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3. Spieltag2017/18

0:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
01.08.2017
Rot-Weiß Erfurt - F.C. Hansa Rostock
0:1 (0:1)
01.08.2017
Sonnenhof Großaspach - FSV Zwickau
2:0 (1:0)
01.08.2017
Sportfreunde Lotte - SC Paderborn
1:2 (1:1)
01.08.2017
Hallescher FC - Carl Zeiss Jena
0:2 (0:1)
01.08.2017
SV Wehen Wiesbaden - SpVgg Unterhaching
1:0 (1:0)
02.08.2017
Werder Bremen II - Karlsruher SC
2:0 (1:0)
02.08.2017
Chemnitzer FC - VfR Aalen
2:4 (2:4)
02.08.2017
Fortuna Köln - VfL Osnabrück
3:0 (1:0)
02.08.2017
Würzburger Kickers - Preußen Münster
0:1 (0:0)
02.08.2017
SV Meppen - 1. FC Magdeburg
1:2 (1:1)
Pl
Verein
Sp.
S
U
N
T
D
Pkt
1
SC Paderborn 07
16
13
1
2
43:17
+26
40
2
1. FC Magdeburg
16
11
1
4
24:15
+9
34
3
Fortuna Köln
16
9
4
3
27:15
+12
31
4
SV Wehen Wiesbaden
16
9
3
4
31:11
+20
30
5
SpVgg Unterhaching
16
9
1
6
28:24
+4
28
6
Sonnenhof Großaspach
16
8
3
5
23:20
+3
27
7
Hansa Rostock
16
7
4
5
17:12
+5
25
8
Karlsruher SC
16
7
4
5
18:17
+1
25
9
SV Meppen
16
7
4
5
22:22
0
25
10
Hallescher FC
16
5
5
6
25:24
+1
20
11
VfR Aalen
16
5
5
6
21:22
-1
20
12
Carl Zeiss Jena
16
5
4
7
17:22
-5
19
13
Sportfreunde Lotte
16
5
3
8
20:23
-3
18
14
Chemnitzer FC
16
4
4
8
21:27
-6
16
15
Würzburger Kickers
16
4
4
8
18:28
-10
16
16
VfL Osnabrück
16
4
4
8
17:27
-10
16
17
FSV Zwickau
16
4
4
8
15:26
-11
16
18
Preußen Münster
16
3
5
8
16:24
-8
14
19
SV Werder Bremen II
16
3
5
8
14:27
-13
14
20
Rot-Weiß Erfurt
16
2
4
10
9:23
-14
10

Hinten steht die Null und vorne trifft Hüsing – Hansa gewinnt 1:0 bei RW Erfurt

In der 3. Liga ging es Schlag auf Schlag weiter. Nur drei Tage nach dem ersten Heimauftritt der Kogge (0:0 gegen Großaspach) reiste das Team von Chef-Trainer Pavel Dotchev schon zur nächsten Drittliga-Partie. Innerhalb der ersten englischen Woche trat Hansa am Dientagabend beim FC Rot-Weiß Erfurt an, der in der aktuellen Spielzeit noch ohne Dreier ist.

Zuhause setzte es im ersten Saison-Heimspiel der Erfurter ein 1:1-Unentschieden gegen Preußen Münster – gegen Hansa sollte nun ein Sieg her, um den Drittliga-Start etwas zu verbessern. RWE-Trainer Krämer konnte vor der Partie kräftig durchatmen, denn mit Kapitän Jens Möckel und Carsten Kammlott meldeten sich kurzfristig zwei Leistungsträger fit, die dem Team zuletzt verletzungsbedingt fehlten und nun der Mannschaft einen Ruck geben sollten. Doch Hansa wollte nicht nur dagegenhalten, sondern auch im Steigerwaldstadion das eigene Spiel durchziehen und nach dem Saisonauftakt in Lotte dreifach in der Fremde punkten.

