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36. Spieltag

2:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
06.05.2017
Holstein Kiel - F.C. Hansa Rostock
2:1 (2:0)
06.05.2017
SC Paderborn - FSV Zwickau
1:1 (0:0)
06.05.2017
VfL Osnabrück - Fortuna Köln
1:2 (0:1)
06.05.2017
MSV Duisburg - Sportfreunde Lotte
1:1 (0:0)
06.05.2017
1. FSV Mainz 05 U23 - VfR Aalen
2:0 (2:0)
06.05.2017
1. FC Magdeburg - FSV Frankfurt
1:1 (0:0)
06.05.2017
Werder Bremen II - Hallescher FC
1:1 (1:1)
06.05.2017
SV Wehen Wiesbaden - Sonnenhof Großaspach
0:0 (0:0)
06.05.2017
Rot-Weiß Erfurt - Jahn Regensburg
1:4 (1:2)
07.05.2017
Chemnitzer FC - Preußen Münster
0:3 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
38
18
14
6
52:32
+20
68
2
Holstein Kiel
38
18
13
7
59:25
+34
67
3
Jahn Regensburg
38
18
9
11
62:50
+12
63
4
1. FC Magdeburg
38
16
13
9
53:36
+17
61
5
FSV Zwickau
38
16
8
14
47:54
-7
56
6
VfL Osnabrück
38
15
9
14
46:43
+3
54
7
SV Wehen Wiesbaden
38
14
11
13
45:42
+3
53
8
Chemnitzer FC
38
14
10
14
54:51
+3
52
9
Preußen Münster
38
15
6
17
49:43
+6
51
10
Sonnenhof Großaspach
38
14
9
15
48:48
0
51
11
VfR Aalen
38
14
15
9
52:36
+16
48
12
Sportfreunde Lotte
38
13
9
16
46:47
-1
48
13
Hallescher FC
38
10
18
10
34:39
-5
48
14
Rot-Weiß Erfurt
38
12
11
15
34:47
-13
47
15
Hansa Rostock
38
10
16
12
44:46
-2
46
16
Fortuna Köln
38
12
10
16
37:59
-22
46
17
SV Werder Bremen II
38
12
9
17
32:48
-16
45
18
SC Paderborn 07
38
12
8
18
38:57
-19
44
19
1. FSV Mainz 05 II
38
11
7
20
41:58
-17
40
20
FSV Frankfurt
38
7
13
18
38:50
-12
25

Knappe 1:2-Niederlage beim Spitzenteam aus Kiel

Am 36. Spieltag der 3. Liga unterlag der FCH beim Aufstiegsfavoriten aus Kiel mit 1:2. Kingsley Schindler traf im ersten Durchgang doppelt für die Störche – den Anschlusstreffer für Hansa stellte Marcel Ziemer her, doch es reichte nicht mehr zum Punktgewinn für die Rostocker.

Mit etwas weniger Druck ging es für den F.C. Hansa drei Spieltage vor Saisonende zum Nordderby nach Kiel. Denn bereits am Freitagabend reichte es für den SV Werder Bremen II (18.) nur zu einer 1:1-Punkteteilung gegen den Halleschen FC, durch die die Kogge mit sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge nichts mehr zu befürchten hat und den Klassenerhalt quasi auf der Couch feierte. Doch die Mannschaft von Hansa-Trainer Brand wollte trotz des sicheren Ligaverbleibs noch einmal an die Grenzen gehen, um die unnötige Niederlage der Vorwoche zu bereinigen.

Da der Gegner aus Kiel zu den Top-Teams der Liga zählt und weiterhin am Aufstieg in die 2. Bundesliga kratzt, benötigte der FCH dringend eine Leistungssteigerung – vor allem über 90 Minuten. Allerdings hatte das Rostocker Trainerteam im Vorfeld der Partie mit einigen Baustellen zu kämpfen. Christopher Quiring wurde nicht rechtzeitig fit und wurde im Mittelfeld durch Timo Gebhart ersetzt. Für den gesperrten Bischoff kam Kapitän Gardawski zurück in das zentrale Mittelfeld. Und auch im Abwehrzentrum gab es eine Veränderung: Routinier Matthias Henn kehrte nach überstandener Verletzung zurück – Marcus Hoffmann nahm auf der Bank Platz.

Ganz anders die Situation bei Holstein Kiel. Trainer Markus Anfang hatte keinen Grund, die Anfangsformation zu verändern und setzte auf die Elf, die am vergangenen Spieltag in Regensburg mit 3:0 gewann. Überhaupt zeigten sich die Störche zuletzt sehr zielgerichtet und starteten mit eine Serie von zehn Spielen ohne Niederlage in den 36. Spieltag. Besonders auf das offensive Mittelfeld der Kieler musste sich die Kogge einstellen, denn Drexler, Lewerenz und Schindler erzielten in der laufenden Spielzeit bereits 27 Treffer und wollten auch gegen den F.C. Hansa von Beginn an Druck ausüben.

