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9. Spieltag

F.C. Hansa Rostock
5:0
FSV Zwickau
Datum
Spielgegner
Ergebnis
24.09.2016
Preußen Münster - Werder Bremen II
4:0 (1:0)
24.09.2016
Chemnitzer FC - VfL Osnabrück
3:0 (2:0)
24.09.2016
Holstein Kiel - 1. FSV Mainz 05 U23
3:0 (0:0)
24.09.2016
FSV Frankfurt - VfR Aalen
2:1 (1:1)
24.09.2016
Sonnenhof Großaspach - Fortuna Köln
2:3 (0:0)
24.09.2016
Jahn Regensburg - SC Paderborn
3:0 (3:0)
24.09.2016
Hallescher FC - Sportfreunde Lotte
2:0 (1:0)
25.09.2016
F.C. Hansa Rostock - FSV Zwickau
5:0 (2:0)
25.09.2016
Rot-Weiß Erfurt - MSV Duisburg
0:1 (0:0)
25.09.2016
SV Wehen Wiesbaden - 1. FC Magdeburg
0:3 (0:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
29
14
11
4
35:22
+13
53
2
1. FC Magdeburg
29
13
8
8
40:27
+13
47
3
VfL Osnabrück
29
13
6
10
40:35
+5
45
4
Holstein Kiel
29
11
11
7
42:23
+19
44
5
Jahn Regensburg
29
12
7
10
45:39
+6
43
6
Sportfreunde Lotte
29
12
6
11
39:31
+8
42
7
Hallescher FC
29
9
14
6
26:23
+3
41
8
Chemnitzer FC
29
11
7
11
43:39
+4
40
9
Sonnenhof Großaspach
29
11
7
11
40:37
+3
40
10
FSV Zwickau
29
11
7
11
35:39
-4
40
11
Fortuna Köln
29
10
9
10
29:41
-12
39
12
Preußen Münster
29
11
4
14
36:37
-1
37
13
Hansa Rostock
29
7
15
7
32:32
0
36
14
Rot-Weiß Erfurt
29
10
6
13
24:36
-12
36
15
VfR Aalen
29
10
14
5
38:27
+11
35
16
SV Wehen Wiesbaden
28
9
8
11
29:32
-3
35
17
SV Werder Bremen II
28
10
5
13
24:37
-13
35
18
FSV Frankfurt
29
7
10
12
32:31
+1
31
19
SC Paderborn 07
29
8
5
16
27:48
-21
29
20
1. FSV Mainz 05 II
29
7
6
16
23:43
-20
27

Gebhart und Grupe bringen Hansa früh in die Spur – 5:0-Heimsieg gegen den FSV Zwickau

Den Start der englischen Woche verpatzte der F.C. Hansa gegen die Sportfreunde Lotte, doch nur wenige Tage später zeigte die Kogge eine Reaktion in Köln und lieferte die wohl beste Saisonleistung ab - bis zum Heimspiel gegen den FSV Zwickau. Stephan Andrist traf am Mittwoch doppelt und sicherte den Rostockern den zweiten Dreier der Spielzeit. Zum Abschluss der intensiven Woche erwartete der FCH dann den Aufsteiger aus Sachsen, gegen den es seit 22 Jahren kein Aufeinandertreffen mehr gab.

Der Gast aus Zwickau konnte nach zuletzt vier Liga-Spielen ohne Niederlage wieder einen Sieg einfahren und besiegte den SSV Jahn Regensburg mit 4:0. Den Platz im FSV-Tor hat sich zu Saisonbeginn ein Neuzugang gesichert, der an der Ostsee mit nur 23 Jahren schon ein Urgestein ist - Johannes Brinkies. Am vergangenen Spieltag hielt „Pommes“ den Kasten der Zwickauer sauber – das wollte der FCH am Sonntagnachmittag im Ostseestadion ändern und nahm eine Änderung in der ersten Elf vor: Timo Gebahrt, der in Köln wegen einer Gelb-Rot-Sperre fehlte, kam für Melvin Platje in die Startformation und stürmte somit wieder von Beginn an.

Die Leitung der Partie übernahm Bundesliga-Schiedsrichter Tobias Stieler und pfiff das Duell pünktlich um 14.00 Uhr an.

Und nach 43 Sekunden meldete sich der FCH das erste Mal vor dem gegnerischen Tor an: Stefan Wannenwetsch brachte einen Freistoß vor den FSV-Kasten – Matthias Henn war der Abnehmer und verpasste nur knapp die frühe Führung. Hansa versuchte von der ersten Minute an mit viel Druck zu agieren. Schon in der 5. Minute die nächste Rostocker Gelegenheit: Maximilian Ahlschwede steckte wunderbar für Stephan Andrist durch, der im Strafraum zu Fall kam – Strafstoß für die Brand-Elf. Timo Gebhart übernahm wie schon gegen Lotte die Verantwortung – Johannes Brinkies war in der richtigen Ecke, Gebharts Schuss war jedoch zu platziert. 1:0 für die Kogge!

