Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

35. Spieltag2016/17

F.C. Hansa Rostock
1:3
SV Wehen Wiesbaden
Datum
Spielgegner
Ergebnis
28.04.2017
Fortuna Köln - SC Paderborn
0:1 (0:0)
29.04.2017
F.C. Hansa Rostock - SV Wehen Wiesbaden
1:3 (1:0)
29.04.2017
Chemnitzer FC - Rot-Weiß Erfurt
1:1 (1:0)
29.04.2017
Jahn Regensburg - Holstein Kiel
0:3 (0:1)
29.04.2017
Sonnenhof Großaspach - Werder Bremen II
0:0 (0:0)
29.04.2017
Hallescher FC - 1. FC Magdeburg
1:1 (1:0)
29.04.2017
FSV Frankfurt - 1. FSV Mainz 05 U23
1:2 (0:1)
29.04.2017
VfR Aalen - MSV Duisburg
2:1 (1:0)
29.04.2017
Sportfreunde Lotte - VfL Osnabrück
0:0 (0:0)
30.04.2017
Preußen Münster - FSV Zwickau
5:1 (4:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Später Schock für die Kogge: 1:3-Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden

35. Spieltag in der 3. Liga und der F.C. Hansa hatte die Möglichkeit, sich den Klassenerhalt vorzeitig im Ostseestadion zu sichern. Gegen den SV Wehen Wiesbaden wollte die Kogge den Trend der Vorwochen (drei Siege aus vier Liga-Spielen) bestätigen und mit einem Sieg sowie dem passenden Ergebnis aus der Partie SG Sonnenhof Großaspach gegen den SV Werder Bremen II den vorzeitigen Ligaverbleib bejubeln.

Zwar musste die Kogge unter der Woche eine zusätzliche Hürde im Lübzer Pils Cup nehmen, meisterte diese gegen Torgelow aber souverän (7:1) und sicherte sich damit den Finaleinzug im Landespokal. Überragender Akteur mit fünf Treffern war Marcel Ziemer, der drei Tage später auch gegen seinen Ex-Klub ran durfte. Und auch hinter Ziemer änderte sich nichts in der Aufstellung, sodass Hansa-Trainer Brand die Elf aus der Bremen-Partie auf den Platz schickte.

Brands Gegenüber Rüdiger Rehm liegt mit dem SVW aktuell drei Punkte hinter der Kogge und musste ebenfalls noch einmal alles geben, um nicht noch in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Auf die Hilfe der Ex-Hanseaten Ruprecht und Blacha konnten die Gäste jedoch nicht zählen. Beide mussten verletzt zuschauen. Deshalb ruhten die Hoffnungen der Gäste auf Wehen-Angreifer Manuel Schäffler, der mit neun Treffern der gefährlichste Angreifer im Team der Hessen ist und von Beginn auflief.

Für beide Teams ging es um viel, dementsprechend umkämpft und zäh ging es in die Partie. Sowohl Hansa als auch Wiesbaden wollten ihr Spiel dem Gegner aufdrücken. Doch in der Anfangsphase konnte sich keine Elf die entscheidenden Vorteile erarbeiten. Viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab und es dauerte bis zur 8. Spielminute, ehe ein erster Abschluss abgefeuert wurde. Wehens Alf Mintzel verzog aber deutlich. Ganz anders der FCH: In der 9. Spielminute kam die Kogge zum ersten Mal mit Dampf über rechts. Ahlschwede brachte den Ball scharf und genau vor den Kasten,  wo Andrist lauerte und per Kopf zur Stelle war. Gäste-Keeper Kolke streckte sich vergeblich – 1:0 für den F.C. Hansa.

Der Dosenöffner für die Brand-Elf, die mit der Führung im Rücken nun souveräner auftreten konnte, aber trotzdem nachlegen wollte. Nach einer Ecke der Gäste ging es bei Hansa ganz schnell. Über Jänicke und Andrist kam der Ball zu Christoper Quiring, der alleine auf das Tor zulief, doch der Keeper der Gäste war einen Schritt schneller und konnte in höchster Not klären. Wiesbaden probierte es zwar auch immer wieder nach vorne, die Kogge war jedoch zielstrebiger. Wieder ging es über Ahlschwede, der einen Gegenspieler ins Leere laufen ließ und den Ball in die Box brachte. Diesmal war allerdings der SV Wehen zur Stelle.

In der 22. Minute musste dann auch Marcel Schuhen zum ersten Mal richtig eingreifen. Nach einer Ecke der Rehm-Elf eilte die Rostocker Nummer eins aus dem Kasten und faustete den Ball aus der Gefahrenzone. Die Spielkontrolle hatte weiterhin der FCH. Die Brand-Elf versuchte bei Ballgewinn immer wieder schnell nach vorne zu spielen und bediente sich dabei auch gerne einer schnellen Seitenverlagerung. Nach 26 Minuten kombinierte sich die Kogge schnell von rechts nach links und brachte Christian Dorda ins Spiel, der mit einer flachen Hereingabe für Jänicke auflegte – knapp vorbei.

