedoch aus, da Dynamo-Keeper Blaswich mit Hilfe des Pfostens parierte. Doch der Gastgeber zeigte sich ebenfalls in der Offensive und kam durch Pascal Testroet kurz darauf zum Abschluss – munterer Beginn auf beiden Seiten.

Die Kogge nahm die Worte von Cheftrainer Brand ernst und versuchte keinesfalls nur defensiv zu agieren. Michael Gardawski und Ronny Garbuschewski sollten aus dem Zentrum für Gefahr sorgen und bezogen auch immer wieder die Außenpositionen ein. Der Tabellenführer der 3. Liga übernahm nach einer knappen Viertelstunde mehr Spielkontrolle und erarbeitete sich durch Lambertz den nächsten Torabschluss. Unsere Profis machten es den Sachsen jedoch nicht einfach und verteidigten kompakt, um dann schnell ins Umschaltspiel zu kommen. In der 18. Minute Spielminute musste Hansa-Keeper Schuhen das erste Mal ernsthaft eingreifen und wurde nach einem SGD-Freistoß zur Parade gezwungen. Die Hausherren erhöhten nun etwas den Druck und drängten den FCH weiter zurück.

Doch die Brand-Elf befreite sich aus dieser Situation und setzte selbst wieder ein Zeichen: Melvin Platje legte den Ball schön in den freien Raum und Stephan Andrist kam zum nächsten Versuch, aber Dresden-Kapitän Hefele blockte den Ball rechtzeitig. Aber dann ein Geniestreich vom Torjäger der Sachsen: Eine Hereingabe von Marvin Stefaniak schien schon geklärt, doch Justin Eilers erlief den Ball im Strafraum und traf per Hacke aus kurzer Distanz zum 1:0 für Dresden.

Der F.C. Hansa schüttelte sich kurz und machte sich schnellstmöglich auf, den Ausgleich zu erzielen – Ronny Garbuschewski prüfte Janis Blawich mit einem gefährlichen Distanzschuss. Hansa änderte nichts an der Spielanlage und gestaltete die Partie weiterhin offen, sodass nicht nur die Rostocker, sondern auch die Mannschaft von Trainer Neuhaus immer wieder Gefahrensituationen ausgesetzt waren. Nach 38 Minuten drängte der SGD-Torschütze in den Strafraum und ging im Zweikampf mit Maximilian Ahlschwede zu Boden – Schiedsrichter Weiner überlegte keinen Moment und entschied sofort auf „weiterspielen“. Unsere Profis versteckten sich auch in den letzten Sequenzen des ersten Abschnitts nicht und kamen nach einem Garbuschewski-Standard zur nächsten Gelegenheit durch einen Kopfball von Stephan Andrist. Beim FCH ging viel über die rechte Seite, über die auch die letzten Aktionen der ersten Halbzeit liefen – mit einem engen 1:0-Rückstand pfiff Weiner zur Pausenansprache.

Zur zweiten Halbzeit wurden nicht nur die Seiten gewechselt, auch Christan Brand tauschte einmal aus und brachte Stefan Wannenwetsch für Tobias Jänicke – Maximilian Ahlschwede trug nun die Kapitänsbinde. Und der neue Mann probierte es nach einer Minute gleich einmal mit einem Fernschuss, der Blaswich allerdings ohne Probleme parierte. Hansa kam besser aus der Kabine und holte in der 51. Minute durch Michael Gardawski einen aussichtsreichen Freistoß heraus, den Andrist aber knapp verzog. Dann meldete sich aber auch Dynamo zurück und erzeugte durch einen Kopfball von Eilers Torgefahr.

