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Finale2016/17

F.C. Hansa Rostock
3:1
MSV Pampow
Datum
Spielgegner
Ergebnis
25.05.2017
F.C. Hansa Rostock - MSV Pampow
3:1 (2:0)

F.C. Hansa gewinnt Lübzer Pils-Cup 2017 durch ein 3:1 gegen den MSV Pampow

Vor 2.807 Zuschauern im Parkstadion Neustrelitz hat der F.C. Hansa Rostock durch einen 3:1-Finalsieg gegen dem MSV Pampow den Landespokal Mecklenburg-Vorpommmern 2017 gewonnen und sich für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2017/18 qualifiziert.

Interimstrainer Uwe Ehlers nahm im Vergleich zum letzten Drittligaspiel der Saison ein paar Veränderungen in der Startaufstellung vor. Für Christian Dorda und Maximilian Ahlschwede besetzten Fabian Holthaus und Michael Gardawski, die zuletzt im Mittelfeld ran durften, die Außenverteidigerpositionen. Dafür rückten Stefan Wannenwetsch und Christopher Quiring in die Startelf.

Von Beginn an bestimmte der FCH das Geschehen und hatte ein Plus an Spielanteilen und Szenen in Torraumnähe. In der 6. Minute wurde es das erste Mal richtig gefährlich, als Tobias Jänicke den Ball von der rechten Seite flach in die Mitte legte und Marcel Ziemer im zweiten Versuch den Ball im Tor unterbrachte. Mit der frühen Führung im Rücken drängte Hansa den Gegner weiter in dessen Hälfe. Nach einem Eckball von Amaury Bischoff rauschte ein Flugkopfball von Tobias Jänicke nur knapp am Tor von Pampow vorbei.
Die nächste große Chance hatte dann wieder Marcel Ziemer. Einen Flachschuss Quirings von der Strafraumgrenze nahm der Rostocker-Mittelstürmer gut an und vollendete aus der Drehung aus 5 Metern zum 2:0.
Der Verbandsligist wusste sich in der Folge einige Male nur durch Fouls zu behelfen und sah folgerichtig in der ersten Hälfte zwei gelbe Karten.

Der sehr agile Tobias Jänicke hatte nach 35 Minuten das 3:0 auf dem Fuß, aber sein Schuss aus gut 13 Metern halbrechter Position ging knapp am Tor von Ronny Losereit vorbei. Und kurz vor der Pause wollte Hansa-Kapitän Michael Gardawski nach einem Flügellauf von der rechten Seite Timo Gebhart bedienen, aber Gebhart verpasste die Hereingabe nur um Haaresbreite. So ging es mit einer verdienten 2:0-Führung für den Drittligisten in die Pause.

Mit unverändertem Personal kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Erst in der 50. Minute gab es den ersten Wechsel - Aleksandar Stevanovic kam für Amaury Bischoff ins Spiel. Chancen hatte weiterhin nur der F.C. Hansa. Timo Gebhart zog in der 51. Minute von links in den Strafraum und zielte nur Zentimeter rechts am Tor vorbei. Fünf Minuten später klatschte ein wunderbarer Freistoss von Stevanovic aus 22 Metern ans Lattenkreuz.

Es dauerte bis zur 60. Minute bis auch der MSV Pampow das erste Mal in Richtung Rostocker-Tor gefährlich wurde. Dudiev zog aus knapp 18 Metern ab, aber sein Schuss ging deutlich über das Tor von Marcel Schuhen.
Der eingewechselte Patrick Bahl enteilte dann in der 66. Minute auf der rechten Pampower Seite seinem Gegenspieler Fabian Holthaus, konnte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht mehr gefährlich aufs Tor bringen.
Nur eine Minute später hatte Tobias Jänicke die Chance, das Spiel endgültig zu entscheiden. Sein Schuss aus halbrechter Position nach guter Vorlage von Marcel Ziemer ging aber knapp links am Tor vorbei.
Der scheidende Hansa-Kapitän Michael Gardawski verließ dann in der 68. Minute den Platz - für ihn kam Jeff-Denis Fehr ins Spiel.