2.500 Hansa-Fans unterstützten ihre Mannschaft in Kiel, sahen aber einen ganz schlechten Start der Kogge. Schon in der 2. Spielminute kam Holstein zum ersten Angriff über links. Marvin Duksch suchte das Eins-gegen-Eins-Duell mit Matthias Henn und entschied dieses im Strafraum für sich. Hansas Innenverteidiger war zu einem Foulspiel gezwungen und Schiedsrichter Fritz entschied sofort auf Srafstoß. Kingsley Schindler übernahm die Verantwortung und ließ Marcel Schuhen keine Chance – 1:0 für Holstein Kiel.

Ein klassischer Fehlstart für den FCH, der sich nun erst einmal neu sammeln musste. In der 9. Minute kam dann aber auch die Kogge zum ersten Mal mit Gefahr vor das Kieler Tor. Timo Gebhart steckte den Ball für Tobias Jänicke durch, der Gegenspieler Czichos umkurvte und den ersten Rostocker Abschluss abfeuern wollte. Doch der Kieler Kapitän stoppte Jänicke mit einem Foulspiel. Die Hausherren versuchten das Spiel weiter zu kontrollieren – aber Hansa hatte etwas dagegen, stemmte sich gegen den Druck und wurde selbst aktiv. Auf Höhe der Mittellinie machte der FCH dann die Räume enger und wollte somit Fehler der Störche provozieren.

Auf den ersten Torabschluss musste die Brand-Elf aber weiter warten, doch das Team war nun besser in der Partie. Die Kogge erarbeitete sich immer mehr Spielanteile und bekam in dieser Phase viele Standardsituationen zugesprochen, die allerdings nichts einbrachten. Den ersten Abschluss gab es dann in der 25. Minute. Eine gute Kontergelegenheit landete beim Timo Gebhart, der in den Strafraum zog und Kiels Schlussmann Kronholm prüfte.

Die Rostocker-Elf hatte den frühen Rückstand gut verdaut und gestaltete die Partie auch zum Ende des ersten Durchgangs offen. Aber die klaren Chancen gingen an Holstein Kiel. Nach 33 Minuten nutzte Steven Lewerenz eine Unaufmerksamkeit von Joshua Nadeau und sorgte mit einem Pfostentreffer für Aufregung. Den Nachschuss von Marvin Duksch entschärfte dann Hansa-Keeper Schuhen. Eine Minute später war Schuhen jedoch geschlagen. Wieder war es ein Rostocker Fehler, der Kiel ins Spiel brachte. Diesmal legte Lewerenz für Schindler auf, der direkt abzog und mit einem strammen Schuss das 2:0 markierte.

Nun musste sich der F.C. Hansa erneut in die Partie kämpfen, wenngleich die Aufgabe immer schwerer wurde. Marcel Ziemer probierte es kurz vor der Pause noch einmal mit einem Kopfball, doch die Hausherren zeigten sich im ersten Spielabschnitt zielstrebiger und bissiger vor dem Kasten, sodass es für die Kogge mit einem 0:2-Pausenstand in die Kabine ging.

Ohne personelle Wechsel ging es für beide Mannschaften in die zweite Spielhälfte. Hansa musste nun etwas mutiger agieren und wollte den favorisierten Störchen mit einer hohen Intensität in den Zweikämpfen begegnen. Der Tabellenzweite versuchte seinerseits mit einem dritten Treffer den Deckel draufzumachen und zeigte sich wie schon in den ersten 45 Minuten mit zielstrebigen Offensivaktionen.

Diese hätte auch der F.C. Hansa gebraucht, der im zweiten Durchgang noch keine Torannäherung verzeichnen konnte. Deshalb reagierte Christian Brand in der Folge zum ersten Mal und brachte mit Fabian Holtaus für Stephan Andrist einen frischen Mann für die Außenbahn. Nach 60 Minuten zeigten sich die Rostocker dann mal vor dem Kasten der Kieler. Über Jänicke und Ahlschwede erarbeitete sich das Team einen Eckball, den der eingewechselte Holthaus vor das Tor brachte. Dort lauerte Marcel Ziemer im Zentrum und nutzte den freien Raum prompt aus. Aus sieben Metern hämmerte Ziemer den Ball unter die Latte und stellte den 1:2-Anschluss her.

Nun wollte die Kogge mehr und machte sich auf, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Allerdings musste die Brand-Elf stetig aufpassen, denn Holstein Kiel strahlte im Angriff immer wieder Gefahr aus und zeigte sich dabei variabel über die Außenbahnen oder das Zentrum.

