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21. Spieltag

3:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
04.02.2017
1. FSV Mainz 05 U23 - SC Paderborn
0:1 (0:0)
04.02.2017
SV Wehen Wiesbaden - Sportfreunde Lotte
0:3 (0:1)
04.02.2017
Holstein Kiel - VfR Aalen
2:2 (2:0)
04.02.2017
Rot-Weiß Erfurt - FSV Frankfurt
1:0 (1:0)
04.02.2017
Chemnitzer FC - Hallescher FC
1:1 (0:0)
04.02.2017
Jahn Regensburg - Sonnenhof Großaspach
1:1 (1:1)
04.02.2017
MSV Duisburg - VfL Osnabrück
2:2 (0:1)
05.02.2017
Preußen Münster - F.C. Hansa Rostock
3:1 (1:0)
05.02.2017
Werder Bremen II - Fortuna Köln
1:1 (1:0)
05.02.2017
1. FC Magdeburg - FSV Zwickau
1:1 (1:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
MSV Duisburg
38
18
14
6
52:32
+20
68
2
Holstein Kiel
38
18
13
7
59:25
+34
67
3
Jahn Regensburg
38
18
9
11
62:50
+12
63
4
1. FC Magdeburg
38
16
13
9
53:36
+17
61
5
FSV Zwickau
38
16
8
14
47:54
-7
56
6
VfL Osnabrück
38
15
9
14
46:43
+3
54
7
SV Wehen Wiesbaden
38
14
11
13
45:42
+3
53
8
Chemnitzer FC
38
14
10
14
54:51
+3
52
9
Preußen Münster
38
15
6
17
49:43
+6
51
10
Sonnenhof Großaspach
38
14
9
15
48:48
0
51
11
VfR Aalen
38
14
15
9
52:36
+16
48
12
Sportfreunde Lotte
38
13
9
16
46:47
-1
48
13
Hallescher FC
38
10
18
10
34:39
-5
48
14
Rot-Weiß Erfurt
38
12
11
15
34:47
-13
47
15
Hansa Rostock
38
10
16
12
44:46
-2
46
16
Fortuna Köln
38
12
10
16
37:59
-22
46
17
SV Werder Bremen II
38
12
9
17
32:48
-16
45
18
SC Paderborn 07
38
12
8
18
38:57
-19
44
19
1. FSV Mainz 05 II
38
11
7
20
41:58
-17
40
20
FSV Frankfurt
38
7
13
18
38:50
-12
25

Hansa unterliegt am Sonntagnachmittag – 1:3-Niederlage beim SC Preußen Münster

Die erste Auswärtspartie des neuen Spieljahres führte den F.C. Hansa nach Münster und gleichermaßen zur ersten Niederlage auf fremdem Platz seit Juli 2016. Beim SCP unterlag die Kogge mit 1:3.

Eine Woche zuvor verlief der Rückrundenstart für beide Mannschaften ernüchternd. Während die Kogge im Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg mit einer Punkteteilung (0:0) zufrieden sein musste, mussten sich die Preußen beim VfL Osnabrück deutlich mit 0:3 geschlagen geben und waren nun im Heimspiel gezwungen, zu liefern. Denn das Team von Trainer Benno Möllmann rutschte nach der Derby-Niederlage auf den ersten Abstiegsplatz ab.

