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21. Spieltag2017/18

0:0
Datum
Spielgegner
Ergebnis
20.01.2018
Sonnenhof Großaspach - F.C. Hansa Rostock
0:0 (0:0)
20.01.2018
SV Wehen Wiesbaden - VfL Osnabrück
5:1 (4:1)
20.01.2018
Fortuna Köln - Carl Zeiss Jena
1:0 (0:0)
20.01.2018
Hallescher FC - VfR Aalen
3:2 (2:0)
20.01.2018
Chemnitzer FC - SC Paderborn
0:2 (0:1)
20.01.2018
Sportfreunde Lotte - FSV Zwickau
1:0 (0:0)
22.01.2018
Rot-Weiß Erfurt - 1. FC Magdeburg
3:1 (0:0)
21.01.2018
SV Meppen - Preußen Münster
2:0 (1:0)
21.01.2018
Werder Bremen II - Würzburger Kickers
0:1 (0:0)
20.01.2018
Karlsruher SC - SpVgg Unterhaching
3:1 (1:1)

Der erlösende Dreier bleibt aus – 0:0-Punkteteilung in Großaspach

Die 0:1-Niederlage beim VfR Aalen begrub wohl endgültig die letzten Aufstiegshoffnungen beim F.C. Hansa. Doch anders als in den Spielen zuvor passte nicht nur das Ergebnis zur miserablen Punkteausbeute im März. Über die komplette Spielzeit fand die Kogge nicht zum gewohnten Spiel und ging am Ende als verdienter Verlierer vom Platz – aber das wollte das Team nicht auf sich sitzen lassen und hatte nur vier Tage später die Möglichkeit, ein anderes Gesicht zu zeigen.

Bei diesem Vorhaben musste der FCH gar nicht weit reisen und blieb direkt in der schwäbischen Gegend, wo es am Dienstagabend zur Nachholpartie des 21. Spieltags gegen die SG Sonnenhof Großaspach kam. Gegen den 13. der Drittliga-Tabelle wollte auch Hansa-Trainer Pavel Dotchev eine veränderte Mannschaft sehen und nahm dafür einige Veränderungen vor. Für Bryan Henning, der gegen Aalen die fünfte Gelbe sah, kam Willi Evseev ins Mittelfeldzentrum. Außerdem durften Joshua Nadeau (Vladimir Rankovic), Selcuk Alibaz (Amaury Bischoff) und Christoper Quiring (Nico Rieble) von Beginn an ran und sollten ihre Chance gegen die Sportgemeinschaft nutzen.

In der Aufstellung der Hausherren gab es hingegen keine Veränderung. Trainer Sascha Hildmann ließ die Elf auflaufen, die zuletzt bei Fortuna Köln gewinnen konnte (3:1) – somit kam es auch zum Wiedersehen mit Jeff-Denis Fehr, der hinten links verteidigte.

Hansa trat von Beginn an kompakt im 4-4-2 auf und wollte so zurück in die Erfolgsspur finden. Die Großaspacher machten dies der Kogge aber nicht leicht, da die SG immer wieder mal gezielt ins Pressing ging und Hansa unter Druck setzen wollte. Doch die Rostocker befreiten sich aus diesen Situationen, weshalb sich die Gastgeber etwas weiter zurück zogen.

Die erste Torannäherung der Dotchev-Elf ließ nicht lange auf sich warten. Selcuk Alibaz setzte Pascal Breier mit einem langen Ball in Szene, der Angreifer konnte jedoch nicht für Sturmkollege Benyamina auflegen, da die SG zur Stelle war. In der 9. Minute dann wieder Alibaz mit einem Distanzschuss – SG-Keeper Broll parierte den Abschluss jedoch im Nachfassen.

