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20. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
0:3
Sportfreunde Lotte
Datum
Spielgegner
Ergebnis
16.12.2017
F.C. Hansa Rostock - Sportfreunde Lotte
0:3 (0:1)
16.12.2017
SpVgg Unterhaching - Werder Bremen II
1:0 (0:0)
30.01.2018
Preußen Münster - Rot-Weiß Erfurt
5:0 (2:0)
16.12.2017
1. FC Magdeburg - Sonnenhof Großaspach
3:0 (3:0)
16.12.2017
FSV Zwickau - Chemnitzer FC
3:2 (0:1)
15.12.2017
SC Paderborn - Hallescher FC
0:0 (0:0)
15.12.2017
VfR Aalen - Fortuna Köln
1:1 (1:0)
16.12.2017
Carl Zeiss Jena - SV Wehen Wiesbaden
4:3 (1:1)
14.02.2018
VfL Osnabrück - Karlsruher SC
0:0 (0:0)
16.12.2017
Würzburger Kickers - SV Meppen
2:0 (1:0)

Serie gerissen – Hansa verliert zum Jahresabschluss gegen Lotte mit 0:3

Zum letzten Mal im Jahr 2017 gingen im Ostseestadion die Flutlichter an. Zum Rückrundenauftakt empfing der F.C. Hansa noch vor Weihnachten die Sportfreunde Lotte an der Ostsee. Nachdem die Kogge das Hinspiel mit 2:0 gewann, sollte auch das zweite Aufeinandertreffen der Saison schadlos überstanden werden. Zumal die Rostocker im Vorfeld der Partie auf einer Erfolgswelle schwammen und den Rückenwind von zuletzt vier Siegen in Serie mit in die Partie nehmen wollten.

Fünf Siege am Stück gab es nicht einmal in der Aufstiegssaison 10/11, daher ging das Team von Trainer Dotchev besonders motiviert in die Partie und wollte den Fans im Ostseestadion noch einmal einen großen Fight bieten. Nicht weniger motiviert, aber unter anderen Vorzeichen starteten die Gäste in den 20. Spieltag. Bereits der vierte Trainer – Andreas Golombek – steht in dieser Spielzeit am Spielfeldrand der Westfalen und soll die nötigen Punkte gegen den Abstieg holen. Denn mit 19 Punkten hatten die Sportfreunde vor dem Duell mit den FCH nur zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Zuletzt ging Lotte viermal ohne Dreier aus und musste in Rostock auch noch auf zwei Stammkräfte verzichten. Kevin Freiberger (Gelb-Sperre) und Andre Dej (Außenmeniskusriss) mussten ersetzt werden.

Hansa konnte hingegen fast aus dem Vollen schöpfen. Trainer Pavel Dotchev startete aber ohne Veränderungen in der Startelf und vertraute dem Team, das schon gegen Chemnitz von Beginn an auflief und sofort Druck ausübte. Aber der FCH hatte es am Sonnabendnachmittag mit einem bissigen Gegner zu tun. Schon nach wenigen Sekunden zeigte Lottes Al Ghaddioui mit einem Foul an Henning, dass die Sportfreunde da sind.

Die Kogge kam aber auch gut in die Partie und feuerte schon nach zwei Minuten den ersten Warnschuss durch Amaury Bischoff ab. Schiedsrichter Schult musste auch schon früh in der Partie tätig werden und verwarnte den Gäste-Kapitän Wendel nach zwei Fouls. Der anschließende Freistoß am brachte jedoch nichts ein. Auf der Gegenseite kam dann auch Lotte zur ersten Annäherung – nach einem ruhenden Ball lenkte Fabian Holthaus den Ball auf den eigenen Kasten und prüfte damit Kai Eisele zum ersten Mal.

Kurz danach war Rostocks Nummer eins aber machtlos. Nach einer Ecke zog Oesterhelweg direkt ab und ließ Eisele keine Chance. Jedoch übersah das Schiedsrichtergespann ein Foulspiel im Hansa-Strafraum an Bryan Henning. Praktisch im Gegenzug war die Kogge aber zur Stelle und stellte nach einem Freistoß von Hilßner den direkten Ausgleich her, allerdings wurde der Treffer aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben.

