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2. Runde Landespokal2017/18

0:8
Datum
Spielgegner
Ergebnis
02.09.2017
Schwarz-Weiß Eldena - F.C. Hansa Rostock
0:8 (0:4)

Ungefährdeter Pokalsieg für die Kogge - 8:0 bei Schwarz-Weiß Eldena

Die 2. Runde des Landespokals führte den F.C. Hansa nach Eldena. Gegen den Achtligisten aus Westmecklenburg wollte die Kogge am Sonnabendnachmittag (15.00 Uhr) den ersten Schritt in Richtung Titelverteidigung machen. Denn nach der knappen Niederlage im DFB-Pokal (0:2) griff der FCH erstmals im Lübzer Pils Cup ein.

Die Gastgeber zogen durch einen 2:0-Sieg im Derby gegen Ludwigslust in die zweite Pokalrunde ein und wollten nun den Favoriten aus Rostock ärgern. Im Liga-Alltag geht es für Schwarz-Weiß in der Landesklasse Staffel IV aktuell gegen den Abstieg. Nach drei Spielen konnten sich die Gastgeber erst einen Punkt sichern und wollen nun angreifen, damit der Abstand zu den Nicht-Abstiegsrängen nicht schon zu Beginn allzu groß wird. Im Pokal war die Marschroute natürlich eine andere. Das Team wollte defensiv sicher stehen und sich vor allem vor den eigenen Fans gut präsentieren.

Hansa-Trainer Dotchev wollte hingegen von Beginn an eine kontrollierte Partie sehen, gab dabei allerdings einigen Spielern eine Pause. In der ersten Elf verblieben mit Oliver Hüsing und Selcuk Alibaz nur noch zwei Akteure aus der zurückliegenden Drittliga-Partie. Damit gab es gleich für neun Spieler die Chance, sich zu zeigen und damit für weitere Aufgaben zu empfehlen. Darunter auch Kapitän Amaury Bischoff, der zuletzt wegen einer Rot-Sperre fehlte und die Gelegenheit nutzte, um trotz der Liga-Sperre Spielpraxis zu sammeln.

Der Favorit aus Rostock wollte seiner Rolle gleich mit dem Anpfiff gerecht werden und machte das Spiel direkt breit, um den tiefstehenden Gegner ins Laufen zu bekommen. Die ersten gefährlichen Abschlüsse der Dotchev-Elf ließen nicht lange auf sich warten. Zunächst traf Alibaz nur das Außennetz, dann folgte direkt die große Möglichkeit zur Führung. Tim Väyrynen konnte in aussichtsreicher Position verteidigt werden, in den Nachschuss von Selcuk Alibaz parierte dann der Keeper der Schwarz-Weißen. Doch wenig später zappelte der Ball dann im Netz. Nach einer Ecke war es zunächst Oliver Hüsing, der den gegnerischen Schlussmann prüfte. Der Nachschuss von Willi Evseev saß dann aber. Die frühe Führung für den FCH.

Und der FCH drückte weiter auf das Tempo. Jeff-Denis Fehr brachte den Ball über links auf den langen Pfosten. Dort scheiterte Oliver Hüsing per Kopf, aber Tim Väyryen war zur Stelle und drückte den Ball mit der Hacke über die Linie. Die Kogge ließ keinen Zweifel daran, dass sie den Gegner keineswegs unterschätzte und motiviert in die Partie ging. Diesmal ging es wieder über rechts und mit Alibaz, der es einfach mal aus der Distanz probierte und mit einem schönen Schuss den Pfosten traf. Selcuk Alibaz zeigte sich sehr spielfreudig und arbeitete weiter am ersten Treffer im Rostocker Trikot. Der Rechtsaußen wollte es dabei besonders schön machen. Eine Ecke von Bischoff landete an der Strafraumecke, wo Alibaz lauerte und es direkt probierte. Doch der Schlussmann der Schwarz-Weißen blieb erneut der Sieger.

