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10. Spieltag2017/18

2:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
22.09.2017
SC Paderborn - F.C. Hansa Rostock
2:1 (1:0)
23.09.2017
VfL Osnabrück - Würzburger Kickers
1:1 (0:0)
23.09.2017
Carl Zeiss Jena - Preußen Münster
2:0 (1:0)
23.09.2017
FSV Zwickau - Werder Bremen II
1:0 (0:0)
23.09.2017
Hallescher FC - Chemnitzer FC
0:3 (0:2)
23.09.2017
Fortuna Köln - Sportfreunde Lotte
0:3 (0:1)
23.09.2017
SV Wehen Wiesbaden - Sonnenhof Großaspach
5:0 (4:0)
23.09.2017
SpVgg Unterhaching - SV Meppen
4:0 (2:0)
24.09.2017
VfR Aalen - 1. FC Magdeburg
0:1 (0:0)
24.09.2017
Karlsruher SC - Rot-Weiß Erfurt
2:0 (1:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Turbulente Schlussphase in Paderborn - Hansa muss sich spät geschlagen geben

Den 10. Spieltag der 3. Liga eröffnete der F.C. Hansa mit einem Freitagabendspiel beim SC Paderborn. Das gewisse Etwas brachte das Duell der beiden Chef-Trainer in die Partie. Der gebürtige Rostocker und Ex-Hanseat Steffen Baumgart übernahm den SCP zum Ende der vergangenen Spielzeit und führte die Ost-Westfalen zurück zu alter Stärke und aktuell an die Spitze der Liga. Gegen seinen Ex-Verein von der Ostsee wollte Baumgart die weiße Heimweste (zwölf Punkte aus vier Spielen) bestätigen.

Auch für Hansa-Trainer Dotchev kamen am Freitagabend alte Erinnerungen auf. Zweimal (2003-2005, 2008-2009) trainierte der 51-Jährige die Paderborner und war zudem acht Jahre als Spieler beim SCP aktiv. Mit Hansa kehrte er in seine alte sportliche Heimat zurück und wollte nach zuletzt vier Ligaspielen ohne Dreier nun wieder zurück in die Erfolgsspur. Dafür tauschte das Rostocker Trainerteam die Anfangsformation auf zwei Positionen aus: Stefan Wannenwetsch kam auf der rechten Seite für Selcuk Alibaz zum Einsatz – in vorderster Front bekam Tim Väyrynen die Chance von Beginn an. Der Defensivverbund der Kogge blieb hingegen ohne Veränderungen und musste sich auf angriffslustige Hausherren einstellen, die in der heimischen Benteler-Arena bereits elf Treffer erzielen konnten.

Der SC Paderborn begann druckvoll und wollte der Kogge von der ersten Minute an sein Spiel aufzwingen. Hansa musste direkt dagegenhalten und suchte dabei selbst das Glück in der Offensive. Somit bekam das Publikum eine muntere Anfangsphase zu sehen, der jedoch die Torchancen fehlten. Beide Teams versuchten es mit frühem Pressing und setzen den Gegner unter Druck. Die jeweiligen Abwehrreihen präsentierten sich jedoch hellwach und gut organisiert, sodass im Strafraum zunächst nicht allzu viel los war.

Den ersten Abschlussversuch gab dann der SCP ab. In der 12. Minute hatte Massih Wassey die Chance, mit einem ruhenden Ball für Gefahr zu sorgen – aber der Freistoßspezialist scheiterte an der Rostocker Mauer. Der Tabellenführer wurde aber nun etwas zielstrebiger vor dem Kasten der Kogge. Felix Herzenbruch verzog aus knapp 18 Metern. Auf der Gegenseite zeigte sich dann die Dotchev-Elf zum ersten Mal und wurde ebenfalls durch einen Freistoß aktiv. Marcel Hilßner zielte aus 17 Metern allerdings zu ungenau.

Nach 20 Minuten kam der FCH dann auch aus dem Spiel heraus zu einer Möglichkeit. Willi Evseev hob den Ball über Innenverteidiger Strohdiek und fand Tim Väyrynen, der jedoch einen Schritt zu spät kam und somit die Einschusschance verpasste. Paderborn war weiterhin darauf aus, das Spiel zu kontrollieren, hatte es aber mit engagierten Rostockern zu tun, die mehr und mehr zum eigenen Spiel fanden. Fabian Holthaus mit der nächsten Aktion vor dem SCP-Gehäuse – der Linksverteidiger prüfte Leopold Zingerle einfach mal aus der Distanz.