Ab der 75. Spielminute durfte dann Soufian Benyamina für Marcel Ziemer im Hansa-Sturm ran und sollte dabei helfen, doch noch zum späten Ausgleich zu kommen. Die Kogge glaubte an das 2:2 und versuchte immer wieder über rechts mit Jänicke und Ahlschwede in die Gefahrenzone zu kommen. Doch Kiel stand nun deutlich tiefer und wollte dieses knappe Ergebnis über die Zeit bringen. Hansa hatte etwas dagegen und investierte in der Schlussphase viel in die Offensive. Dadurch bekamen die Hausherren jedoch Raum zum Konterspiel. In der 82. Minute hätte Schindler das Spiel entscheiden können, verpasste aber den Querpass zu Duksch. Im Gegenzug Aufregung im Kieler Strafraum. Nach einem Zweikampf kam Timo Gebhart im Sechzehner zu Fall und die Rostocker forderten einen Elfmeter, aber das Schiedsrichtergespann entschied sich gegen den Pfiff.

Viel Zeit blieb dem F.C. Hansa nicht mehr, aber das Team probierte es bis in die Schlussminuten. Doch der KSV löste es clever und ließ nicht mehr viel zu. Doch eine Chance bekam der FCH noch. In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte die Kogge per Freistoß die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Standardspezialist Garbuschewski probierte es direkt – der Abschluss ging aber knapp am Kasten vorbei. Somit blieb es bei der knappen 1:2-Niederlage für den F.C. Hansa.

Holstein Kiel – F.C. Hansa Rostock 2:1 (2:0)

Torfolge: 1:0 Schindler (2.), 2:0 Schindler (37.), 2:1 Ziemer (62.)

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, Lenz – Schindler, Peitz, Bieler (90. Siedschlag), Drexler (75. Hoheneder), Lewerenz – Duksch (85. Janzer)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Nadeau, Dorda (79. Garbuschewski) – Andrist (59. Holthaus), Gardawski, Erdmann, Gebhart – Jänicke, Ziemer (75. Benyamina)

Kiel hat nach Saison 2014/15 nächste Chance auf Zweitliga-Aufstieg

Am Sonnabend gastiert der F.C. Hansa Rostock beim Tabellenzweiten Holstein Kiel. Während der FCH den Klassenerhalt endgültig perfekt machen will, geht es in diesem Ostseederby vor allem für den Gastgeber um sehr viel: Der Aufstieg in die 2. Bundesliga ist zum Greifen nah.

Punktverluste darf man sich in der aktuellen Phase der Saison nicht leisten: Lediglich zwei Punkte beträgt der Vorsprung vor dem 1. FC Magdeburg, der sich auf dem Relegationsplatz befindet. Diesen würden die Holsteiner gerne umgehen, scheiterte man doch vor zwei Jahren am TSV 1860 München in der Relegation zur 2. Liga.

Die Holsteiner verloren zuletzt am 26. Spieltag mit 2:1 beim VfL Osnabrück und holten seitdem in den vergangenen zehn Drittliga-Spielen 22 Punkte bei einer Torausbeute von 17:2. Bereits am Sonnabend will die Mannschaft von Trainer Markus Anfang mit einem Sieg einen weiteren Schritt in Richtung direkten Aufstieg machen. Dass sie dabei zuhause antreten, kommt den "Störchen" nur gelegen: In 17 Heimspielen holte man bislang 35 Punkte und verlor nur zweimal. Damit steht Kiel auf dem zweiten Platz der Heimtabelle, nur Preußen Münster gewann noch öfter im eigenen Stadion.

Mit insgesamt 53 erzielten Treffern stellt Holstein Kiel auch die zweitbeste Offensive in dieser Drittliga-Saison und hat dazu die beste Defensive: Nur 24 Gegentreffer ließ die HIntermannschaft um Ex-Hansa Torhüter Kenneth Kronholm zu, 15 Spiele konnten die Kieler sogar ohne Gegentor beenden.

Die torgefährlichsten Akteure spielen bei Kiel nicht im Sturm, sondern kommen vermehrt aus dem Mittelfeld. Sowohl Steven Lewerenz, als auch Kingsley Schneider konnten bereits zehn Tore erzielen. Auch die Zweitliga-erfahrenen Dominick Drexler und Mathias Fetsch strahlen Torgefahr aus. Das Spiel der Kieler am vergangenen Wochenende bewies einmal mehr ihre Klasse: Im Spitzenduell beim Tabellenvierten Jahn Regensburg erzielte man nicht nur drei Tore und gewann das Spiel souverän mit 3:0, man ließ von der besten Offensive der Liga auch keinen Treffer zu.

Die Bilanz des FCH gegen die Holsteiner ist noch stark ausbaufähig. In bisher acht Partien zwischen den beiden Mannschaften konnte sich Kiel dreimal als Sieger der Partie durchsetzen, dreimal wurden die Punkte geteilt. Außerdem wollen die Rostocker die Niederlage aus dem Hinspiel wiedergutmachen, als man im eigenen Stadion mit 1:4 unterlag.

Anpfiff im Holstein-Stadion ist um 14 Uhr. Der NDR überträgt die Partie live im Fernsehen sowie per Video-Livestream. Zudem ist das Hansa-Fanradio wie immer live vor Ort.

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