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33. Spieltag

F.C. Hansa Rostock
1:1
1. FC Magdeburg
Datum
Spielgegner
Ergebnis
15.04.2017
F.C. Hansa Rostock - 1. FC Magdeburg
1:1 (0:0)
15.04.2017
VfR Aalen - SC Paderborn
4:0 (1:0)
15.04.2017
Sportfreunde Lotte - FSV Zwickau
2:1 (1:1)
15.04.2017
Preußen Münster - Fortuna Köln
4:2 (4:0)
15.04.2017
Rot-Weiß Erfurt - Holstein Kiel
1:1 (1:0)
15.04.2017
Chemnitzer FC - SV Wehen Wiesbaden
4:2 (2:2)
15.04.2017
Jahn Regensburg - Werder Bremen II
3:1 (1:0)
15.04.2017
Sonnenhof Großaspach - 1. FSV Mainz 05 U23
2:1 (2:0)
15.04.2017
Hallescher FC - MSV Duisburg
1:1 (0:0)
16.04.2017
FSV Frankfurt - VfL Osnabrück
1:1 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
38
18
14
6
52:32
+20
68
2
Holstein Kiel
38
18
13
7
59:25
+34
67
3
Jahn Regensburg
38
18
9
11
62:50
+12
63
4
1. FC Magdeburg
38
16
13
9
53:36
+17
61
5
FSV Zwickau
38
16
8
14
47:54
-7
56
6
VfL Osnabrück
38
15
9
14
46:43
+3
54
7
SV Wehen Wiesbaden
38
14
11
13
45:42
+3
53
8
Chemnitzer FC
38
14
10
14
54:51
+3
52
9
Preußen Münster
38
15
6
17
49:43
+6
51
10
Sonnenhof Großaspach
38
14
9
15
48:48
0
51
11
VfR Aalen
38
14
15
9
52:36
+16
48
12
Sportfreunde Lotte
38
13
9
16
46:47
-1
48
13
Hallescher FC
38
10
18
10
34:39
-5
48
14
Rot-Weiß Erfurt
38
12
11
15
34:47
-13
47
15
Hansa Rostock
38
10
16
12
44:46
-2
46
16
Fortuna Köln
38
12
10
16
37:59
-22
46
17
SV Werder Bremen II
38
12
9
17
32:48
-16
45
18
SC Paderborn 07
38
12
8
18
38:57
-19
44
19
1. FSV Mainz 05 II
38
11
7
20
41:58
-17
40
20
FSV Frankfurt
38
7
13
18
38:50
-12
25

Umkämpfte Punkteteilung vor 20.400 Zuschauern – 1:1 gegen den 1. FC Magdeburg

Am 33. Spieltag der 3. Liga trennten sich der F.C. Hansa und der 1. FC Magdeburg 1:1 unentschieden vor der Saison-Rekordkulisse von 20.400 Zuschauern. Stephan Andrist konterte die Magdeburger Führung durch Beck und erzielte den 1:1-Ausgleich per Strafstoß.

Am Osterwochenende erwartete den F.C. Hansa das Heimspiel-Highlight der aktuellen Drittliga-Spielzeit. Der 1. FC Magdeburg gastierte in Rostock. Eine Begegnung, die das Ostseestadion sechs Spieltage vor Saisonende noch einmal gut füllte. Vor einer Rekordkulisse (Saison 16/17) von 20.400 Zuschauern wollte der FCH die kleine Siegesserie der Vorwochen bestätigen, bekam es aber mit Magdeburgern zu tun, die weiter um den Aufstieg kämpfen.

Der FCM rangierte vor der Partie auf dem Relegationsplatz und wollte mit einem Sieg den zweiten Rang erobern, den das Team von Trainer Härtel am vergangenen Spieltag verlor. Gegen den SSV Jahn Regensburg unterlag der FCM im heimischen Stadion und wollte nun eine Reaktion beim FCH zeigen.