Eine energische Startphase der Rostocker, doch nach zehn gespielten Minuten näherte sich auch der FSV Zwickau zum ersten Mal an. Die Hansa-Defensive konnte jedoch gemeinsam einen direkten Schuss auf das Tor verhindern. Kurz darauf dann aber doch der erste Gäste-Torschuss durch Morris Schröter, den Schuhen aber entschärfen konnte.

Dann wieder Hansa und der nächste Treffer: Wieder war es Ahlschwede, der schnell handelte und einen Freistoß ausführte. Die Flanke von Andrist konnte der FSV noch bereinigen, aber dann kombinierten sich Gebhart und Grupe durch den Strafraum. Letztlich zeigte Tommy Grupe, dass er in der Jugend mal Stürmer war und versenkte den Ball eiskalt zum 2:0. Und die Brand-Elf ruhte sich keineswegs auf der Führung aus. Wieder ging es über rechts und Andrist schloss ab, doch Brinkies parierte den Schuss.

Der FSV hatte mit der aggressiven Rostocker Spielweise mächtig Probleme – Trainer Ziegner reagierte bereits in der 24. Spielminute und brachte mit Toni Wachsmuth einen erfahrenen Mann für das zentrale Mittelfeld. Doch die Kogge stand weiterhin kompakt - zog sich nun auch ein wenig zurück – und kontrollierte das Geschehen im Ostseestadion. Dabei war die Brand-Elf aber selbst immer wieder gefährlich. In der 33. Minute ging es erneut über die rechte Angriffsseite. Diesmal fand Timo Gebhart den einlaufenden Jänicke, der mit der Außenseite knapp am 3:0 vorbeischrammte.

Nun erhöhte der FCH wieder das Tempo. Jänicke war in der 35. Minute der Vorlagengeber, fand aber keinen Abnehmer im Zentrum. Die nächste gute Umschaltaktion landete bei Stefan Wannenwetsch, der häufig auch im Sturmzentrum agierte, doch die Rostocker Nummer 24 stand minimal im Abseits. Auch die Zwickauer probierten es vor dem Pausenpfiff noch einmal, aber Hansa blieb weiterhin standhaft und kam selbst noch zu einer gute Gelegenheit durch Andrist, der Ball landete jedoch am Außennetz, sodass es bei der 2:0-Pausenführung blieb.

Christan Brand hatte keinen Grund, das Personal für den zweiten Durchgang zu ändern und vertraute der ersten Elf, die in den ersten Minuten der zweiten Spielhälfte allerdings vorrangig in der Defensive beschäftigt war, denn der FSV probierte nun mit Schwung aus der Kabine zu kommen. Ab der 50. Minute wurde der Gastgeber dann wieder aktiver und prompt gefährlich, aber Gebhart verpasste den Abschluss aus aussichtsreicher Position.

In der 57. Minute zog Hansa-Trainer Brand den ersten Joker und brachte mit Marcel Ziemer einen echten Stürmer in die Partie. Doch nach 59. Minuten waren es zwei Verteidiger, die den 13.100 Zuschauern den nächsten Rostocker Treffer bescherten: Matthias Henn leitete den Konter ein und steckte für Ahlschwede durch, der sein Tempo ausspielte und mustergültig für Stephan Andrist auflegte – 3. Saisontreffer für den Schweizer und damit auch der dritte Treffer für ohn innerhalb von fünf Tagen.

Auch nach der sicheren 3:0-Führung dachte der F.C. Hansa gar nicht daran, nun ein paar Prozente nachzulassen. Marcel Ziemer hatte nach einer Standardsituation eine weitere Möglichkeit. Hinten stand das Team weiterhin sehr sicher und wollte nun etwas für das Torverhältnis tun – Platje und Bülbül sollten frischen Wind in die Hansa-Offensive bringen.

20 Minuten vor dem Ende der Partie musste dann auch Marcel Schuhen zum ersten Mal in den zweiten 45 Minuten eingreifen. Den Schuss von Morris Schröter parierte die Rostocker Nummer eins aber sicher und blieb weiterhin ohne Gegentor. Offensiv versuchte Timo Gebhart immer wieder die nächste gefährliche Aktion zu erspielen, doch die Gäste hatten nun häufig eine Antwort im letzten Drittel.

Doch in der 84. Minute war der FSV wieder machtlos, denn Gebhart kam nun über rechts und leitete den vierten Treffer des Tages ein. Der bärenstarke Neuner der Kogge spielte Melvin Platje schön frei, der den Ball perfekt Bülbül in den Lauf spielte – der eingewechselte Offensivakteur ließ Brinkies auch beim vierten Treffer keine Chance und knallte den Ball in den Kasten. Und noch war nicht Schluss. Ziemer hatte schon kurz darauf den fünften Treffer auf dem Kopf - dieser Treffer war allerdings Marcus Hoffmann vorbehalten, der nach einer Ecke das richtige Timing hatte und das 5:0 per Kopf markierte.

