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27. Spieltag2017/18

1:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
02.03.2018
Werder Bremen II - F.C. Hansa Rostock
1:1 (0:1)
28.03.2018
Rot-Weiß Erfurt - VfL Osnabrück
4:4 (2:3)
04.04.2018
SV Meppen - Carl Zeiss Jena
2:1 (1:1)
03.03.2018
Würzburger Kickers - VfR Aalen
2:2 (0:2)
03.03.2018
Preußen Münster - SC Paderborn
1:1 (1:0)
28.03.2018
1. FC Magdeburg - FSV Zwickau
2:2 (1:1)
04.03.2018
Hallescher FC - Fortuna Köln
0:3 (0:1)
27.03.2018
Chemnitzer FC - SV Wehen Wiesbaden
1:4 (1:0)
02.03.2018
Sportfreunde Lotte - Karlsruher SC
1:1 (0:0)
03.03.2018
Sonnenhof Großaspach - SpVgg Unterhaching
1:2 (0:2)

Kogge verpasst Dreier im Weserstadion – 4.400 Hansa-Fans sehen 1:1-Unentschieden

Eigentlich stand für die Kogge nach dem 1:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Magdeburg eine Auswärtspartie auf dem Spielplan der 3. Liga, doch mit der Unterstützung von 4.400 Hansa-Fans machte der FCH das Bremer Westerstadion zur zweiten Heimstätte. Am Freitagabend ging es für die Rostocker gegen die U23 des SV Werder und um die Vormachtstellung in der Auswärtstabelle – der achte Dreier in der Fremde sollte her. Auch wenn es für die Dotchev-Truppe mit großen Personalsorgen in das Duell mit dem Tabellenneunzehnten ging.

Nicht nur die schwere Verletzung von Marcel Hilßner traf das Team, zusätzlich musste Hansa auf Amaury Bischoff (Oberschenkelverletzung), Lukas Scherff (krank) und Julian Riedel (Gelbsperre) verzichten. Letzterer fehlte dem FCH zum ersten Mal, somit kam Joshua Nadeau zum 19. Saisoneinsatz und stellte mit dem Ex-Bremer Oliver Hüsing die Innenverteidigung, die gegen die jungen Werderaner von Beginn an hellwach sein musste.

Denn der SV Werder II hat nicht mehr viele Chancen, um den Abstieg zu verhindern, sodass die Bundesliga-Reserve alles auf einen Sieg setzte und die Horror-Bilanz von 22 Spielen ohne Dreier endlich beenden wollte.

Und die Kogge musste gleich mal aufpassen und schon nach der 1. Spielminute einen Eckball mit anschließendem Abschluss von Volkmer hinnehmen. Die jungen Bremer attackierten Hansa immer wieder früh und versuchten somit Fehler zu erzwingen. Die Rostocker mussten also direkt dagegenhalten und durften sich keine Unachtsamkeiten leisten. Es entwickelte sich eine spannende Anfangsphase, in der beide Mannschaften nach Ballgewinn schnell nach vorne spielen wollten.

Torannäherungen blieben vorerst jedoch aus, da beide Formationen gut gegen den Ball arbeiten und vor allem Bremen diszipliniert stand, weshalb Hansa zunächst nur selten in das letzte Drittel kam. Der SVW kam hingegen in der 17. Spielminute zur nächsten Halbchance. Marc-Andre Kruska nutzte die gute Freistoßgelegenheit aber nicht – kein Problem für Hansa-Keeper Blaswich.

Der FCH musste hart arbeiten, um in die Gefahrenzone zu kommen, jedoch blieben die talentierten Bremer griffig in den Zweikämpfen und ließen wenig zu. Nach 26 Minuten war es dann aber doch soweit. Über links kombinierte sich die Kogge bis vor das Tor, wo dann Willi Evseev den ersten Hansa-Abschluss abfeuerte. Nur wenige Augenblicke legte Hansa dann noch einen nach – beim Abschluss von Pascal Breier fehlte nicht mehr so viel. Jener Breier war es dann auch, der in der 29. Minute den nächsten Angriff einleitete. Die Rostocker Nummer 39 legte für Vladimir Rankovic ab, dessen Flanke perfekt auf den Kopf von Geburtstagskind Soufian Benyamia kam – 1:0 für den F.C. Hansa.