Die Kogge hatte hingegen wieder die Möglichkeit, das erfolgreiche Auswärtssegel zu hissen und mit einem Dreier den Abstand nach unten zu vergrößern. Doch die Personaldecke machte mal wieder Sorgen. Marcel Ziemer konnte aufgrund einer Risswunde gar nicht erst mitreisen, Sturmkollege Väyryen meldete sich nach überstandener Krankheit noch fit – doch für die Startelf reichte es noch nicht. Daher bildete Soufian Benyamina die einzige Spitze. Auch dahinter rotierte Hansa-Trainer Brand kräftig durch: Mit Stefan Wannenwetsch, Stephan Andrist, Tommy Grupe, Matthias Henn und Fabian Holthaus gab es gleich fünf weitere Umstellungen in der Startformation im Vergleich zum Regensburg-Spiel. Ex-Preuße Amaury Bischoff war dagegen erneut Bestandteil der ersten Elf und kehrte schon nach kurzer Zeit zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Im Duell der Vorsaison konnte der FCH einen frühen Rückstand noch egalisieren, diesmal wollte die Brand-Truppe an die Auswärtsleistungen der Hinrunde anknüpfen und möglichst den fünften Sieg in der Fremde einfahren. 1.500 Hansa-Fans unterstützten ihre Kogge bei den Preußen dabei und peitschten das Team von Beginn an nach vorne. Die erste Gefahr ging allerdings von den Hausherren aus, die einen Freistoß am Rostocker Strafraum schon nach wenigen Augenblicken zugesprochen bekamen – Rizzi brachte den Ball vor den Kasten, aber Hansa befreite sich aus dieser Situation. Aber auch der FCH meldete sich kurz darauf das erste Mal offensiv an. Über rechts kam Stephan Andrist gefährlich an den Strafraum und brachte die Flanke, die jedoch keinen Abnehmer im Zentrum fand.

Beide Mannschaften starteten mit hoher Intensität in die Partie am Sonntagnachmittag. Preußens Schweers allerdings etwas zu intensiv – Gelbe Karte nach sieben Spielminuten für den Innenverteidiger der Westfalen. Fünf Minuten später kam der SCP zur ersten Großchancen und nutzte diese prompt: Der Brand-Elf hielt den Ball zunächst in den eigenen Reihen, wurde dann jedoch unter Druck gesetzt und verlor in der Folge einen entscheidenden Pressschlag. Sinan Tekerci schaltete am schnellsten, nahm den Ball auf und markierte in der 12. Spielminute den ersten Treffer der Tages.

Ein frühes Gegentor für die Rostocker, die kurz darauf Glück hatten, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel. Über rechts wurde Preußen gefährlich, doch Matthias Henn rettete in höchster Not und verhinderte die nächste gute Gelegenheit. Hansa musste nach dem frühen Rückstand erst einmal in die Partie kommen. Nach 22 Minuten fasste das Team den Ausgleichstreffer aber so langsam ins Auge. Stefan Wannenwetsch wurde im Preußen-Strafraum mit hoher Risikobereitschaft abgegrätscht – für Schiedsrichter Tobias Reicher allerdings zu wenig für einen Strafstoß. Doch Hansa blieb dran. Bischoff eroberte den Ball und konnte nur durch ein Foulspiel gestoppt werden. Den nachfolgenden Freistoß übernahm Stephan Andrist und sorgte für die ersten große Hansa-Chance – sein Abschluss verfehlte den Kasten nur um Zentimeter.

Die Gäste aus Rostock konnten nun etwas mehr Spielkontrolle erringen und arbeiteten am 1:1. Diesmal war es die linke Hansa-Seite – über Fabian Holthaus kam das Leder zu Neuzugang Christopher Quiring, der jedoch am Elfmeterpunkt noch geblockt werden konnte. In der 33. Minute war die Kogge jedoch mal wieder in der Defensive gefordert: Nach einem Rizzi-Freistoß kam Lion Schweers zum Abschluss und hatte das 2:0 auf dem Kopf, verfehlte aber den Kasten von Marcel Schuhen. Und auch auf der Gegenseite sorgte ein Abwehrspieler für einen Aufschrei im Preußenstadion. Matthias Henn war ebenfalls mit dem Kopf zur Stelle, scheiterte aber an SCP-Keeper Schulze-Niehues.

Nur noch fünf Minuten zu spielen in der ersten Hälfte – und Münster kam noch einmal auf. Über die starke rechte Angriffsseite wirbelte Tobias Rühle, der Mirkan Aydin in Szene setzte und nun war Schuhen gefordert und zur Stelle. Er parierte den Schuss, doch der Ball rollte in Richtung Grundlinie, sodass Stephan Andrist von der Linie klären musste. Der letzte Aufreger im ersten Durchgang.

