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1. Runde2017/18

F.C. Hansa Rostock
0:2
Hertha BSC
Datum
Spielgegner
Ergebnis
14.08.2017
F.C. Hansa Rostock - Hertha BSC
0:2 (0:0)
11.08.2017
TuS Koblenz - Dynamo Dresden
2:3 (1:1)
11.08.2017
RW Essen - Borussia Mönchengladbach
1:2 (1:0)
11.08.2017
Karlsruher SC - Bayer 04 Leverkusen
0:3 n.V. (0:0)
11.08.2017
Holstein Kiel - E. Braunschweig
2:1 (0:0)
12.08.2017
Germania Halberstadt - SC Freiburg
1:2 (0:2)
12.08.2017
Chemnitzer FC - FC Bayern München
0:5 (0:1)
12.08.2017
LSK Hansa - 1. FSV Mainz 05
1:3 (1:2)
12.08.2017
Leher TS - 1. FC Köln
0:5 (0:2)
12.08.2017
SpVgg Unterhaching - 1. FC Heidenheim
0:4 (0:1)
12.08.2017
TuS Erndtebrück - Eintracht Frankfurt
0:3 (0:1)
12.08.2017
FC Rielasingen-Arlen - Borussia Dortmund
0:4 (0:2)
12.08.2017
SV Eichede - 1. FC Kaiserslautern
0:4 (0:2)
12.08.2017
Rot-Weiß Erfurt - TSG 1899 Hoffenheim
0:1 (0:0)
12.08.2017
Jahn Regensburg - SV Darmstadt 98
3:1 (1:1)
12.08.2017
Arminia Bielefeld - Fortuna Düsseldorf
1:3 n.V. (0:0)
12.08.2017
Würzburger Kickers - Werder Bremen
0:3 (0:0)
13.08.2017
TSV 1860 München - FC Ingolstadt 04
1:2 (0:1)
13.08.2017
VfL Osnabrück - Hamburger SV
3:1 (1:0)
13.08.2017
Bonner SC - Hannover 96
2:6 (1:1)
13.08.2017
Sportfreunde Dorfmerkingen - RB Leipzig
0:5 (0:1)
13.08.2017
1. FC Schweinfurt 05 - SV Sandhausen
2:1 (0:1)
13.08.2017
SV Morlautern - SpVgg Greuther Fürth
0:5 (0:2)
13.08.2017
1. FC Saarbrücken - 1. FC Union Berlin
1:2 n.V. (1:1)
13.08.2017
FC Nöttingen - VfL Bochum
2:5 (0:2)
13.08.2017
Eintracht Norderstedt - VfL Wolfsburg
0:1 (0:0)
13.08.2017
1. FC Magdeburg - FC Augsburg
2:0 (0:0)
13.08.2017
Energie Cottbus - VfB Stuttgart
3:4 n.E. (2:0)
13.08.2017
SV Wehen Wiesbaden - Erzgebirge Aue
2:0 (2:0)
14.08.2017
MSV Duisburg - 1. FC Nürnberg
1:2 (0:2)
14.08.2017
SC Paderborn - FC St. Pauli
2:1 (1:0)
14.08.2017
BFC Dynamo - FC Schalke 04
0:2 (0:0)

Pokal-Aus nach langen Kampf – Hansa unterliegt Hertha BSC spät mit 0:2

Nach einem tollen Kampf in der ersten Runde des DFB-Pokal musste sich der F.C. Hansa spät geschlagen geben. Mitchell Weiser und Vedad Ibisevic erzielten die Treffer für die Berliner und zerstörten die kleine Hoffnung auf eine Sensation im Ostseestadion.

Sechsmal war in den vergangenen Pokal-Jahren nach der ersten Runde Schluss für den FCH. Oft war die Kogge nah dran und ging dabei sogar zweimal den Weg ins Elfmeterschießen. Doch nun sollte endlich mal wieder ein Favorit gestürzt werden, wenn es sein musste, auch erst vom Punkt. Und der Lostopf hielt für den F.C. Hansa einen echten Kracher bereit. Bundesligist Hertha BSC gastierte zum Abschluss der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals im Ostseestadion.

