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15. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
0:3
Karlsruher SC
Datum
Spielgegner
Ergebnis
03.11.2017
Werder Bremen II - Sonnenhof Großaspach
0:5 (0:2)
03.11.2017
Preußen Münster - Fortuna Köln
1:1 (1:1)
04.11.2017
VfR Aalen - Carl Zeiss Jena
3:1 (0:1)
04.11.2017
SC Paderborn - VfL Osnabrück
3:0 (1:0)
04.11.2017
FSV Zwickau - SpVgg Unterhaching
1:3 (1:0)
04.11.2017
1. FC Magdeburg - SV Wehen Wiesbaden
0:0 (0:0)
04.11.2017
Würzburger Kickers - Hallescher FC
1:0 (0:0)
04.11.2017
SV Meppen - Chemnitzer FC
3:2 (0:1)
05.11.2017
Rot-Weiß Erfurt - Sportfreunde Lotte
2:3 (2:2)
05.11.2017
F.C. Hansa Rostock - Karlsruher SC
0:3 (0:2)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Gebrauchter Sonntagnachmittag: KSC bestraft Rostocker Fehler eiskalt

Mit zwei Siegen aus drei Oktober-Spielen konnte sich die Kogge wieder etwas an die oberen Tabellenplätze heranpirschen und zuletzt sogar den zweiten Heimsieg in Folge gegen den VfL Osnabrück feiern. Zwei Wochen später herrschten im Ostseestadion ähnliche Vorzeichen. Durch den Dauerregen und den individuell stark besetzten Gegner konnten sich die Zuschauer auf ein weiteres Kampfspiel einstellen.

Der Zweitligaabsteiger aus Karlsruhe gastierte in Rostock und kam nach dem zweiten Zweitliga-Abstieg der Vereinshistorie in dieser Spielzeit nur schwer in Fahrt. Vier Punkte aus den ersten fünf Drittliga-Spielen besiegelten das Schicksal von Ex-KSC-Coach Marc-Patrick Meister – der Karlsruher SC entließ den 37-jährigen Fußballlehrer. Einige Tage später präsentierten die Badener Alois Schwartz als neuen Chef-Coach und der Erfolg kam zumindest im eigenen Wildparkstadion zurück. Vier Heimsiege in Folge brachten den KSC wieder in die Spur, auswärts lief es hingegen gar nicht beim Zweitligaabsteiger. Die Schwartz-Elf war vor dem Duell das schwächste Auswärtsteam der Liga und wollte beim 10. Aufeinandertreffen in der Hansestadt endlich den ersten Saisonsieg in der Fremde einfahren.
 
Hansa konnte hingegen mit einem weiteren Erfolg den Abstand nach oben weiter verkürzen und bis auf sechs Punkte an Platz drei heranrücken. Chef-Trainer Pavel Dotchev ging dieses Ziel mit dem gleichen Personal aus der vergangenen Auswärtspartie an. Auch FCH-Keeper Blaswich konnte auflaufen. Der 26-jährige Schlussmann der Kogge musste unter der Woche verletzungsbedingt pausieren, gab kurz vor der Partie aber Entwarnung und konnte um kurz vor 14 Uhr gemeinsam mit dem Team zum Sonntagnachmittagspiel auflaufen.
 
Der F.C. Hansa spielte zunächst auf die Nordtribüne zu und versuchte den Gast gleich mal früh unter Druck zu setzen. Bryan Henning erkämpfte nach wenigen Sekunden einen Ball mit Mittelfeld – Marcel Hilßner gab anschließend den ersten Annäherungsversuch ab. Nur einen Minute später musste KSC-Keeper Uphoff dann auch schon zum ersten Mal eingreifen und einen Abschluss von Stefan Wannenwetsch parieren.
 
