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34. Spieltag2017/18

0:0
Datum
Spielgegner
Ergebnis
15.04.2018
Karlsruher SC - F.C. Hansa Rostock
0:0 (0:0)
14.04.2018
Sonnenhof Großaspach - Werder Bremen II
2:2 (0:1)
15.04.2018
Sportfreunde Lotte - Rot-Weiß Erfurt
1:0 (0:0)
14.04.2018
Carl Zeiss Jena - VfR Aalen
3:2 (1:0)
14.04.2018
VfL Osnabrück - SC Paderborn
0:5 (0:1)
15.04.2018
SpVgg Unterhaching - FSV Zwickau
2:1 (1:1)
13.04.2018
SV Wehen Wiesbaden - 1. FC Magdeburg
1:2 (0:0)
14.04.2018
Fortuna Köln - Preußen Münster
2:4 (0:2)
14.04.2018
Hallescher FC - Würzburger Kickers
1:3 (0:1)
14.04.2018
Chemnitzer FC - SV Meppen
1:2 (0:1)

Hansa erkämpft Punkt beim Karlsruher SC

Ersatzgeschwächt ging es für die Kogge am 34. Spieltag zum Aufstiegsaspiranten nach Karlsruhe. Während der KSC keine Personalsorgen hatte, reiste der FCH mit einem Mini-Kader von nur 16 Spielern an – darunter auch U19-Kapitän Johann Berger. Doch trotz der dünnen Personaldecke wollte Hansa-Trainer Dotchev einen engagierten Auftritt seiner Truppe sehen und auch gegen das Team der Rückrunde (31 Punkte) etwas holen.

Dieses Vorhaben ging der FCH wieder mit Kapitän Bischoff an, der für Willi Evseev ins Mittelfeldzentrum rückte und neben Bryan Henning auflief. Zudem übernahm Joshua Nadeau die Position rechts hinten für den gesperrten Vladimir Rankovic und Nico Rieble stand für Julian Riedel in der Innenverteidigung auf dem Platz.

Der Karlsruher Sportclub stieß um 14.05 Uhr an und zeigte gleich mal, in welche Richtung es gehen sollte. Hansa kam aber gut in die Partie und hielt den Ball in den Anfangsminuten gut in den eigenen Reihen. Die starke Offensive der Badener um Schleusener und Fink kam kaum zur Entfaltung – die Hausherren überließen zunächst den Rostockern das Spielgerät. Die erste Torannäherung gehörte aber dennoch dem KSC. Den Freistoß von Wanitzek fischte Janis Blaswich aber problemlos herunter.

Dann die nächste gute Freistoßsituation für den Gastgeber. Selcuk Alibaz sah sogar noch die Gelbe Karte, obwohl er im Zweikampf mit Mehlem klar den Ball traf. Erneut trat Wanitzek den nachfolgenden Standard, verfehlte den Kasten der Kogge aber dann doch deutlich.

Die Partie spielte sich hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Wenn dann wurde es nach dem ruhenden Ball gefährlich. In der 17. Spielminute musste Janis Blaswich nach einer Ecke schon alles gegen den Kopfball von Pisot zeigen, um die Null zu halten. Der Zweitligaabsteiger aus Karlsruhe erhöhte nun etwas das Tempo, kam aber aus dem Spiel heraus nicht zum Abschluss. Der FCH musste weiter hochkonzentriert verteidigen und kam daher im eigenen Angriff nur selten zum Zug.

Und Hansa schaffte es weiter, die offensiven Bemühungen des KCS frühzeitig zu entschärfen. Hierzu ließ der FCH immer wieder Ball und Gegner laufen und hielt so den Tabellendritten vom eigenen Tor fern. Nach einer guten halben Stunde bissen sich die Rostocker zum ersten Mal so richtig am Karlsruher Gehäuse fest, klare Einschusschancen blieben aber aus. Doch die Kogge gewann durch immer mehr Ballbesitzanteile so langsam die Oberhand im Wildpark und versuchte die beste Defensive der Liga zu bezwingen.

Dies gelang dem F.C. Hansa im ersten Durchgang aber nicht. Dennoch zeigte die Dotchev-Elf eine gute kämpferische Leistung und ließ den Favoriten aus Karlsruhe zu keiner Zeit zum eigenen Spiel finden.