Die Partie blieb weiterhin offen und Hansa investierte viel für den Ausgleichstreffer, musste defensiv aber immer hellwach bleiben. Platje feuerte in der 62. Spielminute den nächsten Warnschuss ab. Im weiteren Spielverlauf eroberte sich der Gastgeber wieder mehr Spielkontrolle und Christian Brand reagierte – Lukowicz und Youssef kamen für Platje und Garbuschewski. In der 69. sorgte erneut Justin Eilers für Gefahr und war nach einen Zuspiel von Aosman zur Stelle, aber Ahlschwede und Schuhen konnten den Angreifer entscheidend stören. Hansa probierte es nochmal nach vorne und wollte  den Ausgleich – schneller Ballgewinn im Mittelfeld und dann der Abschluss von Wannenwetsch, jedoch zu ungenau für das Dresden-Tor. Der Spitzenreiter verteidigte nun hauptsächlich und ließ Hansa kommen, um dann vielleicht den entscheidenden Konter zu setzen. Justin Eilers hatte diesen Konter auf dem Fuß, scheiterte aber mit einem Lupferversuch an Marcel Schuhen. Die Kogge ließ nicht locker, zeigte weiterhin eine couragierte Leistung und kam zu Standards - und wie! Eine Ecke von links köpfte Marco Hartmann am chancenlosen Blaswich vorbei in den eigenen Kasten (82.). Der Ausgleich!



Es wurde jetzt richtig spannend, denn Dynamo wollte die drei Punkte einfahren und lief wütend an. Nur vier Minuten später tauchte wieder Eilers vor Schuhen auf, konnte den Ball aus spitzem Winkel gegen Nummer 1 der Kogge aber nicht verwerten. Besser machte es dagegen der eingewechselte Andrich aus kurzer Entfernung nach Vorarbeit von Stefaniak - die erneute Führung für den Gastgeber in der 87. Spielminute. Doch diese sollte nicht lange halten: Maximilian Ahlschwede fasste sich nur 120 Sekunden später ein Herz und zog aus der Distanz ab. Unmittelbar vor Blaswich wurde der Abschluss noch leicht von SGD-Pechvogel Hartmann abgefälscht, sodass sich der Schlussmann der Sachsen erneut geschlagen geben musste und im Gästefanblock, auf der Hansa-Bank und unter den FCH-Profis alle Dämme brachen. Der verdiente Ausgleich und gleichzeitig der Schlusspunkt eines packenden Traditionsduells.



Der F.C. Hansa nimmt damit einen Punkt aus Dresden mit nach Rostock und klettert vorübergehend auf Tabellenplatz 13, da Rot-Weiß Erfurt erst am Sonntag gefordert ist und die direkten Konkurrenten ebenfalls unentschieden spielten.



Nach dem Pokalwochenende (Hansa gastiert am 26.03.2016 im Halbfinale des Lübzer Pils Cup bei Mecklenburg Schwerin) trifft die Kogge zuhause auf den SC Preußen Münster, der am 31. Spieltag eine 0:2-Heimpleite gegen den VfR Aalen hinnehmen musste.





SG Dynamo Dresden – F.C. Hansa Rostock 2:2 (1:0)

Torfolge: 1:0 Eilers (28.), 1:1 Hartmann (ET, 82.), 2:1 Andrich (87.), 2:2 Ahlschwede (89.)

SG Dynamo Dresden: Blaswich – Kreuzer, Modica, Hefele, Holthaus – Aosman (76. Andrich), Lambertz (65. Müller), Hartmann – Stefaniak, Testroet (85. Kutschke), Eilers

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda – Jänicke (46. Wannenwetsch), Erdmann, Garbuschwski (67. Lukowicz), Gardawski, Andrist – Platje (67. Youssef)

Mit Rückenwind an die Elbe - die Kogge gastiert beim Tabellenführer Dynamo Dresden

Wenn die Hanseaten am kommenden Sonnabend in die sächsische Landeshauptstadt reisen, dann haben sie eine Menge Rückenwind im Gepäck. Nach dem furiosen und befreienden Heimsieg gegen Wehen Wiesbaden (4:0) kann der F.C. Hansa Rostock im Kampf um den Klassenerhalt wieder ein wenig mehr durchatmen und hat trotz der siegreichen Konkurrenz im Tabellenkeller vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Geschuldet ist dieses kleine Polster vor allem der Form der Rostocker in den vergangenen sechs Spielen: Durch vier gewonnene Duelle und nur zwei Niederlagen seit dem 25. Spieltag konnte das Team von Cheftrainer Christian Brand zwölf Punkte einsammeln. Nur zwei Mannschaften weisen eine ähnliche Bilanz auf und das sind einerseits der kommende Gegner, die SG Dynamo Dresden, der ebenfalls zwölf Punkte aus den vergangenen sechs Begegnungen mitnahm (drei Siege, drei Unentschieden) und die Würzburger Kickers, die sich im gleichen Zeitraum sogar 13 Punkte erspielen konnten.