Hansa übernahm mehr und mehr die Spielkontrolle und arbeitete mit der Unterstützung eines vollen Gästeblocks am ersten März-Dreier. Benyamina im Alleingang mit der nächsten Gelegenheit, doch wieder war ein schwäbisches Bein dazwischen. Der FCH rannte immer wieder neu an und kombinierte sich gut durch das gegnerische Mittelfeld, nur im letzten Drittel fehlte dem FCH noch ein paar Prozente.

Doch Mitte der ersten Hälfte bekamen die Großaspacher etwas mehr Zugriff und gestalteten die Partie ausgeglichener. Große Gefahr für die Rostocker Defensive gab es aber nicht, da Hansa konzentriert verteidigte. Den ersten Abschluss der Hausherren gab es dennoch – Fountas probierte es artistisch, aber kein Problem für Janis Blaswich.

Die Kogge versuchte wieder mehr Kontrolle in die Partie zu bekommen und kam prompt zum nächsten Abschluss durch Selcuk Alibaz, aber wieder hatte ein Großaspacher etwas dagegen und lenkte den Ball zur Ecke ab. Und auch die Spielgemeinschaft kam kurz vor der Pause noch einmal gefährlich auf. Joseph-Claude Gyau kam mal über links durch und verfehlte den Rostocker Kasten nur knapp. Wenig später war dann aber Schluss – mit 0:0 ging es in die Kabine.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs mussten die Hausherren einmal verletzungsbedingt wechseln. Für Kapitän Hägele lief nun Jannis Hoffmann auf – der FCH ging unverändert in die zweite Hälfte.

Und die zweite Spielhälfte begann mit einem großen Schock für die Hansa-Fans. Denn die Großaspacher kamen gut aus der Kabine und näherten sich dem 1:0. Aber die Kogge hatte mit Janis Blaswich wieder mal einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten und konnte sich gleich doppelt bei ihrem Schlussmann bedanken. Zunächst reagierte Blaswich glänzend gegen Röttger, kurz danach lenkte er gerade noch einen Abschluss vom eingewechselten Hoffmann an der Pfosten.

Hansa musste sich erst einmal wieder in das Spiel arbeiten, kam aber in der 58. Spielminute ebenfalls zur Großchance. Willi Evseev setzte gekonnt Pascal Breier ein, der frei zum Abschluss kam, aber knapp das Tor verfehlte.

Die Partie war nun deutlich offener, was auch an den Schwaben lag, die jetzt häufig schnell umschalteten. Aber auch der FCH wurde zielstrebiger. Wieder war es Evseev, der eine Idee hatte und für Soufian Benyamina auflegte. Aber SG-Keeper Broll blieb der Sieger. Im Anschluss wechselte Pavel Dotchev zum ersten Mal und brachte mit Lukas Scherff frischen Dampf für die Außenbahn.

Noch 20 Minuten waren zu spielen in der Mechatronik-Arena und das Flutlichspiel ging in die heiße Phase, in der beide Teams auf Sieg spielten. In der 72. Minute dann mal wieder Hansa mit Wannenwetsch und einem klugen Zuspiel für Benyamina, der freie Bahn hatte, aber wohl knapp im Abseits stand. Die Rostocker Bank reagierte erneut – Vladimir Rankovic kam für Selcuk Alibaz und sollte die rechte Angriffsseite neu beleben.

Doch zunächst kam die SG Sonnenhof mit einem gefährlichen Freistoß von Fountas – Blaswich musste aber nicht eingreifen. Dann wurde es vor dem Großaspacher Kasten wieder brenzlig. Lukas Scherff befreite sich von Gegenspieler Vitzthum und legte für Benyamina auf, der auf und davon war. Jeff-Denis Fehr wusste sich als letzter Mann nur noch mit einem Foul zu behelfen und bekam dafür folgerichtig die Rote Karte. Der anschließende Freistoß von Willi Evseev ging über den Kasten.