Nun musste die Dotchev-Elf schnellstmöglich einen Weg finden, das Ergebnis wieder zu egalisieren. Denn die Gäste zeigten sich weiter giftig in den Zweikämpfen und machte es dem FCH in dieser Phase schwer. In der 21. Minute probierte es Bryan Henning mal aus der Distanz, traf den Ball aber nicht richtig. Die Kogge konnte zwar auf viel Ballbesitz zurückgreifen, fand aber keinen Weg, um die kompakte Gäste zu überwinden – in der 26. Spielminute war der FCH aber nah dran. Marcel Hilßner schloss nach einem Abwehraktion der Gäste direkt ab und schrammte nun knapp am Ausgleich vorbei.

Eine Viertelstunde vor der Pause versuchte Hansa weiter das Spiel zu kontrollieren – die klaren Chancen ließen aber noch auf sich warten. Nach 33 Minuten kam der FCH dem Kasten der Sportfreunde aber wieder ein Stück näher. Fabian Holthaus brachte einen flache Hereingabe auf Soufian Benyamina, der kurz einlief, aber noch entscheidend am Abschluss gestört wurde.

Noch zehn Minuten in Halbzeit eins und Hansa arbeitete weiter am 1:1. Lotte unterband die Rostocker Bemühungen aber häufig frühzeitig – oftmals auch nur mit einem Foul. Wendel, Frahn und Osterhelweg sahen bereits im ersten Durchgang die Gelbe Karte. Viel mehr passierte in den ersten 45 Minuten aber nicht, sodass es mit einem knappen Rückstand für die Kogge in die Kabine ging.

Lotte ging unverändert in den zweiten Durchgang – Hansa wechselte hingegen einmal. Bryan Henning blieb in der Kabine, dafür durfte nun Willi Esveev ran und sollte mithelfen, das Ergebnis zu drehen. Der FCH versuchte direkt wieder die Spielkontrolle zu erlangen und wollte endlich einen Weg finden, um den Defensivverbund der Westfalen zu knacken.

Dieser blieb aber zunächst weiter standhaft und unterband die Rostocker Angriffe frühzeitig. In der 57. Minute war es Hilßner, der sich mal wieder dem gegnerischen Tor näherte und nach einem Dribbling selbst abschloss. Der Ball ging aber deutlich am Tor vorbei. Und wieder Hilßner, aber diesmal hatte ein Sportfreund etwas dagegen und blockte den Abschluss des Rostockers. Aber auch Lotte meldete sich vor dem Hansa-Tor an und kam erneut mit Oesterhelweg, aber Kai Eisele bekam die Arme rechtzeitig hoch und verhinderte den zweiten Gegentreffer.

Der Kogge lief nun langsam die Zeit davon. Denn so wollte sich das Team nicht in die Winterpause verabschieden. Doch die Gäste aus Lotte verteidigten weiter eng am Mann und ließen einfach kaum etwas zu – und vorne zeigte sich Lotte eiskalt. Einen Konter schloss die Golombel-Elf perfekt ab. Lindner legte für Al Ghaddioui auf, der Eisele keine Chance ließ.

Pavel Dotchev reagierte und brachte mit Tim Väyrynen einen frischen Mann. Der Finne hatte auch wenige Minuten nach seiner Einwechslung die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, aber die Hereingabe von Soufian Benyamina verpasste Väyrynen knapp.

Mit Selcuk Alibaz zog Dotchev dann seinen letzten Joker und hoffte damit noch einmal einen Impuls für die Schlussphase zu setzen. Hansa bekam nun immer wieder Standards zugesprochen - Lottes Kapitän Wendel sah nach einem erneuten Foulspiel aber nicht die Ampelkarte. Aber auch die ruhenden Bälle brachte der Kogge keinen Erfolg – Lotte ließ einfach wenig zu.

In der 78. Minute mündete dann ein erneutes Foulspiel der Gäste in der Unterzahl für Hansa. Denn der FCH hatte bereits dreimal gewechselt und Willi Evseev musste mit einer Verletzung an der Schulter das Spielfeld vorzeitig verlassen.

An diesem Sonnabendnachmittag lief einfach nicht viel zusammen beim F.C. Hansa. Doch das Team wollte auch in Unterzahl nicht aufgeben. Hilßner sorgte wieder zweimal aus der Distanz für Gefahr. Doch kurz darauf machte Lotte den Sack zu und konterte die Rostocker noch einmal aus. Oesterhelweg erzielte praktisch mit dem Schlusspfiff den 3:0-Endstand und vermieste der Kogge das letzte Heimspiel des Jahres.