Der elfte Saisontreffer von Benyamina brachte die Kogge noch vor der Pause in die Spur und löste den Knoten etwas, da der SV Werder nun ein wenig mehr Risiko gehen musste, was der Dotchev-Elf wiederum mehr Platz gab. Hansa war nun deutlich präsenter in der Bremer Hälfte, musste aber trotzdem immer wieder aufpassen, da die Grün-Weißen in vorderster Front mit Manneh und Eggestein zwei gefährliche Angreifer in Lauerstellung hatten.

Kurz vor der Pause mussten die Hausherren dann verletzungsbedingt wechseln. Justin Eilers verließ den Platz – Idrissa Toure nahm dafür den Platz in der Werder-Formation ein. Neue Impulse konnte der 20-jährige im ersten Durchgang allerdings nicht mehr setzen. Der FCH kam hingegen mit Henning und Benyamina noch zu zwei weiteren Torchancen. Aber auch der SVW hatte noch einen. Leon Jensen kam in der 45. Minute zur besten Bremer Möglichkeit, vergab aber freistehend vor Blaswich, sodass es für die Rostocker mit einer knappen Pausenführung in die Kabine ging.

Unverändert ging es für beide Teams in den zweiten Durchgang. Die Kogge versuchte sofort wieder die Spielkontrolle zu erlangen und mit viel Ballbesitz die Partie zu bestimmen. Bremen sortierte sich zunächst etwas weiter hinten ein und ließ den FCH erst einmal kommen. Hansa wollte das ausnutzen und kam wieder mit Rankovic über rechts, doch diesmal konnte Werder-Keeper Oelschlägel rechtzeitig eingreifen und fischte die Hereingabe herunter. Wenige Augenblicke wäre er dann wohl machtlos gewesen. Fabian Holthaus probierte es im Alleingang und kam nach einer kurzen Körpertäuschung zum Abschluss – der Schuss ging letztlich jedoch über den Kasten.

Der F.C. Hansa blieb nun weiter am Drücker und zwang des Gastgeber zu mehr und mehr Defensivarbeit. Das Geschehen spielte sich nun fasst ausschließlich in der Bremer Hälfte ab. Die Kogge kombinierte sich immer wieder gut durch die Reihen der Grün-Weißen und kam erneut durch Holthaus zu einer sehr gute Gelegenheit. Willi Evseev setzte den Linksfuß geschickt ein, der es im Anschluss per Kopf probierte – da fehlte nicht viel. Und wieder Hansa! Pascal Breier steckte für Willi Evseev durch, dem jedoch ein Schritt zum freien Abschluss fehlte. Auf der Gegenseite zeigte sich zum ersten Mal im zweiten Durchgang der SV Werder - der eingewechselte Niklas Schmidt versuchte es aus der Distanz.

20 Minuten vor dem Ende wechselte dann auch der FCH zum der Mal. Christopher Quiring durfte nun für Fabian Holthaus auf der linke Seite ran und sollte frischen Wind in die Offensive bringen. Allerdings musste Hansa einen Rückschlag hinnehmen. Joshua Nadeau verpasste es, einen langen Ball gleich doppelt zu klären und brachte somit Jensen ins Spiel, der diesmal eiskalt blieb und Janis Blaswich keine Chance ließ.

Hansa musste diesen Schock erst einmal verdauen und hatte nun nicht mehr viel Zeit, um den alten Abstand wiederherzustellen. Allerdings hatten jetzt auch die Bremer wieder Hoffnung und glaubten an den Dreier. Dotchev reagierte nochmal und brachte mit Tim Väyrynen den dritten Angreifer auf den Platz. Doch der FCH kam kaum noch zu Torchancen. Tommy Gruppe probierte es einmal aus der Distanz, aber Oelschlägel konnte zur Ecke klären. Und die Bremer blieben in der Schlussphase weiter gefährlich sobald Niklas Schmidt an den Ball kam.

