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26. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
1:0
1. FC Magdeburg
Datum
Spielgegner
Ergebnis
24.02.2018
F.C. Hansa Rostock - 1. FC Magdeburg
1:0 (1:0)
23.02.2018
Fortuna Köln - Werder Bremen II
2:1 (2:1)
25.02.2018
Carl Zeiss Jena - Rot-Weiß Erfurt
1:0 (0:0)
24.02.2018
VfL Osnabrück - Sonnenhof Großaspach
2:1 (0:0)
24.02.2018
SpVgg Unterhaching - Sportfreunde Lotte
3:0 (1:0)
25.02.2018
Karlsruher SC - Chemnitzer FC
2:0 (0:0)
24.02.2018
SV Wehen Wiesbaden - Hallescher FC
3:1 (1:1)
24.02.2018
FSV Zwickau - Preußen Münster
1:0 (1:0)
24.02.2018
SC Paderborn - Würzburger Kickers
0:0 (0:0)
24.02.2018
VfR Aalen - SV Meppen
1:1 (1:1)

Hansa bezwingt Magdeburg vor 23.000 Zuschauern im Ostseestadion

Mit kurzfristigen Personal-Sorgen hatte Hansa-Coach Pavel Dotchev vor dem Spitzenspiel gegen den 1. FC Magdeburg eigentlich nicht mehr gerechnet. Doch es traf den F.C. Hansa gleich doppelt. Sowohl Kapitän Amaury Bischoff als auch Mittelfeld-Mann Marcel Hilßner, der sich im Abschlusstraining das Knie verdrehte, mussten gegen den FCM passen. Zudem verzichte Pavel Dotchev auf Lukas Scherff. Umso motivierter war der restliche Kader der Kogge, im ausverkauften Ostseestadion die Magdeburger zu besiegen. 23.000 Zuschauer kamen am Sonnabendnachmittag, um das 67. Duell der beiden Traditionsvereine zu sehen.

Der FCM kam als Tabellenführer nach Rostock und gewann zuletzt vor 39 Jahren an der Ostsee. Dementsprechend fokussiert ging die Mannschaft von Trainer Jens Härtel in den 26. Spieltag, musste allerdings auf Björn Rother im Mittelfeldzentrum verzichten, der die zweite Gelbsperre der Saison absaß. Dafür rückte der Ex-Rostocker Dennis Erdmann in die Startelf.

Beim FCH gab es in der ersten Elf ebenfalls Veränderungen. Willi Evseev und Stefan Wannenwetsch durften von gegen den FCM wieder ran. Außerdem kam Nico Rieble zum ersten Einsatz von Beginn an und verteidigte hinten links. Dafür rückte Fabian Holthaus eine Position nach vorne.

Um 14.06 Uhr fieberten dann 23.000 Zuschauer dem Traditionsduell entgegen und Schiedsrichter Patrck Ittrich pfiff die Partie an.

Die Gäste aus Sachsen-Anhalt kamen mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen in Serie nach Rostock und begannen dementsprechend engagiert. In den ersten Minuten versuchte der FCM viel Druck auszuüben und lief die Kogge früh an. Hansa musste gleich dagegenhalten, aber nach vier Minuten erst einmal schlucken, da der FCM über links und mit Schwede kam, der einen strammen Schuss an den Pfosten setzte.

Die Intensität der Partie war direkt sehr hoch. Beide Teams gaben keinen Ball verloren und warfen alles in die Zweikämpfe. In der 10. Minute kam Hansa dann mal vor das gegnerischen Gehäuse mit Willi Evseev, dessen Hereingabe zum Torschuss wurde und zur ersten kleineren Aufgabe für FCM-Keeper Glinker wurde.

Es blieb weiter eng umkämpft. Hansa kam nun immer besser in die Partie und zum nächsten Abschluss durch Evseev, der jedoch zu wenig Druck hinter den Ball brachte. Aber die Kogge blieb nun am Drücker und übernahm mehr und mehr Spielkontrolle. Magdeburg war in dieser Phase in der Defensivarbeit gefragt und versuchte den FCH wieder weiter vom eigenen Tor fernzuhalten. Das gelang den Gästen aber nur teilweise. Soufian Benyamina setzte sich über links gegen zwei Gegenspieler durch und hatte das Auge für Willi Evseev im Zentrum, das Zuspiel war jedoch zu kurz, sodass Glinker zur Stelle war. Doch wenig später war auch er machtlos. Die Kogge machte es nach einem Einwurf schnell und schloss nach Ballbehauptung Benyamina über Bryan Henning ab, der das 1:0 für den F.C. Hansa erzielte.

