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Achtelfinale Landespokal2016/17

1:8
Datum
Spielgegner
Ergebnis
12.11.2016
Güstrower SC - F.C. Hansa Rostock
1:8 (0:2)
12.11.2016
FSV Einheit 1949 Ueckermünde - FC Schönberg
0:6 (0:1)
12.11.2016
Grimmener SV - Torgelower FC
0:4 (0:1)
19.11.2016
Rostocker FC - Greifswalder FC
3:6 (1:0)
19.11.2016
FSV Kühlungsborn - FSV Blau-Weiß Greifswald
0:0 (6:5)
30.11.2016
Gnoiener SV - FC Mecklenburg Schwerin
1:3 (0:2)
04.02.2017
SG Aufbau Boizenburg - Malchower SV
3:2 (1:1)
01.03.2017
MSV Pampow - TSG Neustrelitz
3:1 (2:1)

8:1-Erfolg beim Güstrower SC bringt die Kogge ins Landespokal-Viertelfinale

Durch einen 8:1-Erfolg beim Güstrower SC machte der F.C. Hansa Rostock den Einzug in das Viertelfinale des Lübzer Pils Cup perfekt und wartet nun auf die Auslosung der kommenden Runde.

Im Achtelfinale des Landespokals erwartete den F.C. Hansa bei schwierigen Witterungsbedingungen der Güstrower SC. Der heimische Verbandsligist spielt auch in der laufenden Saison eine gute Rolle in der höchsten Spielklasse Mecklenburg-Vorpommerns. Als Tabellenvierter stehen die Güstrower gut da und wollten nun im Lübzer Pils Cup für einer Überraschung sorgen. Bei diesem Vorhaben ruhten die Hoffnungen auf GSC-Knipser Sava-Andre Mihajlovic, der im Ligabetrieb schon 13 Treffer erzielte und damit die Torjägerliste der Verbandsliga anführt. Die Kogge musste aber nicht nur auf Mihajlovic aufpassen – mit Björn Plate, Ole Schuller oder auch Nico Hinrichs hat der Güstrower Sportclub einige torgefährliche Akteure in den Reihen, die auf einen Treffer gegen den FCH brannten.

Daher nahmen die favorisierten Gäste aus Rostock die Aufgabe keinesfalls auf die leichte Schulter und wollten trotz großer Rotation in der Startformation für ein problemloses Weiterkommen sorgen. Der GSC begann mit einer mutigen ersten Elf und agierte mit zwei Spitzen. Doch der erste Abschluss gehörte dem F.C. Hansa – Marcel Ziemer prüfte Florian Kirsch, der für die Kogge im Jugendbereich aktiv war. In der Folge übernahm die Brand-Elf die Spielkontrolle und war bemüht, den Gegner mit schnellen Kombinationen auseinander zu ziehen. Die Mannschaft aus der Verbandsliga hielt jedoch immer wieder gut dagegen und unterbrach die Partie ab und an auch mal mit einem Foulspiel, um das Tempo herauszunehmen.

Güstrow-Trainer Sven Lange stellte die Güstrower richtig gut auf den FCH ein. Die Hausherren waren häufig in den Zweikämpfen und versuchten auch spielerisch sich aus Drucksituationen zu befreien. Nach 18 Minuten kam aber wieder der Drittligist gefährlich vor das Tor der Heimmannschaft: Eine Rostocker Ecke brachte zunächst nichts ein, aber der Nachschuss von Christian Dorda hatte es in sich – der Außenpfosten verhinderte das 1:0 für die Kogge. Nun taute die Partie deutlich auf. Zunächst kam der Gastgeber mit zwei guten Aktionen zu den ersten Torannäherungen. Kurz danach feuerte Stephan Andrist den nächsten Schuss auf das Güstrower Tor ab, dieser ging allerdings über das Gehäuse.