F.C. Hansa Rostock - VfL Sportfreunde Lotte 0:3 (0:1)

Torfolge: 0:1 Oesterhelweg (11.), 0:2 Al Ghaddioui (65.), 0:3 Oesterhelweg (90.)

F.C. Hansa Rostock: Eisele – Nadeau, Hüsing, Riedel (68. Väyrynen), Holthaus – Hilßner, Henning (46. Evseev), Wannenwetsch, Bischoff, Scherff (73. Alibaz) – Benyamina

VfL Sportfreunde Lotte: Fernandez – Langlitz, Rahn, Straith, Schulze – Oesterhelweg, Wendel, Heyer, Pires-Rodrigues (73. Wegner), Lindner (85. Acquistapace) – Al Ghaddioui

Sportfreunde Lotte: viele Trainer, wenig Punkte

Lotte, eine 14.000-Einwohner Gemeinde ganz im Norden von Nordrhein-Westfalen, direkt neben Osnabrück, das schon zu Niedersachsen gehört. Diese Städteachse ist eigentlich bekannt für das Autobahnkreuz an der A1. Das hier Drittligafußball gespielt wird, ist jahrelanger harter Arbeit vieler Beteiligter im Verein zu verdanken. Und das nach dem Aufstieg 2016, prompt der Klassenerhalt geschafft wurde, ist ein schöner Erfolgt für den kleinen Klub. Doch vor allem im DFB-Pokal sorgte der VfL Sportfreunde Lotte in jüngster Vergangenheit für Furore. In der vergangenen Saison kickte Lotte reihenweise Hochkaräter aus dem Wettbewerb. Zunächst musste Werder Bremen dran glauben (2:1), dann kämpften die kleinen Sportfreunde Leverkusen nieder (6:5 n.E.) und schließlich wurde 1860 München (2:0) im Achtelfinale bezwungen. Erst im Viertelfinale, musste sich Lotte dann dem BVB (0:3) geschlagen geben.

Aktuell sieht es beim VfL hingegen nur mäßig aus. Vor allem die Position des Trainers sorgte bisher für viel Unruhe in dieser Spielzeit. Erfolgstrainer Atalan wechselte elf Tage vor Saisonbeginn nach Bochum. Die Sportfreunde waren geschockt, hatte er doch den Aufstieg in die 3. Liga maßgeblich zu verantworten und eben auch diesen großen Erfolg im DFB-Pokal. Oscar Corrochano übernahm kurzfristig, wurde aber nach dem ersten Spieltag (0:2 gegen Hansa) auf eigenen Wunsch wieder freigestellt. Er war gerade einmal 13 Tage im Amt. Dann kam Marc Fascher. Der frühere FCH-Trainer saß 13 Spieltage auf der Trainerbank, dann wurde auch er Ende Oktober entlassen. Seitdem ist Andreas Golombek im Amt, der vierte Trainer binnen dreieinhalb Monaten.

In den fünf Spielen unter seiner Leitung, gelangen ein Sieg und zwei Unentschieden. Die zurückliegenden beiden Auswärtspartien gingen verloren (1:2 in Würzburg und 0:2 in Magdeburg). So stehen die Blau-Weißen derzeit mit 19 Punkten und 21:27 Toren auf Platz 15 und sind damit nur zwei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt.

Unterschätzen sollte die Kogge den zur neuen Saison umgekrempelten Kader (neun Abgänge, elf Zugänge) trotzdem nicht. Erfahrene Spieler, wie Acquistapace, Straith oder Schulze, die auch schon höherklassig gespielt haben, finden sich in den Reihen der Sportfreunde. Im Mittelfeld sorgt Kapitän Tim Wendel für Stabilität. Die erfolgreichsten Torschützen sind Hamadi Al Ghaddioui (sechs Treffer) und André Dej (vier Treffer), der sich allerdings jüngst einen Außenmeniskusriss zugezogen hat und gegen den F.C. Hansa ausfallen wird. Ebenfalls verletzt ist Leistungsträger Marcus Piossek.

Die kurze Bilanz gegen den F.C. Hansa schlägt momentan noch Richtung Lotte aus. In drei Spielen ging die Kogge zweimal leer aus (1:3- und 0:2-Niederlage aus der Vorsaison) und konnte einen Sieg (2:0 im Hinspiel) verbuchen. Das Gesamttorverhältnis liegt damit bei 3:5 Toren. Vielleicht schafft der FCH ja am Samstag mit einem Sieg den Ausgleich dieser Statistik.

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