Offizielle Website des F.C. Hansa Rostock - Unsinkbar seit 1965

29. Spieltag2017/18

F.C. Hansa Rostock
2:3
SC Paderborn
Datum
Spielgegner
Ergebnis
10.03.2018
F.C. Hansa Rostock - SC Paderborn
2:3 (2:0)
10.03.2018
Würzburger Kickers - VfL Osnabrück
1:0 (1:0)
10.03.2018
Preußen Münster - Carl Zeiss Jena
2:2 (1:2)
11.03.2018
1. FC Magdeburg - VfR Aalen
6:1 (3:1)
10.03.2018
Werder Bremen II - FSV Zwickau
0:0 (0:0)
11.03.2018
Chemnitzer FC - Hallescher FC
1:1 (0:0)
10.03.2018
Sportfreunde Lotte - Fortuna Köln
0:2 (0:1)
10.03.2018
Sonnenhof Großaspach - SV Wehen Wiesbaden
1:3 (1:1)
11.03.2018
Rot-Weiß Erfurt - Karlsruher SC
1:3 (1:2)
10.03.2018
SV Meppen - SpVgg Unterhaching
1:1 (0:1)

Späte Gegentreffer schocken Hansa: 2:3-Heimniederlage gegen den SC Paderborn

Die Heimbilanz 2018 des F.C. Hansa konnte sich im Vorfeld des 29. Spieltags mehr als sehen lassen. Gegen Erfurt, Würzburg und den 1. FC Magdeburg bewahrte die Kogge die weiße Heimweste, bekam es aber nun mit dem nächsten Spitzenteam der Liga zu tun. Der Tabellenführer aus Paderborn gastierte in Rostock und überzeugte in der laufenden Spielzeit vor allem durch Torgefahr. Mit 57 Treffern war die Mannschaft von Ex-Hanseat Steffen Baumgart die unangefochtene Tormaschine der 3. Liga.

Besonders darauf musste sich die Kogge einstellen, allerdings zeigte der FCH schon im Hinspiel, dass er nicht nur mithalten kann. Damals verloren die Rostocker etwas unglücklich mit 1:2 und wollen nun Revanche für die Niederlage nehmen.

Dieses Vorhaben ging der FCH mit fast derselben Formation an, die unter der Woche beim FSV Zwickau unterlag. Lediglich eine Veränderung gab es in der ersten Elf – aber diese hatte es in sich. Denn Tim Väyrynen durfte von Beginn an ran, sodass Hansa wie schon in Meppen im 4-3-3 agierte und so die Paderborner Defensive knacken wollte.

Dabei bekam das Team von Beginn an besondere Unterstützung von den Rängen. Mehr als 13.400 Plakate gingen zu „Hansa-Forever“ in die Höhe und sollten der Dotchev-Truppe die letzten Prozente für das Spitzenspiel geben.

Die Kogge versuchte diese Schwung gleich mit in die Partie zu nehmen. Allerdings musste der FCG gleich einmal aufpassen, da der SCP direkt offensiv aktiv wurde und nach Zolinskis Hereingabe erstmals für Gefahr sorgte. Der Tabellenführer legte gleich mal gut los und zeigte, warum er die Tabelle der 3. Liga anführt. Die Baumgart-Elf drückte die Rostocker in der Anfangsphase hinten rein und beschäftigte die Defensive des FCH.

Hansa musste also gleich hellwach und griffig in den Zweikämpfen sein. Die Gäste liefen immer wieder früh an und wollten somit Rostocker Fehler provozieren. Die Mannschaft um Kapitän Oliver Hüsing blieb aber standhaft und arbeitete sich in die Partie. Und wie! Bryan Henning eroberte den Ball im Mittelfeldzentrum und leitete den ersten Hansa-Angriff ein. Pascal Breier spielte im Anschluss blitzschnell auf Soufian Benyamina weiter, der bis in den Strafraum kam und für Tim Väyrynen querlegte. Der Finne stand goldrichtig und musste nur noch zum 1:0 einschieben.

Paderborn zeigte sich aber keinesfalls geschockt. Die Ostwestfalen blieben ihrer Linie treu und suchten ihr Glück in der Offensive. Doch der FCH arbeitete gut gegen den Ball und wurde schaltete im eigenen Angriff blitzschnell um. Der nächste Angriff lief über links und mit Fabian Holthaus, der von Tim Väyrynen auf die Reise geschickt wurde und das Auge für Pascal Breier hatte. Der Rostocker Angreifer lief am langen Pfosten ein und versenkte den Ball eiskalt zum 2:0 für die Kogge.

Die frühe Führung spielte der Dotchev-Truppe natürlich in die Karten. Denn nun konnte das Team weiter sicher in der Defensive stehen und dann immer wieder schnell ins Umschaltspiel wechseln. So wie ine in der 24. Minute. Wieder ging es bei den Rostockern schnell. Holthaus konnte nur durch ein Foulspiel am Strafraum gestoppt werden – der anschließende Freistoß von Wannenwetsch ging jedoch über den Kasten.

