Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

12. Spieltag2017/18

1:0
Datum
Spielgegner
Ergebnis
13.10.2017
VfL Osnabrück - 1. FC Magdeburg
0:2 (0:2)
13.10.2017
Hallescher FC - Sonnenhof Großaspach
3:0 (2:0)
13.10.2017
Fortuna Köln - Rot-Weiß Erfurt
2:0 (0:0)
14.10.2017
Carl Zeiss Jena - F.C. Hansa Rostock
1:0 (0:0)
14.10.2017
VfR Aalen - FSV Zwickau
2:2 (0:1)
14.10.2017
SC Paderborn - Werder Bremen II
7:1 (5:0)
14.10.2017
Chemnitzer FC - Sportfreunde Lotte
3:1 (1:1)
14.10.2017
SV Wehen Wiesbaden - SV Meppen
0:1 (0:1)
14.10.2017
Karlsruher SC - Würzburger Kickers
2:0 (1:0)
14.10.2017
SpVgg Unterhaching - Preußen Münster
1:0 (0:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
17
13
1
3
43:19
+24
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
17
8
4
5
24:21
+3
28
7
Karlsruher SC
17
8
4
5
20:17
+3
28
8
SV Meppen
17
7
5
5
23:23
0
26
9
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Preußen Münster
17
4
5
8
17:24
-7
17
15
Chemnitzer FC
17
4
4
9
21:28
-7
16
16
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
17
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
18
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Späte Niederlage beim FC Carl Zeiss Jena

Nach der Länderspielpause erwartete die Kogge ein echtes Traditionsduell. Das Team von Pavel Dotchev reiste nach dem ersten Heimsieg der Saison zum Aufsteiger nach Jena und wollte möglichst dort weiter machen, wo die Mannschaft gegen Aalen aufgehört hatte. Dazu setzte das Rostocker Trainerteam auf die gleiche Startformation aus der Aalen-Partie.

Der Gastgeber wollte hingegen mit einem Heimsieg gegen die Kogge die Abstiegsränge verlassen und die heimischen Fans im Ernst-Abbe-Stadion belohnen. Das 74. Aufeinandertreffen zwischen beiden Traditionsmannschaft wurde mit zehn Minuten Verzögerung angepfiffen, sodass auch alle Hansa-Fans den Anpfiff mitbekommen konnten.

Jena startete mutig in die Partie und wollte seinen Heimvorteil direkt auf den Platz bringen, sodass Hansa in der Anfangsphase ausschließlich mit der Defensivarbeit beschäftigt war. Das Team hatte Mühe, sich aus dem frühen Pressing des FC Carl Zeiss zu befreien. In der 9. Minute schaffte es der FCH aber und kam zu einem Konter über Marcel Hilßner und Fabian Holthaus. Letzterer brachte schließlich den scharfen Ball auf den zweiten Pfosten, wo Willi Evseev einlief – doch Evseev verpasste die Hereingabe knapp. Im Gegenzug wurde auch Jena gefährlich und wollte einen Rostocker Fehler von Stefan Wannenwetsch ausnutzen, aber Oliver Hüsing bereinigte die Situation noch rechtzeitig.

Die Mannschaft von Trainer Marc Zimmermann übernahm weiter die Spielkontrolle und Hansa war gezwungen, aus einer defensive Haltung zu agieren. Ex-Hanseat Manfred Starke hatte in der 18. Spielminute nach einer guten Kombination die Gelegenheit zur Führung – die Kogge bereinigte die Situation aber im Verbund und kam noch einmal mit einem blauen Auge davon. Hansa-Keeper Blaswich versuchte nun seine Vordermänner aufzuwecken, um endlich ins Spiel zu kommen.

Die Worte des Rostocker Schlussmanns kamen an. Der F.C. Hansa konnte Jena nun besser vom eigenen Tor fernhalten und wurde selbst mal wieder aktiv. Marcel Hilßner holte in der 26. Minute die erste Rostocker Ecke heraus. Diese brachte allerdings nichts ein. Die Dotchev-Elf eroberte sich in dieser Phase mehr Spielanteile und gestaltete das Geschehen auf den Ernst-Abbe-Spielfeld ausgeglichener.

Allerdings gehörte Jena die nächste Torannäherung. Manfred Starke prüfte Janis Blaswisch aus einer guten Freistoßposition heraus. Carl Zeiss arbeitete weiter am zweiten Heimsieg der Saison und machte der Kogge das Spiel am Sonnabendnachmittag weiterhin sehr schwer. Die Thüringer waren vor allem in den Zweikämpfen aktiver und ließen das Rostocker Spiel nicht zur Entfaltung kommen. Hansa musste sich ständig in die Partie arbeiten und aufpassen, dass die engagierten Hausherren nicht in die eigene Gefahrenzone kommen.