Mit dem Saisonstart konnte der FCH im Gegensatz zu Rot-Weiß Erfurt zufrieden sein. Zwar wollte das Team im heimischen Ostseestadion den Sieg gegen Großaspach einfahren, aber vor dem Tor klappte noch nicht alles. Das wollte die Dotchev-Elf nun gegen Erfurt nachholen und setzte dabei auf zwei Veränderungen in der Anfangsformation. Bryan Henning rückte für Jeff-Denis Fehr in das Rostocker Mittelfeld und nahm die Position vor der Abwehr ein. Und auch ganz vorne gab es einen Wechsel. Soufian Benyamina saß vorerst auf der Bank, dafür kam Marcel Ziemer zum Saisondebüt von Beginn an und sollte als einziger Stürmer für Gefahr sorgen.

Auch unter der Woche konnte die Kogge auf die Unterstützung der Hansa-Fans zählen – der volle Gästeblock unterstützte ihr Team von Beginn an lautstark und sah einen mutigen Start der Dotchev-Elf. Das Team versuchte den Gegner sehr früh in die eigene Hälfte pressen und wollte so Fehler bei Erfurt provozieren. Die Hausherren stemmten sich gegen die erste Druckphase der Rostocker und arbeiteten sich in das Spiel. Nach einem ruhenden Ball gab es dann auch die erste Torannäherung in der 7. Minute. Alexander Ludwig brachte den Ball vor den Kasten, doch Fabian Holthaus konnte rechtzeitig klären.

Hansa probierte es in dieser Phase immer wieder mit vertikalen Bällen, um das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Die erste Großchance für den FCH war die Folge. Stefan Wannenwetsch setzte sich in der 14. Minute über links durch und zog aus 20 Metern ab. Klewin konnte nur abklatschen lassen – die große Gelegenheit für Marcel Ziemer, doch der Mittelstürmer verpasste die klare Einschusschance zur frühen Führung.

Aber auch die Thüringer warfen offensiv mehr in die Waagschale, wodurch der FCH defensiv weiter konzentriert arbeiten musste. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell. RWE machte es der Kogge nun deutlich schwerer, in die Gefahrenzone zu kommen. Der FCH konnte zwar viel Ballbesitz verbuchen, doch über die Außenbahnen und durch das Zentrum ging nicht viel. Somit musste eine Standardsituation her, um die Rostocker Führung zu markieren. Amaury Bischoff brachte den Ball in der 27. Minute auf den langen Pfosten, dort lief Innenverteidiger Oliver Hüsing ein, setzte sich im Duell mit Florian Neuhold durch und traf per Kopf in die kurze Ecke. Ein guter Zeitpunkt für die Hansa-Führung, da Erfurt zuvor immer besser ins Spiel kam.

Nun konnte die Dotchev-Elf etwas beruhigter aufspielen und aus der sicheren Defensive heraus das eigene Spiel aufziehen. Nach 32 Minuten kam dann wieder Hansa: Diesmal machten es Bischoff und Wannenwetsch nach einem Freistoß schnell – der Hansa-Kapitän flankte vor das Tor, wo Möckel gerade noch vor dem einlaufenden Hüsing klären konnte. Von der Krämer-Elf kam kurz vor der Pause nicht mehr so viel, da Hansa wieder besser in den Zweikämpfen war und in der Partie das Tempo vorgab.

Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff musste dann aber auch Hansa-Keeper Janis Blaswich zum ersten Mal eingreifen – mit einem scharfen Erfurter Freistoß hatte der 26-Jährige aber keine Probleme. Dann noch einmal die Kogge: Über rechts ging es über Ziemer, Nadeau und schließlich Bouziane, der bis zur Grundlinie kam, aber mit einem Flachpass keinen Abnehmer im Zentrum fand.

Damit blieb der F.C. Hansa auch nach 225 Drittliga-Minuten ohne Gegentreffer und ging dank des Treffers von Oliver Hüsing mit einer knappen Führung in die Kabine.

Ohne personelle Wechsel ging es für beide Mannschaften in den zweiten Durchgang. Die Kogge wollte weiter gut verteidigen, hinten nichts anbrennen lassen und dann vorne eiskalt zuschlagen, um sich den zweiten Auswärtssieg in Folge zu sichern. Ähnlich wie in der ersten Hälfte agierte Hansa aus einer sicheren Defensive heraus und hatte keine Probleme, die langen Bälle der Thüringer zu verteidigen.