Paderborn antwortete mit wütenden Angriffen und war fast mit allen Feldspielern in der Rostocker Hälfte zugegen. Häufig waren es nur noch die Innenverteidiger Strohdiek und Schonlau, die absicherten. Die Kogge begegnete dem aber mit einer kompakten Abwehrarbeit und wechselte gegen den Ball in ein 4-5-1, sodass Soufian Benyamina und Pascal Breier mit ins Mittelfeld rückten.

Zum Ende des ersten Durchgangs kam der SCP dann mal durch die Hansa-Abwehr und mit Tietz zum Abschluss – kein Problem für Janis Blaswich. Die Gäste versuchten zwar immer noch den Druck auf den FCH hochzuhalten, fanden aber weiter kaum Mittel, gegen die gute Grundordnung der Hanseaten, die in der 38. Minute zur nächsten Annäherung durch Benyamina kamen – der SCP konnte die Situation aber gerade noch bereinigen.

Hansa präsentierte sich in der ersten Hälfte hellwach und vor allem taktisch sehr gut vorbereitet, sodass Paderborn nur zu einem echten Abschluss kam – verdiente 2:0-Pausenführung für den F.C. Hansa Rostock.

Ohne personelle Veränderungen ging es es beim FCH in den zweiten Spielabschnitt – Paderborn wechselte hingegen einmal und brachte mit Antwi-Adjej einen frischen Mann für die Außenbahn.

Der SCP versuchte wie schon zu Beginn des ersten Durchgangs druckvoll nach vorne zu spielen. Darauf stellte sich Hansa aber ein und knüpfte an die ersten 45 Minuten an. Doch der in der 52. Minute eingewechselte Antwi-Adjej kam etwas glücklich an den Ball und legte für Marlon Ritter quer, de freistehend zum Abschluss und direkt zum 1:2 traf.

Nun musste die Kogge aufpassen, das Spiel nicht komplett aus der Hand zu geben, da der Tabellenführer jetzt natürlich weiter auf das Tempo drückte. Doch Hansa rappelte sich wieder auf und hatte erst durch Breier und dann mit Benyamina die Chance, den alten Abstand wiederherzustellen. Doch es blieb bei der knappen Führung für den FCH.

Noch eine halbe Stunde zu spielen im Ostseestadion und der Spannungsfaktor blieb hoch. Paderborn rannte weiter an und Hansa musste alles in die Waagschalen werfen, um den Sieg zu verteidigen. In der 63. Minute wechselte dann auch Pavel Dotchev zum ersten Mal. Willi Evssev kam für Pascal Breier auf den Platz.

Nach 67 Minuten wieder Hansa und eine gute Umschaltsituation. Stefan Wannenwetsch spielte Vladimir Rankovic frei, dessen Zuspiel jedoch keinen Abnehmer im Zentrum fand. Und wieder Rankovic, der es gleich noch einmal probierte – diesmal musste SCP-Keeper Zingerle eingreifen und Kopf und Kragen riskieren.

Die Partie ging in die heiße Schlussphase und noch war alles möglich. Der SCP brachte mit Sven Michel den Topscorer der Mannschaft ins Spiel hoffte auf weiter auf das 2:2. Doch beim FCH kämpfte jeder für den anderen, weshalb es weiter wenig Abschlüsse für den SCP gab. Dotchev brachte noch einmal frische Kräfte – Christopher Quiring sollte nun mithelfen, den Dreier endgültig sicherzustellen.

Aber es wurde eine lange Schlussphase. Hansa gab alles und suchte die Entscheidung. Soufian Benyamina hatte fünf Minuten vor dem Ende das 3:1 auf dem Fuß, scheiterte aber nach gutem Solo an Zingerle. Das wurde prompt bestraft. Paderborn kam noch einmal und fand den eingewechselten Michel im Zentrum, der Blaswich mit einem Heber überlistete und das 2:2 kurz vor dem Ende markierte. Und der SCP stellte das Spiel komplett auf den Kopf. Ein Eckball brachte sogar noch den dritten Treffer für die Gäste. Kapitän Strohdiek versenkte den Ball mit dem Kopf und stellte damit gleichzeitig das bittere Endergebnis her.

F.C. Hansa Rostock – SC Paderborn 2:3 (2:0)

Torfolge: 1:0 Väyrynen (10.), 2:0 Breier (16.), 2:1 Ritter (52.), 2:2 Michel (86.), 2:3 Strohdiek (90.)

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus – Wannenwetsch, Henning, Holthaus – Breier (63. Evseev), Benyamina (89. Bouziane), Väyrynen (78. Quiring)

SC Paderborn: Zingerle – Boeder, Schonlau, Strohdiek, Herzenbruch – Zolisnki (46. Antwi-Adjej), Krauße, Wassey (62. Klement), Ritter , Yeboah (72. Michel) – Tietz

 

  • PK vor dem 29. Spieltag
  • PK nach dem 29. Spieltag
  • Interviews nach dem 29. Spieltag
  • sunmakersunmaker