Ohne Veränderungen ging es für beide Teams in den zweiten Spielabschnitt und genauso weiter, wie über weiter Strecken des ersten Durchgangs – umkämpft. In der 47. Minute war der Ball dann aber plötzlich im Karlsruher Tor. Pascal Breier legte für Benyamina auf, der ins Zentrum zog und abschloss. Doch das Schiedsrichtergespann entschied ohne zu zögern auf Abseits – die zweite Fehlentscheidung der Partie.

Auf der anderen Seite dann mal der KSC mit dem schnellen Umschaltspiel und mit Schleusener, der aber im letzten Moment von Janis Blaswich gestoppt werden konnte. Das Duell am Sonntagnachmittag wurde zunehmend offener. Wieder Hansa mit einem Abschluss, doch der Distanzversuch von Soufian Benyamina strahlte zu wenig Gefahr für KSC-Keeper Uphoff aus. Im Gegenzug dann wieder die Hausherren. Diesmal mit einer Einzelaktion von Florent Muslija, der in den Rostocker Strafraum eindringen konnte, bei Oliver Hüsing war jedoch Endstation.

Nun blieb Karlsruhe am Drücker und erhöhte den Druck für die Hansa-Defensive. Pavel Dotchev reagierte in der Folge zum ersten Mal und brachte mit Mike Owusu (Selcuk Alibaz) frische Kräfte auf das Feld. Wenig später probierte es Lukas Scherff mal im Alleingang, traf aber nur das Außennetz.

Der Karlsruher SC wollte dringend den Dreier im Aufstiegskampf mitnehmen, hatte es aber auch mit Beginn der Schlussphase mit einem fokussierten FCH zu tun, der dem KSC ein Bein im Aufstiegskampf stellen wollte. Nach 73 Minuten musste Janis Blaswich dann wieder mal eingreifen und parierte aus kürzester Distanz gegen den Kopfball von Fabian Schleusener.

Hansa wechselte erneut – Tim Väyrynen stürmte nun für Soufian Benyamina. Doch die nächste Hansa-Chance hatte Bryan Henning. Lukas Scherff legte in der 78. Spielminute geschickt zurück und fand Henning, dessen Abschluss jedoch zu wenig Druck hatte, sodass Uphoff parieren konnte. Und wieder die Rostocker. Mike Owusu kam über rechts, ließ drei Karlsruher stehen und prüfte Uphoff erneut. Der FCH kam kurz vor Spielende noch einmal gut auf und mit Tim Väyryen zur nächsten guten Gelegenheit, aber den Finnen fehlte das Tempo gegen Gegenspieler Pisot.

Aber auch der Gastgeber versuchte es noch einmal und kam mit dem Top-Torjäger Schleusener in Position. Doch nach der Kopfballverlängerung von Pourie erwischte Schleusener nur die Latte. Nur noch wenige Minuten im Karlsruher Wildpark und beim FCH kam Johann Berger zum Drittliga-Debüt für seinen Ausbildungsverein. Der Mittelfeld-Akteur sollte nun mithelfen, den Auswärtspunkt beim Tabellenvierten zu sichern. Und beinahe wäre es sogar der Dreier für den F.C. Hansa geworden. Lukas Scherff kam über links noch einmal auf und fand Tim Väyrynen im Zentrum, der den Ball aus fünf Metern aber nicht im Tor unterbringen konnte.

Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Sather die Partie ab und die besten Defensiv-Reihen der Liga trennten sich 0:0-Unentschieden.

Karlsruher SC - F.C. Hansa Rostock 0:0 (0:0)

Karlsruher SC: Uphoff – Bader (27. Lorenz), Gordon, Pisot, Föhrenbach – Thiede, Wanitzek, Mehlem (84. Stroh-Engel), Muslija – Fink (68. Pourie), Schleusener

F.C. Hansa Rostock: Blaswich – Nadeau, Hüsing, Rieble, Holthaus – Alibaz (60. Owusu), Henning, Bischoff (87. Berger), Scherff – Benyamina (76. Väyrynen), Breier

 

Der KSC greift nach der zweiten Liga

Der Plan ist aufgegangen. Nach dem Fehlstart in diese Saison (fünf Punkte aus den ersten sechs Spielen: Tabellenplatz 16) zogen die Badener, die als Aufstiegsfavorit galten, die Reißleine und entließen Trainer Marc-Patrick Meister. Neuer Chefcoach wurde Alois Schwartz – und seitdem ging es stetig bergauf. Bis zur 2:0-Niederlage beim FC Magdeburg am vergangenen Wochenende hatte der KSC eine unglaubliche Serie hingelegt. 23 Partien am Stück blieben die Blau-Weißen ungeschlagen. Und nun zum Saisonfinale klopfen sie an der Tür zur 2. Bundesliga an. Aktuell hat die Schwartz-Elf zwei Zähler Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz und hat auch noch minimale Chancen auf den direkten Aufstieg. Ein geglückter Trainerwechsel.

