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14. Spieltag2017/18

0:3
Datum
Spielgegner
Ergebnis
27.10.2017
SpVgg Unterhaching - F.C. Hansa Rostock
0:3 (0:1)
27.10.2017
Chemnitzer FC - Rot-Weiß Erfurt
1:0 (0:0)
28.10.2017
VfL Osnabrück - FSV Zwickau
4:0 (2:0)
28.10.2017
Carl Zeiss Jena - SC Paderborn
3:1 (2:0)
28.10.2017
VfR Aalen - Werder Bremen II
1:0 (1:0)
28.10.2017
Sportfreunde Lotte - Sonnenhof Großaspach
0:2 (0:2)
28.10.2017
Hallescher FC - SV Meppen
2:0 (1:0)
28.10.2017
Fortuna Köln - Würzburger Kickers
2:1 (0:1)
29.10.2017
SV Wehen Wiesbaden - Preußen Münster
6:2 (4:1)
29.10.2017
Karlsruher SC - 1. FC Magdeburg
1:0 (1:0)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Starker Auftritt in Unterhaching – Väyrynen, Bischoff und Henning sorgen für den Dreier

Nachdem der F.C. Hansa den Flutlichtkracher gegen den VfL Osnabrück für sich entscheiden konnte, hatte die Kogge auch am 14. Spieltag ein Freitagabendspiel unter Flutlicht vor der Brust. Hansa reiste zum Team der Stunde nach Unterhaching und musste sich im Vergleich zur Osnabrück-Partie noch einmal steigern, um die formstarken Vorstadt-Münchner zu bezwingen.

Der Aufsteiger aus Haching ging aber als klarer Favorit in das Spiel, denn die Mannschaft von Trainer Schromm gewann die zurückliegenden fünf Spiele allesamt. Hinzu kam, dass die Spielvereinigung seit fast acht Drittliga-Stunden ohne Gegentreffer war. Hansa war also gewarnt und wollte mit einer kompakten Aufstellung dagegenhalten. Pavel Dotchev tauschte in der Startformation zwei Positionen aus. Für Mounir Bouziane kam Marcel Hilßner wieder in die erste Elf, wodurch Dotchev das Mittelfeld stärken wollte. Auf der Rechtsverteidiger-Position bekam Vladimir Rankovic eine Chance von Beginn an und ersetzte den angeschlagenen Joshua Nadeau.

Der Anstoß im Alpenbauer Sportpark ging an die Kogge, die selbstbewusst auftreten wollte und versuchte, die Hausherren früh unter Druck zu setzen. Doch Unterhaching befreite sich aus dem Rostocker Pressing mit langen Bällen und kam so direkt zur ersten Gelegenheit. Thomas Hagn nahm in der 5. Spielminute einen Befreiungsschlag auf und leitete mit einem Rückpass die erste Möglichkeit ein. Der 20-jährige Greger scheiterte aber aus zwölf Metern an Hansa-Keeper Blaswich.

Die Schromm-Elf versuchte es bei gegnerischem Ballbesitz ebenfalls mit einem intensiven Pressing, wodurch sich immer wieder Umschaltchancen für beide Teams boten. Hansas erste Torannäherung gab es in der 10. Spielminute. Fabian Holthaus probierte es über links im Alleingang gegen Welzmüller und hatte nur noch SpVgg-Keeper Müller vor sich. Doch der Hachinger Schlussmann bereinigte die Situation. Der F.C. Hansa setzte sich nun etwas in Hälfte des Gastgebers fest, fand aber noch keinen Weg, um zu klaren Abschlusschancen zu kommen.

In der 14. Minute gab es dann den ersten Torabschluss der Dotchev-Elf – Willi Evseev gab aus gut 20 Metern nach einer schönen Kombination den ersten Warnschuss ab. Unterhaching war in dieser Phase ausschließlich in der Defensive beschäftigt. Und jetzt wurde es schon etwas gefährlicher. Marcel Hilßner setzte einen direkten Freistoß knapp über den Kasten. Kurz darauf gab es die erste Schock-Situation für den FCH. Willi Evseev musste nach einem Zusammenprall mit Taffertshofer am Kopf behandelt werden – konnte aber weiter machen.