Hansa legte gut los und wollte schon in der Anfangsphase das Tempo vorgeben. Der Karlsruher SC stand zunächst etwas tiefer, wurde dann aber schon nach vier Minuten überraschend zur ersten Gelegenheit eingeladen. Ein Doppelpassversuch von Wannenwetsch und Bischoff missglückte, sodass der KSC blitzschnell kontern konnte und mit dem Top-Torjäger kam. Fabian Schleusener erwischte Oliver Hüsing auf dem falschen Fuß und war bereits mit dem ersten Abschluss erfolgreich. Schleusener ließ Hansa-Keeper Blaswich keine Chance und schockte die Fans im Ostseestadion.

Der FCH wollte nun schnell wieder in die Partie finden. Doch der KSC trat nach der frühen Führung selbstbewusst auf und machte es der Kogge schwer. Nach elf Minuten näherte sich die Dotchev-Elf aber mal wieder an. Willi Evseev drang nach einem Doppelpass mit Tim Väyrynen in den Strafraum ein und kam zu Fall – aber Schiedsrichter Weickenmeier hatte ein Handspiel gesehen und pfiff die Situation ab.
 
Karlsruhe begegnete der Kogge in dieser Phase mit einer kompakten Defensive, ließ wenig zu und setzte selbst immer wieder Nadelstiche. Marvin Wanitzek feuerte nach 15 Minuten einen gefährlichen Abschluss ab, der knapp das Ziel verfehlte. Hansa hatte weiter Mühe, die disziplinierte Defensivarbeit des Gastes zu umgehen. Der KSC machte gegen den Ball die Räume immer wieder zu, sodass der FCH die Angriffe abbrechen und neu starten musste. Wanitzek und Mehlem ergänzten die Viererkette und ließen Hansas Offensive kaum stattfinden.
 
Und immer wieder wurde der KSC zu gefährlichen Angriffen eingeladen. Nach 23 Minuten war es wieder Schleusener, der nach einem Rostocker Fehler richtig stand und kaltschnäuzig zum 2:0 für den Karlsruher SC abschloss. Nun wurde das Brett, welches die Kogge zu bohren hatte, noch dicker. Aber das Team steckte nicht auf. Willi Evseev probierte es nach 25 Minuten aus der Distanz und zwang Uphoff zu einer Parade.
 
Nun kam Hansa aber besser auf. Marcel Hilßner flankte scharf auf den langen Pfosten, doch wieder hatte Benjamin Uphoff seine Finger im Spiel. Beim Nachschuss von Bryan Henning war der KSC-Keeper dann aber geschlagen, jedoch ging der stramme Distanzschuss haarscharf am Kasten vorbei. Der F.C. Hansa blieb nun dran und erhöhte den Druck auf die Gäste-Abwehr. Allerdings musste die Dotchev-Elf auf die Konter des KSC aufpassen.
 
In der 33. Minute wieder die Rostocker mit einer guten Kombination durch die gegnerischen Reihen, aber Marcel Hilßner kam einen Schritt zu spät. Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte nun mehr und mehr dem FCH, der immer wieder anlief, aber noch nicht den entscheidenden Weg durch die Karlsruher Abwehr fand. Daher ging es für die Kogge nach einer gebrauchten erste Hälfe in die Kabine.
 
Zur zweiten Spielhälfte setzten beide Trainer auf das gleiche Personal. Der F.C. Hansa wollte jedoch eine andere Leistung in den zweiten 45 Minuten auf den Platz bringen. Karlsruhe schaute sich das Geschehen hingegen erst einmal an und wollte dann im Umschaltspiel die Partie entscheiden. Das schaffte der KSC bereits in der 51. Spielminute. Camoglu konnte über die eigene rechte Bahn flanken und sorgte mit einer eigentlich harmlosen Hereingabe für das 3:0. Janis Blaswich und Amaury Bischoff verpassten es, die Situation zu bereinigen, sodass Anton Fink am langen Pfosten plötzlich ins Spiel kam und aus kürzester Distanz das 3:0 für den Karlsruher Sport-Club erzielte. Damit bekam das Rostocker Vorhaben für die zweite Hälfte schon früh einen herben Dämpfer.
 