Nach 39 Minuten schaltete sich dann Willi Evseev einmal in der Offensive ein und gab den ersten Abschluss ab. Der 25-Jährige eroberte den Ball selbst und schloss wenig später aus 18 Metern, jedoch zu harmlos, um Jena-Keeper Koczor vor eine echte Aufgabe zu stellen. Doch so musste das Team weiter machen, um dem gut eingestellten Gastgeber den Zahn zu ziehen. Der blieb aber auch in der Schlussphase des ersten Durchgangs hartnäckig und war stets dich am Gegenspieler. Hansa probierte es zwar vor der Pause noch einmal mit schnellen Umschaltsituationen, fand aber keinen Weg, um zu klaren Abschlusschancen zu kommen.

Dementsprechend bedient ging es für den FCH in zur Halbzeitansprache, in der Pavel Dotchev das Team noch einmal neu einstellte und sich dadurch in den zweiten 45 Minuten mehr Spielkontrolle erhoffte.

Dieses Vorhaben ging der FCH mit dem gleichen Personal an. Nun wollte Hansa von Beginn an den Gegner unter Druck setzen und versuchte, Carl Zeiss beim eigenen Ballbesitz früh zu attackieren. Den ersten Warnschuss feuerte Soufian Benyamina in der 48. Spielminute ab und deutete an, in welche Richtung es nun gehen sollte. Die Kogge zeigte nun ein ganz anderes Gesicht. Die Zweikämpfe gingen nun an die Rostocker und auch offensiv legte das Team zu. Evseev probierte es mal aus der Distanz.

Der Ball war in dieser Phase deutlich häufiger in Rostocker Reihen und die Mittelfeldzentrale des FCH probierte es immer wieder mit einem schnellen Vertikalspiel in das Thüringer Schlussdrittel. Doch Jena erwies sich auch im zweiten Durchgang als harter Brocken. Nach 59 Minuten reagierte Pavel Dotchev dann zum ersten Mal und brachte mit Bryan Henning einen zweikampfstarken Spieler für das Zentrum auf den Platz. Selcuk Alibaz verließ dafür das Spielfeld.

Zweikämpfe standen auch weiterhin ganz groß auf der Tagesordnung. Carl Zeiss gab kaum ein Duell verloren und meldete sich in der 64. Minute mal wieder vor dem Rostocker Kasten an. Erneut war es Manfred Starke, der für Gefahr sorgte und mit einem Distanzschuss haarscharf am ersten Treffer des Tages vorbeischrammte. Doch Torabschlüsse hatten auch im zweiten Durchgang Seltenheitswert. Viel mehr spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab.

Die Rostocker Fans peitschten ihre Mannschaft weiter nach vorne, aber die Zeit rannte der Kogge weg, die nur selten einen Weg vor das gegnerische Gehäuse fand. Auf der anderen Seite zeigte sich ein ähnliches Bild. Hansa verteidigte kompakt und ließ ebenfalls kaum etwas zu. Somit deutete alles auf eine torlose Punkteteilung hin.
Das wollte der FCH in den Schlussminuten ändern. Pavel Dotchev brachte mit Mounir Bouziane einen frischen Offensivmann, der den Angriff noch einmal beleben sollte. Nach 81. Minuten war es aber zunächst Willi Evseev, der nach einem Freistoß von Amaury Bischoff in Position gebracht wurde, doch nicht entscheidend an den Ball kam.

Auf der Gegenseite brachte ein Einwurf Hansa in die Bredouille. Oliver Hüsing köpfte den Ball aus der Gefahrenzone, doch Jena schaltetet schnell und kam mit Florian Brügmann zum Abschluss. Der Ex-Hanseat nahm den Ball direkt und traf spät zur Führung für den FC Carl Zeiss. Ein bitterer Nackenschlag für den FCH, der in der zweiten Spielhälfte kaum etwas auf das eigenen Tor bekam, aber nun nicht mehr viel Zeit hatte, um zu reagieren,

Eine Spielminute vor dem Ende war Hansa dann aber mit einem Mann mehr auf dem Platz. Jan Löhmannsröben sah nach einem Zweikampf mit Oliver Hüsing die Ampelkarte und musste das Spielfeld vorzeitig verlassen. Der nachfolgende Freistoß landete dann auf dem Kopf von Innenverteidiger Hüsing, dessen Kopfball aber das Gehäuse verfehlte. Auch Fabian Holthaus kam noch einmal zum Abschluss, doch wieder keine Gefahr für Raphael Koczor.

Wenig später pfiff Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen die Partie ab. Hansa musste durch den späten Gegentreffer die vierte Saisonniederlage hinnehmen und muss nun zuhause das Ruder wieder herumreißen. Am Freitagabend geht es dann mit einem Flutlicht-Heimspiel gegen den VfL Osnabrück weiter.

FC Carl Zeiss Jena - F.C. Hansa Rostock 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Brügmann (85.)