Der Hauptstadtklub kam als Europa-League Teilnehmer an die Ostsee und konnte sich in den vergangenen Jahren unter der Führung von Hertha-Ikone Pal Dardai in der Bundesliga stabilisieren. Das Herz des Ungarn schlägt nun schon mehr als 20 Jahre für die „Alte Dame“ und Dardai kennt die Pokalstimmung im Ostseestadion nur zu gut. 2003 trafen beide Teams schon einmal im DFB-Pokal aufeinander. Dardai stand damals noch auf dem Platz und die Spannung wurde ausgereizt. Erst nach dem Elfmeterschießen rückte Hertha ein Runde weiter. Knapp 14 Jahre später wollte der FCH das Blatt umdrehen, auch wenn das Team von Trainer Dotchev nun zwei Ligen tiefer kickt.

An ein Weiterkommen gegen die Dardai-Truppe glaubte am Montagabend (20.45 Uhr) nicht nur die Mannschaft - mehr als 20.000 Hansa-Fans standen hinter ihrer Mannschaft und hofften auf einen erneuten Dotchev-Coup. Der 51-jährige Hansa-Coach erreichte bei sieben Pokal-Teilnahmen fünfmal mindestens die zweite Runde und konnte gegen die Berliner noch einmal auf Kapitän Bischoff setzen, der dann allerdings in den kommenden drei Liga-Partien aufgrund einer Rot-Sperre fehlen wird. Außerdem durfte Neuzugang Marcel Hilßner für Mounir Bouziane von Beginn an ran. Die einzige Sturmspitze der Kogge war am Montagabend Marcel Ziemer, der wieder in die Startformation rückte und dadurch sein 100. Pflichtspiel für den F.C. Hansa absolvierte.

Dotchevs Gegenüber stellte natürlich etwas offensiver auf, obwohl er mit Davie Selke und Julian Schieber zwei prominente Ausfälle im Angriff zu verzeichnen hatte. Esswein und Ibisevic sollten die Rostocker Abwehr von Beginn an beschäftigen und für den ungefährdeten Erfolg der Berliner sorgen. Hansa hatte jedoch mit Anpfiff ein Ziel vor Augen und stemmte sich als Team gegen den Favoriten.

Angeführt von Amaury Bischoff und Vedad Ibisevic liefen beide Mannschaften in 20.42 Uhr ein. Der Anstoß gehörte wenig später den Gästen – die Kogge spielte zunächst auf die Nordtribüne. Hertha begann gleich mal stürmisch und versuchte mit viel Druck in die Partie zu starten. Der FCH konnte sich aber über gewonne Zweikämpfe in der Defensive in die Partie arbeiten und hatte auch den ersten Abschluss durch Fabian Holthaus, der aber deutlich über den Kasten ging. Und die Dotchev-Elf versteckte sich nicht. Über links sorgte Holthaus das erste mal für Gefahr und suchte Sturmtank Marcel Ziemer, doch Langkamp war einen Schritt schneller. Der Abpraller landete bei Bryan Henning, der es aus der Distanz direkt probierte, aber geblockt wurde.

Die Berliner waren nun um mehr Spielkontrolle bemüht und ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen. Per Skjelbred rückte immer wieder zwischen die Innenverteidiger und wollte den Spielaufbau übernehmen. Die Rostocker standen jedoch gut geordnet und boten Hertha wenig Raum. Nach 14 Minuten kam dann auch der Gast eher zufällig zum Abschluss. Darida probiert es auch gut 20 Metern, verfehlte das Gehäuse von Janis Blaswich aber klar. Auf der Gegenseite dann wieder die Dotchev-Elf. Diesmal über rechts mit Joshua Nadeau, der nach einem schöner Heber von Wannenwetsch den Ball in die Box brachte, wo Owusu einlief, aber Rekik hatte etwas dagegen und klärte rechtzeitig.

Vier Minuten später wurde es dann schon durchaus gefährlicher. Ibisevic ließ den Ball direkt weiterlaufen und bediente Alexander Esswein, der nicht zögerte, direkt abzog und sich weiter annäherte. Aber auch Hansa war weiter gut dabei und legte sich nicht nur auf konzentrierte Defensivarbeit fest. Häufig schaffte es die Kogge, sich spielerisch zu lösen und drückte dabei auch mal die Dardai-Elf hinten rein.

Nach 28 Minuten dann mal wieder der Gäste. Über rechts nutzte Esswein sein Tempo aus und konnte bis zur Grundlinie durchdrängen. Die Hereingabe des Berliners sorgte zwar für Gefahr, fand aber keinen Abnehmer im Zentrum. Doch die Partie blieb weiter offen und beide Teams suchten nach offensiven Lösungen. Die Rostocker probierten es über Hilßner mit einer starken Flanke für Ziemer, allerdings war auch Langkamp zur Stelle. Zehn Minuten vor der Halbzeitpause drückte die Hausherren weiter auf das Tempo und kamen dabei häufig über die linke Seite, doch der letzte Pass fehlte der Kogge zum Abschluss.