Nach 50 Minuten wurde es dann aber doch einmal brenzlig im Rostocker Strafraum. Nach einem Einwurf landete der Ball bei Ludwig, der mit einer Flanke Carsten Kammlott in Szene setzte – doch dem Erfurter Torjäger fehlte das richtige Timing beim Kopfball. Und auch auf der Gegenseite wurde es gefährlich. Wieder war Oliver Hüsing beteiligt und sorgte nach einer Ecke von Bischoff für Gefahr – Erfurts Neuhold war diesmal dichter dran und lenkte den Ball über das Gehäuse. 

Die Kogge blieb weiter gut in der Partie und zeigte in vielen Zweikämpfen, dass sie den zweiten Dreier mit an die Ostsee bringen wollte. Immer wieder arbeitete das Team gut gegen den Ball und ließ Erfurt nicht ins Spiel kommen. Zudem ließ der FCH den Ball klug in den eigenen Reihen laufen. Dadurch waren Torraumszenen eher Mangelware, doch Hansa zeigte durch die reifere Spielanlage einen soliden Auswärtsauftritt.

Es dauerte bis zur 68. Spielminute, ehe Hansa wieder vor das Erfurter Tor kam. Bryan Henning eroberte den Ball gut im Zentrum und schaltete schnell. Daraufhin kam der Ball über Owusu zu Wannenwetsch, der von der Strafraumkante abzog - ein RWE-Abwehrbein verhinderte aber größere Gefahr. Auch Rechtsverteidiger Joshua Nadeau probierte es mit einer offensiven Aktion, sein Distanzschuss ging jedoch deutlich über den Kasten.

Im Anschluss zog Pavel Dotchev den ersten Joker und wechselte offensiv. Soufian Benyamina kam für Mike Owusu in die Partie. In der 74. Spielminute war dann auch Benyamina an der nächsten guten Chance für Hansa beteiligt. Marcel Ziemer spielte Mounir Bouziane frei, der sich bis zur Grundlinie durchsetzte und mit einer scharfen Hereingabe den eingewechselten Benyamina suchte. Diese kam aber zu unpräzise, wurde aber dennoch gefährlich, sodass Klewin eingreifen musste und den Ball mit etwas Glück und dem Pfosten klären konnte.

Kurz darauf dann aber die erste echte Chance für die Rostocker Nummer 23. Nach einer Flanke auf dem Elfmeterpunkt war Benyamina mit dem Kopf zur Stelle und verpasste die Entscheidung nur knapp. Es folgte der zweite Wechsel beim FCH. Für Kapitän Bischoff war zehn Minuten vor dem Ende Schluss – mit Jeff-Denis Fehr kam ein frischer Mann für die Schlussphase.

Die heiße Phase im Steigerwald lief und die Kogge hatte eigentlich alles unter Kontrolle. Doch das Ergebnis hielt die Partie weiter offen. Aber Erfurt fiel weiterhin nicht viel ein und hatte es mit einer Rostocker Mannschaft zu tun, die defensiv einfach schwer zu knacken ist und als Team mit viel Einsatz überzeugt. Doch noch war  nicht Schluss. In der Nachspielzeit feuerte Erfurt den ersten echten Torschuss ab und zwang Janis Blaswich zu einer Glanzparade. Den Schlusspunkt hätte aber die Kogge setzen müssen. Erfurts Torhüter Klewin hielt schon gar nichts mehr im Kasten, wodurch Mounir Bouziane das 2:0 nach einem Konter hätte machen müssen, aber nur den Pfosten traf. Die fehlende Kaltschnäuzigkeit wurde aber nicht mehr bestraft - Auswärtssieg für die Dotchev-Elf!

Hansa sichert sich damit sieben Punkte nach drei Spielen – und das ohne Gegentreffer. Damit kann das Team zufrieden sein, will sich aber darauf nicht ausruhen. Denn schon am Sonnabend (14 Uhr) geht es im Ostseestadion gegen den Aufsteiger aus Meppen weiter, wo dann der ersten Heimsieg eingefahren werden soll. 