Kurze Zeit später machte es der MSV Pampow noch einmal spannend. Mit der ersten richtigen Torchance erzielte der MSV den Anschlusstreffer zum 2:1. Bohl, der viel Schwung ins Spiel brachte, legte den Ball von rechts gefährlich vor das Rostocker-Tor und Torjäger Rafael da Silva Cruz vollendete aus 5 Metern eiskalt - Marcel Schuhen hatte keine Chance.
Hansa war bemüht, sofort den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. Marcel Ziemer setzte einen Kopfball nach Jänicke-Flanke nur knapp über das Pampower-Tor.
Gegen die nun immer mehr anrennenden Spieler des MSV verteidigte der Favorit aus Rostock die Führung aber souverän und kam seinerseits zu ein paar Konterchancen, die aber nicht konsequent genug ausgespielt wurden. Die letzte Chance im Spiel nutzte dann Jeff-Denis Fehr zu einem Traumtor. Nach einem Pass von Stevanovic auf die rechte Seite drang Fehr mit Tempo in den Straufraum ein und setzte dem Ball mit dem linken Fuß in den Winkel des Tores. Dieses 3:1 war dann Entscheidung und Endstand zugleich.

Für den F.C. Hansa die Saison 2016-17 damit beendet, während der MSV Pampow noch zwei Spiele in der Verbandsliga zu absolvieren hat.


Aufstellung F.C. Hansa: Schuhen - Holthaus, Hoffmann, Henn, Gardawski (68. Fehr) - Wannenwetsch, Bischoff (50. Stevanovic) - Jänicke, Gebhart, Quiring - Ziemer

Torfolge: 1:0 Ziemer (6.), 2:0 Ziemer (18.), 2:1 da Silva Cruz (71.), 3:1 Fehr (90.+2)

Zuschauer: 2.807

Verbandsligist MSV Pampow ist Hansas letzte Hürde auf dem Weg zur Titelverteidigung

Am Donnerstag, 25. Mai 2017, geht es für den F.C. Hansa Rostock zum letzten Spiel in der Saison 2016/2017. Im Finale des Lübzer Pils Cup trifft die Kogge auf den Verbandsligisten MSV Pampow.

Für beide Teams setzte es in der Generalprobe vor dem Landespokal-Endspiel eine Niederlage im Liga-Betrieb. Während Hansa mit 0:2 gegen Chemnitz verlor, mussten sich die Pampower der SG Aufbau Boizenburg mit 3:4 geschlagen geben, womit auch die letzten Aufstiegshoffnungen beim MSV verschwunden sind.

Der Tabellenvierte der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern scheint bei einem ersten Blick auf die Tabelle eher unauffällig: In 28 Partien erzielte man 57 Tore, was verglichen mit den Konkurrenten an der Tabellenspitze sehr wenig aussieht. Der Güstrower SC (115 Tore), der Torgelower FC Greif (96 Tore) und der Greifswalder FC (80 Tore) netzen deutlich häufiger als die Mannschaft von Trainer Ronny Stamer. Doch die Stärke der Pampower liegt in ihrer sattelfesten Defensive, die bislang nur 22 Gegentreffer zuließ. Damit stellt die Hintermannschaft um Kapitän Matthias Reis die beste Defensive der Verbandsliga.

Offensiv ist der Brasilianer Rafael da Silva Cruz die Lebensversicherung der Pampower: Elf Tore konnte der Stürmer, der erst im Januar zur Mannschaft dazustieß, bereits für den MSV erzielen. Auch Sebastian Drews konnte mit zehn Treffern auf sich aufmerksam machen.

In den vorherigen Pokalrunden gelangen dem MSV Pampow zwei dicke Überraschungen: Nach den Siegen über die Landesligisten TSV Empor Zarrentin (0:7) und Lübzer SV (0:3), konnte man auch den Regionalligisten TSG Neustrelitz (3:1) besiegen. Im Viertelfinale gelang gegen den Oberligisten und Lokalrivalen FC Mecklenburg Schwerin (2:0) die nächste Sensation. Im Halbfinale setzte man sich schließlich mit 2:1 gegen die SG Aufbau Boizenburg durch. Damit stehen die Pampower bei einer Bilanz von 17:2 Toren, was einmal mehr die Defensivstärke mit Zahlen untermauert.

Anpfiff im Parkstadion Neustrelitz ist um 14:45 Uhr. Das Spiel wird im Rahmen des "Finaltags der Amateure" live in der ARD gezeigt. Außerdem wird das F.C. Hansa-Fanradio wie gewohnt live vor Ort sein und für Euch berichten.

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