FC Carl Zeiss Jena: Koczor – Brügmann, Slamar, Grösch, Cros – Starke (88. Dietz), Löhmannsröben, Eismann, Bock (63. Sucsuz), Tuma – Günther-Schmidt (79. Wolfram)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Alibaz (59. Henning), Bischoff, Evseev, Wannenwetsch, Hilßner (87. Scherff)– Benyamina (79. Bouziane)

Dürftiger Saisonbeginn für Carl Zeiss Jena

Das hatten sich viele Fans des FC Carl Zeiss Jena wohl anders vorgestellt. Nach einer überragenden zurückliegenden Regionalliga-Saison (75 Punkte, 68:25 Tore) stieg der Club mit 23 Siegen, sechs Unentschieden und nur fünf Niederlagen deutlich mit neun Punkten Vorsprung auf Verfolger Energie Cottbus in die 3. Liga auf.

In den ersten elf Spielen der neuen Saison stehen hingegen erst zwei Siege zu Buche. Mit vier Unentschieden und fünf Niederlagen ist Jena schwach aus den Startlöchern gekommen und rangiert nun auf dem 18. und damit ersten Abstiegsrang. Das Team von Trainer Mark Zimmermann blieb bislang hinter den Erwartungen zurück, frühzeitig etwas für den Klassenerhalt zu tun. Immerhin gelang am vergangenen Wochenende auf einer anderen Bühne ein großer Erfolg. Im Thüringenpokal gewann der FC Carl Zeiss im Derby gegen Erfurt mit 2:1.

Der Thüringer Fußballverein blickt auf eine lange und erfolgreiche Historie zurück. Nach mehreren Namensänderungen, spielt der ursprünglich 1903 gegründete Club seit 1966 unter dem heutigen Namen FC Carl Zeiss Jena. Die erfolgreichsten Jahre gab es vor der deutschen Wiedervereinigung. Jena war dreimal DDR-Meister, neunmal Vize-Meister und bestritt 87 Europa-Cup Spiele. Der größte Triumph nach 1990 war sicherlich der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals 2008.

Wenn am Sonnabend der F.C. Hansa im Ernst-Abbe-Sportfeld aufläuft, wird es die insgesamt 74. Partie zwischen den beiden Ost-Traditionsvereinen sein. Die Bilanz spricht hierbei für die Thüringer, die mit 41 Siegen, 9 Unentschieden und 23 Niederlagen gegen den FCH die Nase vorn haben. In den zehn Begegnungen nach der Wende, sieht es allerdings für die Kogge besser aus. Hier stehen fünf Siege, drei Unentschieden und zwei Niederlagen für die Norddeutschen zu Buche. Drei dieser fünf Siege holten die Hanseaten in Jena. Seit der letzten Begegnung, einem 2:1-Sieg der Hanseaten (im April 2011 in Rostock) sind mittlerweile fast sieben Jahre vergangen.

Der Aufsteiger aus der Regionalliga Nordost, der sich in der Relegation aufgrund des Torverhältnisses knapp gegen Viktoria Köln (3:2-Auswärtssieg, 0:1-Heimniederlage) durchgesetzt hatte, verstärkte sich mit zehn Neuzugängen für die aktuelle Saison. Jan Löhmannsröben, der aus Magdeburg an die Saalestadt wechselte, konnte nach kurzen Startschwierigkeiten mittlerweile eine Schlüsselrolle übernehmen. Offensiv belebt FC Augsburg-Leihspieler Julian Günther-Schmidt das Spiel der Thüringer. Und mit Firat Sucsuz kam ein vielversprechender Mittelfeldakteur aus Aalen.

Verzichten muss Trainer Zimmermann momentan auf Stürmer Timmy Thiele, der Rückenprobleme auskuriert. Fehlen werden auch Matthias Kühne (Jochbeinbruch) und Timo Mauer (Muskelbündelriss).

Auch einige Ex-Hanseaten finden sich in den Reihen der Jenaer wieder. Neben Florian Brügmann und Manfred Starke, wird das Hauptaugenmerk wohl vor allem auf Kevin Pannewitz liegen, der gegen seinen ehemaligen Verein sein Debüt in der aktuellen Saison feiern könnte.

Pannewitz, der von 2008 bis 2012 in Rostock spielte und als Talent und Leistungsträger gehandelt wurde, wechselte damals zu "Schleifer" Felix Magath nach Wolfsburg, wo er allerdings nicht Fuß fassen konnte. Es begann ein sportlicher Abstieg über den Goslarer SC (4. Liga) bis runter in die sechste Liga zu Altglienicke und Oranienburg. In diesem Jahr gab man ihm in Jena eine neue Chance. "Panne" nahm kräftig ab, trainierte hart und darf nun auf seinen ersten Saisoneinsatz hoffen.

Anpfiff im Ernst-Abbe-Sportfeld ist um 14 Uhr. Der NDR und der MDR übertragen die Partie live im Fernsehen. Zudem ist das Hansa-Fanradio wie immer live vor Ort.

  • Hansa-News vor dem Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena
  • PK vor dem Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena
  • Interviews nach dem Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena
  • PK nach dem Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena
  • sunmakersunmaker