Die verdiente Führung für den FCH, der sich in die Partie gearbeitet hat und weiter das Heft in die Hand nahm. Magdeburg fiel offensiv fast nichts ein und agierte nur mit langen Bällen, die die Kogge jedoch trotzdem konzentriert verteidigen musste, da Christian Beck in vorderster Front immer wieder lauerte.

Kurz vor der Pause versuchte der FCM noch einmal aktiver zu werden, aber die Dotchev-Elf blieb fokussiert und ließ hinten wenig anbrennen. Allen voran Kapitän Oliver Hüsing verlor kaum einen Zweikampf und sah fünf Minuten vor der Pause wieder den FCH im Angriff. Diesmal über Rieble und Holthaus, die Benyamina im Zentrum fanden. Der Rostocker Angreifer kam jedoch nach dem Duell mit Felix Schiller zu Fall – für Schiedsrichter Ittrich aber kein Strafstoß. Und noch einmal Hansa. Wieder gab der FCH nicht auf, erkämpfte den Ball und kam mit Henning zum Abschluss. Aber auch der FCM hatte noch einen. Nach einem Standard landete vor den Füßen von Weil, der aber aus kürzester Distanz überrascht war und vergab.

Wenig später war dann Pause. Für die Kogge ging es mit einer knappen, aber verdienten Führung zur Halbzeitansprache.

Beide Trainer sahen keinen Grund, für einen Wechsel und setzten weiter auf ihre Anfangsformationen. Die Gäste kamen gleich wieder mutig aus der Kabine und wollten wieder früh Druck ausüben. Christian Beck mit dem ersten Abschluss in Richtung Hansa-Kasten. Die Anfangsphase des zweiten Durchgangs gehörte dem FCM, der in der 49. Minute einen Freistoß am Rostocker Strafraum zugesprochen bekam. Der Abschluss von Türpitz wurde noch abgelenkt und ging knapp über das Tor. Es folgten vier Ecke in Serie für den FCM, aber Hansa befreite sich aus der Drucksituation.

Die Kogge meldete sich in der 55. Minute wieder zu Wort. Vladimir Rankovic setzte sich über rechts bis zur Grundlinie durch und brachte den Ball scharf vor den Kasten, dort behielt Glinker aber einen kühlen Kopf und konnte gerade noch klären. Und die nächste Offensiv-Aktion gehörte wieder den Rostockern. Diesmal war es der aufgerückte Hüsing nach einer Ecke – der Abschluss ging aber über das Gehäuse. Auf der Gegenseite war der FCH dann für einen Moment unsortiert und sofort war die Chance für Magdeburg da, aber der eingewechselte Düker scheiterte freistehend an Janis Blaswich.

Die Magdeburger hielten den Druck weiter hoch und visierten den Ausgleich an – Hansa wollte hingegen jede Umschaltsituation nutzen, um die Vorentscheidung zu erzwingen. Somit blieb es weiter spannend im Ostseestadion.

Nach 64. reagierte Pavel Dotchev dann zum ersten Mal und brachte mit Tim Väyrynen für Fabian Holthaus einen frischen Mann. Und der Finne war es, der die große Chance zum 2:0 einleitete. Doch das tolle Zuspiel konnte Willi Evseev nicht verwerten und scheiterte am FCM-Keeper. Zwei Minuten später probierte es Evseev dann erneut nach einem Konter, hatte aber erneut kein Glück im Abschluss.

Es waren nur noch 20 Minuten zu spielen und plötzlich zeigten sich die Gäste wieder. Sowislo hatte die große Gelegenheit zum Ausgleich scheiterte aber an Hansa-Keeper Blaswich. Kurz darauf herrschte noch einmal Aufregung im Hansa-Strafraum, allerdings konnte die Kogge gerade noch rechtzeitig klären. Aber die Gäste blieben dran, sodass die Spannung weiterhin auf jedem Platz im Ostseestadion zu spüren war.