Den Herthaner viel kurz zum Ende der ersten Hälfte weiterhin nicht viel ein, um die Rostocker Hintermannschaft zu knacken. Die Dardai-Elf konnte zwar mit viel Ballbesitz glänzen, doch sobald es über die Mittellinie ging, war der FCH mit einer kompakten Defensivarbeit zur Stelle - Hansa-Keeper Blaswich musste in der ersten 45 Minuten überhaupt nicht eingreifen. Daher ging es torlos, aber mit einer guten Leistung der Kogge zur Halbzeitansprache.

Ohne Wechsel, allerdings mit einer kurzen Spielunterbrechung startete der zweite Durchgang. Dann ging es aber mit Fußball im Ostseestadion weiter. Und die Gäste kamen mit Schwung aus der Kabine. Darida schloss einen Gäste-Angriff zügig ab – da fehlte nicht viel. Der F.C. Hansa musste sich nun wieder in die Partie kämpfen und aufpassen, dass ein schneller Gegentreffer ausblieb. Denn Hertha drückte nun kräftig auf das Tempo und wollte schnell der Favoritenrolle gerecht werden. Es folgte die bisher beste Chance des Spiels. Hertha kam wieder über die rechte Seite mit Esswein, der das Auge für Kalou hatte. Der Ivorer schloss aus 14 Metern ab und verpasste knapp den ersten Treffer. Der FCH musste alles reinwerfen, um sich aus dieser Druckphase zu befreien. Jeder Zweikampf war umkämpft und die Kogge musste stetig ans Limit gehen, um die Partie weiter offen zu gestalten. Und das war auch nötig.

Die Berliner waren nun mächtig am Drücker und hatten das 1:0 gleich doppelt auf dem Fuß. Beim Abschluss von Vladimir Darida rettete noch der Pfosten, dann musste Janis Blaswich alles zeigen, um gegen Kalou, der es mit einem Seitfallzieher probierte – die Null zu halten. Aber Hansa schaffte es, die Gäste nun wieder etwas früher zu pressen und verschaffte sich somit wieder etwas Luft. Nach 72 Minuten dann wieder die Gäste, die einen Rostocker Fehler schnell ausnutzen wollten und konterten. Oliver Hüsing unterband den Angriff und nahm einen gefährlichen Freistoß in Kauf, den Spezialist Plattenhardt aber in die Mauer setzte.

Kurz darauf musste Schiedsrichter Hartmann die Partie erneut wegen Ausschreitungen unterbrechen und konnte diese erst 18 Minuten später wieder anpfeifen. Keine einfache Situation für beide Teams, die nun schnell wieder auf Betriebstemperatur kommen mussten. In der Folge wechselte dann auch Hertha zum ersten Mal und brachte mit Haraguchi für Kalou einen frischen Mann für die Außenbahn.

Die Berliner wollten die Verlängerung unbedingt vermeiden und versuchten sich daher noch einmal in der Offensive. Die Dotchev-Elf stand nun deutlich tiefer und wollte zunächst erst einmal die Null halten. Doch Hertha hatte etwas dagegen und einen U21-Europameister in den eigenen Reihen. Eine Gäste-Ecke schien schon geklärt, doch an der Strafraumkante lauerte Mitchell Weiser, der Janis Blaswich mit einem Traumtor keine Chance. 1:0 für Hertha BSC und Hansa hatte kaum noch Zeit, den Ausgleich zu erzielen. Im Gegenteil – die Gäste wollten direkt nachlegen und kamen durch Ibisevic und Haraguchi zu guten Gelegenheiten.

Jetzt warf die Kogge noch einmal alles nach vorne und musste statt des Ausgleichs die Entscheidung hinnehmen. Einen Ballgewinn wandelte die Hertha blitzschnell in einen Konter um und nutzen diesen eiskalt aus. Drei Berliner liefen allein auf Janis Blaswich zu, der keine Chance hatte. Letztlich legte Leckie für Ibisevic auf, der nur noch einschieben brauchte und das Pokal-Aus des F.C. Hansa besiegelte.