Beide Trainer nahmen mit Beginn des zweiten Spielabschnitts keine Veränderungen vor und vertrauten ihren Anfangsformationen. Doch Hansa musste ähnlich wie im ersten Durchgang einen Schockmoment hinnehmen. Preußen-Stürmer Grimaldi war plötzlich frei vor Marcel Schuhen und wählte noch einmal den Querpass für Sturmkollege Aydin, aber Marcus Hoffmann wusste dies im letzten Moment zu verhindern. Erneut eine enge Situation, die der FCH gerade noch bereinigen konnte.

Aber wenige Augenblicke später musste Marcel Schuhen zum zweiten Mal hinter sich greifen. Benjamin Schwarz konnte im Hansa-Strafraum den Ball annehmen und hatte zu viel Platz, sodass schließlich der Abschluss kam. Hansa-Schlussmann Schuhen verhinderte den Einschlag, doch beim Nachschuss musste sich die Rostocker Nummer eins geschlagen geben. Mirkan Aydin verwandelte zum 2:0 für den SC Preußen Münster.

Somit wurde die Aufgabe für die Brand-Truppe noch schwerer und die Kogge musste nun wieder ein paar Knoten zulegen, um noch einmal den Fuß in die Tür zu bekommen. Brand reagierte und brachte mit Tim Väyrynen einen zweiten Stürmer auf das Feld, um in vorderster Front für mehr Präsenz zu sorgen.

In der 68. Spielminute zeigte sich der F.C. Hansa dann erstmals wieder vor dem Preußen-Tor: Amaury Bischoff wurde ca. 18 Meter vor dem Gehäuse gefoult und trat selbst an – und wieder ging der Freistoß sehr knapp am Tor vorbei. Hansa probierte viel und versuchte häufig über Bischoff den Ball auf die Außenpositionen zu verteilen, um dann für Gefahr zu sorgen. Die Preußen standen jedoch sehr kompakt und hielten den FCH weitestgehend vom eigenen Tor fern. Bis zur 76. Spielminute: Bischoff brachte eine Ecke zu Tommy Grupe, der aus sechs Metern zum Abschluss kam – doch Schulze-Niehues blieb der Sieger. Und im Gegenzug schlug Münster eiskalt zu und entschied die Partie. Nach einem Rostocker Angriff kam der Ball blitzschnell zu Tobias Warschewski, den das Schiedsrichter-Trio nicht im Abseits sah – der 18-Jährige vollendete schließlich zum 3:0 für den SC Preußen.

Damit war die Partie zehn Minuten vor Spielende entschieden. Hansa probierte es mal wieder nach einer Ecke und wollte den Schaden zumindest verringern. Quiring war nach der fünften Rostocker Ecke der Abnehmer, verpasste aber den Anschlusstreffer. Zwei Minuten später kam der eingewechselte Tim Väyrynen im Preußen-Strafraum zu Fall und der FCH bekam die Möglichkeit, durch einen Elfmeter zum 1:3 zu kommen. Soufian Benyamina übernahm die Verantwortung und verwandelte vom Punkt. Die Rostocker Elf hatte kurz darauf eine weitere Gelegenheit, das Ergebnis zu verkürzen. Christopher Quiring brachte die Flanke für den Finnen Tim Väyrynen, der es mit dem Kopf versuchte, doch erneut war Schulze-Niehues auf dem Posten und parierte. Wenige Augenblicke später pfiff Schiedsrichter Reichel die Partie ab. 

Bereits am kommenden Spieltag steht die nächste Auswärtsfahrt für den F.C. Hansa an. Am Sonnabend gastiert die Kogge bei der SG Sonnenhof Großaspach und will dann den ersten Sieg der Rückrunde landen.