Für die Elbstädter läuft die Saison vollkommen nach Plan. Bereits zum Ende der vergangenen Spielzeit wurde das Ziel Aufstieg für die aktuelle Saison ausgegeben. Mit der Verpflichtung von Coach Uwe Neuhaus und namhaften Verstärkungen sollten schon früh die Weichen für eine erfolgreiche Saison 2015/16 gestellt werden, was auch eindrucksvoll glückte. Seit dem 3. Spieltag der laufenden Saison stehen die Sachsen an der Spitze des Drittligatableaus und haben aktuell elf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Nur zweimal musste man als Verlierer vom Platz gehen, während man 17 Siege einfahren konnte. Die Rückkehr in die zweithöchste deutsche Spielklasse scheint also nur noch Formsache zu sein. Ein Grund für die starke Saison von Dynamo ist eindeutig die hervorragende Offensive. Allein das Sturmduo um Justin Eilers (17 Tore) und Pascal Testroet (16 Tore) brachte den Ball 33 Mal im Netz des Gegners unter und erzielte damit mehr als die Hälfte aller Dresdener Treffer (59). Für die Abwehrrecken um Matthias Henn und Marcus Hoffmann bedeutet diese Quote eine Menge Arbeit beim kommenden Duell.

Trotz der anhaltenden guten Form tut sich die Mannschaft von Uwe Neuhaus gegen Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel eher schwer. Aus vergangenen sechs Partien gegen vermeintliche Abstiegskandidaten konnte seit dem 20. Spieltag nur ein Sieg gegen die Zweitvertretung von Werder Bremen erzielt werden. Die restlichen Spiele endeten Unentschieden oder sogar mit einer Niederlage, wie am 22. Spieltag gegen Rot-Weiß-Erfurt (2:3). Kurios verlief dabei vor allem der vergangene Spieltag. Wegen insgesamt drei nicht gegebenen Treffern endete das Match gegen den VfR Aalen mit 0:0. Sucht man den bis dato letzten Sieg der Sachsen gegen ein Team der ehemaligen DDR-Oberliga, muss man sogar bis ins vergangene Jahr zurückblicken. Ein 3:2 gegen den 1. FC Magdeburg am 15. Spieltag stellt den letzten Derbyerfolg dar. Mit der Kogge kommt nun der nächste unangenehme Gegner nach Dresden. Gerade mit Blick auf das verlorene Hinspiel im Ostseestadion (1:3) wollen unsere Jungs um Kapitän Tobias Jänicke Wiedergutmachung betreiben. Eben jener braucht sicherlich keine zusätzliche Motivationseinheit, schließlich blickt "Tobi", genauso wie unser Abräumer Dennis Erdmann, in seiner Vita auch auf eine Spielzeit im schwarz-gelben Dress zurück.

Verzichten muss Chefcoach Uwe Neuhaus beim Traditionsduell auf Fabian Müller, der ebenso wie Marcel Ziemer auf Seiten der Hanseaten, seine 5. gelbe Karte absitzen muss. Weiterhin ist auch Linksverteidiger Nils Teixeira krankheitsbedingt noch nicht einsatzfähig.

Anpfiff der Partie im DDV-Stadion ist Sonnabend, 19.03.2016, um 14 Uhr. Für alle Hansa-Fans, die unsere Mannschaft nicht vor Ort unterstützen können, wird natürlich wie immer das FCH-Fanradio das Spiel übertragen und euch die weiß-blaue Atmosphäre ins Wohnzimmer bringen.

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