Nun muss die Kogge den Pokal schnellstmöglich aus den Köpfen bekommen, da es für das Team bereits am kommenden Wochenende in der Liga weiter geht. Am Sonntag trifft die Dotchev-Truppe dann auf den Zweitliga-Absteiger aus Würzburg.

F.C. Hansa Rostock – Hertha BSC 0:2 (0:0)

Torfolge: 0:1 Weiser (85.), 0:2 Ibisevic (90.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Wannenwetsch, Henning (86. Bouziane), Bischoff, Hilßner – Owusu (69. Benyamina) – Ziemer (86. Alibaz)

Hertha BSC: Jarstein – Weiser, Langkamp, Rekik, Plattenhardt – Leckie, Skjebred, Darida, Kalou (76. Haraguchi) – Esswein (90. Duda), Ibisevic

Europa League-Teilnehmer im Ostseestadion - Hansa empfängt Hertha im DFB-Pokal

Am Montagabend trifft der F.C. Hansa Rostock in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Hertha BSC. Das Spiel im Rostocker Ostseestadion wird um 20.45 Uhr angepfiffen und wird zudem live in der ARD gezeigt.

Für die Berliner ist es das erste Pflichtspiel der Saison 2017/2018 und die Generelprobe für den ersten Spieltag der Bundesliga am 19. August, an dem Hertha Aufsteiger VfB Stuttgart im Olympiastadion empfängt. Hinter den Herthanern liegt ein Monat voller Trainingseinheiten und Testspielen: Am 1. Juli bat Coach Pal Dardai seine Mannschaft zum Trainingsauftakt, kurz darauf ging es in das erste von insgesamt zwei Trainingslagern. Eine Woche verbrachten die Haupstädter in Bad Saarow und konnten sich im Anschluss beim Medien-Cup gegen die Drittligisten Rot-Weiß Erfurt und den FC Carl Zeiss Jena durchsetzen. Beim 5:1-Testspielsieg gegen den FC Anker Wismar konnten sich auch zahlreiche Hansa-Fans bereits einen Eindruck vom Pokal-Gegner machen. Das zweite Trainingslager absolvierte der Europa League-Teilnehmer, der in der vergangenen Bundesliga-Spielzeit einen starken 6. Tabellenplatz erreichte, im österreichischen Schladming.

Insgesamt zehn Testspiele bestritt die "Alte Dame" in der Sommervorbereitung und musste sich lediglich Aston Villa (0:2) und dem FC Liverpool (0:3) geschlagen geben. Gegen den FC Malaga und Galatasaray Istanbul konnte man sich hingegen jeweils mit 2:1 durchsetzen.

Auch personnell gab es einige Veränderungen bei den Berlinern: John Anthony Brooks verließ die Hauptstadt, um sich dem VfL Wolfsburg anzuschließen, Sami Allagui wechselte zum FC St. Pauli und der ausgeliehene Allan kehrte zum FC Liverpool zurück. Alleine durch die Transfereinnahmen von Brooks konnte Hertha weiter in einen schlagkräftigen Kader investieren. U21-Europameister Davie Selke wechselte von RB Leipzig nach Berlin, Mathew Leckie kam vom FC Ingolstadt und mit Karim Rekik konnte man einen vielversprechenden Innenverteidiger von Olympique Marseille verpflichten. Neben Jonathan Klinsmann, Sohn von Ex-Nationalspieler und -Trainer Jürgen Klinsmann, besitzt nun auch Palko Dardai, der Sohn des Herthaner Chef-Trainers einen Profivertrag.

Am 15. März 2008 trafen die beiden Mannschaften das letzte Mal im Rostocker Ostseestadion aufeinander und trennten sich mit einem torlosen Remis. Der letzte Sieg von Hertha BSC über den FCH liegt übrigens schon einige Jahre zurück. Im Oktober 2003 konnten die Berliner drei Punkte aus Rostock entführen, die sechs folgenden Partien endeten unentschieden oder wurden von der Kogge gewonnen. Insgesamt gab es zwischen den beiden Teams 25 Duelle - dabei gehen zwölf Siege auf das Konto der Hertha, sechsmal trennte man sich unentschieden und siebenmal gewann der F.C. Hansa. 71 Treffer fielen in den bisherigen Partien, somit fallen im Schnitt 2,84 Tore in einem Spiel zwischen Hertha und Hansa. Pal Dardai dürfte sich übrigens mit der Kogge noch bestens auskennen, schließlich hat er in 14 der 25 Begegnungen selber mitgespielt.

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