Dann die 81. Minute und wieder der FCM. Diesmal war Janis Blaswich chancenlos, aber Julius Düker vergab die Riesenchance zum 1:1 aus zwölf Metern – Glück für die Kogge. Das Team brauchte in der Schlussphase noch einmal Unterstützung und bekam diese vom Stadion. Außerdem wechselte der FCH zum dritten Mal – Tommy Gruppe sollte nun helfen, den Sieg über die Bühne zu bringen. Jeder ackerte noch einmal für den anderen und gab alles für den Dreier.

Und noch einmal der FCM mit Erdmann, doch Blaswich blieb der Sieger. Nach 93 Minuten war es dann endlich geschafft. Hansa bezwang den 1. FC Magdeburg mit 1:0 und bleibt dadurch weiter in Schlagdistanz zum Relegationsplatz.

F.C. Hansa Rostock – 1. FC Magdeburg 1:0 (0:0)

Torfolge: 1:0 Henning (28.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Rieble – Wannenwetsch, Henning, Evseev (73. Owusu), Holthaus (64. Väyrynen) – Benyamina (87. Benyamina), Breier

1. FC Magdeburg: Glinker – Schiller, Handke (86. Ludwig), Weil – Türpitz, Erdmann, Sowislo, Schwede, Niemeyer (72. Pick) – Beck (55. Düker)

 

FCM wieder im Aufwind

Als Tabellenführer ging der 1. FC Magedeburg durchaus Selbstbewusst in das neue Spieljahr.  Doch die Euphorie an der Elbe wurde schnell getrübt. Dabei sollte der Auftakt gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht Erfurt der Anfang einer ebenso erfolgreichen zweiten Jahreshälfte sein.

Der Favorit aus Sachsen-Anhalt ging sogar standesgemäß durch Torgarant Christian Beck in Führung, aber Erfurt drehte binnen fünf Minuten die Partie und setzte mit dem 3:1 noch einen drauf.

Diesen Ausrutscher wollte der FCM dann eine Woche später im Heimspiel gegen den SV Meppen ausbügeln, jedoch war gegen den Aufsteiger nicht mehr als ein Punkt drin (0:0). Das anschließende Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers machte den verpatzten Saisonstart der Truppe von Trainer Jens Härtel perfekt. Nach drei Spielen ohne Dreier drohte der komfortable Vorsprung der Magdeburger auf den Relegationsplatz zu schwinden. Daher musste schnellstmöglich ein Erfolg her, um wieder in die Spur zu finden.

Und der FCM ist nicht umsonst das heimstärkste Team der Liga und schaffte es, den Schalter in der heimischen MDCC-Arena umzulegen. Zwar ging die Partie gegen Preußen Münster denkbar schlecht mit dem 0:1 durch Scherder los. Aber die Blau-Weißen bewiesen Moral und drehten das Spiel noch in der 1. Halbzeit durch Treffer von Schwede, Handke und Beck.

Genau diesen Erfolg brauchte die Härtel-Truppe und legte am 25. Spieltag ein 3:1 bei Werder Bremen II nach und erkämpfte sich die Tabellenführung zurück. Im Weserstadion traf endlich auch wieder Philip Türpitz, der zu Saisonbeginn furios aufspielte und dabei sechs Treffer selbst erzielte und weitere fünf auflegte. Doch nach dem 12. Spieltag wurde es ruhiger um den 26-jährigen Offensivmann - eine Muskelverletzung sowie eine Rotsperre bremsten den Ex-Chemnitzer zusätzlich aus. Somit musste Türpitz 453 Minuten auf sein siebtes Saisontor warten.

Einen Treffer mehr hat Zielspieler Christian Beck auf dem Konto. Der 29-Jährige spielt nun schon seit 2013 beim FCM und ist auch in dieser Spielzeit der gefährlichste Angreifer im Team. Damit liegt Beck nur 21 Tore hinter Hansa- und Magdeburg-Legende Joachim Streich, der für die Magdeburger insgesamt 209-mal traf. Gegen den F.C. Hansa weiß der 1,96 m große Angreifer ebenfalls, wo das Tor steht. In fünf Duellen netzte Beck dreimal gegen Hansa.
Für einen FCM-Akteur wird es aber ein ganz besonderes Duell an der Ostsee sein: Dennis Erdmann kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo er 73 Pflichtspiele absolvierte. Erdmann stand auch im Hinspiel gegen den FCH auf dem Platz und gewann das erste Aufeinandertreffen der Spielzeit mit 2:0.

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