Ein toller Schlusspunkt nach einer souveränen und leidenschaftlichen Partie des F.C. Hansa Rostock. Die Kogge konnte sich nach dem schlechten Start der englischen Woche wieder aufrappeln und zum ersten Mal in dieser Spielzeit zwei Dreier in Folge holen - bei 7:0-Toren. Zwar ist die englische Woche nun vorbei, doch schon am Freitag muss der FCH beim Zweitliga-Absteiger SC Paderborn ran und will die Leistung der vergangenen beiden Spiele bestätigen.

F.C. Hansa Rostock – FSV Zwickau 5:0 (2:0)

Torfolge: 1:0 Gebhart (5.), Grupe (16.), 3:0 Andrist (59.), 4:0 Bülbül (84.), 5:0 Hoffmann (87.)

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Gardawski – Andrist (70. Bülbül), Grupe, Erdmann, Wannenwetsch (57. Ziemer), Jänicke (62. Platje) – Gebhart

FSV Zwickau: Brinkies – Sorge (56. Geisler), Gebers, Paul, – Lange, Schlicht (63. Nietfeld), C. Göbel, Frick, P. Göbel (24. Wachsmuth) – Schröter, König

Wiedersehen im Ostseestadion nach 22 Jahren - Der FSV Zwickau ist am Sonntag zu Gast an der Küste

Vor über 22 Jahren - am 03.09.1994 - gastierte der FSV Zwickau zuletzt im Rostocker Ostseestadion. Das bessere Ende beim Duell mit den Sachsen erwischte damals der F.C. Hansa. Die beiden Treffer zum 2:0-Sieg der Kogge erzielten Steffen Baumgart und Timo Lange. Ebenfalls in der Rostocker Startelf wirkte der heutige sportliche Leiter, René Schneider, mit.

Danach trennten sich die Wege beider Vereine, nur zum Rückspiel am 11. März 1995 sah man sich nochmal wieder, bevor es für den FCH als damaliger Tabellenerster unter Trainer Frank Pagelsdorf wieder zurück ins Oberhaus des deutschen Fußballs ging. Die Sachsen blieben der zweiten Liga noch bis zur Saison 1997/98 erhalten, mussten dann aber den schweren Gang in die Regionalliga, später sogar in die Oberliga antreten.
In dieser vierten Liga, deren sämtliche Reformen der FSV schadlos überstanden hat, setzte man sich in der abgelaufenen Saison als Tabellenerster durch und sicherte sich dadurch die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur dritten Liga. Gegner der Partien im Mai war der SV Elversberg, den man in zwei sehr knappen Spielen (1:0, 1:1) bezwingen konnte.

Doch trotz dieser langen Abwesenheit vom Profifußball haben der sächsische Club und die Hanseaten eine lange gemeinsame Vergangenheit in der DDR aufzuweisen. Insgesamt 54 Mal trafen beide Teams zwischen 1954 und 1989 aufeinander. Zählt man die Partien von Empor Lauter mit dazu, steigt die Zahl sogar auf 58 Matches an. Die bewegte Geschichte beider Vereine wird beim Blick in die Bücher allein an den verschiedenen Vereinsnamen deutlich. So hießen die Sachsen in den Anfangszeiten noch Motor, später dann Sachsenring Zwickau und wurden erst nach der Wende zum FSV.

Für einen Spieler des Teams von Chefcoach Torsten Ziegner ist die Rückkehr ins Ostseestadion etwas ganz Besonderes. Erstmals in einem anderen Trikot auflaufen wird Johannes „Pommes“ Brinkies, der das Tor der Mitteldeutschen hütet. Trotz seiner 23 Jahre ist „Pommes“ ein Urgestein beim F.C. Hansa, der am Ende der vergangenen Saison einen tränenreichen Abschied aus Rostock erlebte. Umso größer wird die Motivation sein, den Kasten gegen viele seiner ehemaligen Mitspieler sauber zu halten. Gemeinsam mit dem FSV konnte er trotz des Ausscheidens im DFB-Pokal beim Spiel gegen den Hamburger SV positive Aufmerksamkeit erringen und den Schwung in die Liga mitnehmen. Nach vier Liga-Spielen ohne Sieg war der FSV Zwickau allerdings in der englischen Woche gefordert - und lieferte. Die Mannschaft meisterte das Aufsteiger-Duell gegen Regensburg eindrucksvoll und gewann mit 4:0. Zwickaus Marcel Bär war am Dienstagabend mit drei Toren der entscheidende Mann und wird auch gegen die Kogge nachlegen wollen.

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