Pavel Dotchev reagierte in der Folge und brachte mit Soufian Benyamina und Christopher Quiring zwei frische Kräfte. Für Quiring war es nach einer langen Verletzungspause der erste Saisoneinsatz. Der FCH versuchte sich noch einmal in die Partie zu kämpfen. Doch offensiv war es weiterhin schwer für die Kogge. Hinzu kam, dass die Kogge ab der 62. Spielminute mit einem Mann weniger auskommen musste. Tim Väyrynen sah schon in der ersten Hälfte für ein harmloses Foul die Gelbe Karte – nach seinem zweiten Foul am Sonntagnachmittag schickte Schiedsrichter Weickenmeier den Finnen vorzeitig in die Kabine. Der Schiedsrichter spielte sich in dieser Phase immer mehr in den Vordergrund und ermahnte nun auch Hansa-Trainer Dotchev.
 
Die zehn Rostocker probierten auch in Unterzahl ab und an etwas nach vorne, hatten es aber mit einem abgeklärten KSC zu tun, der Hansa gar nicht mehr ins Spiel lassen wollte. Nach 73 Minuten hatte der FCH allerdings eine gute Gelegenheit zum ersten Treffer, nachdem der Schiedsrichter dann doch mal auf Foulspiel an Christopher Quiring entschied. Den folgenden Freistoß setzte Amaury Bischoff an den Pfosten.

Hansa kämpfte und kam zur nächsten Großchance: Fabian Holthaus fand mit einer Hereingabe Soufian Benyamina, der das 1:3 auf dem Kopf hatte, jedoch am starken Uphoff scheiterte. Auch die 13.200 Zuschauer im Ostseestadion feuerten ihr Team trotz der bevorstehenden Niederlage noch einmal an, sahen die Kogge aber in einer schwierigen Lage. Auch in Unterzahl versuchte der FCH noch zu einem Treffer zu kommen, musste aber weiterhin auf schnelle Gegenstöße aufpassen. Acht Minuten vor dem Ende musste Julian Riedel in höchster Not gegen Muslija klären. Im Gegenzug probierte Fabian Holthaus sein Glück im Alleingang und prüfte den KSC-Schlussmann.
 
In den Schlussminuten passierte nicht mehr viel im Ostseestadion und den KSC brachte den Erfolg letztlich souverän über die Bühne. Die Kogge muss sich nach der höchsten Saisonniederlage wieder aufrichten und hat dafür in der Liga zwei Wochen Zeit. Am kommenden Wochenende geht es erstmal im Landespokal weiter, wo das Team dann am Sonnabend beim Penkuner SV antritt.
 
F.C. Hansa Rostock – Karlsruher SC 0:3 (0:0)
 
Torfolge: 0:1 Schleusener (4.), 0:2 Schleusener (23.), 0:3 Fink (51.)
 
F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus – Wannenwetsch, Henning (56. Quiring), Bischoff, Evseev (56. Benyamina), Hilßner - Väyrynen (62. Gelb-Rot)
 
Karlsruher SC: Uphoff – Bader, Pisot, Gordon, Föhrenbach – Camoglu, Wanitzek, Mehlem (64. Siebeck), Muslija – Fink (83. Lorenz), Schleusener (87. Stroh-Engel)

Karlsruher SC - Aufstiegsfavorit mit Anlaufschwierigkeiten

Joachim Löw, Winfried Schäfer, Thomas Häßler, Dirk Schuster, Mehmet Scholl, Jens Nowotny, Oliver Kahn, Bruno Labbadia oder Sean Dundee. Es gibt wohl kaum jemanden, der diese Namen nicht kennt. Sie alle haben früher für den KSC gespielt. Mit 812 Spielen in der Bundesliga haben die Badener eine umfangreiche Historie in der höchsten deutschen Spielklasse vorzuweisen. Auch in der 2. Bundesliga trat der Sportclub 778 mal an. Nur in der 3. Liga konnten die Karlsruher bisher noch nicht so viele Spiele absolvieren, momentan sind es 52.