Rot-Weiß Erfurt - F.C. Hansa Rostock 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Hüsing (27.)

Rot-Weiß Erfurt: Klewin – Odak, Möckel, Neuhold, Brückner – Biankadi (78. Kurz), Ludwig (70. Huth), Dabanli, Benamar (63. Razeek) – Kammlott, Bieber

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Riedel, Holthaus – Bouziane, Henning, Bischoff (80. Fehr), Owusu (71. Benyamina), Wannenwetsch – Ziemer (89. Väyrynen)

Umbruch im Steigerwald – Erfurt wartet noch auf den ersten Dreier

Nicht nur beim FCH drehte sich vor dem Saisonstart kräftig das Transferkarussell – auch Rot-Weiß Erfurt war sehr aktiv und musste vor allem den Abgang von mehreren Leistungsträgern kompensieren. Mit Ex-Kapitän Mario Erb, Okan Aydin und auch Sebastian Tyrala gab RWE reichlich Qualität ab, die Chef-Trainer Stefan Krämer mit einem neuen Anstrich und vielen jungen Akteuren auffangen wollte. Nur zwei der 14 Neuzugänge sind über 23 Jahre alt.

Drei junge Erfurter konnten den 50-jährigen Krämer auch direkt überzeugen und sich einen Stammplatz ergattern. Verteidiger Florian Neuhold kam von Eintracht Braunschweig II und kann sowohl im Zentrum, als auch auf der rechten Abwehrseite eingesetzt werden. Dass der Österreicher auch offensiv über Qualität verfügt, zeigte er zum Saisonauftakt gegen Münster – per Kopf erzielte Neuhold den ersten Treffer der neuen Drittliga-Spielzeit für RWE.
Auch Bastian Kurz (FC Augsburg II) und Merveille Biankadi (SV Elversberg) durften bisher zweimal von Beginn an ran und wollen bei den Thüringern den nächsten Schritt in ihrer jungen Karriere wagen. Doch so richtig will es bei den Rot-Weißen noch nicht laufen.

Aus den ersten beiden Begegnungen sprang nur ein Punkt heraus (1:1 gegen Preußen Münster) – in Magdeburg ging die Krämer-Elf sogar richtig baden (0:3) und will nun gegen Hansa endlich in der Saison ankommen. Dabei schaut der Steigerwald natürlich auf einen Mann ganz besonders. Carsten Kammlott trägt seit 2014 das Trikot der Erfurter und ist häufig die Lebensversicherung des Traditionsklubs. In 169 Profispielen traf der 27-Jährige 61 Mal und bereitete weitere 19 Treffer vor. Gegen den FCH erzielte Kammlott in sieben Spielen sogar fünf Treffer.

Ein weiterer Punkt, warum RWE noch nicht in der Spur ist, könnte die Verletzungsmisere der Krämer-Truppe sein. Mit Laurito (Rückenprobleme) und dem gesperrten Menz fehlen den Erfurtern wichtige Abwehrsäulen. Der Einsatz von Kapitän Möckel (Knieprobleme) wird sich erst kurzfristig entscheiden und auch davor gibt es einige Baustellen. In der Mittelfeldzentrale fallen Vocaj (Rückenprobleme) und Bergmann (Leistenbruch) aus, davor hat es Tugay Uzan (Kreuzbandriss) erwischt, wodurch Krämer eine weitere Option im Angriff fehlt. Ob Carsten Kammlott auflaufen kann, der zumindest beim Abschlusstraining dabei war, ist ebenfalls noch nicht klar. Und auch der zurückliegende Heimauftritt der Erfurter gegen die Kogge macht wenig Mut. Denn am 18. Spieltag der Vorsaison gewann der F.C. Hansa mit 2:1 durch Tore von Ziemer und Andrist – der abgewanderte Okan Aydin erzielte damals den zwischenzeitlichen Ausgleich für RWE.

Anstoß im Steigerwaldstadion ist am Dienstag um 19 Uhr.

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