Eldena versuchte so gut es geht zu verteidigen, hatte es aber mit zielstrebigen Hanseaten zu tun. Vladimir Rankovic brachte den Ball nach gut 20 Minuten scharf auf den zweiten Pfosten, dort war es Jeff-Denis Fehr, der mit einem Kopfball knapp am 3:0 vorbeischrammte. Zehn Minuten später war es dann aber soweit. Ein ruhender Ball bescherte Alibaz das erste Pflichtspieltor für den FCH. Einen Freistoß zirkelte der 28-Jährige über die Mauer und ließ dem Eldenaer Schlussmann keine Chance.

Die Hausherren kämpften sich nun besser in die Partie und machten es der Dotchev-Elf schwer, durch die engen Reihen zu kombinieren. Hansa ließ aber nicht locker und probierte noch vor dem Halbzeitansprache auf 4:0 zu stellen. Lange hielt Eldena dagegen, aber eine Minute vor der Pause fand Amaury Bischoff noch einmal die Lücke in der schwarz-weißen Defensive. Mike Owusu legte für den Kapitän ab, der aus 16 Metern mit Auge den vierten Hansa-Treffer erzielte, der gleichzeitig der Schlusspunkt des ersten Durchgangs war.

Für den FCH ging es ohne Wechsel weiter. Aber die Einstellung stimmte weiter. Kurz nach Wiederanpfiff hatte Oliver Hüsing die Möglichkeit, per Kopf auf 5:0 zu stellen. Der Ball ging aber knapp über den Kasten. Tim Väyrynen wollte es eine Minute später besser machen – aber auch er köpfte den Ball gleich zweimal über das Gehäuse der Gastgeber. In der 57. Spielminute tauchte Väyrynen dann aber erneut in der Gefahrenzone auf – diesmal mit Erfolg. Willi Evseev setzte sich bis zur Grundlinie durch und hob den Ball perfekt auf den langen Pfosten, wo der Finne nur noch einköpfen musste.

Kurz darauf dann auch der erste Wechsel beim FCH. Willi Evssev verließ den Platz und Jakob Gesien durfte im Zentrum wirbeln. Pavel Dotchev wollte weiterhin viel Bewegung im eigenen Spiel zu sehen und dabei auch immer wieder Torgefahr ausstrahlen. Doch Eldena zeigte sich besser organisiert und ließ in dieser Phase nicht mehr so viel zu. Daher musste Hansa die Intensität hoch halten, um zu mehr Torchancen zu kommen. Es dauerte bis zur 68. Minute, ehe die Kogge das halbe Dutzend vollmachte. Über rechts ging es dann plötzlich ganz schnell und Rankovic brachte den Ball scharf vor den Kasten – Fehr verpasste, doch dahinter lauerte der eingewechselte Gesien und traf kurz nach seiner Einwechslung.

Nun ließ die Kraft beim Achtligisten langsam nach. Selcuk Alibaz erhöhte nur wenige Augenblicke später auf 7:0. Im gegnerischen Drittel lief der Ball nun wieder besser. Und die Abschlusschancen waren wieder da. Mike Owusu verpasste aus elf Metern. Kurz darauf wurde es schon enger. Jeff-Denis Fehr umkurvte nach tollem Zuspiel den Keeper, doch ein Verteidiger der Hausherren warf alles rein und rettete zusammen mit dem Pfosten. Dann wieder der Rostocker Linksaußen. Im Zentrum kam Fehr gleich doppelt zum Abschluss, scheiterte aber am glänzenden Schlussmann aus Eldena. Knapp zehn Minuten hatte das Schiedsrichtertrio noch auf der Uhr und ein weiterer Hansa-Treffer lag in der Luft. Tim Väyrynen nutzte nach einem Einwurf die Verwirrung und war plötzlich völlig frei. Der Mittelstürmer wollte für den mitgelaufenen Owusu auflegen, doch ein Missverständnis lag zwischen den beiden Hanseaten und dem achten Rostocker Treffer.

