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32. Spieltag2017/18

1:1
Datum
Spielgegner
Ergebnis
31.03.2018
VfL Osnabrück - F.C. Hansa Rostock
1:1 (0:1)
01.04.2018
Sportfreunde Lotte - Werder Bremen II
3:2 (1:1)
01.04.2018
Hallescher FC - Rot-Weiß Erfurt
3:0 (3:0)
31.03.2018
Chemnitzer FC - Sonnenhof Großaspach
2:2 (1:1)
31.03.2018
VfR Aalen - SC Paderborn
0:5 (0:2)
31.03.2018
Carl Zeiss Jena - FSV Zwickau
2:1 (1:0)
01.04.2018
SpVgg Unterhaching - 1. FC Magdeburg
0:1 (0:0)
31.03.2018
Karlsruher SC - Preußen Münster
3:0 (1:0)
31.03.2018
SV Wehen Wiesbaden - Würzburger Kickers
0:2 (0:1)
31.03.2018
Fortuna Köln - SV Meppen
0:2 (0:1)

Arslan kontert Breier – 1:1-Unentschieden an der Bremer Brücke

Das bereits siebte Drittliga-Spiel im März hielt für den F.C. Hansa eine Auswärtspartie bereit. Für die Jungs von Chef-Trainer Pavel Dotchev ging es zum VfL Osnabrück an die Bremer Brücke, wo die Kogge zwar das Ende eines kräftezehrenden Monats vor sich hatte, jedoch etwas gut machen wollte. Denn keines der bisherigen März-Spiele konnte der FCH gewinnen - nun wollte das Team zumindest für einen versöhnlichen Abschluss sorgen und das am besten mit drei Punkten in Niedersachsen.

In der Startformation setzte Pavel Dotchev erneut auf Veränderungen und tauschte drei Personalien im Vergleich zur Jena-Partie aus. Hinten links verteidigte wieder Fabian Holthaus für Nico Rieble. In Angriff lief die Doppelspitze Benyamina-Breier auf, wobei letzterer den Platz von Tim Väyrynen einnahm und auf der rechten offensiven Seite bekam Mike Owusu eine Chance von Beginn an.

Diese wollte der 22-jährige Offensivmann zusammen mit der Mannschaft von Beginn an nutzen und den Gastgeber, der unter der Woche vier Gegentreffer in Erfurt schluckte (4:4), mit viel Tempo bespielen. Allerdings gehörte dem VfL die erste Szene des Spiels. Bryan Henning leitete diese nach einer guten Minute durch einen Fehlpass ein, der bei Alvarez landete. Der Osnabrücker Angreifer zog direkt aus großer Distanz ab und wollte Janis Blaswich überraschen – der Abschluss verfehlte das Tor aber knapp.

Die Niedersachsen waren in der Anfangsphase um viel Spielkontrolle bemüht – bei Hansa sollte es nach Ballgewinn schnell gehen. So holte der FCH auch die erste Ecke der Partie heraus, die Hereingabe von Lukas Scherff war jedoch kein Problem für VfL-Schlussmann Paterok. Keines der beiden Teams fand in der Anfangsphase zum eigenen Spiel. Die Kogge versuchte sich jetzt besser durch das Mittelfeld zu kombinieren, hatte aber nicht die volle Präzision im Spiel nach vorne. Aber der FCH blieb nun dran und belohnte sich prompt unter Mithilfe der VfL-Abwehr. Einen Diagonalball von Stefan Wannwetsch verpasste Konstantin Engel, sodass Mike Owusu über rechts in Position kam und es mit einem scharfen Flachpass in Zentrum probierte. Dort konnte Sama nicht entscheidend klären – Pascal Breier kam aus dem Rückraum und netzte eiskalt zum 1:0 für die Rostocker ein.