Hansa konnte hingegen beim FSV Mainz II den zweiten Sieg in Folge einfahren und sich damit etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Diesen Schwung wollte die Kogge mit in das Ostderby nehmen und gegen die Magdeburger den Zählerstand auf 45 Punkte schrauben. Chef-Trainer Christian Brand stand dabei vor einem kleinen Luxusproblem, denn eigentlich hatte er keinen Grund, die erste Elf aus der Mainz-Partie zu verändern. Doch Mittelfeldstratege Amaury Bischoff stand nach überstandener Verletzung wieder zur Verfügung und sicherte dem Team zuletzt drei Punkte gegen den MSV Duisburg. Das Rostocker Trainerteam entschied sich letztlich für eine Veränderung in der Startformation. Jedoch war es nicht Bischoff, der von Beginn an auflief. Mattias Henn kehrte ebenfalls nach Verletzung zurück und nahm die angestammte Position in der Innenverteidigung ein.

Um 14.02 Uhr pfiff Bundesliga-Schiedsrichter Wolfgang Stark das Traditionsduell zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem 1. FC Magdeburg an.

Hansa wollte mit den Fans im Rücken gleich nach dem Anpfiff Druck machen und dem Team gehörte bereits nach wenigen Sekunden die erste Offensivaktion. Die Ecke von Jänicke brachte jedoch nichts ein. Aber die Kogge war weiter dran. Michael Gardawski holte einen Freistoß in Strafraumnähe heraus – das war schon etwas gefährlicher, aber der FCM konnte klären. Der FCH lief die Gäste immer wieder im Verbund an und wollte so Fehler des FCM provozieren. Und auch der FCM versteckte sich keinesfalls und probierte es auf der Gegenseite mit ähnlichen Mitteln. Doch die Defensivreihen blieben zunächst stabil.

Beide Mannschaften legten eine hohe Intensität an den Tag und wussten, dass jeder in so einem Spiel noch ein paar Prozente drauflegen musste. Jeder Zweikampf war umkämpft und kein Ball wurde dem Gegenspieler geschenkt. In der 14. Spielminute gab es dann auch die erste Großchance – allerdings für den FCM. Kapitän Sowislo kam nach einer Hereingabe zum Kopfball, konnte aber im letzten Moment durch Marcus Hoffmann bedrängt werden. Der Kopfball ging knapp am Kasten vorbei. Kurz danach kam auch Hansa in die Gefahrenzone. Ein Steckpass von Marcel Ziemer sollte Christopher Quiring erreichen, der jedoch von Gegenspieler Puttkammer gehalten wurde. Schiedsrichter Stark entschied sich aber gegen ein Foulspiel.

Und dann wieder Hansa. Marcel Ziemer schickte Stephan Andrist mit einer klasse Aktion auf die Reise. Der Topscorer der Kogge schloss aus spitzem Winkel ab, scheiterte aber an FCM-Schlussmann Zingerle. Nun drückte Hansa  und hatte den ersten Treffer auf dem Fuß. Diesmal setzte sich Quiring über rechts gleich gegen zwei Mann durch und brachte die Flanke in die Box. Dort legte wieder Ziemer mit Auge für Andrist ab – wieder war Leopold Zingerle der Sieger.

Magdeburg musste nun wieder mehr machen und kam über ihren Torjäger Beck, der auf einmal im Rostocker Strafraum zum Abschluss kam, doch Marcus Hoffmann war zur Stelle und bereinigte die Situation. Der FCM versuchte nun über mehr Ballbesitz die Spielkontrolle zu erlangen. Die Brand-Elf zeigte sich aber weiterhin hellwach und war in den Zweikämpfen immer eng am Gegenspieler. Und auch offensiv ließ das Team nicht locker. Dorda setzte sich in der 30. Spielminute bis zur Grundlinie durch, wurde jedoch am Querpass gehindert. Aber auch der FCM meldete sich noch einmal durch Schwede zu Wort, der Abschluss war jedoch kein Problem für Hansa-Keeper Schuhen.