Garanten für diesen beeindruckenden Leistungsanstieg sind vor allem drei Spieler: Torwart Benjamin Uphoff glänzt regelmäßig mit starken Paraden und hält so den KSC-Kasten sauber. Mit nur 24 Gegentreffern haben die Badener die wenigsten Tore in der dritten Liga kassiert. Im Sturm sorgt das Duo Anton Fink (sieben Treffer) und Fabian Schleusener (16 Treffer) für Sorgenfalten auf den Stirnen gegnerischer Abwehrspieler.

Und dann sind da noch zwei auch in Rostock noch gut bekannte Gesichter. Martin Stoll, der in der Saison 2010/2011 für die Kogge kickte, kam in dieser Spielzeit bisher auf sechs Einsätze. Und mit Kai Bülow ist ein Hansa-Eigengewächs im Karlsruher Kader gelandet. Seit der E-Jugend war der Rostocker für den F.C. Hansa im Einsatz und hat zwischen 2005 und 2010 insgesamt 130 Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga absolviert. Dann zog es ihn zu 1860 München, wo er meistens als Stammspieler aktiv war. Nach dem bitteren Absturz der Löwen in die Regionalliga, wechselte er zum KSC, wo er prompt zum Mannschaftskapitän ernannt wurde. Zurückgeworfen hat ihn allerdings eine hartnäckige Verletzung (Schambeinentzündung) in der Hinrunde. Zwei Monate musste er pausieren und kämpfte sich nun in der Rückrunde als Einwechselspieler zurück in den Kader. Beim 3:0-Sieg gegen Münster vor zwei Wochen spielte Bülow das erste Mal wieder über die 90 Minuten durch. Es wird Sonntag das erste Mal sein, dass er gegen den F.C. Hansa aufläuft.

Insgesamt 24 Mal ist der F.C. Hansa bereits auf den KSC getroffen. Die Badener haben die Nase in der Statistik leicht vorn: Zehn Siege, acht Unentschieden und sechs Niederlagen stehen für sie zu Buche. Den letzten Auswärtssieg der Kogge gab es fast genau vor zehn Jahren. Nach zwei Toren von Fin Bartels gewann der FCH im Wildparkstadion mit 2:1. Als Klassiker gilt allerdings die Partie vom 20. November 2006. 27.000 Zuschauer im Stadion und viele viele mehr vor dem Fernseher (damals noch DSF), sahen eine unvergessliche Montagabendpartie. Die beiden Aufstiegsaspiranten (KSC war Erster, Hansa Zweiter) lieferten sich ein Wechselbad der Gefühle. Nach 28 Minuten stand es 3:0 für Karlsruhe, die Partie schien klar entschieden. Hoffnung keimte kurz auf, nachdem Armir Shapourzadeh in der 54. Spielminute den Anschlusstreffer erzielte. Zehn Minuten später stellte der KSC den alten Spielstand aber wieder her: 4:1. Doch dann folgte eine historische Schlussphase: Hansa drehte plötzlich auf, ließ dem KSC kaum Spielanteile und kombinierte sich immer wieder vor den Karlsruher Strafraum. In der 78. Spielminute war es wieder Shapourzadeh, der aus der Entfernung beeindruckend auf 4:2 verkürzt. Drei Minuten später knallt Christian Rahn den Ball unhaltbar in die Maschen, bevor Djordje Cetkovic in der 87. Spielminute das 4:4 klar macht. Innerhalb von neun Minuten hatte man das Spiel ausgeglichen. Einige Spieler, darunter auch Karlsruher, meinten nach der Partie, dass wenn der Schiri nicht abgepfiffen hätte, Hansa noch zum Siegtreffer gekommen wäre.

Nun liegt es an diesem Sonntag also an Dotchevs Truppe, an alte Erfolge anzuschließen und das ernüchternde 0:3 aus dem Hinspiel wiedergutzumachen.

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