Doch es passierte nichts mehr im Weserstadion. Hansa war lange Zeit auf der Siegerstraße, musste sich nach einer Unachtsamkeit aber mit einem Punkt begnügen. Am kommenden Mittwoch geht es dann schon mit einem weiteren Auswärtsspiel beim FSV Zwickau weiter.

SV Werder Bremen II - F.C. Hansa Rostock 1:1 (0:1)

Torfolge: 0:1 Benyamina (29.), 1:1 Jensen (73.)

SV Werder Bremen II: Oelschlägel – Eggersglüß, Pfitzner, Volkmer, Bünning – Eilers (41. Traore), Kruska, Wagner, Jensen – Manneh (52. Schmidt), Eggestein (88. Kazior)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Nadeau, Rieble – Breier, Henning, Wannenwetsch (77. Grupe), Evseev (82. Väyrynen), Holthaus (70. Quiring) – Benyamina

Zum Punkten verdammt – junge Werderaner seit sieben Monaten ohne Sieg

Mit neun Punkten nach vier Drittliga-Partien zählte die U23 des SV Werder Bremen zu Saisonbeginn zu den besten Teams der Liga. Doch was danach passierte, hätte an der Weser wohl kaum jemand für möglich gehalten: Es folgte eine ernüchternde Durstrecke von 22 Liga-Spielen ohne Sieg, wofür hauptsächlich die Defensive verantwortlich ist. Während der SVW in den ersten vier Saisonspielen nur einen Gegentreffer kassierte, hagelte es im weiteren Saisonverlauf oftmals mehrere.

Gegen Magdeburg und Münster musste Werder-Keeper Oelschlägel gleich viermal den Ball aus dem Netz holen, gegen Großaspach waren es fünf Gegentreffer und beim Auswärtsspiel in Paderborn sogar sieben – keine Mannschaft kassierte mehr Gegentore in dieser Spielzeit. Insgesamt bekam nur der Chemnitzer FC mehr Tore ins eigene Gehäuse als die Bremer. Das könnte auch daran liegen das Abwehrchef Jesper Verlaat immer wieder durch Verletzungen oder Profiberücksichtigungen fehlte. Der 21-jährige Niederländer kommt in der aktuellen Spielzeit nur auf 1.366 Einsatzminuten und traf dabei einmal. Hinzu kommen weitere Verletzungssorgen beim SVW. Die Stammkräfte Ole Käuper und Jannes Vollert fehlen schon länger – genauso wie Osabutey, Wasmus und Daube.

Ein weiteres Problem der Werderaner war und ist in der laufenden Saison die Konstanz auf der Trainerposition. Das Team startete mit Florian Kohfeldt in die Spielzeit, der mittlerweile das Bundesliga-Team des SVW trainiert. Oliver Zapel übernahm den Posten, konnte aber in acht Spielen nur 0,38 Punkte pro Spiel holen und musste Anfang Februar gehen. Werder blieb sich treu und holte wieder jemanden mit Stallgeruch: Sven Hübscher, der zuvor die U17 trainierte, sollte den talentierten Bremern wieder Leben einhauchen und endlich wieder punkten. Dieses Ziel verfolgte die U23 beim Hübscher-Debüt 88 Minuten lang und lag beim Aufstiegsaspiranten aus Wiesbaden lange mit 2:0 vorn – Ousman Manneh traf doppelt. Doch kurz vor Schluss musste das Team nicht nur das 1:2 hinnehmen, sondern wenig später auch den Ausgleich schlucken.

In den nachfolgenden Spielen gegen Magdeburg (1:3) und Köln (1:2) setzte es dann die Saisonniederlagen 13 und 14. Nun nehmen die Grün-Weißen einen neuen Anlauf auf den vierten dreier der Spielzeit und wollen dabei den F.C. Hansa schlagen, der nach der zurückliegenden Auswärtsniederlage aber eine Reaktion zeigen will und mit zahlreicher Unterstützung ins Weserstadion kommt.

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