Doch zum Ende des ersten Durchgangs wurden die Gäste aktiver und drückten die Rostocker  mit einer Ecken-Serie in den eigenen Strafraum. Der FCH befreite sich aber aus dieser Drucksituation und ließ selbst eine gute Gelegenheit im gegnerischen Sechzehner verstreichen. Wenig später ging ein durchaus spannendes 0:0 in die Halbzeitpause.

Keiner der beiden Trainer nahm in der Pause einen Wechsel vor. Der F.C. Hansa spielte nun auf die Südtribüne und wollte mit der Hilfe der Fans die favorisierten Gäste bezwingen. Hansa hatte auch in der zweiten Hälfte keine Probleme, in die Partie zu kommen und war sofort in den Zweikämpfen. Christian Dorda probierte es auch gleich zweimal mit einer offensiven Aktion über links. Aber die beiden Defensivreihen zeigten sich wie schon in den ersten 45 Minuten sehr aufmerksam.

Die Kogge stand nun etwas tiefer, ließ die Härtel-Elf kommen und wollte bei Ballgewinn schnell ins Umschaltspiel übergehen. Doch zunächst war es der FCM, der für Torgefahr sorgte. Tobias Schwede vergab aus aussichtsreicher Position. Magdeburg erhöhte weiter den Druck und der FCH musste als Team arbeiten, um standzuhalten. Dann wechselte Hansa zum ersten Mal – Tim Väyrynen kam für Marcel Ziemer in die Partie und sollte für neue Impulse im Angriff sorgen. Doch der FCM arbeitete weiter an der Führung und hatte in der 60. Minute den Treffer vor Augen. Eine Hammann-Flanke segelte direkt in den Strafraum und Marcel Schuhen musste aus kürzester Distanz eine klasse Reaktion auspacken und verhinderte das 0:1.

Nach 63 Minuten kam auch die Kogge wieder zu einer Torchance, bei der ebenfalls nicht viel fehlte. Dennis Erdmann steckte den Ball schön für Andrist durch, der nur noch querlegen brauchte, aber der Schweizer bekam nicht genügend Druck hinter den Ball. Und auf der Gegenseite schlug der FCM dann zu. Sowislo setzte Christian Beck in Szene, der am Elfmeterpunkt erst Ahlschwede aussteigen ließ und dann Schuhen keine Chance ließ.

Jetzt war der FCH gefordert und musste mehr Risiko gehen. Die nächste Abschlusschance ließ auch nicht lange auf sich warten. Stephan Andrist probierte es zuerst aus der Luft und dann mit einem strammen Nachschuss, doch der FCM-Keeper war erneut zur Stell. Amaury Bischoff war nun beim FCH im Spiel und sollte das Spiel der Rostocker lenken.

Die Brand-Elf wollte sich nun zurück in die Partie arbeiten und wurde mit einem Strafstoß belohnt. Zunächst scheiterte Andrist erneut am starken Zingerle, doch Väyrynen setzte nach – der Schuss des Finnen wurde von Tobias Schwede geblockt allerdings mit der Hand. Elfmeter für die Kogge und die Rote Karte für den Magdeburger. Andrist übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 1:1-Ausgleich. Und nun wollte das Team und das Stadion mehr. Väyrynen konnte kurz darauf gerade noch zur Ecke abgeblockt werden.

Der FCH wollte das Spiel nun komplett drehen und kam zur nächsten guten Möglichkeit. Der eingewechselte Holthaus scheiterte nur knapp aus der Distanz. Die Gäste wollten nun den Punkt mitnehmen und konzentrierten sich auf die Verteidigung. Aber bei Hansa ging es bei jedem Ballgewinn direkt nach vorne. Jänicke hatte fünf Minuten vor dem Ende die nächste Chance zur Führung. Nur noch wenige Minuten waren zu spielen, aber Hansa versuchte noch zum Lucky-Punch zu kommen.