In der 24. Minute dann die nächste Gelegenheit für die Kogge: Tobias Jänicke nahm sich das Leder in der eigenen Hälfte und spielte den Steckpass für Timo Gebhart, der jedoch aus leichter Rücklage verzog. Der GSC konnte den Rostocker Druck immer wieder gut kompensieren und versuchte nicht nur hinten die Null zu halten. Mihajlovic sorgte immer wieder für Gefahr am Hansa-Strafraum und setzte auch die Mitspieler gut ein: In der 32. Minute brachte die Nummer 21 einen Freistoß vor den Kasten von Samuel Aubele – dort lauerte Björn Boy und konnte die große Chance aus kürzester Distanz nicht nutzen.

Auch in den Schlussminuten war Güstrow weiter auf der Höhe und verhinderte den ersten Treffer. Allerdings hatte das Team auch etwas Glück, denn Stephan Andrist kam im gegnerischen Sechzehner zum Abschluss und wurde direkt danach von den Beinen geholt – Schiedsrichter Markhoff entschied sich allerdings gegen den Strafstoß. Doch dann der erlösende Torschrei im Friedrich-Ludwig-Jahnstadion: Stefan Wannenwetsch brachte einen Eckball auf den kurzen Pfosten, dort stieg Tommy Grupe hoch und versenkte den Ball zum 1:0 für den F.C. Hansa Rostock. Vor dem Pausenpfiff wollte der GSC noch einmal schnell antworten, aber die Kogge kopierte den ersten Treffer sofort und war wieder durch die Kombination Wannenwetsch – Grupe erfolgreich. Mit einerm 2:0 für die Brand-Truppe ging es in die Kabine.

Mit zwei frischen Kräften ging es für den FCH im zweiten Durchgang weiter. Melvin Platje und Hasan Ülker waren nun für Gebhart und Fehr auf dem Platz. Und die Rostocker starteten gleich mit viel Tempo. Fabian Holthaus setzte nach einem Zuspiel von Ülker Marcel Ziemer in Szene, der wie schon in Duisburg mit einem Fallrückzieher für Aufregung sorgte, aber ohne Erfolg blieb. Einige Augenblicke später machte es Ziemer dann genauer: Die eingewechselten Ülker und Platje brachten frischen Wind auf der linken Seite – Platje legte schließlich für Ziemer quer, der nur noch einschieben brauchte.

Hansa drückte nun mächtig auf das Gaspedal und wollte gleich wieder nachlegen. Der GSC meldete sich aber auch zurück: Plötzlich war Sava Mihajlovic durch und kam im Zweikampf mit dem letzten Mann Tommy Grupe zu Fall, doch auch hier blieb der Pfiff aus. Die Hausherren wurden durch diese Aktion aber wieder mutiger und in der Folge dichter am Gegenspieler. Allerdings spielten die Hanseaten auf weitere Tore. In der 69. Spielminute waren es wieder Platje und Ülker, die vor dem Tor auftauchten. Ülker hatte die große Chance zum 4:0, scheiterte aber an Florian Kirsch, der mit einer tollen Parade einen weiteren Treffer verhinderte.

Die Kräfte beim GSC ließen nun immer mehr nach, doch das Team aus der Verbandsliga stemmte sich gegen weitere Treffer und belohnte sich nach einem Rostocker Fehler. Björn Plate setzte sich über rechts durch und spielte einen Querpass für den mitgelaufenen Keil, der Samuel Aubele keine Chance ließ und den Ball unter die Latte schob. Jetzt wurde es noch einmal spannend und Christian Brand forderte den vierten Treffer. Der FCH hatte prompt die Antwort parat: Eine Hereingabe von der rechten Seite verpasste Melvin Platje am kurzen Pfosten, allerdings war auch Ülker zur Stelle und vollendete zum 4:1. Güstrow wollte trotzdem mutig bleiben, musste aber in der 80. Minute gleich den nächsten Treffer hinnehmen. Ziemer steckte für Platje durch – der trockene Linksschuss des Niederländers markierte den fünften Treffer am Sonnabendnachmittag.