Nun setzte der F.C. Hansa alles auf Sieg und kam mit Oliver Hüsing nach einer Ecke zur nächsten Gelegenheit. Doch der erlösende Treffer wollte einfach nicht fallen. Und die Zeit rannte der Kogge davon. Die Dotchev-Elf gab aber nicht auf. Über Rankovic erarbeitete sich der FCH die nächste Chance, doch mit Benyamina und Breier verpassten gleich zwei Hanseaten. Nur wenige Augenblicke später wieder Hansa mit einem starken Kopfball von Benyamina, aber Kevin Broll im Aspacher Tor verhinderte das späte 1:0.

Auch in der Nachspielzeit glaubte der FCH an den Sieg und hatte noch einmal die große Möglichkeit zum 1:0. Vladimir Rankovic legte geschickt für Willi Evseev in den Rückraum zurück – doch erneut war Kevin Broll glänzend aufgelegt und verhinderte den Rostocker Sieg.

SG Sonnenhof Großaspach - F.C. Hansa Rostock 0:0 (0:0)

SG Sonnenhof Großaspach: Broll – Schiek, Gehring, Leist, Fehr – Binakaj (75. Vitzthum), Hägele (46. Hoffmann), Bösel, Gyau (56. Baku) – Fountas, Röttger

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Alibaz (74. Rankovic), Evseev, Wannenwetsch, Quiring (66. Scherff) – Benyamina, Breier (88. Väyrynen)

 

Mit dem „unbedingten Willen“ gegen Großaspach

Gerade mal vier Tage nach der enttäuschenden aber verdienten Niederlage gegen den VfR Aalen (0:1) hat der F.C. Hansa Rostock beim Nachholspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach die Chance auf Wiedergutmachung. Nachdem sich Trainer Pavel Dotchev auf der Ostalb ob der lethargischen Spielweise der Kogge „sehr überrascht“ zeigte, fordert er von seinen Schützlingen nun eine Reaktion: „Wir müssen ganz anders auftreten und den unbedingten Willen zeigen. Sonst machen wir uns vieles kaputt, was wir uns bisher aufgebaut haben.“

Wie das Ruder rumgerissen werden kann, zeigte der Kontrahent vergangenes Wochenende: Nach vier Niederlagen in Folge ging die von Sascha Hildmann trainierte SGS gegen Fortuna Köln als Sieger vom Platz (3:1). Keine Frage: Die Schwaben werden versuchen, diesen Schwung mit in die Partie zu nehmen. Beim Blick auf die Tabelle fällt auf, dass sich die Gastgeber im gesicherten Tabellenmittelfeld bewegen. Nach einer starken Hinrunde, in der Großaspach den sechsten Platz belegte und nur fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz hatte, sind die Rand-Stuttgarter nach einem Negativlauf zwar auf den 13. Rang abgerutscht, haben aber zehn Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Grund für den Absturz ist auch die schlechte Heimbilanz: In 13 Partien holte die SGS auf dem heimischen Rasen der Mechatronik Arena nur 18 Punkte.

Aus personeller Sicht wird die Begegnung für zwei Akteure eine besondere: Jeff-Denis Fehr, der im Winter von der Ostsee ins Ländle wechselte, hat sich im Süden Deutschlands gut eingefügt: Bei Großaspach ist der Linksaußen als Stammspieler gesetzt und bestritt bereits zehn Spiele (eine Vorlage). Daher ist es durchaus realistisch, dass der 23-Jährige gegen seine ehemaligen Kollegen von Beginn an auflaufen wird. Selbiges gilt für Hansa-Angreifer Pascal Breier, der für die SGS 56 Partien absolvierte (19 Tore, fünf Vorlagen).

Dass die Partie Spannung verspricht, zeigt die bisherige Bilanz: Sieben Mal trafen Hansa Rostock und die SG Sonnenhof aufeinander, viermal teilten sich die Clubs die Punkte. Während die SGS zwei Siege einfahren könnte, ging unsere Kogge nur einmal als Gewinner vom Platz. Die Chance also, die Bilanz auszugleichen. Mit dem von Dotchev geforderten „unbedingten Willen“ könnte das gelingen.

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