Der VfL wollte direkt antworten und versuchte einen Strafstoß durch Danneberg herauszuholen, allerdings spielte Stefan Wannenwetsch klar den Ball, was auch Schiedsrichter Bacher direkt sah. In der 24. Minute dann aber doch die Chance auf den Ausgleich. Marcos Alvarez kam an der Strafraumkante zum Abschluss und prüfte Janis Blaswich. Auf der Gegenseite antwortete wieder Breier mit einem Versuch, verfehlte den Kasten aber ebenso wie Fabian Holthaus, der es nach 27 Minuten aus der Distanz probierte.

Osnabrück lief immer wieder an und wollte den Ausgleich anpeilen, doch die Dotchev-Elf verteidigte resolut und versuchte zu wenig wie möglich zuzulassen. Den Abschluss von Marc Heider (32.) konnten die Hanseaten aber nicht verhindern – Blaswich musste jedoch nicht angreifen und sah auf der anderen Seite die nächste gute Einschussgelegenheit durch Mike Owusu, aber der Vorlagengeber des 1:0 traf den Ball nicht richtig. Eine Minute später wurde es dann wieder brenzlig für den VfL. Denn Lukas Scherff wurde von Renneke im Strafraum zu Fall gebracht – aber auch hier entschied sich das Schiedsrichtergespann gegen den Pfiff.

Nach 40 Minuten war der Ball dann plötzlich im Rostocker Gehäuse. Die Kogge brachte sich selbst in Gefahr, konnte sich aber Schiedsrichtertrio bedanken, das die Abseitsposition von Alvarez direkt erkannte. Drei Minuten vor der Pause musste dann auch Janis Blaswich noch einmal hellwach sein und den strammen Abschluss von Renneke parieren. Und wieder Blaswich, der gegen Arslan alles reinwerfen musste und somit mit einer tollen Parade die knappe Pausenführung festhielt.

Mit einem Wechsel ging es es für den F.C. Hansa in den zweiten Durchgang. Tommy Grupe kam für Bryan Henning in das zentrale Mittelfeld. Und die Kogge kam mit Schwung aus der Kabine und drängte den VfL in die eigene Hälfte. Dieser befreite sich aber und nutzte eine Rostocker Unaufmerksamkeit direkt aus. Ahmet Arslan stand nach einer Hereingabe goldrichtig und köpfte zum 1:1 ein.

Nun musste vom FCH eine Reaktion kommen. Doch die Niedersachsen hielten gut dagegen und arbeitete selbst am Dreier. Stephen Sama mit der nächsten Aktion im Rostocker Strafraum, aber Hansa konnte im Verbund klären. Die Dotchev-Elf hatte nun einen schweren Stand und versuchte sich wieder in die Partie zu arbeiten. Dabei musste das Team aber immer wieder auf die schnellen Gegenstöße des VfL achten. Die erste Annäherung des FCH gab es nach 64 Minuten durch Rankovic, dessen Abschluss abgelenkt wurde und klar über das Tor ging. Die nachfolgende Ecke brachte da schon mehr Gefahr, allerdings bereinigten die Osnabrücker die Situation frühzeitig.

Drei Minuten später wurde es dann aber richtig gefährlich. Hansa kam über links und mit Scherff, dessen Einsatz mit einer guten Torchancen belohnt wurde. Aber Pascal Breier traf den Ball nicht richtig und vergab aus aussichtsreicher Position. Auf der Gegenseite ein ähnliche Gelegenheit – Danneberg hatte das 2:1 für Osnabrück auf dem Fuß, schoss aber über den Kasten.

Nur noch 20 Minuten an der Bremer Brücke zu spielen und Pavel Dotchev wechselte zum zweiten Mal. Amaury Bischoff war nun für Mike Owusu auf dem Feld und sollte die Offensive neu beleben. Doch die Schlussphase war eng umkämpft. Beide Mannschaften brauchten den Sieg, wollten aber auch nicht den spielentscheidenden Fehler machen.

Osnabrück probierte es noch einmal mit Marc Heider, der zwar im Strafraum zum Abschluss kam, aber den Ball nicht auf das Tor bringen konnte. Bei Hansa wollte Pascal Breier immer wieder das Offensivspiel ankurbeln, aber die Kogge kam kaum noch zum klaren Abschlüssen. Beide Trainer wechselte noch einmal – Hansa brachte Rieble für Scherff – doch alles deutete auf eine Punkteteilung hin.