Der Matchplan der Rostocker zeigte auch nach 20 Minuten weiter Wirkung. Hansa agierte nach dem Motto: die eigene Offensive ist die beste Verteidigung. Amaury Bischoff mit dem nächsten Versuch aus der Distanz, den Müller nur abklatschen lassen konnte. Hachings Offensive mit Hain und Bigalke war zu diesem Zeitpunkt komplett abgemeldet. Ganz anders – die Offensive des F.C. Hansa. Einen Fehler von Dombrowka nutzte Stefan Wannenwetsch direkt aus und leitete die nächste gute Gelegenheit ein. Tim Väyrynen legte daraufhin für Willi Evseev ab – der den Ball knapp neben das Tor setzte. Und immer wieder Hansa mit Evseev. Die Nummer acht der Kogge sorgte nur eine Minute später für den nächsten Aufreger, doch Korbinian Müller hielt das 0:0 noch fest.

Eine Viertelstunde vor der Pause sahen die Zuschauer im Alpenbauer Sportpark immer noch einen starken FCH, der weiter an der Führung arbeitete. Marcel Hilßner probierte es gleich doppelt aus der Distanz, aber der Treffer wollte nicht fallen. Bis zur 36. Minute. Wieder mal kam die Kogge über eine gute Umschaltsituation in Position. Diesmal war es Tim Väyrynen, der aus Distanz abzog und unter Mithilfe von Hachings Innenverteidiger Winkler zur verdienten Rostocker Führung traf. Die Belohnung für den hohen Aufwand der Dotchev-Truppe, die nun aber keinesfalls nachlassen wollte.

Die Spielvereinigung investierte nun zwar etwas mehr, aber Hansa hatte weiter alles im Griff und war das spielbestimmende Team. Somit ging die knappe Pausenführung für den F.C. Hansa komplett in Ordnung.

Beide Mannschaften starteten mit dem gleichen Personal in die zweite Hälfte. Hansa wollte direkt an die Leistung des ersten Durchgangs anknüpfen, musste sich aber auf mutige Hachinger einstellen, die mit Schwung aus der Kabine kamen und selbst einmal für offensive Akzente sorgen sollten. Die Kogge versuchte sich zunächst in der Defensive kompakt gegen den Ball zu stellen und sich so wieder in das Spiel zu arbeiten. Dies gelang dem FCH schnell. Schon in der 50. Minute holte Willi Evseev eine gute Freistoßposition heraus, die der Kapitän übernahm – und wie. Amaury Bischoff ließ dem Hachinger Schlussmann keine Chance und erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß seinen ersten Saisontreffer und das frühe 2:0.

Und auch darauf ruhte sich das Team von Trainer Dotchev nicht aus. Wieder kombinierte sich Hansa vor das gegnerische Tor und kam durch Fabian Holthaus zum Abschluss. Nun war auch das Rostocker Pressing wieder da, wodurch der Gastgeber kaum ins Spiel fand. Claus Schromm reagierte in der Folge und brachte mit Dominik Stahl für Christoph Greger mehr Erfahrung in die Partie. Doch das änderte nichts am Spielverlauf. Marcel Hilßner mit vollem Einsatz an der Grundlinie und dann mit dem Auge für Bryan Henning, der aus mehr als 20 Metern einen tollen Treffer erzielte und die Kogge auf die Siegerstraße brachte.

Immer wieder Hansa. Tim Väyrynen hatte gleich nach dem 3:0 sogar die Gelegenheit auf das 4:0, aber der Kopfball des Finnen ging haarscharf am Kasten vorbei. Nun wechselte auch Pavel Dotchev zum ersten Mal – Lukas Scherff kam für den starken Hilßner auf das Feld. Nach 68 Minuten bekam dann auch Janis Blaswich mal wieder etwas zu tun. Beim Abschlussversuch des eingewechselten Stahl hatte der Rostocker Schlussmann aber keine Probleme.

Nur noch 20 Minuten waren zu spielen und der F.C. Hansa hatte die Zielgerade schon im Blick. Aufgrund der komfortablen Führung schaltete die Kogge nun einen Gang zurück und legte den Fokus mehr und mehr auf die Arbeit gegen den Ball. Dadurch kam Unterhaching natürlich zu mehr Spielanteilen, aber den Hausherren rannte die Zeit davon. Sascha Bigalke prüfte Janis Blaswich in der 79. Minute mal aus der Distanz. Und auch Sturmkollege Stephan Hain kam nun besser in Fahrt. Der 29-Jährige zwang den Hansa-Keeper zu einer starken Parade.