Eine knappe halbe Stunde dauerte es, bis es zur ersten Großchance des Spiels kam. Diese hatte der SCP, wieder nach einem ruhenden Ball, der von Wassey kam. Am langen Pfosten war kein Rostocker für Sven Michel zuständig, der den Ball scharf machte – der Nachschuss landete bei Denis Srbeny, doch Oliver Hüsing warf sich in den Abschluss und rettete das Unentschieden. Doch die Ost-Westfalen erhöhten kurz vor der Halbzeitansprache noch einmal den Druck und erzielten die Führung – natürlich nach einem Standard. Über Wassey und Srbeny kam Thomas Bertels am langen Pfosten ins Spiel und stocherte den Ball zum 1:0 ins Rostocker Tor.

Nun musste der F.C. Hansa am besten noch vor der Pause eine Antwort finden und kam direkt zur Ausgleichschance. Felix Herzenbruch legte den Ball unfreiwillig für Marcel Hilßner auf. Hansas Linksaußen fackelte nicht lange, zog dirket ab, aber schoss das Leder über das Paderborner Tor. Und Hansa arbeitete weiter am 1:1. Diesmal brachte Joshua Nadeau den Ball über rechts in die Gefahrenzone – Will Evseev war der Abnehmer im Zentrum, doch wieder kein Glück vor dem Tor. Und wieder Hansa. Amaury Bischoff brachte eine Ecke an die 16 Meter-Linie, wo Marcel Hilßner sehenswert abzog, doch wieder kein Ertrag für den F.C. Hansa. Somit blieb es beim knappen Rückstand, den der FCH im zweiten Durchgang ausbessern wollte.

Ohne personelle Veränderungen ging es für beide Mannschaften in den zweiten Durchgang. Hansa wollte den Schwung den Schwung direkt mitnehmen und versuchte das Spielgeschehen zu bestimmen. Der SCP versuchte dies wiederum früh zu unterbinden. Den ersten Aufreger gab es nach 51 Spielminuten. Stefan Wannwetsch kam nach einem Zweikampf mit Robin Krauße im Strafraum zu Fall – das Schiedsrichterteam entschied sich aber gegen einen Pfiff. Zwei Minuten später stand wieder Wannenwetsch im Mittelpunkt, der nach einem überragenden Zuspiel von Kapitän Amaury Bischoff alleine auf das Paderborner Tor zulief. Im Eins-gegen-Eins gegen Keeper Zingerle ging der Rostocker Mittelfeldmann dann als Sieger aus dem Duell und traf zum 1:1 für den FCH.

Der verdiente Ausgleich für die Dotchev-Elf, die in dieser Phase nun immer mehr den Takt in der Benteler-Arena vorgab. Den nächsten Abschluss konnte aber der SCP verzeichnen. Torschütze Bertels probierte es aus kürzester Distanz, traf aber nur das Außennetz. In der Folge ging Steffen Baumgart ein wenig mehr Risiko und brachte Marlon Ritter für Wassey. Auch Pavel Dotchev reagierte und brachte mit Soufian Benyamina für Willi Evseev einen zweiten Stürmer.

Hansa verteidigte weiterhin kompakt und ließ die agilen Gastgeber nicht in den Sechzehner kommen. Bis zur 67. Minute. Der eingewechselte Marlon Ritter setzte sich gleich gegen drei Hanseaten durch und tauchte letztlich frei vor Janis Blaswich auf, vergab die erneute Chance zur Führung dann aber deutlich.

Der Tabellenführer der 3. Liga wurde nun wieder stärker und übte mehr Druck auf die Hansa-Defensive aus. Die Kogge musste wieder für mehr Entlastung sorgen und brachte mit Selcuk Alibaz einen frischen Mann für die Offensive. Doch der SCP kam zunächst. Aykut Soyak probierte es mal aus der Distanz – aber keine Gefahr für das Rostocker Tor. Aber der F.C. Hansa hatte nun wieder mehr in der Defensive zu tun, sodass weitere Angriffsaktion erst einmal auf der Strecke blieben.

Es dauerte bis zur 78. Minute, ehe Hansa sich wieder vor dem gegnerischen Kasten zeigte. Über eine schnelle Kombination und die Flanke von Marcel Hilßner kam Benyamina zur ersten Torchance, die nur knapp am Tor vorbei ging. Doch es bleib weiter bei einer Punkteteilung auf Augenhöhe. Viel Zeit hatten beiden Mannschaften aber nicht mehr, um das Ergebnis noch einmal zu ändern.