Als Zweitligaabsteiger galt der 1894 gegründete Traditionsverein vor dem Saisonstart als Aufstiegsfavorit. Der Kader wurde kräftig umgekrempelt und vor allem im Sturm sehr gut besetzt. Auch in der Abwehr kamen gestandene Zweitligaspieler hinzu. Doch dann kam die Ernüchterung: Aus den ersten sechs Spielen holte der KSC nur fünf Punkte, kassierte dazu stattliche 13 Gegentreffer und fand sich im Tabellenkeller der Liga wieder. Chef-Trainer Marc-Patrick Meister wurde daraufhin Ende August entlassen und Alois Schwartz als neuer Übungsleiter installiert. Seitdem geht es langsam aber stetig bergauf. Mittlerweile steht der KSC mit 19 Punkten drei Positionen hinter der Kogge auf dem neunten Tabellenplatz. Ein Problem haben die Badener aber immer noch – ihre Auswärtsschwäche. Bisher gelang kein Auswärtssieg (lediglich zwei Unentschieden) und es wurden nur drei Tore auf fremden Plätzen geschossen. Damit ist der KSC Letzter der Auswärtstabelle.

Der mit prominenten Namen besetzte Sturm der Badener schoss in der aktuellen Saison neun Tore. Drittliga-Rekordtorschütze Anton Fink steuerte vier Treffer (zwei davon per Elfmeter) bei. Genauso viele, wie Fabian Schleusener. Der aus Darmstadt gekommene Torjäger Dominik Stroh-Engel hat bisher nur ein Tor auf seinem Konto.

Auch zwei Spieler mit Hansa-Vergangenheit finden sich im Kader wieder. Abwehrrecke Martin Stoll stand 2010 bis 2011 bei Hansa in Lohn und Brot. Und mit Kai Bülow hat sich ein Hansa-Eigengewächs beim KSC niedergelassen. Der Rostocker, der von der E-Jugend an bei der Kogge spielte, kam auch in verschiedenen Jahrgängen der deutschen Jugendnationalmannschaften zum Einsatz. Zwischen 2005 und 2010 absolvierte er insgesamt 130 Spiele für die erste Männermannschaft des F.C. Hansa in der ersten und zweiten Bundesliga. Dabei erzielte der Defensivspieler acht Tore. Vom Norden zog es Bülow dann nach München. Von 2010 an spielte er bei 1860 in insgesamt 171 Liga-Partien und wurde in der Spielzeit 2014/15 zum Relegationshelden, als er im Rückspiel gegen Kiel in der 91. Minute den 2:1-Siegtreffer erzielte. Nach dem Abstieg der Löwen in diesem Jahr wechselte er zum KSC, wo er umgehend zum Mannschaftskapitän ernannt wurde. Am 4. Spieltag erzielte er sein erstes und einziges Saisontor gegen den SV Wehen Wiesbaden. Auflaufen wird er gegen seinen Ausbildungsverein am kommenden Sonntag allerdings nicht, da er sich momentan mit einer hartnäckigen Verletzung herumplagen muss.

Ein Blick in die Statistik lässt an einige interessante Duelle zwischen der Kogge und dem KSC erinnern. In insgesamt 23 Partien in fünf verschiedenen Wettbewerben (Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, DFB-Pokal, UI-Cup) schlägt die Bilanz mit neun Siegen, acht Unentschieden und sechs Niederlagen leicht für den KSC aus. Das letzte Heimspiel vor fast genau fünf Jahren ging deutlich, mit 0:3, gegen die Karlsruher verloren. Unvergessen bleibt das legendäre 4:4 aus der Saison 2006/07. Nach 0:3- und 1:4-Rückstand glich der F.C. Hansa am Ende noch aus und sorgte für ein historisches Duell.

  • Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den KSC
  • Hansa-News vor dem Heimspiel gegen den KSC
  • Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen den KSC
  • Interview nach dem Heimspiel gegen den KSC
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