Nach 30 gespielten wurde es dann aber auch vor dem Rostocker Gehäuse gefährlich. Nach einer Ecke kam Kapitän Patrick Funk frei zum Abschluss, schoss aber deutlich über das Tor. Aber auch in der Schlussphase hatte Hansa mehr Zug zum Tor. Und häufig war die schnelle rechte Seite im Spiel. Doch die klaren Einschusschancen fehlten der Kogge in dieser Phase. Diese hatte dafür Wiesbaden. Alf Mintzel probierte es im Alleingang probierte und setzte sich über links bis an die Grundlinie durch. Das Zuspiel ins Zentrum landete bei Patrick Mayer, der das 1:1 sehenswert mit der Hacke markierte und bejubelte – doch das Schiedsrichtergespann entschied sofort auf Abseits und gab den Treffer nicht.

Somit ging die Kogge durch das 11. Saisontor von Stephan Andrist mit einer 1:0-Führung in die Kabine.  

Ohne Personalwechsel ging es für beide Teams in die zweiten 45 Minuten. Wehen wollte nun etwas zulegen und dem Ausgleich näher kommen. Hansa begegnete diesem Vorhaben wie schon in den Vorwochen mit Einsatz und Kampf. Aber die erste Torannäherung ging an die Gäste – und diese hatte es in sich. Zunächst konnte Joshua Nadeau noch rechtzeitig vor Patrick Mayer klären, doch der SVW-Stürmer setzte nach und zwang Marcus Hoffmann zu einer Abwehraktion kurz vor der Linie.

Wenig später hätte aber auch Hansa treffen können erzielen. Tobias Jänicke hatte binnen zwei Minuten die großen Gelegenheiten zum 2:0, doch die Abschlüsse der Rostocker Nummer 29 verfehlten das Tor haarscharf. Die zweite Hälfte begann deutlich offensiver, denn auf der Gegenseite hatte Wehens Müller die erneute Chance, auf 1:1 zu stellen, vergab aber kläglich. Kurz darauf war für Müller Schluss, Jules Schwadorf kam in die Partie. Auch Hansa wechselte zum ersten Mal – Michael Gardawski kam für Dennis Erdmann.

Die Kogge stand nun etwas tiefer und versuchte den SVW-Angriffen mit einer kompakten Defensive zu begegnen. Sobald sich dann die Möglichkeit zum schnellen Gegenstoß ergab, wollte der FCH zum Konter übergehen. Ab der 68. Spielminute sollte dabei Timo Gebhart helfen, der für Marcel Ziemer auf das Feld kam. Doch auf weitere Torraumszenen warteten die 10.700 Zuschauer in dieser Phase vergeblich. Wehen probierte viel, um die Rostocker Hintermannschaft auseinanderzuziehen, aber die Brand-Truppe stand sicher und ließ nicht viel zu.

Es dauerte bis zur 76. Spielminute, ehe Stephan Andrist mal wieder vor dem Gäste-Tor auftauchte. Der Abschluss des Schweizers war jedoch zu schwach. Wenige Augenblicke hatte der FCH dann die große Möglichkeit, einen Konter zu setzen. Aber Timo Gebhart wurde von Niklas Dams kurz hinter der Mittellinie gefoult – Gelbe Karte für den Innenverteidiger der Gäste. Dann aber wieder Hansa mit einem Hochkaräter: Bischoff steckte schön für Jänicke durch, der direkt Andrist bediente. Der Torschütze zum 1:0 probierte es mit einem Heber, der aber über den Kasten ging.

Im Gegenzug kam nochmal der SVW mit Schäffler, der den Ball im Strafraum behauptete und querlegte. Hoffmann kam nicht mehr an den Querpass, sodass Funk frei stand und zum 1:1-Ausgleich traf. Nun musste Hansa noch einmal einen Gang hochschalten, um doch noch den Dreier einzufahren. Die Gäste hatten aber den gleichen Plan und spielten auf Sieg. Dann die Großchance für Hansa: Jänicke flankte punktgenau auf Timo Gebhart, der es aber verpasste, einzunetzen. Die Strafe folgte prompt: Der eingewechselte Breitkreuz brachte den Ball von außen auf den Elfmeterpunkt und fand Schäffler, der Schuhen mit einem platzierten Kopfball keine Chance ließ. Hansa warf in der Folge alles nach vorne, musste aber sogar noch das 1:3 hinnehmen. Patrick Breitkreuz erzielte mit dem Schlusspfiff den dritten Treffer der Gäste und schockte den F.C. Hansa.