Kurz darauf war dann für Willi Evseev Schluss und Mike Owusu sollte dabei helfen, den Dreier über die Zeit zu bringen. Aber Haching blieb jetzt dran und wollte zumindest den Ehrentreffer erzielen. Wieder Hain mit einem Abschluss. Aber die Rostocker Defensive war auch am 14. Spieltag gut eingestellt und hielt zum siebenten Mal die Null in dieser Spielzeit.~

Durch den starken Auftritt sicherte sich das Team den zweiten Dreier in Folge und verkürzte damit den Abstand auf die Hachinger. Am kommenden Wochenende wartete dann der nächste schwere Brocken auf den FCH. Am Sonntag gastiert der Zweitliga-Absteiger aus Karlsruhe im Ostseestadion.

SpVgg Unterhaching - F.C. Hansa Rostock 0:3 (0:1)

Torfolge: 0:1 Väyrynen (36.), 0:2 Bischoff (51.), 0:3 Henning (60.)

SpVgg Unterhaching: Müller – Bauer, Welzmüller, Winkler (80. Lux), Dombrowka – Steinherr, Taffertshofer, Greger (58. Stahl), Hagn (65. Porath)– Bigalke, Hain

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus – Wannenwetsch, Henning (88. Grupe), Bischoff, Evseev (83. Owusu), Hilßner (65. Scherff) – Väyrynen

Rekordaufsteiger aus Bayern seit fünf Spielen ohne Gegentor

Fünf Spiele, fünf Siege, null Gegentore. Das ist die imposante Statistik aus den zurückliegenden Spielen des kommenden Gegners der Kogge. Klammheimlich hat sich die Spielvereinigung Unterhaching zum ernsthaften Aufstiegsaspiranten gemausert. Nach 13 Spieltagen steht der Verein aus dem Münchner Süden auf Platz fünf in der Tabelle und hat lediglich zwei Punkte Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz. Am vergangenen Wochenende schlugen die Bayern in Magdeburg zu und gewannen beim Tabellenzweiten deutlich mit 3:0.

Angedeutet hatte sich dieses Potenzial schon in der vergangenen Regionalliga-Saison. Mit 20 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten stiegen die Hachinger am Ende auf. Dabei fiel vor allem das Torverhältnis auf. Mit 95 geschossenen Toren und nur 23 Gegentreffern dominierte das Team das Teilnehmerfeldüber die komplette Saison. Schon der damalige Beginn der Meisterschaft war beeindruckend: Neun Siege aus den ersten neun Spielen - Startrekord in der Regionalliga Bayern. In den Relegationsspielen setzten sich die Hachinger schließlich gegen Elversberg durch (3:0, 2:2) und stiegen verdient auf.

Historisch ist die Spielvereinigung, die insgesamt zwei Jahre in der Bundesliga und elf Jahre in der 2. Bundesliga vertreten war, den meisten Menschen durch ein Ereignis in Erinnerung geblieben: In der Saison 1999/2000 wird in Unterhaching aus Leverkusen „Vizekusen“. Die Rheinländer verspielten am letzten Spieltag einen Drei-Punkte Vorsprung und die wenige Kilometer entfernt spielenden Bayern wurden durch das bessere Torverhältnis zum Last-Minute-Meister.

Am kommenden Freitag (Anstoß 19 Uhr) ist der F.C. Hansa im Alpenbauer Sportpark gefordert. Es wird bereits die 21. Partie zwischen den beiden Teams sein. Die Bilanz hierzu ist sehr ausgeglichen: Sieben Siege, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen. Trainer Claus Schromm wird mit seinem teilweise zweitligaerfahrenen Kader versuchen, die Statistik zu Gunsten der Rot-Blauen zu kippen.

In Acht nehmen sollte sich die Abwehr der Kogge vor Stephan Hain. Der Stürmer führt die Torjägertabelle der 3. Liga mit zehn Treffern an und legte auch schon drei Tore auf. Im Mittelfeld macht Sascha Bigalke regelmäßig auf sich aufmerksam. Vier Tore und acht Vorlagen gehen auf sein Konto. Aber auch hinten ist Haching stark aufgestellt. Torwart Korbinian Müller parierte zuletzt glänzend und konnte so fünf Mal in Folge die „weiße Weste“ wahren.

Ebenfalls interessant: Die SpVgg Unterhaching führt mit bisher nur 18 erhaltenen Gelben Karten die Fairnesstabelle der 3. Liga an. Zum Vergleich: Hansa rangiert in diesem Ranking nur auf Platz 15.

  • Hansa-News vor dem Auswärtsspiel bei der SpVgg Unterhaching
  • Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei der SpVgg Unterhaching
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