SC Preußen Münster – F.C. Hansa Rostock 3:1 (1:0)

Torfolge: 1:0 Tekerci (12.), 2:0 Aydin (53.), 3:0 Warschewski (77.), 3:1 Benyamina (85. Foulelfmeter)

SC Preußen Münster: Schulze-Niehues – Tritz, Mai, Schweers, Al-Hazaimeh – Rühle (78. Wiebe), Schwarz (74. Kobylanski), Rizzi, Tekerci – Grimaldi (66. Warschewski), Aydin

F.C. Hansa Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Holthaus – Andrist (80. Fehr), Wannenwetsch (67. Väyrynen), Grupe, Bischoff, Quiring – Benyamina

An die Auswärtsstärke der Hinrunde anknüpfen - Hansa gastiert in Münster

Keine Zuschauer, keine Tore, aber ein Punkt mehr als nach dem Hinspiel - so lautete das Fazit zum Rückrundenauftakt am vergangengen Spieltag gegen den SSV Jahn Regensburg. Nun gilt es für den F.C. Hansa Rostock an das letzte Auswärtsspiel im Jahr 2016, einen 2:1 Erfolg in Erfurt, anzuknüpfen und die Auswärtsserie aufrecht zu erhalten.

Gastgeber am 21. Spieltag ist der SC Preußen Münster, der sich seinen Start in das Fußballjahr 2017 sicherlich ganz anders vorgestellt hat. Beim Derby gegen den VfL Osnabrück kamen die Westfalen deutlich mit 0:3 unter die Räder und mussten mit dieser bitteren Niederlage den Heimweg antreten. Durch die herbe Pleite beginnt für die Münsteraner das neue Jahr ähnlich ernüchternd, wie das alte aufgehört hat. Auch am letzten Spieltag der Hinrunde musste man drei Gegentore gegen Jahn Regensburg hinnehmen. Schlimmer kommt es für die Domstädter beim Blick auf die Tabelle. Durch den Sieg von Bremens Zweitvertretung und den Punktgewinn für die Wiesbadener sind die Adlerträger auf Abstiegsplatz 18 abgerutscht.

Damit endete die kurze sportliche Erholungsphase der Westfalen, die bislang erst an fünf Spieltagen außerhalb der Abstiegszone rangierten. Dass sportlich dennoch alles offen ist, zeigt auch die Erfolgsserie der Preußen zwischen dem 13. und 17. Spieltag, als fünf Siege in Serie ohne Gegentor gelangen.

Um für die zweite Halbserie gerüstet zu sein, verstärkte sich das Team von Chefcoach Benno Möhlmann mit drei Offensivakteuren. Mittelstürmer Mirkan Aydin, der offensive Mittelfeldspieler Christian Müller und Deadline-Day-Neuzugang Martin Kobylanski, der sich per Probetraining empfehlen konnte, sollen das Angriffsspiel der Westdeutschen beleben und den Schnitt von 1,05 Toren pro Spiel - 21 Treffer in 20 Partien - anheben. Auch die magere Auswärtsbilanz von nur sechs Punkten in zehn Begegnungen auf fremdem Platz muss unbedingt verbessert werden, damit der SCP die Abstiegsränge dauerhaft verlassen kann

Doch nicht nur drei Zugänge zeichnen das Bild der Wintertransfers, sondern auch drei Abgänge. Neben dem Ex-Rostocker Edisson Jordanov verließ auch Jesse Weißenfels den Verein. Der dritte Wechsler trifft gleich bei seinem zweiten Pflichtspiel auf sein altes Team. Amaury Bischoff, der sich in der Winterpause dem F.C. Hansa angeschlossen hat, kehrt nach nicht einmal einem Monat wieder in seine langjährige fußballerische Heimat zurück und wird sicher besonders motiviert sein, wenn es gegen seine alten Kollegen geht und sich beide Vereine bereits zum zehnten Mal in der Dritten Liga gegenüberstehen.

Die Bilanz spricht dabei insgesamt ein wenig gegen die Hanseaten, die sich viermal geschlagen geben mussten und nur dreimal gewonnen haben. Der letzte Heimsieg der Westfalen gegen den F.C. Hansa datiert allerdings aus der Saison 2012/13, als die Kogge mit einer herben 2:5-Niederlage nach Hause geschickt wurde. Seitdem ist die Domstadt für den F.C. Hansa ein gutes Pflaster (2 Siege, 2 Unentschieden).

Anpfiff der Drittliga-Begegnung zwischen dem SC Preußen Münster und dem F.C. Hansa Rostock ist Sonntag (05.02.2017) um 14 Uhr. Für alle Hansa Fans, die nicht nach Münster mitfahren können, wird das Hansa-Fanradio wie immer live vor Ort sein.

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