Mit 46 Punkten muss die Kogge weiter auf den Klassenerhalt warten und bekommt es am kommenden Wochenende mit einem schweren Auswärtsspiel zu tun. Am Sonnabend tritt der FCH dann beim Tabellenzweiten aus Kiel an.
 
F.C. Hansa Rostock – SV Wehen Wiesbaden 1:3 (1:0)

Torfolge: 1:0 Andrist (9.), 1:1 Funk (85.), 1:2 Schäffler (89.), 1:3 Breitkreuz (90.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda – Andrist, Erdmann (61. Gardawski), Bischoff, Jänicke – Quiring (86. Benyamina), Ziemer (68. Gebhart)

SV Wehen Wiesbaden: Kolke – Kovac Mockenhaupt, Dams, Mintzel – Lorenz, Funk (90. Nyarko), Pezzoni, Müller (58. Swadorf)– Schäffler, Mayer (71. Breitkreuz)



Mit Rehm zurück in sicheren Gefilden: Wiesbaden peilt den vorzeitigen Klassenerhalt an

Noch vor 13 Spieltagen sah es nicht gut aus für den SV Wehen Wiesbaden. Die Hessen rutschten nach dem 0:0 bei Fortuna Köln und nach zwölf Spielen ohne Sieg auf den 19. Tabellenplatz ab. Daraufhin zog die Klubführung die Reißleine und tauschte auf der Trainerposition aus. Rüdiger Rehm übernahm für Torsten Fröhling, der nur ein knappes Jahr im Amt war und den SVWW in der Vorsaison vor dem Abstieg bewahrte. Nun sollte Rüdiger Rehm die Hessen retten.

Gesagt, (fast) getan - der 38-jährige Chefcoach Rüdiger Rehm - für den Wiesbaden die dritte Profi-Trainerstation ist (zuvor SG Sonnenhof Großaspach und Arminia Bielefeld) - konnte direkt die ersten vier Spiele gewinnen und dem SVWW damit Luft im unteren Tabellendrittel verschaffen. Diesen Lauf konnte das Team in den folgenden Spielen nicht halten - holte aber dennoch bis zum 34. Spieltag 21 Zähler unter Rehm, wodurch die Wiesbadener aktuell auf Rang 14 liegen und wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben werden.

Allerdings holte Wiesbaden aus den vergangenen zwei Spielen vier Punkte und will beim F.C. Hansa den Sack zu machen. Ob Ex-Hanseat David Blacha dabei mithelfen kann, steht noch nicht fest. Der Offensiv-Allrounder absolvierte 59 Pflichtspiele (15 Tore) für die Kogge. Dem SV fehlten er zuletzt aufgrund von Kniebeschwerden. Ein Ausfall des 26-Jährigen würde besonders schmerzen, denn Blacha ist für Wehen mit fünf Treffern und vier Vorlagen enorm wichtig. Ein weiterer Ex-Rostocker spielt in der Defensive der Hessen. Steven Ruprecht zählt mit drei Treffern zu den gefährlichsten Innenverteidigern der Liga und verlängerte kürzlich seinen Vertrag beim SV Wehen Wiesbaden um ein weiteres Jahr.

Den Gastauftritt der Vorsaison möchten Ruprecht & Co. wohl schnellstmöglich vergessen.  Der SVWW ging mit 0:4 baden und möchte nun Wiedergutmachung betreiben. Wehen-Trainer Rehm setzt dabei sicherlich große Hoffnungen auf Mittelstürmer Manuel Schäffler. Der 28-Jährige ist im Angriff des SV Wehen gesetzt und traf in dieser Spielzeit bereits neunmal.
Die Rostocker Fans erwartet daher wohl ein spannendes Match, das wie schon im Hinspiel von viel Einsatz und Leidenschaft geprägt ist. Damals erwischte der SVWW einen Blitzstart und ging schon nach einer Minute durch Schnellbacher in Front. Hansa kämpfte sich aber zurück und kam durch Timo Gebhart zum Ausgleich - trotz weiterer Chancen reichte es aber nicht mehr zum Rostocker Sieg und es blieb bei der 1:1-Punkteteilung, die keine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt voran bringen konnte.

Die Szene des Spiels spielte sich aber zwischen den Strafräumen ab. Symbolisch für das umkämpfte und intensive Spiel war das Duell zwischen Dennis Erdmann und Wehens Müller. In einer üblen  Situation in der Hansa-Hälfte brach sich Erdmann mehrfach das Nasenbein und musste wenig später im Krankenhaus operiert werden.

  • Hansa-News vor dem 35. Spieltag
  • Pressekonferenz vor dem 35. Spieltag
  • Pressekonferenz nach dem 35. Spieltag
  • sunmakersunmaker