Die Schlussminuten in Güstrow wurden durch einen weiteren Hansa-Treffer eingeleitet. Im Zusammenspiel mit Stephan Andrist kombinierte sich Aleksandar Stevanovic in den Strafraum. Die Rostocker Nummer zehn schloss letztlich aus zehn Metern ab – 6:1 für den FCH. Das Rostocker Trainerteam wollte jedoch, dass die Mannschaft weiter nach vorne spielt und Selbstvertrauen für den Ligabetrieb tankt. Kurz vor Spielende konnte sich dann Hasan Ülker zum zweiten Mal in Torschützenliste eintragen – einen Abstauber nutze Ülker in der 85. Minute. Und einen hatte der F.C. Hansa noch: Platje legte für Marcel Ziemer vor, der frei vor Keeper Kirsch eiskalt blieb und den 8:1-Endstand herstellte.

Güstrower SC - F.C. Hansa Rostock 1:8 (0:2)

Torfolge: 0:1 Grupe (39.), 0:2 Grupe (45.), 0:3 Ziemer (49), 1:3 Keil (75.), 1:4 Ülker (77.), 1:5 Platje (80.), 1:6 Stevanovic (82.), 1:7 Ülker (85.), 1:8 Ziemer (90.)

Güstrower SC: Kirsch – Bartelt, Plate, Bormann, Leu – Zirnsack (55. Berndt), Boy, Fichelmann, Hinrichs (82. Behrens) – Mihajlovic, Schuller (64. Keil)

F.C. Hansa Rostock: Aubele – Jänicke, Grupe, Dorda, Holthaus – Andrist, Wannenwetsch, Erdmann (64. Stevanovic), Fehr (46. Ülker) – Gebhart (46. Platje), Ziemer

Kräftemessen im Landespokal - Güstrower SC trennt Hansa vom Viertelfinale

Nach den beiden Punkteteilungen in den vergangenen zwei Wochen wird es beim kommenden Pflichtspiel definitiv einen Sieger geben. Im Lübzer Pils Cup stehen die Achtelfinalbegegnungen an und der F.C. Hansa Rostock trifft auf den Verbandsligisten Güstrower SC 09.

Dass das Team um Kapitän Michael Gardawski unbedingt die nächste Runde erreichen will, steht außer Frage, allerdings wartet mit den Barlachstädtern der aktuelle Viertplatzierte der laufenden Verbandsligasaison. Relativierend muss aber eingeräumt werden, dass der SC bereits zwei Partien mehr absolviert hat als der Rest der Spitzengruppe.

Für die Mannschaft um den 49-jährigen Chefcoach Sven Lange läuft die zweite Saison nach ihrem Aufstieg dennoch sehr vielversprechend. Dabei ist vor allem die Offensive brandgefährlich. Mit einem Torverhältnis von 38:16 nach nur zwölf Spieltagen und damit durchschnittlich mehr als drei eigenen Treffern pro Spiel, zeigen die Residenzstädter ihr enormes Offensivpotential.

Dieses kam auch beim vergangenen Ligaspiel zum Tragen. Mit 7:0 schickte man den 1. FC Neubrandenburg nach Hause - Spieler des Spiels war unbestritten Sava Mihajlovic, der sein persönliches Torekonto durch dreimaliges Einnetzen auf 13 Saisontreffer hoch schraubte.

Doch nicht nur in der Liga, sondern auch im Pokal zeigte Güstrow souveräne Leistungen. Mit Siegen über SpVgg Cambs Leezen (2:0) und den SV Blau-Weiß Polz (4:2) buchte man das Ticket für die Runde der letzten 16.

Die Motivation für die Partie gegen die Hanseaten ist entsprechend hoch, denn neben einem Fußballfest wünschen sich die Güstrower auch das Weiterkommen in das Viertelfinale, was gleichzeitig der größte Pokalerfolg der Vereinsgeschichte wäre, da man im vergangenen Jahr knapp mit 3:4 gegen den TSV Güstrow im Achtelfinale scheiterte.

Die Hansa-Profis sind also gewarnt, wenn sie am kommenden Sonnabend (12.11.16, 13 Uhr) im Güstrower Jahnstadion antreten und werden alles daran setzen, den Weg der Titelverteidigung weiter zu beschreiten. Für diejenigen, die nicht nach Güstrow reisen, wird das Hansa-Fanradio wie immer vor Ort sein und euch mit Live-Impressionen versorgen.

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