Dann fiel der Treffer aber doch noch. Eine Flanke von Vladimir Rankovic landete vor den Füßen von Fehr, der erneut geblockt wurde. Aber der Nachschuss stellte schließlich das 8:0 her. Tim Väyryen traf aus der Drehung und erzielte seinen dritten Treffer.

Eldena warf noch einmal alles rein und versuchte das 0:8 vor 1.000 Zuschauern zu halten. Der F.C. Hansa hatte aber noch nicht genug und spielte auch in den Schlussminuten weiter nach vorne. Aber es blieb beim 8:0-Erfolg der Kogge, die zu keiner Zeit der Partie in Gefahr geriet. Auf wen der FCH als nächstes treffen wird, entscheidet sich am 5. September bei der Auslosung der dritten Runde des Landespokals.

Schwarz-Weiß Eldena – F.C. Hansa Rostock 0:8 (0:4)

Torfolge: 0:1 Evseev (9.), 0:2 Väyrynen (16.), 0:3 Alibaz (31.), 0:4 Bischoff (44.), 0:5 Väyrynen (57.), 0:6 Gesien (68.), 0:7 Alibaz (71.), 0:8 Väyrynen (86.)

F.C. Hansa Rostock: Eisele – Rankovic, Berger, Hüsing, Scherff – Alibaz, Bischoff, Evseev (60. Gesien), Fehr – Owusu - Väyrynen

Landesligaabsteiger Eldena als kleiner Pokalschreck in Runde Eins

Nach dem Freilos in der ersten Runde des Lübzer Pils Cups, greift der F.C. Hansa Rostock am kommenden Sonnabend erstmals in den Wettbewerb ein.

In der zweiten Runde des Landespokals gastiert die Kogge beim LSV Schwarz-Weiß Eldena. Die Westmecklenburger sind in der vergangenen Saison aus der Landesliga West abgestiegen und rangieren derzeit nach einem mäßigen Saisonstart auf Platz 15 der Landesklasse IV. Ein Punkt und 1:5 Tore aus drei Partien sind für Trainer Matthias Zimmerman zu wenig: „Wir durchlaufen seit zwei Jahren eine Umstrukturierung, hatten den Abgang von acht Spielern zu verkraften und befinden uns jetzt im Neuaufbau.“ Dabei setzt der Verein auf Nachwuchsarbeit und hat mittlerweile drei Jugendmannschaften gemeldet. Deshalb heißt das Ziel für diese Saison zunächst: „Klassenerhalt. Wir wollen diesen möglichst schnell klar machen, was voraussichtlich nicht einfach wird. Wenn wir am Ende im gesicherten Mittelfeld stehen, wären alle sehr zufrieden.“

Der 1919 gegründete Sportverein spielte zu DDR-Zeiten unter dem Namen „BSG Traktor Eldena“. Seit 1990 heißt der Klub nun „LSV Schwarz-Weiß Eldena“ und feierte seinen größten Erfolg 2014 mit dem Aufstieg in die Landeliga West.

Während es in der Liga noch nicht so gut läuft (1:3-Niederlage gegen Schweriner SC, 0:0 gegen SG Groß Stieten, 0:2- Niederlage beim Wittenburger SV), konnte der LSV im Pokal bereits ein Ausrufezeichen setzten. In der ersten Runde des Lübzer Pils Cups schoss die Truppe von Trainer Zimmermann die höherklassige SG 03 Ludwigslust / Grabow (Landesliga West) mit 2:0 aus dem Wettbewerb.

Zimmermann weiß, dass es einen großen Klassenunterschied zum FCH gibt: „Wir sind eine Pendlermannschaft, zehn Spieler von uns arbeiten in Hamburg und fahren immer zu den Spielen nach Mecklenburg. Außerdem ist unser Altersdurchschnitt zwischen 28 und 29 Jahren. Wenn wir ein Tor schießen würden, wäre es ein riesen Erfolg. Wir wollen Spaß haben und sehen, dass alle gesund bleiben.“

  • Die Hansa-News vor dem Landespokalspiel gegen Eldena
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