Drei Minuten vor Spielende noch einmal die Kogge mit Benyamina, der es gleich doppelt probierte, aber jeweils von einem Osnabrücker geblockt wurde. Und auch in der drei-minütigen Nachspielzeit ging nicht mehr viel. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden auf den Anzeigetafel.


VfL Osnabrück – F.C. Hansa Rostock 1:1 (0:1)

Torfolge: 0:1 Breier (16.), 1:1 Arslan (49.)

VfL Osnabrück: Paterok – Renneke, Susac, Sama, Engel (85. Sen) – Groß, Arslan - Reimerink (71. Bickel), Danneberg (71. Tigges), Heider – Alvarez

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus – Owusu (72. Bischoff), Henning (46. Grupe), Wannenwetsch, Scherff (84. Rieble) – Benyamina, Breier

VfL unter Thioune stabil, aber zuletzt ohne Fortune

Eine Saison zum Vergessen an der Bremer Brücke. Mit Vereinslegende Joe Enochs und einem mehr als durchschnittlichen Drittliga-Kader ging der VfL Osnabrück in die Saison – doch schon nach dem zweiten Spieltag verliefen Erwartungshaltung und Realität in verschiedene Richtungen. Die Niedersachsen fanden sich auf den Abstiegsrängen wieder und mussten bis zum 6. Spieltag auf den ersten Dreier (1:0 vs. Lotte) warten, dem ein weiterer folgte (1:0 in Großaspach) – aber wer jetzt dachte, der VfL hat sich gefunden, lag falsch. In den darauffolgenden sechs Ligaspielen gingen die Osnabrücker fünfmal als Verlierer vom Platz und rutschten erneut tief in den Abstiegsstrudel – eine Negativserie, die auch an Trainer Enochs nicht spurlos vorbeiging.

Der 46-jährige US-Amerikaner spielte selbst zwölf Jahre bei den Lila-Weißen und trainierte seinen Herzensverein fast sechs Jahre lang in verschiedenen Positionen. Doch nach der 1:4-Schlappe bei Preußen Münster zog der Verein die Reißleine und ersetzte Enochs durch U19-Coach Thioune, der die Niedersachsen neu beleben sollte. Allerdings dauerte dies ein wenig. Denn sowohl das Debüt (0:2 vs. Magdeburg) sowie die Partie beim F.C. Hansa (0:2) gingen verloren. Wobei gerade das Hinspiel zwischen FCH und VfL zeigte, welches Potential in den Osnabrückern steckt. Denn trotz des Rückstands durch Oliver Hüsing blieb die Thioune-Truppe dran und bespielte die Kogge fast ausschließlich in der eigenen Hälfte. Am Ende reichte es aber wieder nicht zum dritten Saisonsieg.

Dieser folgte eine Woche später im Heimspiel gegen den FSV Zwickau und fiel sehr deutlich aus. Mit 4:0 schoss sich der VfL den Frust von der Seele und legte wiederum eine Woche später erneut vier Heimtreffer nach (4:1 vs. VfR Aalen). Langsam aber sicher befreiten sich die Niedersachsen und rückten nach drei Siegen im Februar und einem Unentschieden Anfang März bis auf Rang zwölf vor. Doch in jüngster Vergangenheit zeigte sich wieder der VfL der zu Saisonbeginn glücklos agierte. Gegen Würzburg, Münster und Magdeburg verlor die Thioune-Truppe dreimal in Serie. Im Nachholspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt sprang dann zumindest ein Unentschieden heraus, doch angesichts des Spielverlaufs verließ der VfL mit hängenden Köpfen den Platz. Zweimal verspielten die Niedersachsen eine Führung gegen das Schlusslicht der Liga.

Zudem könnte die Puste beim VfL zum Ende des Monats dünn werden, da die Mannschaft nur zwei Tage hat, um zu regenerieren und sich auf den F.C. Hansa vorzubereiten.

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