Pavel Dotchev probierte es noch einmal mit einem frischen Offensivspieler – Mike Owusu war nun für Amaury Bischoff auf dem Platz. Die Möglichkeit zum 2:1 hatte wieder der SCP, doch wie schon so oft konnte sich der FCH auf Schlussmann Janis Blaswich verlassen, der mit einer grandiosen Tat zur Stelle war. Wenig später eine weiterer Nackenschlag für die Rostocker. Bryan Henning sah bereits im ersten Durchgang die Gelbe Karte und musste kurz vor Spielende vorzeitig unter die Dusche. Nun lief alles gegen den F.C. Hansa. Denn Denis Srbeny hatte kurz vor Schluss noch eine Idee und besiegelte die späte Niederlage. Zum Abschluss wurde es noch einmal hitzig in Ost-Westfalen. Tim Väyryen sah nach einem Foulspiel die Rote Karte und auch Paderborn Bertels sah nach einer Tätlichkeit glatt Rot.

Nun muss die Kogge im kommenden Heimspiel endlich die Trendwende schaffen. Das kann das Team am kommenden Sonnabend nur gemeinsam mit den Fans schaffen. Um 14 Uhr geht es dann im Ostseestadion gegen den VfR Aalen.

SC Paderborn - F.C. Hansa Rostock 2:1 (1:0)

Torfolge: 1:0 Bertels (38.), 1:1 Wannenwetsch (53.), 2:1 Srbeny (87.)

SC Paderborn: Zingerle – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch – Antwi-Adjej (80. Stingl), Krauße, Wassey (60. Ritter), Bertels (90. Rote Karte) – Michel (64. Soyak), Srbeny

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Wannenwetsch (73. Alibaz), Henning (86. Gelb-Rote Karte), Bischoff (84. Owusu), Evseev (63. Benyamina), Hilßner – Väyrynen (90.Rote Karte) 

Aus der Versenkung an die Spitze – Paderborn startet furios in die Saison

Am 20.05.2017 war der Super-Gau beim SC Paderborn perfekt. Die Ost-Westfalen schafften Historisches und stiegen zum dritten Mal in Serie ab – Profifußball sollte zur neuen Saison ohne den SCP gespielt werden. Doch die Paderborner kamen schneller zurück als gedacht. Denn das Leid eines anderen Vereins schenkte der Mannschaft von Chef-Trainer Steffen Baumgart eine zweite Chance in Liga drei. Durch den Zwangsabstieg von 1860 München aus der 2. Liga in die Regionalliga wurde ein Drittliga-Startplatz frei, der dem bereits abgestiegenen SCP zugesprochen wurde.

Dass der Ex-Hanseat diese zweite Gelegenheit unmissverständlich nutzen will, beweist er mit seinem Team seit Saisonbeginn. Bis zum vergangenen Spieltag blieben die Ostwestfalen ungeschlagen und sammelten 22 Punkte. Im Spitzenspiel beim 1. FC Magdeburg setzte es die erste Niederlage überhaupt unter der Leitung des 45-Jährigen. Daher lässt sich ganz klar sagen, dass Baumgart ein Glücksgriff für den SC Paderborn war. 19 Mal saß der neue Chef-Trainer auf der SCP-Bank und holte dabei einen überragenden Punkteschnitt von 2,53 Zählern pro Spiel heraus. Eine Bilanz, die er auch gegen seinen Ex-Klub aufrechterhalten will.

Denn gerade vor heimischem Publikum spielt Paderborn munter auf. In der laufenden Saison gab das Team noch keinen Punkt in der Benteler-Arena ab und überzeugt mit einer grandiosen Balance zwischen Offensive und Defensive. Elf Treffer und nur drei Gegentore sahen die Paderborner Zuschauer im eigenen Stadion. Auswärts traf der SCP fast genauso häufig (zehn Tore) – damit ist Paderborn das effektivste Team vor dem gegnerischen Drittliga-Gehäuse. Die eigenen Treffer verteilen sich dabei auf mehrere Schultern, wobei ein Quartett besonders auf sich aufmerksam macht. Sven Michel ist mit fünf Toren und fünf Vorlagen der Topscorer der Liga. Kurz dahinter reiht sich Neuzugang Massih Wassey ein. Der gebürtige Kanadier kam von der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund und schlug mit vier Treffern und drei Vorlagen direkt ein. Aber auch ein paar Ex-Rostocker sind aus dem Grundgerüst des SCP nicht mehr wegzudenken. Ben Zolinski und Dennis Srbeny sind Stammkräfte und scheinen in dieser Spielzeit den Durchbruch in der 3. Liga zu schaffen.

Die Erfolgswelle der Baumgart-Truppe schwappte Mitte August auch in den DFB-Pokal Wettbewerb über. Im Heimspiel gegen den FC St. Pauli zog das Team durch ein 2:1 (Wassey und Antwi-Adjej trafen) eine Runde weiter. Dort empfängt der SCP dann den Zweitligisten VfL Bochum.

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