Aber die letzten Bemühungen der Rostocker wurden nicht mehr belohnt und es blieb beim 1:1-Unentschieden zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem 1. FC Magdeburg. Am kommenden Wochenende geht es dann mit der Auswärtspartie beim SV Werder Bremen II weiter. Das Spiel findet am Sonnabend (14 Uhr) im Bremer Weser-Stadion statt.

F.C. Hansa Rostock – 1. FCMagdeburg 1:1 (0:0)

Torfolge: 0:1 Beck (67.), 1:1 Andrist

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda – Andrist, Erdmann, Quiring (75. Holthaus), Jänicke, Gardawski (66. Bischoff)– Ziemer (59. Väyrynen)

1. FC Magdeburg: Zingerle – Handke, Puttkammer, Hammann – Butzen (90. Razeek), Chahed (83. Schiller), Sowislo, Löhmannsröben, Niemeyer, Schwede (76. Rote Karte) – Beck (82. Düker)

Der FCM mitten im Aufstiegskampf - Auswärtsstarke Magdeburger wollen Rang zwei zurück

Seit dem 23. Spieltag hatte der 1. FC Magdeburg den zweiten Tabellenplatz inne und damit den Aufstieg vor Augen, doch es wird nochmal eng für den FCM.

Eigentlich hatte sich das Team von Trainer Jens Härtel den 32. Spieltag der Drittliga-Saison ganz anders vorgestellt. Vor fast 20.000 Zuschauern empfing das Team aus Sachsen-Anhalt den Aufsteiger aus Regensburg und wollte vor allem mit den Fans im Rücken den nächsten Schritt machen. Und die Blau-Weißen gingen sogar in Führung durch Puttkammer. Aber dann lief nicht mehr viel zusammen. Die Gäste gingen durch einen Doppelschlag von Saller in Front, mussten kurz darauf aber in Unterzahl agieren. Magdeburg konnte die Situation mit einem Mann mehr aber nicht ausnutzen und kommt nun als Tabellendritter an die Ostsee.

Keine einfache Aufgabe für den FCM, der seit 1978 auf einen Sieg an der Ostsee wartet, aber sich in der aktuellen Saison besonders durch die Auswärtsstärke auszeichnet. Nur der MSV Duisburg sammelte in der Ferne mehr Punkte.

Doch in das Auswärtsspiel beim F.C. Hansa geht die Härtel-Truppe mit einigen Personalsorgen. Innenverteidiger Hainault fehlt schon seit Saisonbeginn und Winterneuzugang und Ersatzmann Weil fällt mit einem Lendenwirbelbruch aus. Zudem fehlen potentielle Stammspieler wie Florian Kath (Syndesmosebandanriss), Charles Elie Laprevotte
(Muskelfaserriss) und Manuel Farrona Pulido (5. Gelbe Karte). Sodass Jens Härtel die Anfangsformation erneut verändern wird, aber in dieser entscheidenden Phase der Saison auf zwei wichtige Akteure zurückgreifen kann.

Marius Sowislo und Christian Beck gingen den Weg des FCM aus der Regionalliga in die dritte Liga mit und peilen nun den nächsten Coup an.Sowislo (34) führt die Magdeburger als Kapitän auf das Spielfeld und zählt mit sechs Treffern zu den gefährlichsten Mittelfeldspielern der Liga. FCM-Knipser Christian Beck erzielte bereits doppelt so viele Treffer und ist auch in diesem Jahr in der Torjägerliste wieder vorne dabei. In der Vorsaison waren es sogar 19 Treffer für den 29-jährigen Angreifer, der auch im Hinspiel gegen den FCH erfolgreich war - Beck erzielte die zwischenzeitliche Führung für den FCM. Damals konnte die Kogge allerdings noch zurückschlagen und kam in einem umkämpften Derby zum späten 1:1-Ausgleich. Timo Gebhart traf in der Nachspielzeit und ließ den Rostocker Anhang in der Magdeburger MDCC-Arena jubeln.

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